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Wenn Stress überhandnimmt: STOP, Prioritäten, Psychologische Erste Hilfe, Nachrichtendiät und Tagesstruktur

Was hilft in einer Krise, wenn Stress bei mir oder anderen überhandnimmt?

Fünf Selbsthilfe- und Laienansätze im Vergleich: die kurze STOP-Sequenz, feste Prioritäten und Umkehrpunkte, Psychologische Erste Hilfe für andere, eine bewusste Nachrichtendiät und Schlaf- und Tagesstruktur in langen Krisen. Das ist keine Therapie und keine Diagnose. Bei Gedanken an Suizid oder Selbstverletzung, Gefahr für andere oder völligem Kontrollverlust sofort den Notruf (112 in der EU) oder eine örtliche Krisenhotline anrufen.

Ausgangslage
Legende
Methoden zum direkten Vergleich auswählenMethodeWirkt innerhalb von MinutenFür sich selbstFür andere oder die GruppeTrägt über Tage und WochenOhne Vorbereitung anwendbar
STOP: in Sekunden vom Schreck zum nächsten SchrittJaJaTeilweiseTeilweiseJa
Gute Entscheidungen unter Druck: Prioritäten und DenkfallenAbhängigJaTeilweiseTeilweiseNein
Psychologische Erste Hilfe für Laien: Schauen, Zuhören, VerbindenTeilweiseNeinJaTeilweiseTeilweise
Informationsflut begrenzen: bewusster NachrichtenkonsumNeinJaTeilweiseJaJa
Schlaf und Tagesstruktur in langen KrisenNeinJaJaJaJa

Legende:● Ja◐ Teilweise◇ Abhängig○ Nein* = Anmerkung vorhanden

STOP: in Sekunden vom Schreck zum nächsten Schritt

Aufwand:
Ein bis drei Minuten
Benötigt:
Nichts außer einem kurzen Moment ohne unmittelbare Gefahr
  • Wirkt innerhalb von MinutenJa
  • Für sich selbstJa
  • Für andere oder die GruppeTeilweise

    Leicht weiterzugeben, etwa als ruhige Anleitung.

  • Trägt über Tage und WochenTeilweise

    Jederzeit wiederholbar, löst aber keine Dauerbelastung.

  • Ohne Vorbereitung anwendbarJa

    Leicht zu merken; vorher geübt wirkt es besser.

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Gute Entscheidungen unter Druck: Prioritäten und Denkfallen

Aufwand:
Vorab planen, unter Druck nur prüfen
Benötigt:
Prioritätenliste, vorab festgelegte Umkehr- und Auslösepunkte
  • Wirkt innerhalb von MinutenAbhängig

    Schnell, wenn Grenzen vorher festgelegt wurden.

  • Für sich selbstJa
  • Für andere oder die GruppeTeilweise

    Hilft Gruppen, verlangt aber Disziplin, wenn die Gruppe anders will.

  • Trägt über Tage und WochenTeilweise
  • Ohne Vorbereitung anwendbarNein

    Wirkt am besten mit Prioritäten, die in Ruhe festgelegt wurden.

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Psychologische Erste Hilfe für Laien: Schauen, Zuhören, Verbinden

Aufwand:
Zeit und Zuwendung
Benötigt:
Sicherer Ort, Ruhe, Informationen über Hilfsangebote
  • Wirkt innerhalb von MinutenTeilweise

    Sofort beginnbar, braucht aber Zeit für Zuhören und Vermitteln.

  • Für sich selbstNein

    Richtet sich an andere; Helfende sollten auch auf sich achten.

  • Für andere oder die GruppeJa
  • Trägt über Tage und WochenTeilweise

    Erste Unterstützung; bei anhaltenden schweren Reaktionen professionelle Hilfe vermitteln.

  • Ohne Vorbereitung anwendbarTeilweise

    Für Laien lernbar; Vorkenntnisse helfen.

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Informationsflut begrenzen: bewusster Nachrichtenkonsum

Aufwand:
Gering, braucht Konsequenz
Benötigt:
Feste Informationszeiten, wenige verlässliche Quellen, Warn-App bleibt aktiv
  • Wirkt innerhalb von MinutenNein

    Wirkt über Stunden und Tage.

  • Für sich selbstJa
  • Für andere oder die GruppeTeilweise

    Gemeinsame Nachrichtenzeiten können einem ganzen Haushalt helfen.

  • Trägt über Tage und WochenJa
  • Ohne Vorbereitung anwendbarJa
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Schlaf und Tagesstruktur in langen Krisen

Aufwand:
Mittel – Absprachen in der Gruppe
Benötigt:
Feste Ruhezeiten, Wach- und Ruheschichten, Tageslicht und Bewegung
  • Wirkt innerhalb von MinutenNein
  • Für sich selbstJa
  • Für andere oder die GruppeJa

    Schichten verteilen die Last auf die Gruppe.

  • Trägt über Tage und WochenJa

    Dafür gedacht.

  • Ohne Vorbereitung anwendbarJa

    In vollen, lauten Unterkünften schwer umzusetzen.

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