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Interactive Knot Lab
Knoten durchsuchen, nach Zweck filtern, Schritt für Schritt lernen. Jede Darstellung entsteht aus derselben geprüften Seilgeometrie.
Nicht für lebenssichernde Anwendungen. Klettern, Höhenarbeit und Rettung erfordern eine qualifizierte Ausbildung und geprüfte, normgerechte Verfahren.
Überhandknoten
Der einfachste Knoten überhaupt: ein Auge, durch das das Ende einmal gesteckt wird. Er dient als Stopper am Seilende und ist Grundbaustein vieler anderer Knoten.
Achterknoten
Ein Stopperknoten in Form einer Acht. Er ist dicker als der Überhandknoten, leicht auf Richtigkeit zu prüfen und lässt sich nach Belastung meist wieder lösen.
Palstek
Der Palstek bildet am Seilende eine feste Schlaufe, die sich unter Last nicht zuzieht und sich danach meist leicht wieder lösen lässt. Er kann sich jedoch ohne Last lockern und bei falscher Belastung kentern.
Webeleinstek
Zwei Schläge um einen Pfahl oder Ast, die sich gegenseitig klemmen. Schnell gelegt, leicht nachzustellen und leicht zu lösen – aber er kann rutschen oder sich bei wechselnder Last von selbst lösen.
Zwei halbe Schläge
Das Seil wird um einen Gegenstand geführt und mit zwei gleichsinnigen halben Schlägen am eigenen stehenden Part befestigt. Mit einem Rundtörn davor ist er eine der vielseitigsten Befestigungen für Pfahl, Ring oder Baum.
Spannknoten (Zeltspannknoten)
Ein verschiebbarer Klemmknoten am eigenen stehenden Part, mit dem sich die Spannung einer Abspannleine nachstellen lässt. In griffiger Schnur hält er unter Zug, in glatter oder steifer Kunstfaserschnur kann er rutschen.
Kreuzknoten
Ein flacher Bindeknoten, der die beiden Enden einer Schnur um ein Bündel zusammenknotet. Er ist kein sicherer Verbindungsknoten: Als Verbindung zweier belasteter Seile kann er kentern und aufgehen.
Schotstek
Der Schotstek verbindet zwei Seilenden, auch wenn sie unterschiedlich dick sind. Das dickere Seil bildet die Bucht, das dünnere wird darum gelegt. Ohne Last oder bei flatternder Belastung kann er sich lockern.
Doppelter Überhandknoten
Ein Überhandknoten, bei dem das Ende ein zweites Mal durch das Auge gesteckt wird. Ergibt einen dickeren, festeren Stopper als der einfache Überhandknoten, lässt sich nach Belastung aber nur schwer lösen.
Stauerknoten (Stevedore-Knoten)
Ein Achterknoten mit einer zusätzlichen Windung um den stehenden Part. Er ist etwas dicker als der Achterknoten und lässt sich trotzdem meist gut wieder lösen.
Überhandknoten auf Slip (Slipknoten)
Ein Überhandknoten, bei dem statt des Endes eine Bucht durchgesteckt wird. Ein Zug am Ende löst ihn sofort. Ideal für alles, was schnell wieder geöffnet werden soll – nicht für Last, die sicher halten muss.
Überhandschlaufe (Sackstich auf Bucht)
Ein Überhandknoten, gelegt mit doppelt genommenem Seil. Die schnellste feste Schlaufe überhaupt, verklemmt sich nach Belastung aber stark und ist dann kaum zu lösen.
Achterschlaufe (gelegt, auf Bucht)
Ein Achterknoten, gelegt mit doppelt genommenem Seil. Eine feste, gut kontrollierbare Schlaufe am Seilende oder in der Seilmitte, die sich nach Belastung meist noch lösen lässt.
Gesteckter Achter (Achterschlaufe, nachgesteckt)
Die Achterschlaufe, gelegt um einen geschlossenen Gegenstand: Erst wird ein lockerer Achterknoten im einfachen Seil geknüpft, dann das Ende um den Gegenstand geführt und den Achter parallel zurückverfolgt. Bekannt als Einbindeknoten beim Klettern – diese Seite ersetzt keine Kletterausbildung.
Schmetterlingsknoten (Alpiner Schmetterling)
Eine feste Schlaufe mitten im Seil, die in drei Richtungen belastet werden kann: über die Schlaufe und über beide Seilstränge. Auch nützlich, um eine beschädigte Seilstelle zu isolieren. Beim Einsatz im Bergsport nur mit Ausbildung.
Palstek auf Bucht
Ein Palstek, gelegt mit doppelt genommenem Seil. Ergibt zwei nebeneinanderliegende feste Schlaufen und kann mitten im Seil gelegt werden.
Zimmermannsstek
Ein Befestigungsknoten für Stämme, Pfähle und Bündel: Das Ende wird um seinen eigenen Part gewickelt und klemmt sich unter Zug fest. Ohne Zug fällt er praktisch von selbst auseinander.
Kuhstek (Ankerstich)
Eine Bucht um einen Gegenstand, durch die beide Stränge gezogen werden – oder umgekehrt eine Schlinge durch sich selbst. Sehr schnell, um eine Schlaufe oder ein Band an einem Ring, Ast oder Griff zu befestigen; bei ungleichem Zug rutscht er.
Würgeknoten (Constrictor)
Ein Bindeknoten, der sich extrem fest um einen Gegenstand zieht: Sackhälse, Bündel, Schlauchenden oder ein Seilende vor dem Abschneiden. Oft so fest, dass er nur noch aufgeschnitten werden kann.
Fuhrmannsknoten (Trucker's Hitch)
Ein Spannsystem aus Seil: Eine Schlaufe im stehenden Part wirkt als Umlenkrolle, sodass eine Leine sehr straff gezogen und dann gesichert werden kann. Für Firstleinen, Planen und Gepäck – nicht als Ersatz für zugelassene Ladungssicherung.
Prusikknoten
Ein Klemmknoten: Eine Schlinge aus dünnerer Reepschnur wird mehrfach um ein dickeres Seil gelegt. Unbelastet lässt er sich verschieben, belastet klemmt er in beide Richtungen. Im Lager praktisch als verschiebbarer Aufhängepunkt an einer Firstleine. Klettern und Rettung nur mit Ausbildung.
Kreuzklemmknoten (Klemheist)
Ein Klemmknoten, der nur in eine Richtung greift: Eine Schlinge wird spiralförmig um das Seil gewickelt und durch ihr eigenes oberes Ende geführt. Funktioniert auch mit Bandmaterial. Klettern und Rettung nur mit Ausbildung.
Rollstek (Stopperstek)
Ein Befestigungsknoten, der Zug entlang eines Pfahls oder eines anderen Seils aushält, ohne zu rutschen – solange die Zugrichtung stimmt. Gut, um eine Leine an einer gespannten Leine zu befestigen oder eine Last von einem Seil zu übernehmen.
Marlspiekerschlag (Knebelstek)
Ein schneller, vorübergehender Knoten, der einen Knebel (Stab, Marlspieker, Schraubenzieher) an einer Schnur hält. So lässt sich dünne Schnur kräftig anziehen, ohne in die Hände zu schneiden. Ohne Knebel fällt er sofort auseinander.
Doppelter Spierenstich
Zwei Seilenden, jedes mit einem doppelten Überhandknoten um das andere Seil, die sich unter Zug zusammenschieben. Sehr sicher, aber nach Belastung kaum zu lösen. Bekannt zum Schließen von Reepschnurschlingen; im Bergsport nur mit Ausbildung.
Bandschlingenknoten (Wasserknoten)
Der Knoten für flaches Band: Ein Überhandknoten in einem Bandende wird vom anderen Ende in Gegenrichtung exakt nachgefahren. Die Enden können unter wechselnder Last allmählich herauswandern – deshalb vor jedem Gebrauch kontrollieren. Im Bergsport nur mit Ausbildung.
Carrick-Knoten (Karrickstek)
Ein symmetrischer Verbindungsknoten für dicke oder steife Seile. Er verklemmt kaum und lässt sich nach schwerer Last gut lösen. Entscheidend ist der streng abwechselnde Verlauf über und unter.
Ashley-Stopperknoten
Ein dicker, runder Stopperknoten mit drei Wülsten, benannt nach Clifford Ashley. Er ist deutlich dicker als ein Achterknoten und eignet sich, wenn ein Seilende nicht durch eine größere Öse oder ein Loch rutschen soll.
Rundtörn mit zwei halben Schlägen
Das Seil wird zweimal um einen Pfahl, Ring oder Ast gelegt und dann mit zwei halben Schlägen um den eigenen stehenden Part gesichert. Der Rundtörn nimmt die Last auf; die halben Schläge halten nur noch das Ende. Lässt sich auch unter Zug binden.
Ankerstek (Fischerstek)
Ähnlich dem Rundtörn mit zwei halben Schlägen, aber der erste Schlag wird durch den Rundtörn hindurch gesteckt. Dadurch klemmt der Knoten fester und hält auch bei wechselnder Belastung und Bewegung gut an Ringen, Ösen und Henkeln.
Buntline-Stek
Ein Webeleinstek, der um den eigenen stehenden Part gebunden wird – mit dem zweiten Schlag zum Gegenstand hin. Kompakt, hält bei Flattern und Rucken sehr gut, verklemmt sich aber unter hoher Last.
Pfahlstek (Pile Hitch)
Ein sehr schneller Befestigungsknoten mit einer Bucht: Die Bucht wird um einen Pfahl gelegt und über dessen Kopf gestülpt. Funktioniert nur an Pfählen, Stangen oder Heringen mit freiem oberen Ende – dort aber in Sekunden.
Anbindeknoten auf Slip (Halfterknoten)
Ein auf Slip gebundener Knoten um den eigenen stehenden Part, der mit einem Zug am Ende sofort aufgeht. Üblich zum Anbinden an Ringe und Stangen, wo man im Notfall schnell lösen können muss.
Marlschlag (Bündel verschnüren)
Eine Reihe von Schlägen entlang eines langen Bündels – etwa einer gerollten Plane, Isomatte oder eines Bündels Stangen. Jeder Schlag wird so gesteckt, dass er sich selbst klemmt; das Bündel bleibt auch dann zusammen, wenn eine Stelle nachgibt.
Halbmastwurf (HMS, Munter-Knoten)
Ein Knoten in einem Karabiner, der durch Reibung ein Seil bremst. Er ist Teil der Kletter- und Bergrettungsausbildung. Diese Seite erklärt nur, was der Knoten ist und wie er aussieht – sie lehrt kein Sichern und kein Abseilen.
Laufender Palstek
Ein kleiner Palstek, durch dessen Auge der stehende Part läuft. So entsteht eine Schlinge, die sich unter Zug zuzieht und sich danach leicht wieder öffnen lässt. Nützlich, um Gegenstände zu fassen, die man nicht erreicht – nie für Lebewesen.
Doppelter Palstek (Palstek mit Rundtörn)
Ein Palstek, bei dem das Auge im stehenden Part doppelt gelegt wird. Die zusätzliche Windung erhöht die Reibung und macht ihn etwas sicherer gegen Aufgehen als den einfachen Palstek – ersetzt aber keine korrekte Sicherung des Endes.
Doppelter Schotstek
Ein Schotstek mit einer zusätzlichen Windung um die Bucht. Er hält ungleich dicke, glatte oder steife Seile sicherer zusammen als der einfache Schotstek und lässt sich trotzdem wieder lösen.
Spierenstich (einfacher Fischerknoten)
Zwei Überhandknoten, jeder um das andere Seil gebunden, die beim Festziehen gegeneinander rutschen. Schnell und einfach für dünne Schnüre und Leinen; nach Belastung schwer zu lösen.
Zeppelinknoten
Ein symmetrischer Verbindungsknoten aus zwei ineinandergelegten Augen. Er gilt als sehr sicher gegen Aufgehen und lässt sich nach Belastung trotzdem gut lösen. Die Schrittfolge ist leicht zu verwechseln – fertigen Knoten immer prüfen.
Chirurgenknoten
Ein Kreuzknoten, bei dem der erste Schlag doppelt gelegt wird. Die doppelte Windung hält die Spannung, während man den zweiten Schlag bindet – ideal zum Zubinden von Paketen, Säcken und Bündeln. Hier als Bindeknoten, nicht als medizinische Technik.
Trompetenstek (Seil verkürzen)
Ein Seil wird in drei Lagen gefaltet und an beiden Enden mit einem Schlag gesichert, um es zu verkürzen, ohne es zu schneiden. Ein bekannter, aber unzuverlässiger Knoten: Ohne gleichmäßigen Zug fällt er leicht auseinander.