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Knoten

Rollstek (Stopperstek)

Ein Befestigungsknoten, der Zug entlang eines Pfahls oder eines anderen Seils aushält, ohne zu rutschen – solange die Zugrichtung stimmt. Gut, um eine Leine an einer gespannten Leine zu befestigen oder eine Last von einem Seil zu übernehmen.

Schwierigkeit
Grundkenntnisse
Aufwand
unter einer halben Minute
Risikostufe
Praktische Fertigkeit
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Einfach erklärt

Der Rollstek ist ein Knoten, mit dem du ein Seil an einem Pfahl oder an einem anderen Seil befestigst, wenn in Längsrichtung gezogen wird – also nicht quer weg, sondern am Pfahl entlang. Viele andere Knoten würden dabei einfach am Pfahl entlangrutschen.

Sein Trick: Zwei Schläge liegen auf der Seite, von der gezogen wird, und der zweite liegt über dem ersten. Sie wirken wie zwei Hände, die nebeneinander zugreifen, statt nur einer. Ein letzter halber Schlag auf der anderen Seite hält das Ende fest.

Er hält aber nur, wenn der Zug von der richtigen Seite kommt. Darum testest du ihn immer in der Richtung, in die später gezogen wird. Für Menschen und Kletterzwecke ist er nicht gedacht.

Wie es funktioniert

Der Rollstek ähnelt dem Webeleinstek, hat aber einen zusätzlichen Schlag. Die beiden ersten Schläge liegen auf der Zugseite; der zweite kreuzt dabei den stehenden Part und legt sich neben den ersten, weiter in Zugrichtung. So verteilt sich die Reibung über eine längere Strecke, und der Knoten „klettert“ nicht am Pfahl oder Seil entlang, wenn in Längsrichtung gezogen wird.

Der abschließende halbe Schlag liegt auf der von der Zugrichtung abgewandten Seite. Er trägt kaum Last, sondern sorgt dafür, dass sich das Ende nicht herausarbeitet. In der Literatur gibt es unter dem Namen Rollstek leicht unterschiedliche Formen – entscheidend ist bei allen, dass die Schläge auf der Seite liegen, von der der Zug kommt.

Woran du einen richtig gebundenen Knoten erkennst

Schau dir den fertigen Knoten so an, dass die geplante Zugrichtung zum Beispiel nach links zeigt. Dann müssen die zwei nebeneinanderliegenden Schläge links vom abschließenden halben Schlag liegen, und der stehende Part sollte aus dieser Seite herauskommen. Liegen die doppelten Schläge auf der anderen Seite, hast du ihn spiegelverkehrt gebunden – dann rutscht er.

Zum Setzen ziehst du die Schläge eng zusammen, sodass sie dicht nebeneinander anliegen, und belastest den Knoten dann langsam in der geplanten Richtung. Das Ende sollte nach dem halben Schlag noch ein Stück überstehen. Rutscht er beim Test, füge eine weitere Windung auf der Zugseite hinzu – das ist bei glatten Oberflächen oft nötig.

Typische Fehler und wie der Knoten versagt

Der klassische Fehler sind Schläge auf der falschen Seite. Der Knoten sieht dann fast gleich aus, rutscht aber sofort, wenn gezogen wird. Häufig ist auch die Verwechslung mit dem Webeleinstek, dem der zweite, überkreuzende Schlag fehlt. Und schließlich: keinen Test machen und sich auf einen Knoten verlassen, der nie in der echten Zugrichtung belastet wurde.

In glatten Kunstfaserseilen und auf sehr glatten Oberflächen wie lackierten Stangen oder Metallrohren ist der Rollstek weniger verlässlich. Er kann dann langsam entlangkriechen. Auch wenn die Zugrichtung wechselt, kann er sich lockern. Prüfe ihn daher bei Dauereinsatz regelmäßig.

Wann es sinnvoll ist – und wann nicht

Im Lager ist der Rollstek ideal, um Abspannleinen an einer gespannten Firstleine zu befestigen, ohne Spezialausrüstung. Er hält auch Zug entlang eines Pfahls, Ruders oder Rohrs. Ein klassischer Seemannstrick: Mit einem Rollstek nimmt man die Spannung von einem Seil, um einen anderen, festgezogenen Knoten lösen zu können.

Ungeeignet ist er, wenn der Zug aus der falschen oder aus wechselnden Richtungen kommt. Auf sehr glatten Oberflächen nur nach Test einsetzen. Und für alles Lebenssichernde gilt: Lebenssichernde Anwendungen nur nach fundierter Ausbildung und mit zertifizierter Ausrüstung.

So übst du es

Spanne eine Leine zwischen zwei Stuhllehnen oder nimm einen Besenstiel. Binde mit einer zweiten Schnur einen Rollstek und zieh in Längsrichtung. Dann binde einen Webeleinstek daneben und zieh genauso – du wirst sehen, wie dieser viel leichter entlangrutscht.

Binde ihn anschließend absichtlich spiegelverkehrt und teste noch einmal. Wenn du den Unterschied fühlst und siehst, kannst du ihn auch im Halbdunkel am Lagerplatz zuverlässig richtig herum legen.

Schritt für Schritt

Rollstek (Stopperstek)

Schritt 1 von 4

Ersten Schlag legen

Führe das Ende um den Pfahl oder das Seil, auf der Seite, von der später gezogen wird.

Das interaktive Diagramm für diesen Knoten ist in technischer Illustrationsprüfung und wird erst nach Freigabe gezeigt. Die Textanleitung ist verfügbar.

  1. 1

    Ersten Schlag legen

    Führe das Ende um den Pfahl oder das Seil, auf der Seite, von der später gezogen wird.

  2. 2

    Zweiten Schlag über den ersten

    Führe das Ende ein zweites Mal herum, sodass es den stehenden Part kreuzt und weiter in Zugrichtung neben dem ersten Schlag liegt.

  3. 3

    Halben Schlag auf der anderen Seite

    Führe das Ende über den stehenden Part auf die von der Zugrichtung abgewandte Seite und lege dort einen halben Schlag, wobei das Ende unter sich selbst durchgesteckt wird.

  4. 4

    Festziehen und testen

    Festziehen und in der geplanten Richtung belasten. Rutscht er, eine weitere Windung hinzufügen.

Für diese Technik ist noch kein geprüftes Video verfügbar.

Häufige Fehler

  • Schläge auf der falschen Seite – dann rutscht er
  • Mit dem Webeleinstek verwechseln
  • Keinen Test in Zugrichtung machen

Kurzüberblick

Material

  • Seil

    Unbekannte oder beschädigte Seile nie für lebenssichernde Zwecke verwenden.

  • Paracord(optional)

    Kein Kletter- oder Sicherungsseil.

Geeignet für

  • Leine an einer gespannten Firstleine befestigen
  • Zug entlang eines Pfahls, Ruders oder Rohrs
  • Seil entlasten, um einen anderen Knoten zu lösen

Ungeeignet für

  • Zug aus der falschen Richtung
  • Sehr glatte Oberflächen ohne Test
  • Lebenssichernde Anwendungen

Voraussetzungen

  • Webeleinstek

So funktioniert es

Zwei Schläge liegen auf der Seite, von der der Zug kommt, und der zweite Schlag kreuzt über den ersten. Sie verteilen die Reibung über eine längere Strecke. Ein abschließender halber Schlag auf der anderen Seite sichert das Ende.

Vorteile

  • Hält Zug in Längsrichtung
  • An Seil oder Pfahl verwendbar
  • Leicht lösbar

Nachteile

  • Nur in eine Richtung wirksam
  • In glatten Kunstfaserseilen weniger verlässlich

Hintergrundwissen

Fachlicher Hintergrund

Der Rollstek ist ein alter Seemannsknoten. In der Literatur werden unter diesem Namen leicht unterschiedliche Formen beschrieben; maßgeblich ist, dass die Schläge auf der Zugseite liegen.

Im Lager ist er nützlich, um Abspannleinen an einer Firstleine zu befestigen, ohne Spezialausrüstung.

Häufige Fehler

  • Schläge auf der falschen Seite – dann rutscht er
  • Mit dem Webeleinstek verwechseln
  • Keinen Test in Zugrichtung machen

Grenzen und Risiken

  • Haltekraft in glattem Material vorher testen.

Belastung und Grenzen

Hält nur in Zugrichtung zuverlässig; in glattem Material weniger. Jeder Knoten mindert die Bruchlast eines Seils, weil das Seil in engen Bögen ungleichmäßig belastet wird. Wie stark, hängt von Seilmaterial, Machart, Durchmesser und Prüfmethode ab; verlässliche Einzelwerte werden hier bewusst nicht angegeben.

Materialalternativen

Abgeleitet aus Materialeigenschaften: Ein Ersatz muss alle relevanten Eigenschaften besitzen. Hinweise zum Ersatzmaterial beachten.

Seil
Paracord (Kein Kletter- oder Sicherungsseil.)
Paracord
Seil (Unbekannte oder beschädigte Seile nie für lebenssichernde Zwecke verwenden.)

Ergebnisse stammen ausschließlich aus strukturierten Einträgen. Es werden keine improvisierten Anleitungen erzeugt.

Quellen

  1. [1]

    Clifford W. Ashley – Doubleday, Doran & Co. (1944): The Ashley Book of Knots

    Rollstek und Belastung in Längsrichtung

  2. [2]

    Geoffrey Budworth (1997): The Complete Book of Knots

    Rollstek und Namensvielfalt

Rev. 1 · Aktualisiert 2026-10-10