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Blackout und Urban Survival

Wenn Strom, Wasser oder Netz ausfallen

SurviveBetter · Stand 2026-10-12 · 20 Einträge

Praktische Vorsorge für Wohnung und Nachbarschaft: Licht, Wärme, Wasser, Kommunikation und Sicherheit bei Versorgungsausfällen.

01 · Strom und Licht · Fachliche Prüfung folgt

Auf einen Stromausfall vorbereiten

Ein längerer Stromausfall legt Licht, Kühlung, oft Heizung, Kartenzahlung und nach einiger Zeit auch Mobilfunk lahm. Wer Licht ohne Kerzen, ein Batterie- oder Kurbelradio, geladene Powerbanks, etwas Bargeld und einen einfachen Kommunikationsplan vorbereitet hat, kann die ersten Tage deutlich ruhiger überbrücken.

Wer auf strombetriebene medizinische Geräte angewiesen ist (z. B. Beatmung, Sauerstoffkonzentrator, Heimdialyse), muss mit Arzt, Pflegedienst oder Geräteanbieter vorab klären, was bei Stromausfall zu tun ist. Bei Gefahr den Notruf wählen (in der EU 112).

Kerzen sind eine häufige Brandursache. Batterie- oder Akkuleuchten sind die sicherere Wahl.

Grills, Campingkocher, Heizpilze und Generatoren gehören nie in Innenräume – auch nicht zum Heizen oder Kochen während eines Stromausfalls (Kohlenmonoxid).

Empfindliche Geräte vom Netz trennen oder ausschalten und eine Lampe eingeschaltet lassen, um die Rückkehr des Stroms zu bemerken.

Material

  • Stirnlampe / Taschenlampe – Für jede Person eine eigene Lampe
  • Batterie-Laterne / LED-Leuchte(optional) – Für die Raumbeleuchtung
  • Batterie- oder Kurbelradio – Für Durchsagen der Behörden
  • Ersatzbatterien
  • Powerbank – Geladen halten
  • Bargeldreserve – Kleine Scheine und Münzen
  • Wolldecke / Bettdecke(optional) – Falls die Heizung mit ausfällt

Schritte

  1. 1

    Abhängigkeiten aufschreiben

    Gehe durch die Wohnung: Was fällt ohne Strom aus? Heizung, Herd, Kühlschrank, Telefon, Router, elektrische Rollläden, Garagentor, Wasserpumpe, medizinische Geräte. Notiere, wofür du einen Ersatz brauchst.

  2. 2

    Licht ohne Flamme

    Lege für jede Person eine Taschen- oder Stirnlampe an einen festen, auch im Dunkeln auffindbaren Ort, dazu Ersatzbatterien oder eine geladene Akkuleuchte.

  3. 3

    Informationsquelle sichern

    Ein Batterie-, Kurbel- oder Solarradio empfängt Durchsagen der Behörden, auch wenn Internet und Mobilfunk ausfallen. Notiere die Frequenzen deiner regionalen Sender.

  4. 4

    Strom für das Telefon

    Halte mindestens eine Powerbank geladen und Ladekabel bereit. Ein Auto-Ladeadapter ist eine Ergänzung – das Fahrzeug dafür nur im Freien laufen lassen, nie in einer Garage.

    Motor nie in geschlossenen Räumen laufen lassen.

  5. 5

    Bargeld bereithalten

    Kartenzahlung und Geldautomaten funktionieren ohne Strom meist nicht. Eine kleine Bargeldreserve in kleinen Scheinen hilft beim Einkauf in Geschäften, die weiter öffnen können.

  6. 6

    Kontaktplan auf Papier

    Schreibe wichtige Telefonnummern, die Adresse eines Treffpunkts und eine Kontaktperson außerhalb der Region auf Papier. Das Telefon kann leer sein, und gespeicherte Nummern sind dann unerreichbar.

  7. 7

    Vorräte prüfen

    Halte Trinkwasser, Lebensmittel, die ohne Kochen essbar sind, Medikamente und warme Decken vorrätig – nach den Richtwerten deiner Behörde.

  8. 8

    Regelmäßig kontrollieren

    Prüfe Batterien, Powerbank-Ladung und Haltbarkeitsdaten in festen Abständen, zum Beispiel bei der Zeitumstellung.

Häufige Fehler

  • Nur Kerzen als Lichtquelle vorhalten
  • Powerbanks leer im Schrank lagern
  • Alle Telefonnummern nur im Handy gespeichert haben
  • Kein Radio – nur auf Internet und Apps verlassen
  • Kein Bargeld im Haus
  • Generator oder Grill in der Wohnung betreiben

Grenzen und Risiken

  • Keine Mengenangaben – maßgeblich sind die Empfehlungen der eigenen Behörde
  • Keine Anleitung für Notstromanlagen in der Hausinstallation (Fachbetrieb)

Quellen

  1. [1]

    Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Deutschland: Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen

    https://www.bbk.bund.de

  2. [2]

    Ready.gov – U.S. Federal Emergency Management Agency (FEMA): Power Outages

Rev. 1 · Online-Fassung: https://survivebetter.com/de/explore/blackout/bo-outage-preparation

02 · Strom und Licht · Fachliche Prüfung folgt

Sicher beleuchten ohne Kerzen

Bei Stromausfall greifen viele zu Kerzen – und gerade dann kommt es häufig zu Wohnungsbränden. Batterie- und Akkuleuchten sind sicherer, praktischer und ausdauernder. Wer doch Kerzen nutzt, braucht feste Regeln: nie unbeaufsichtigt, standfest, weit weg von Brennbarem und Kindern.

Bei Gasgeruch keine Flamme entzünden und keine Schalter betätigen. Gebäude verlassen und von draußen den Notruf bzw. den Gasnotdienst anrufen (in der EU 112).

Kerzen nie unbeaufsichtigt oder beim Einschlafen brennen lassen. Nicht in der Nähe von Vorhängen, Decken, Papier, Kindern oder Haustieren aufstellen.

Öl-, Petroleum- und Gaslaternen erzeugen Brand- und Kohlenmonoxidgefahr. Nur nach Herstellerangaben und nicht als Dauerlicht in geschlossenen Räumen verwenden; batteriebetriebenes Licht vorziehen.

Rauchmelder funktionieren in der Regel mit Batterie und schützen auch während eines Stromausfalls – sofern sie gewartet sind.

Material

  • Stirnlampe / Taschenlampe – Hände bleiben frei
  • Batterie-Laterne / LED-Leuchte – Für die Raumbeleuchtung
  • Ersatzbatterien
  • Powerbank(optional) – Zum Laden von Akkuleuchten mit USB

Schritte

  1. 1

    Eine Lampe pro Person

    Jede Person bekommt eine Taschen- oder Stirnlampe. Stirnlampen lassen die Hände frei, etwa auf Treppen oder beim Kochen.

  2. 2

    Ein Raum, eine Laterne

    Nutze eine Laterne für den gemeinsamen Aufenthaltsraum. Eine Stirnlampe, mit dem Licht nach innen gegen eine mit Wasser gefüllte Flasche gerichtet, streut das Licht ebenfalls im Raum.

  3. 3

    Energie sparen

    Niedrige Helligkeitsstufen nutzen und Lampen ausschalten, wenn sie nicht gebraucht werden. Batterien und Akkus nach Typ getrennt bereithalten.

  4. 4

    Falls doch Kerzen: feste Regeln

    Nur in standfesten, nicht brennbaren Haltern auf einer feuerfesten Unterlage, mit Abstand zu allem Brennbaren, nie unbeaufsichtigt. Vor dem Verlassen des Raums oder dem Schlafen löschen.

    Kerzen außer Reichweite von Kindern und Haustieren.

  5. 5

    Löschmittel bereit

    Halte einen Feuerlöscher oder eine Löschdecke griffbereit, wenn offene Flammen genutzt werden. Bei einem Brand, der nicht sofort gelöscht ist: raus, Türen schließen, Notruf.

Häufige Fehler

  • Kerzen beim Einschlafen brennen lassen
  • Teelichter direkt auf Kunststoff oder Holz stellen
  • Kerzen auf Fensterbänken mit Vorhängen
  • Keine Ersatzbatterien
  • Lampen im Dunkeln suchen müssen

Grenzen und Risiken

  • Keine Produktempfehlungen
  • Keine Brandschutzanleitung über einfache Grundregeln hinaus

Quellen

  1. [1]

    Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Deutschland: Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen

    https://www.bbk.bund.de

  2. [2]

    Ready.gov – U.S. Federal Emergency Management Agency (FEMA): Power Outages

Rev. 1 · Online-Fassung: https://survivebetter.com/de/explore/blackout/bo-safe-lighting

03 · Strom und Licht · Fachliche Prüfung folgt

Generatoren sicher betreiben

Tragbare Stromerzeuger mit Verbrennungsmotor erzeugen Kohlenmonoxid – ein unsichtbares, geruchloses Gas, das in Innenräumen innerhalb kurzer Zeit tödlich sein kann. Generatoren gehören deshalb nur ins Freie, weit weg von Fenstern, Türen und Lüftungsöffnungen. Sie dürfen nie direkt an die Hausinstallation angeschlossen werden.

Generatoren nie in Innenräumen oder teilweise geschlossenen Räumen betreiben – auch nicht in Garage, Keller oder bei geöffneten Fenstern und Türen. Kohlenmonoxid kann sich trotzdem tödlich anreichern.

Den Generator im Freien weit entfernt von Fenstern, Türen und Lüftungsöffnungen aufstellen, damit keine Abgase ins Haus ziehen – auch nicht in das der Nachbarn. Abstandsangaben des Herstellers einhalten.

Nie in eine Steckdose oder direkt in die Hausinstallation einspeisen. Rückspeisung kann Stromschläge verursachen und Arbeiter am Stromnetz lebensgefährlich gefährden. Hausanschlüsse nur über einen vom Fachbetrieb installierten Umschalter.

Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Schwäche oder Benommenheit beim Generatorbetrieb: sofort an die frische Luft und den Notruf wählen (in der EU 112).

Nur bei ausgeschaltetem und abgekühltem Motor nachtanken. Kraftstoff in zugelassenen Behältern außerhalb der Wohnräume und fern von Zündquellen lagern; Lagerregeln vor Ort beachten.

Den Generator trocken betreiben und nicht mit nassen Händen bedienen; nur nach Herstellerangaben vor Regen schützen, ohne ihn einzuhausen.

Material

  • Tragbarer Stromerzeuger (Generator)
  • Kohlenmonoxidmelder – In der Wohnung, besonders in Schlafbereichen

Schritte

  1. 1

    Anleitung lesen

    Lies die Herstelleranleitung vor dem ersten Einsatz – nicht erst im Stromausfall. Übe den Start bei Tageslicht.

  2. 2

    Aufstellort im Freien

    Stelle den Generator im Freien auf festen, trockenen Untergrund, weit weg von Fenstern, Türen, Lüftungsöffnungen und Nachbargebäuden, mit dem Auspuff vom Haus weg.

    Nie in Garage, Keller oder Carport – auch nicht „nur kurz“.

  3. 3

    Kohlenmonoxidmelder prüfen

    Stelle sicher, dass batteriebetriebene CO-Melder im Haus funktionieren, besonders in der Nähe der Schlafräume.

  4. 4

    Geräte einzeln anschließen

    Schließe Geräte über geeignete, unbeschädigte Outdoor-Verlängerungskabel direkt am Generator an. Leistungsgrenzen des Generators beachten.

  5. 5

    Sicher nachtanken

    Generator abschalten und abkühlen lassen, dann nachtanken. Verschütteten Kraftstoff vor dem Neustart entfernen.

  6. 6

    Auf Warnzeichen achten

    Bei Alarm des CO-Melders oder Symptomen wie Kopfschmerz und Schwindel: alle sofort an die frische Luft, Notruf wählen, nicht zurückgehen.

Generator nur im Freien, weit weg vom Haus – nie in Garage oder unter dem FensterSeitenansicht eines Hauses mit Tür, Fenster und angebauter Garage. Durchgestrichen: ein Generator direkt unter dem Fenster neben der Tür, dessen Abgase mit Kohlenmonoxid zum Fenster ziehen, und ein Generator in der Garage, auch bei offenem Tor. Mit Haken: ein Generator im Freien auf festem Grund, weit weg vom Haus, mit dem Auspuff vom Haus weg; der Abstand richtet sich nach den Herstellerangaben. Hinweise: nie in Steckdose oder Hausinstallation einspeisen, Geräte einzeln über Outdoor-Kabel anschließen; batteriebetriebene CO-Melder im Haus nahe den Schlafräumen.COCOCOCOCOCOCOCOCOweit weg vom HausAbstand laut Herstellerunter Fenster,neben TürGarage – auchbei offenem Torim Freien, fester Grund,Auspuff vom Haus wegNIE EINSPEISENNie in Steckdose oder Hausinstallation einspeisen.Geräte einzeln per Outdoor-Kabel anschließen.CO-MELDERBatteriebetrieben im Haus,nahe den Schlafräumen.
Generator nur im Freien, weit weg vom Haus – nie in Garage oder unter dem Fenster

Häufige Fehler

  • Generator in der Garage mit offenem Tor betreiben
  • Generator direkt unter einem Fenster aufstellen
  • Generator über ein Kabel in eine Hausteckdose einspeisen
  • Bei laufendem oder heißem Motor tanken
  • Ungeeignete oder beschädigte Verlängerungskabel nutzen

Grenzen und Risiken

  • Keine Abstandsangabe in Metern – Herstellerangaben und Behördenhinweise maßgeblich
  • Keine Anleitung zur Installation von Umschaltern oder Einspeisungen
  • Lagerregeln für Kraftstoff sind regional verschieden

Quellen

  1. [1]

    Centers for Disease Control and Prevention: Carbon Monoxide Poisoning – Prevention guidance

  2. [2]

    Ready.gov – U.S. Federal Emergency Management Agency (FEMA): Power Outages

  3. [3]

    World Health Organization, Regional Office for Europe (2010): WHO guidelines for indoor air quality: selected pollutants (carbon monoxide chapter)

Rev. 1 · Online-Fassung: https://survivebetter.com/de/explore/blackout/bo-generator-safety

04 · Strom und Licht · Fachliche Prüfung folgt

Handys im Stromausfall geladen halten

Das Telefon ist im Stromausfall Taschenlampe, Warnempfänger und Draht zur Familie – und sein Akku ist begrenzt. Wer vorher Powerbanks lädt, sofort in den Sparmodus wechselt und das Auto nur im Freien als Ladestation nutzt, bleibt deutlich länger erreichbar.

Ein Auto zum Laden nur im Freien laufen lassen – nie in einer Garage, auch nicht bei offenem Tor. Auspuff frei von Schnee halten. Abgase enthalten Kohlenmonoxid, das unbemerkt tötet.

Aufgeblähte, beschädigte oder sehr heiße Akkus nicht weiter laden oder benutzen; Powerbanks nicht unter Decken oder Kissen laden.

Einen Akkurest für Notrufe zurückhalten. Ist das Mobilfunknetz ausgefallen, die Notfall-Anlaufstellen der Gemeinde nutzen; der Notruf ist die örtliche Notrufnummer (in der EU 112).

Material

  • Powerbank – Geladen lagern, alle paar Monate nachladen
  • Mobiltelefon
  • Batterie- oder Kurbelradio(optional) – Spart den Handyakku für Nachrichten
  • Faltbares Solarladegerät(optional) – Ergänzung bei längeren Ausfällen

Schritte

  1. 1

    Vorher: Powerbanks voll halten

    Lade Powerbanks vollständig und prüfe sie regelmäßig, zum Beispiel bei der Zeitumstellung. Bei Unwetterwarnungen alle Telefone, Powerbanks und Akkuleuchten vorsorglich aufladen.

  2. 2

    Sofort Strom sparen

    Stromsparmodus einschalten, Helligkeit herunterregeln, WLAN und Bluetooth aus, unnötige Apps schließen. Wenn das Netz ohnehin weg ist, verbraucht die ständige Netzsuche viel Akku – dann zeitweise Flugmodus nutzen und in festen Abständen kurz einschalten.

  3. 3

    Telefone im Haushalt aufteilen

    Nicht alle Geräte gleichzeitig nutzen: Ein Telefon bleibt für Notrufe und Warnungen an, weitere werden ausgeschaltet und als Reserve aufgehoben. Nachrichten über das Radio statt über das Handy verfolgen.

  4. 4

    Akku warm halten

    Kälte verringert die nutzbare Akkuleistung. Telefon und Powerbank in einer Innentasche am Körper tragen, nicht auf der kalten Fensterbank liegen lassen.

  5. 5

    Auto als Ladestation – nur im Freien

    Mit einem USB-Adapter kann das Auto Geräte laden. Das Fahrzeug steht dafür im Freien mit freiem Auspuff, niemand schläft darin, und es wird nicht unbeaufsichtigt laufen gelassen. Bei ausgeschaltetem Motor die Starterbatterie nicht leer ziehen.

    Nie in Garage oder geschlossenem Raum laufen lassen.

  6. 6

    Öffentliche Ladepunkte nutzen

    Bei längeren Ausfällen richten Gemeinden oft Anlaufstellen mit Notstrom ein. Informationen dazu kommen über Radio und Aushänge. Eigenes Kabel und Mehrfach-USB-Stecker mitnehmen.

Häufige Fehler

  • Powerbanks jahrelang unbenutzt und leer im Schrank lassen
  • Im Stromausfall Videos schauen oder ständig Nachrichten-Apps aktualisieren
  • Auto in der Garage laufen lassen, um das Handy zu laden
  • Alle Telefone gleichzeitig nutzen, bis alle leer sind
  • Kein passendes Kabel griffbereit

Grenzen und Risiken

  • Keine Laufzeitangaben – sie hängen von Gerät, Akkualter und Temperatur ab
  • Keine Produktempfehlungen

Quellen

  1. [1]

    Ready.gov – U.S. Federal Emergency Management Agency (FEMA): Power Outages

  2. [2]

    Centers for Disease Control and Prevention: Carbon Monoxide Poisoning – Prevention guidance

  3. [3]

    Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Deutschland: Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen

    https://www.bbk.bund.de

Rev. 1 · Online-Fassung: https://survivebetter.com/de/explore/blackout/bo-phone-charging

05 · Strom und Licht · Fachliche Prüfung folgt

Solarladegeräte: realistische Erwartungen

Ein kleines Solarpanel kann bei längeren Ausfällen Telefone, Lampen und Radios am Laufen halten – aber deutlich langsamer und unzuverlässiger, als die Angaben auf der Verpackung vermuten lassen. Am besten lädt man tagsüber eine Powerbank und nachts damit die Geräte.

Telefon und Powerbank beim Laden in den Schatten legen (nur das Panel in die Sonne). Überhitzte Akkus können dauerhaft Schaden nehmen.

Panels auf Balkon oder Dach sicher befestigen, damit Wind sie nicht herunterweht. Nicht auf Dächer klettern.

Material

  • Faltbares Solarladegerät
  • Powerbank – Als Zwischenspeicher
  • Kabelbinder(optional) – Zum Befestigen des Panels

Schritte

  1. 1

    Vorher testen

    Prüfe an einem sonnigen und an einem bewölkten Tag, wie lange dein Panel braucht, um eine Powerbank spürbar zu laden. So weißt du im Ernstfall, was realistisch ist.

  2. 2

    Richtig aufstellen

    Panel ins direkte Sonnenlicht ohne Schatten stellen, möglichst im Freien statt hinter Glas, und quer zur Sonne ausrichten. Schon ein Schatten auf einem Teil der Fläche kann die Leistung stark senken.

  3. 3

    Erst Powerbank laden

    Viele Telefone brechen das Laden ab, wenn eine Wolke durchzieht. Eine Powerbank nimmt schwankenden Strom meist besser auf; das Telefon lädt man später aus der Powerbank.

  4. 4

    Nachführen

    Die Sonne wandert. Panel alle ein bis zwei Stunden neu ausrichten, wenn du zu Hause bist.

  5. 5

    Energie einteilen

    Was das Panel liefert, zuerst für Licht, Radio und ein Notfalltelefon verwenden – nicht für Unterhaltung.

Häufige Fehler

  • Mit der aufgedruckten Wattzahl rechnen
  • Panel hinter einem Fenster oder im Halbschatten liegen lassen
  • Telefon in der prallen Sonne laden
  • Panel erst im Notfall auspacken und nie getestet haben

Grenzen und Risiken

  • Keine Leistungs- oder Ladezeitangaben – sie hängen von Modell, Ort und Wetter ab
  • Keine Anleitung für fest installierte Solaranlagen (Fachbetrieb)

Quellen

  1. [1]

    Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Deutschland: Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen

    https://www.bbk.bund.de

Rev. 1 · Online-Fassung: https://survivebetter.com/de/explore/blackout/bo-solar-charging

06 · Strom und Licht · Fachliche Prüfung folgt

Strombetriebene medizinische Geräte: Notfallplan

Wer zu Hause Beatmung, Sauerstoff, Heimdialyse, Absauggeräte, ein elektrisches Pflegebett oder kühlpflichtige Medikamente nutzt, braucht einen eigenen Stromausfall-Plan – abgestimmt mit Arzt, Pflegedienst und Geräteanbieter. Kern: Akkulaufzeit kennen, Ersatz organisieren, wissen, wohin man rechtzeitig geht.

Wenn ein lebenswichtiges Gerät ausfällt oder die Akkureserve zur Neige geht und kein Ersatz verfügbar ist: rechtzeitig den Notruf wählen (in der EU 112) oder wie vereinbart ins Krankenhaus bzw. zu einer Einrichtung mit Notstrom gehen – nicht bis zur letzten Minute warten.

Sauerstoff fördert Brände stark. Bei Sauerstofftherapie keine Kerzen, offenen Flammen oder Rauchen in der Nähe – Batterielicht verwenden.

Generatoren nur im Freien betreiben und Geräte nur nach Herstellerangaben anschließen. Nie Generatoren in Innenräumen – Kohlenmonoxid.

Ob ein Medikament nach Unterbrechung der Kühlung noch verwendbar ist, entscheiden Apotheke oder Arzt – nicht Aussehen oder Gefühl.

Material

  • Medikamentenvorrat – Nach ärztlicher Verordnung
  • Kühlbox (isoliert)(optional) – Nur nach Rücksprache mit Apotheke für kühlpflichtige Arzneimittel
  • Dokumentenmappe (wasserdicht) – Geräteliste, Kontakte, Plan
  • Powerbank(optional) – Nur für Geräte, die der Hersteller dafür freigibt

Schritte

  1. 1

    Geräte und Medikamente erfassen

    Notiere jedes stromabhängige Gerät mit Hersteller, Modell, Akkulaufzeit laut Anbieter und Hotline sowie alle kühlpflichtigen Medikamente.

  2. 2

    Mit Fachleuten sprechen

    Kläre mit Arzt, Pflegedienst und Geräteanbieter: Gibt es Ersatzakkus oder ein Ersatzgerät? Darf das Gerät an Powerstation oder Generator? Wohin, wenn der Strom länger ausfällt? Wie werden Medikamente ohne Kühlschrank gelagert?

  3. 3

    Wo möglich melden

    Manche Netzbetreiber, Gemeinden oder Pflegedienste führen Listen von Menschen mit stromabhängigen Geräten. Frage nach, ob es das in deiner Region gibt – eine Garantie für bevorzugte Hilfe ist es nicht.

  4. 4

    Akkus geladen halten

    Geräteakkus und freigegebene Ersatzakkus immer geladen halten und regelmäßig nach Herstellerangaben prüfen.

  5. 5

    Auslösepunkt festlegen

    Lege schriftlich fest, ab welcher Restlaufzeit du Hilfe holst oder umziehst – so früh, dass Transport auch bei Verkehrschaos und Netzausfall möglich ist.

  6. 6

    Unterstützer einbinden

    Mindestens zwei Personen in der Nähe kennen den Plan, wissen, wo Unterlagen liegen, und schauen bei einem Ausfall vorbei, auch wenn das Telefon nicht geht.

Häufige Fehler

  • Die tatsächliche Akkulaufzeit nicht kennen
  • Zu lange warten, bevor man Hilfe holt
  • Geräte ohne Freigabe an Generator oder Wechselrichter anschließen
  • Kerzen in der Nähe von Sauerstoff
  • Plan nur im Kopf einer Person

Grenzen und Risiken

  • Keine medizinischen Anweisungen – Therapie und Medikamente nur nach ärztlicher Vorgabe
  • Keine Geräte- oder Produktempfehlungen

Quellen

  1. [1]

    Ready.gov – U.S. Federal Emergency Management Agency (FEMA): Power Outages

  2. [2]

    Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Deutschland: Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen

    https://www.bbk.bund.de

  3. [3]

    Centers for Disease Control and Prevention: Carbon Monoxide Poisoning – Prevention guidance

Rev. 1 · Online-Fassung: https://survivebetter.com/de/explore/blackout/bo-medical-devices-power

07 · Strom und Licht · Fachliche Prüfung folgt

Powerbanks und Powerstations: auswählen, rechnen, sicher nutzen

Powerbanks versorgen Handy, Radio und Stirnlampe; tragbare Powerstations mit Steckdose auch Router, Laptop oder eine kleine Lampe über Stunden. Entscheidend ist, die Kapazität in Wattstunden mit dem Verbrauch der Geräte zu vergleichen, die Akkus geladen zu halten und Lithium-Akkus sicher zu laden und zu lagern.

Lithium-Akkus können bei Beschädigung, Überhitzung oder falschem Laden brennen. Auf nicht brennbarer Unterlage laden, nicht unter Kissen oder in der prallen Sonne, beschädigte oder aufgeblähte Akkus nicht mehr verwenden und sachgerecht entsorgen.

Bei strombetriebenen Medizingeräten nicht auf eigene Rechnungen verlassen: Mit Arzt, Pflegedienst und Geräteanbieter klären, welche Ersatzversorgung geeignet ist.

Powerstations nie in die Hausinstallation einspeisen (z. B. über eine Steckdose). Das gefährdet Monteure im Netz und dich selbst. Feste Anbindungen nur durch eine Elektrofachkraft.

Material

  • Powerbank
  • Tragbare Powerstation (Akku mit Wechselrichter)(optional)
  • Faltbares Solarladegerät(optional) – Zum Nachladen bei längeren Ausfällen

Schritte

  1. 1

    Bedarf auflisten

    Welche Geräte, wie viele Stunden pro Tag, wie viele Tage? Leistungsaufnahme (W) vom Typenschild oder aus der Anleitung notieren.

  2. 2

    Grob rechnen

    Watt × Stunden = Wattstunden pro Tag. Mit deutlichem Puffer planen, weil nicht die ganze Nennkapazität nutzbar ist.

  3. 3

    Passend auswählen

    Für Handy und Lampe genügen meist eine oder zwei Powerbanks. Für 230-V-Geräte eine Powerstation, deren Dauerleistung über dem Verbrauch des größten Geräts liegt. Auf Anschlüsse achten (USB, 12 V, Steckdose).

  4. 4

    Geladen halten

    Speicher nach Herstellerangabe lagern und regelmäßig nachladen, z. B. bei jedem Zeitumstellungstermin. Bei Unwetterwarnung voll laden.

  5. 5

    Im Ausfall sparsam nutzen

    Erst Kommunikation und Licht, dann Komfort. Geräte direkt über USB oder 12 V versorgen, wo möglich – das spart Wandlungsverluste. Wechselrichter ausschalten, wenn er nicht gebraucht wird.

Häufige Fehler

  • Mit der aufgedruckten Kapazität rechnen, als wäre alles nutzbar
  • Speicher jahrelang leer lagern
  • Heizlüfter oder Wasserkocher an der Powerstation
  • Beim Laden auf dem Bett oder Sofa liegen lassen

Grenzen und Risiken

  • Keine Produktempfehlungen
  • Keine Anleitung zur Einbindung in die Hausinstallation

Quellen

  1. [1]

    Ready.gov – U.S. Federal Emergency Management Agency (FEMA): Power Outages

  2. [2]

    Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Deutschland: Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen

    https://www.bbk.bund.de

  3. [3]

    Thomas B. Reddy (ed.) – McGraw-Hill: Linden's Handbook of Batteries

Rev. 1 · Online-Fassung: https://survivebetter.com/de/explore/blackout/bo-power-banks-stations

08 · Strom und Licht · Fachliche Prüfung folgt

Geräte und Daten schützen: Homeoffice, USV, Überspannung

Ein plötzlicher Stromausfall kann ungespeicherte Arbeit vernichten, und Spannungsspitzen beim Wiedereinschalten können Elektronik beschädigen. Regelmäßiges Speichern, Datensicherungen außerhalb des Geräts, eine kleine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) für Rechner oder Router und das Ausstecken empfindlicher Geräte während des Ausfalls verringern den Schaden.

Bei Gewitter keine kabelgebundenen Geräte bedienen; empfindliche Geräte möglichst schon vorher vom Netz trennen. Ein Überspannungsschutz in der Steckdosenleiste schützt nicht vor allem, besonders nicht vor nahen Blitzeinschlägen.

USV-Akkus altern und müssen nach Herstellerangabe getauscht werden. Keine Heizgeräte oder Drucker mit hohem Verbrauch an die USV anschließen.

Material

  • Powerbank(optional)

Schritte

  1. 1

    Speichern zur Gewohnheit machen

    Automatisches Speichern aktivieren und in kurzen Abständen manuell speichern, besonders bei Unwetterwarnung.

  2. 2

    Datensicherung

    Wichtige Daten regelmäßig auf ein zweites Medium und an einen zweiten Ort sichern. Für Arbeitsdaten die Vorgaben des Arbeitgebers beachten.

  3. 3

    USV für das Wichtigste

    Rechner, Netzwerkspeicher oder Router an eine kleine USV hängen. Prüfen, ob der Rechner bei Ausfall selbst herunterfährt.

  4. 4

    Offline vorbereitet sein

    Wichtige Kontakte, Zugangsdaten zum Arbeitgeber-Notfallkontakt und Dokumente auch auf Papier oder offline verfügbar halten. Laptop und Powerbank geladen halten.

  5. 5

    Im Ausfall ausstecken

    Empfindliche Geräte vom Netz trennen und erst nach stabiler Rückkehr des Stroms nach und nach wieder einstecken.

Häufige Fehler

  • Stundenlang nicht speichern
  • Datensicherung nur auf demselben Gerät
  • USV als Notstrom für Stunden betrachten
  • Alles gleichzeitig wieder einschalten

Grenzen und Risiken

  • Keine IT-Sicherheitsberatung
  • Keine Produktempfehlungen

Quellen

  1. [1]

    Ready.gov – U.S. Federal Emergency Management Agency (FEMA): Power Outages

  2. [2]

    Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Deutschland: Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen

    https://www.bbk.bund.de

Rev. 1 · Online-Fassung: https://survivebetter.com/de/explore/blackout/bo-devices-data-protection

09 · Versorgung · Fachliche Prüfung folgt

Lebensmittel bei Ausfall von Kühlschrank und Gefriertruhe

Bei Stromausfall gilt: Türen von Kühlschrank und Gefriertruhe geschlossen halten – so bleibt die Kälte am längsten. Die US-Lebensmittelbehörde USDA nennt dafür Richtwerte. Verderbliche Lebensmittel, die zu lange zu warm waren, werden entsorgt. Und: Im Zweifel wegwerfen – Aussehen und Geruch verraten nicht, ob Lebensmittel sicher sind.

Im Zweifel wegwerfen. Lebensmittel nie probieren, um zu prüfen, ob sie noch gut sind – Krankheitserreger verändern Geruch und Aussehen oft nicht.

Lebensmittel, die mit Hochwasser in Kontakt waren, nicht verzehren, wenn sie nicht in unbeschädigten, wasserdichten Verpackungen waren. Die Hinweise der Behörden beachten.

Kühlpflichtige Medikamente (z. B. Insulin) nicht nach Lebensmittelregeln beurteilen – Apotheke, Arzt oder Packungsbeilage fragen.

Nicht mit Grill, Holzkohle oder Campingkocher in der Wohnung kochen (Kohlenmonoxid). Kocher nur im Freien und nach Herstellerangaben benutzen.

Material

  • Kühlschrank- und Gefrierthermometer – Zeigt nach dem Ausfall, wie warm es wurde

Schritte

  1. 1

    Vorher: Thermometer und Kälte

    Lege Thermometer in Kühlschrank und Gefriergerät. Bei angekündigten Unwettern helfen gefrorene Wasserbehälter oder Kühlakkus als zusätzliche Kältereserve.

  2. 2

    Türen geschlossen halten

    Öffne Kühlschrank und Gefriertruhe so selten wie möglich. Laut USDA hält ein ungeöffneter Kühlschrank Lebensmittel etwa 4 Stunden sicher kalt, ein volles Gefriergerät etwa 48 Stunden (halb voll etwa 24 Stunden).

  3. 3

    Nicht verderbliche Lebensmittel nutzen

    Iss zuerst Lebensmittel, die ohne Kühlung haltbar sind, damit die Geräte geschlossen bleiben können.

  4. 4

    Nach dem Ausfall prüfen

    Lies die Thermometer ab. Die USDA rät, verderbliche Lebensmittel wie Fleisch, Geflügel, Fisch, Eier, Milchprodukte und Reste zu entsorgen, wenn sie mehr als 2 Stunden über 4 °C (40 °F) lagen.

  5. 5

    Gefriergut beurteilen

    Nach USDA-Angaben kann Gefriergut, das noch Eiskristalle enthält oder höchstens 4 °C (40 °F) hat, wieder eingefroren werden; die Qualität kann leiden. Alles andere nach den Regeln für Kühlware beurteilen.

  6. 6

    Im Zweifel wegwerfen

    Wenn du nicht weißt, wie lange und wie warm etwas lag, entsorge es. Nie probieren.

Häufige Fehler

  • Immer wieder nachsehen, ob noch alles kalt ist
  • Geruch oder Geschmack als Sicherheitsprüfung verwenden
  • Lebensmittel zum Kühlen ins Freie stellen, wo Sonne und Tiere sie erreichen
  • Mit Holzkohle in der Wohnung kochen

Grenzen und Risiken

  • Richtwerte aus US-Behördenangaben; nationale Behörden können abweichen
  • Keine Hinweise zur Haltbarkeit einzelner Lebensmittel im Detail
  • Keine Hinweise zu Medikamenten

Quellen

  1. [1]

    United States Department of Agriculture – Food Safety and Inspection Service (USDA FSIS): Keeping Food Safe During an Emergency

  2. [2]

    Ready.gov – U.S. Federal Emergency Management Agency (FEMA): Power Outages

Rev. 1 · Online-Fassung: https://survivebetter.com/de/explore/blackout/bo-food-fridge-outage

10 · Versorgung · Fachliche Prüfung folgt

Gefriertruhe und Kühlschrank durch den Ausfall bringen

Wie lange Gefriergut hält, entscheidet sich vor allem vor und in den ersten Stunden des Ausfalls: Eine volle Truhe bleibt länger kalt als eine halbleere, jede Türöffnung kostet Kälte. Wer Lücken mit gefrorenen Wasserflaschen füllt, Thermometer nutzt und einen Ablaufplan hat, rettet mehr Lebensmittel.

Im Zweifel wegwerfen: Verdorbene Lebensmittel lassen sich nicht an Geruch oder Aussehen erkennen, und Erhitzen macht sie nicht immer sicher.

Trockeneis nie mit bloßen Händen anfassen und nur in gut belüfteten Räumen verwenden; es gibt Kohlendioxid ab. Nicht in luftdicht verschlossenen Behältern lagern.

Lebensmittel im Winter nicht einfach in den Schnee oder auf den Balkon stellen: Sonne kann sie antauen, Temperaturen schwanken und Tiere gelangen heran.

Material

  • Kühlschrank- und Gefrierthermometer – Je eines in Kühlschrank und Gefriergerät
  • Kühlakkus – Oder gefrorene Wasserflaschen
  • Kühlbox (isoliert)(optional)
  • Wolldecke / Bettdecke(optional) – Nur außen auflegen, Lüftungsgitter frei lassen

Schritte

  1. 1

    Vorher: Lücken füllen

    Freie Fächer im Gefriergerät mit Wasserflaschen (nicht randvoll) oder Kühlakkus füllen. Sie halten im Ausfall Kälte und dienen später auch als Kühlelemente oder Brauchwasser.

  2. 2

    Vorher: Ordnung

    Gefriergut zusammengepackt lagern und rohes Fleisch unten, damit Tauwasser nichts anderes erreicht. Eine Inhaltsliste an der Tür erspart langes Suchen bei offener Tür.

  3. 3

    Im Ausfall: zu lassen

    Türen und Deckel geschlossen halten. Zuerst Lebensmittel aus Vorrat und Kühlschrank verbrauchen, nicht aus der Truhe.

  4. 4

    Kühlschrank entlasten

    Wenn absehbar ist, dass der Ausfall länger dauert, empfindliche Lebensmittel (Milch, Fleisch, Reste) mit gefrorenen Flaschen in eine Kühlbox umpacken – gezielt und schnell, nicht durch ständiges Öffnen.

  5. 5

    Außen dämmen – mit Vorsicht

    Eine Decke über die Truhe kann helfen; Lüftungsgitter und Kompressorbereich bleiben frei, und die Decke kommt weg, sobald der Strom zurück ist.

  6. 6

    Temperatur notieren

    Uhrzeit des Ausfalls notieren und die Thermometer beim Ende ablesen. Die Entscheidung über Lebensmittel triffst du danach nach den Regeln im Eintrag zur Lebensmittelsicherheit.

Häufige Fehler

  • Immer wieder nachsehen, ob noch alles gefroren ist
  • Truhe halbleer laufen lassen
  • Lüftungsgitter abdecken und vergessen
  • Angetaute Lebensmittel ohne Prüfung wieder einfrieren
  • Ausfallzeit nicht notieren

Grenzen und Risiken

  • Keine Garantie für bestimmte Haltezeiten
  • Keine Lebensmittelbewertung – siehe Eintrag zur Lebensmittelsicherheit

Quellen

  1. [1]

    United States Department of Agriculture – Food Safety and Inspection Service (USDA FSIS): Keeping Food Safe During an Emergency

  2. [2]

    Ready.gov – U.S. Federal Emergency Management Agency (FEMA): Power Outages

Rev. 1 · Online-Fassung: https://survivebetter.com/de/explore/blackout/bo-freezer-management

11 · Versorgung · Fachliche Prüfung folgt

Toilette und Hygiene ohne fließendes Wasser

Fällt die Wasserversorgung aus, wird die Toilette schnell zum Problem. Funktioniert die Abwasserleitung noch, spült man mit einem Eimer Brauchwasser. Ist auch die Kanalisation gestört, kommt eine Beuteltoilette mit Bindemittel zum Einsatz. Händewaschen mit wenig Wasser und Seife bleibt Pflicht.

Bei Hochwasser oder Rückstau nicht spülen: Abwasser kann in die Wohnung drücken. Dann ausschließlich die Beuteltoilette nutzen und Hinweise der Behörden beachten.

Nach jedem Toilettengang und vor dem Essen Hände mit Seife waschen – Durchfallerkrankungen verbreiten sich in Notlagen schnell.

Keine Haushaltschemikalien wie Chlorreiniger und säurehaltige Reiniger in derselben Beuteltoilette mischen – es können giftige Gase entstehen.

Material

  • Toilettenbeutel und Bindemittel
  • Hygieneartikel – Seife, Toilettenpapier, Händedesinfektion
  • Einmalhandschuhe(optional)
  • Lebensmittelechter Wasserkanister(optional) – Für Brauchwasser zum Spülen
  • Seife / Spülmittel

Schritte

  1. 1

    Klären: Wasser weg oder Abwasser gestört?

    Durchsagen im Radio und Hinweise des Versorgers verfolgen. Nur Wasserausfall: Eimerspülung. Abwasserproblem, Hochwasser oder Aufforderung, nicht zu spülen: Beuteltoilette.

  2. 2

    Eimerspülung

    Einige Liter Brauchwasser (Regenwasser, gebrauchtes Spülwasser) zügig in die Schüssel gießen. Nicht jedes Mal spülen, wenn Wasser knapp ist – nach Absprache im Haushalt.

  3. 3

    Beuteltoilette einrichten

    Schüssel leeren bzw. Wasser abschöpfen, zwei kräftige Müllbeutel einlegen oder einen Eimer damit auskleiden. Nach jeder Nutzung etwas Bindemittel (Katzenstreu, Sägespäne) einstreuen. Deckel schließen.

  4. 4

    Beutel verschließen und lagern

    Beutel bei Bedarf wechseln, Luft herausdrücken, fest verknoten, in einem verschließbaren Behälter kühl, schattig und kindersicher außerhalb des Wohnbereichs lagern. Entsorgung nach den Vorgaben der Gemeinde.

  5. 5

    Handhygiene organisieren

    Eine Waschstation neben der Toilette: Kanister oder Flasche mit Brauchwasser, Seife, Auffangschüssel. Händedesinfektion ergänzt Seife, ersetzt bei sichtbarem Schmutz aber nicht das Waschen.

  6. 6

    Körperpflege mit wenig Wasser

    Waschlappen-Wäsche statt Dusche, Zähneputzen mit einem Becher Trinkwasser, Feuchttücher für Zwischendurch. Gebrauchtes Waschwasser für die Toilettenspülung sammeln.

Häufige Fehler

  • Trinkwasservorrat für die Spülung aufbrauchen
  • Bei Rückstau weiter spülen
  • Beutel offen oder im Wohnraum lagern
  • Handwaschen auslassen, weil Wasser knapp ist
  • Feuchttücher in die Toilette werfen

Grenzen und Risiken

  • Keine Vorgaben zur Abfallentsorgung – diese regelt die Gemeinde
  • Keine Mengenangaben für Brauchwasser

Quellen

  1. [1]

    Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Deutschland: Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen

    https://www.bbk.bund.de

  2. [2]

    Ready.gov – U.S. Federal Emergency Management Agency (FEMA): Water (emergency water supply guidance)

  3. [3]

    Sphere Association (2018): The Sphere Handbook: Humanitarian Charter and Minimum Standards in Humanitarian Response

Rev. 1 · Online-Fassung: https://survivebetter.com/de/explore/blackout/bo-toilet-hygiene-water-outage

12 · Versorgung · Fachliche Prüfung folgt

Warum die Heizung ohne Strom ausfällt – und was man vorbereiten kann

Auch Gas- und Ölheizungen brauchen Strom: für Steuerung, Zündung, Brennergebläse und Umwälzpumpe. Wärmepumpen, Pelletkessel und viele Etagenheizungen fallen ebenso aus. Wer weiß, wie die eigene Anlage reagiert, kann Wärme in der Wohnung halten, Wasserleitungen vor Frost schützen und die Heizung danach richtig wieder in Betrieb nehmen.

Nie mit Gasherd, Backofen, Grill, Campingkocher, Holzkohle oder Heizgeräten für draußen heizen. Kohlenmonoxid ist unsichtbar, geruchlos und kann tödlich sein. Bei Kopfschmerz, Schwindel oder Übelkeit sofort an die frische Luft und die lokale Notrufnummer wählen (in der EU 112).

Keine Steuerungen überbrücken, Sicherheitseinrichtungen nicht abschalten und Gas- oder Ölanlagen nicht selbst an Notstrom anschließen. Das ist Arbeit für Fachbetriebe.

In ungeheizten Gebäuden können Wasserleitungen bei längerem Frost einfrieren und platzen. Wo Absperrventile sind und wie man Leitungen entleert, vorher mit Vermieter oder Fachbetrieb klären.

Material

  • Wolldecke / Bettdecke
  • Kohlenmonoxidmelder(optional)

Schritte

  1. 1

    Anlage kennen

    Heizungsart, Standort von Heizung und Absperrventilen, Notfallnummer des Fachbetriebs notieren. Fragen: Braucht die Anlage Strom? Gibt es einen Kaminofen, der ohne Gebläse funktioniert?

  2. 2

    Wärme halten

    Türen zu ungenutzten Räumen schließen, sich in einem Raum sammeln, Vorhänge und Rollläden nachts schließen, tagsüber Sonne hereinlassen. Kurz stoßlüften statt Fenster gekippt lassen.

  3. 3

    Menschen warm halten

    Schichten tragen, Mütze, warme Getränke, Decken und Schlafsäcke. Auf Ältere, Kranke und Kleinkinder besonders achten.

  4. 4

    Frostschutz

    Fällt die Temperatur im Gebäude Richtung Gefrierpunkt, nach vorheriger Absprache Wasser absperren und Leitungen entleeren lassen. Freiliegende Leitungen in Keller und Garage zuerst im Blick behalten.

  5. 5

    Neustart

    Nach Rückkehr des Stroms prüfen, ob die Heizung von selbst anläuft. Zeigt sie eine Störung, nur die in der Anleitung vorgesehene Entstörtaste nutzen, sonst Fachbetrieb rufen.

Häufige Fehler

  • Annehmen, eine Gasheizung laufe ohne Strom
  • Mit dem Backofen heizen
  • Die ganze Wohnung warm halten wollen
  • Heizung nach Störung mehrfach hintereinander entstören

Grenzen und Risiken

  • Keine Anleitung für einzelne Heizungsmodelle
  • Kein Ersatz für Fachbetrieb

Quellen

  1. [1]

    Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Deutschland: Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen

    https://www.bbk.bund.de

  2. [2]

    Ready.gov – U.S. Federal Emergency Management Agency (FEMA): Power Outages

  3. [3]

    Centers for Disease Control and Prevention: Carbon Monoxide Poisoning – Prevention guidance

Rev. 1 · Online-Fassung: https://survivebetter.com/de/explore/blackout/bo-heating-system-outage

13 · Versorgung · Fachliche Prüfung folgt

Wasser im Hochhaus: wenn Pumpen ausfallen

In höheren Gebäuden bringen elektrische Druckerhöhungsanlagen das Wasser in die oberen Stockwerke. Fallen sie aus, kommt oben schnell kein Wasser mehr, während es unten noch läuft. Ein Wasservorrat in der Wohnung, abgesprochene Wege zum Wasserholen und sparsame Toilettennutzung machen den Unterschied.

Nur Wasser aus sauberen, lebensmittelechten Behältern trinken. Gibt der Versorger eine Abkochanordnung oder Warnung heraus, diese befolgen.

Volle Wasserbehälter sind schwer. Auf dunklen Treppen Stirnlampe nutzen, Last teilen, kleinere Gefäße bevorzugen und nicht hetzen.

Liegen Toiletten oder Abflüsse unterhalb der Kanalisation (z. B. im Keller), pumpt oft eine Hebeanlage das Abwasser – ohne Strom kann es dort zurückstauen. Bei der Hausverwaltung nachfragen.

Material

  • Lebensmittelechter Wasserkanister – Lebensmittelecht, sauber
  • Faltkanister oder Wassersack(optional)
  • Verzinkter Eimer(optional) – Nur für Brauchwasser

Schritte

  1. 1

    Haus kennen

    Bei Hausverwaltung oder Hausmeister nachfragen: Gibt es eine Druckerhöhung oder Hebeanlage? Hat sie Notstrom? Ab welchem Stockwerk fehlt Wasser ohne Pumpe?

  2. 2

    Vorrat in der Wohnung

    Trinkwasservorrat für mehrere Tage in lebensmittelechten Behältern anlegen und regelmäßig wechseln. Zusätzlich Brauchwasser für Toilette und Hygiene einplanen.

  3. 3

    Bei Ausfall sofort füllen

    Läuft noch Wasser, Behälter, Töpfe und eine sauber gereinigte Badewanne (als Brauchwasser) füllen. Der Restdruck hält oft nicht lange.

  4. 4

    Sparen

    Toilette nur mit Eimer spülen, wenn nötig; Geschirr sammeln, Feuchttücher und Händedesinfektion nutzen.

  5. 5

    Wasser holen organisieren

    Mit Nachbarn klären, wo in unteren Etagen oder Außenzapfstellen Wasser kommt und wer Ältere oder Kranke mitversorgt. Offizielle Ausgabestellen über Radio und Aushänge erfahren.

Häufige Fehler

  • Erst Wasser sammeln, wenn der Hahn schon trocken ist
  • Badewannenwasser ungereinigt trinken
  • Volle 20-Liter-Kanister allein über viele Stockwerke tragen
  • Toilette ohne Wasser weiter benutzen, bis sie verstopft

Grenzen und Risiken

  • Keine Mengenangaben für einzelne Haushalte
  • Keine Aufbereitungsanleitung – siehe Wasserwelt

Quellen

  1. [1]

    Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Deutschland: Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen

    https://www.bbk.bund.de

  2. [2]

    Ready.gov – U.S. Federal Emergency Management Agency (FEMA): Water (emergency water supply guidance)

Rev. 1 · Online-Fassung: https://survivebetter.com/de/explore/blackout/bo-high-rise-water

14 · Kommunikation und Gemeinschaft · Fachliche Prüfung folgt

Kommunikation, wenn Netze ausfallen

Bei Stromausfällen und Katastrophen fallen Festnetz, Internet und Mobilfunk oft nach und nach aus oder sind überlastet. Ein Radio mit Batterien oder Kurbel bleibt die verlässlichste Informationsquelle. Kurze Textnachrichten kommen oft eher durch als Anrufe, und ein vorher vereinbarter Plan ersetzt viele Telefonate.

Bei Lebensgefahr den Notruf wählen (in der EU 112). Wenn das Telefon nicht funktioniert, Hilfe bei Nachbarn, Feuerwache, Polizeistation oder einer von der Gemeinde eingerichteten Anlaufstelle holen.

Netze in Notlagen nicht unnötig belasten: Anrufe kurz halten, Nachrichten statt Anrufe nutzen, damit Notrufe durchkommen.

Für Funkgeräte gelten je nach Land unterschiedliche Regeln und Lizenzpflichten. Vor Anschaffung und Nutzung die örtlichen Vorschriften prüfen.

Material

  • Batterie- oder Kurbelradio
  • Powerbank
  • Ersatzbatterien

Schritte

  1. 1

    Radio bereithalten

    Halte ein Batterie-, Kurbel- oder Solarradio mit Ersatzbatterien bereit und notiere die Frequenzen der regionalen Sender, über die Behörden informieren.

  2. 2

    Warnkanäle kennen

    Informiere dich, wie deine Region warnt: Sirenen, Radio, Warn-Apps, Handy-Warnmeldungen (Cell Broadcast, wo verfügbar), Lautsprecherwagen. Warn-Apps erst einrichten, solange das Netz funktioniert.

  3. 3

    Nummern auf Papier

    Schreibe die wichtigsten Nummern und Adressen auf eine Karte für Geldbeutel und Notfallgepäck.

  4. 4

    Nachrichten statt Anrufe

    Kurze Textnachrichten benötigen weniger Netzkapazität und werden oft zugestellt, sobald kurz Verbindung besteht. Vereinbare kurze Standardnachrichten wie „Bin sicher, zu Hause“.

  5. 5

    Kontaktperson außerhalb

    Eine Kontaktperson in einer anderen Region ist oft besser erreichbar als Angehörige im Krisengebiet. Alle melden sich dort und erfahren dort den Stand der anderen.

  6. 6

    Akku schonen

    Stromsparmodus aktivieren, Helligkeit senken, nicht benötigte Apps schließen und das Telefon zwischendurch ausschalten, wenn kein Netz vorhanden ist.

  7. 7

    Anlaufstellen vor Ort

    Manche Gemeinden richten bei längeren Ausfällen Anlaufstellen ein, an denen Informationen und Notrufe möglich sind. Erkundige dich vorher, ob es so etwas in deiner Gemeinde gibt.

Häufige Fehler

  • Sich nur auf Internet und soziale Medien verlassen
  • Telefonnummern nur im Handy
  • Netze mit langen Anrufen belasten
  • Ungeprüfte Gerüchte weiterleiten
  • Kein Treffpunkt vereinbart

Grenzen und Risiken

  • Keine Funktechnik- oder Amateurfunk-Anleitung
  • Warnsysteme und Funkregeln regional unterschiedlich

Quellen

  1. [1]

    Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Deutschland: Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen

    https://www.bbk.bund.de

  2. [2]

    Ready.gov – U.S. Federal Emergency Management Agency (FEMA): Make A Plan

  3. [3]

    European Commission: 112 – the European emergency number

    https://digital-strategy.ec.europa.eu/en/policies/112

Rev. 1 · Online-Fassung: https://survivebetter.com/de/explore/blackout/bo-communication-outage

15 · Kommunikation und Gemeinschaft · Fachliche Prüfung folgt

Nachbarschaftshilfe im Stromausfall organisieren

In einem großflächigen Ausfall ist die nächste Hilfe oft die Nachbarschaft. Wer vorher weiß, wer im Haus allein lebt, Pflege braucht oder ein Radio hat, kann im Ernstfall gezielt nachsehen, Informationen teilen und Wege zu Behörden-Anlaufstellen übernehmen – ohne sich selbst zu gefährden.

Bei Lebensgefahr – Bewusstlosigkeit, Atemnot, Brand, Kohlenmonoxid-Verdacht – sofort den Notruf (in der EU 112) bzw., wenn er nicht erreichbar ist, die Notfall-Anlaufstelle der Gemeinde informieren.

Wer bei Nachbarn Grills, Gasöfen oder Generatoren in Innenräumen sieht, sollte deutlich auf die Kohlenmonoxid-Gefahr hinweisen. Bei Kopfschmerz, Schwindel oder Übelkeit mehrerer Personen: alle an die frische Luft, Notruf.

Eigene Sicherheit zuerst: nicht in überflutete Keller, nicht an heruntergefallene Leitungen, nachts nicht allein durch unbeleuchtete Gegenden, wenn es vermeidbar ist.

Material

  • Batterie- oder Kurbelradio(optional) – Informationen weitergeben
  • Beschriftungsanhänger und wasserfester Stift(optional) – Für Aushänge
  • Stirnlampe / Taschenlampe – Für Treppenhäuser ohne Licht

Schritte

  1. 1

    Vorher kennenlernen

    Ein Hausflur-Gespräch, Hoffest oder Aushang genügt: Wer möchte bei Ausfällen mitmachen? Kontaktdaten nur mit Zustimmung auf eine Papierliste.

  2. 2

    Bedarf und Fähigkeiten klären

    Wer lebt allein, ist pflegebedürftig, hat kleine Kinder oder Tiere? Wer hat Radio, Kocher für den Garten, Erste-Hilfe-Kenntnisse, ein Lastenrad? Freiwillig und vertraulich.

  3. 3

    Informationspunkt einrichten

    Im Ausfall einen Aushang im Eingang mit Datum und Uhrzeit: aktuelle Radiodurchsagen, Ort der Notfall-Anlaufstelle, wer im Haus Hilfe anbietet.

  4. 4

    Regelmäßig nachsehen

    Zu festen Zeiten bei Menschen klingeln oder klopfen, die Unterstützung brauchen: Wärme, Wasser, Medikamente, Stimmung. Auffälligkeiten an Angehörige oder Behörden weitergeben.

  5. 5

    Teilen statt horten

    Gemeinsame Lösungen sparen Ressourcen: ein Radio im Hausflur, gemeinsames Kochen im Freien, Ladegelegenheiten teilen, Einkäufe bündeln.

  6. 6

    Mit offiziellen Stellen verbinden

    Eine Person geht zur Notfall-Anlaufstelle der Gemeinde, meldet Notfälle, die nicht anders gemeldet werden können, und bringt Informationen zurück.

Häufige Fehler

  • Erst im Ausfall versuchen, Nachbarn kennenzulernen
  • Persönliche Daten ohne Zustimmung sammeln oder aushängen
  • Gerüchte weitergeben statt offizieller Informationen
  • Sich selbst bei Hilfsaktionen gefährden
  • Ältere Nachbarn erst nach Tagen besuchen

Grenzen und Risiken

  • Keine rechtliche Beratung zu Datenschutz oder Haftung
  • Keine Organisationsvorgaben für Vereine oder Initiativen

Quellen

  1. [1]

    Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Deutschland: Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen

    https://www.bbk.bund.de

  2. [2]

    Ready.gov – U.S. Federal Emergency Management Agency (FEMA): Power Outages

Rev. 1 · Online-Fassung: https://survivebetter.com/de/explore/blackout/bo-neighbourhood-help

16 · Kommunikation und Gemeinschaft · Fachliche Prüfung folgt

Sicherheit im Dunkeln: Haus, Licht und aufmerksame Nachbarschaft

Im Stromausfall sind Straßen dunkel, Alarmanlagen und Kameras laufen eventuell nicht, elektrische Schlösser verhalten sich anders. Geschlossene Türen und Fenster, batterie- oder solarbetriebenes Außenlicht, Absprachen mit Nachbarn und das Melden von Auffälligem an die Polizei erhöhen die Sicherheit – ohne selbst einzugreifen.

Verdächtige Personen nie selbst stellen oder verfolgen. Abstand halten, beobachten, sich merken, was man sieht, und die Polizei über die lokale Notrufnummer (in der EU 112) oder die örtliche Polizeinummer informieren.

Türen verschließen, aber Fluchtwege offen halten: Schlüssel innen griffbereit, keine Möbel vor Türen. Im Brandfall muss man schnell hinaus.

Kein offenes Feuer als Außenbeleuchtung oder Abschreckung – Brandgefahr.

Material

  • Stirnlampe / Taschenlampe
  • Batterie-Laterne / LED-Leuchte(optional)
  • Ersatzbatterien

Schritte

  1. 1

    Technik prüfen

    Beim Errichter oder in der Anleitung klären, ob Alarmanlage, Videoklingel und elektrische Schlösser einen Akku haben und wie lange er hält. Mechanischen Schlüssel bereithalten.

  2. 2

    Gelegenheiten verringern

    Türen und Fenster schließen, Kellerfenster und Garagen nicht offen lassen, Wertsachen nicht sichtbar. Rollläden nach Bedarf schließen, Fluchtweg frei halten.

  3. 3

    Licht ohne Flamme

    Solar- oder Batterieleuchten an Eingang und Weg sorgen für Orientierung. Stirnlampe für Wege nach draußen.

  4. 4

    Nachbarschaft

    Mit Nachbarn Telefonnummern austauschen, sich gegenseitig über Abwesenheiten informieren und aufeinander achten. Auffälligkeiten sachlich notieren und melden, nicht verbreiten oder Gerüchte streuen.

  5. 5

    Unterwegs im Dunkeln

    Nach Möglichkeit nicht allein und nur mit Licht unterwegs sein, Ampeln fallen aus – als Fußgänger besonders vorsichtig queren.

Häufige Fehler

  • Kerzen oder Fackeln vor dem Haus
  • Fluchtwege verbarrikadieren
  • Verdächtige selbst ansprechen oder verfolgen
  • Annahme, die Alarmanlage laufe weiter

Grenzen und Risiken

  • Keine Rechtsberatung
  • Keine Bewertung von Sicherheitstechnik

Quellen

  1. [1]

    Ready.gov – U.S. Federal Emergency Management Agency (FEMA): Power Outages

  2. [2]

    Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Deutschland: Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen

    https://www.bbk.bund.de

Rev. 1 · Online-Fassung: https://survivebetter.com/de/explore/blackout/bo-outage-security

17 · Wohnung und Gebäude · Fachliche Prüfung folgt

Wenn der Strom zurückkommt

Das Ende eines Stromausfalls bringt eigene Risiken: Spannungsspitzen, vergessene Herdplatten und Bügeleisen, angetaute Lebensmittel, Heizungen, die nicht wieder anspringen. Wer Geräte schrittweise zuschaltet, Lebensmittel prüft und Vorräte auffüllt, schließt den Ausfall sicher ab.

Nach Hochwasser oder Wassereintritt keine Sicherungen einschalten und keine nassen Geräte benutzen. Erst eine Elektrofachkraft prüfen lassen.

Brandgeruch, Funken oder ausgelöste Sicherungen beim Wiedereinschalten: Gerät ausstecken, Sicherung aus lassen, Fachkraft rufen. Bei Brand: raus und Notruf (in der EU 112).

Lebensmittel aus Kühlschrank und Gefriergerät erst nach Temperaturprüfung weiterverwenden; im Zweifel wegwerfen.

Material

  • Kühlschrank- und Gefrierthermometer
  • Stirnlampe / Taschenlampe(optional)

Schritte

  1. 1

    Gefahren zuerst

    Prüfen, ob Herd, Bügeleisen, Heizlüfter oder andere Wärmegeräte noch eingeschaltet sind. Kerzen löschen, wenn das Licht zurück ist.

  2. 2

    Geräte schrittweise zuschalten

    Erst Kühlschrank, Gefriergerät und Heizung, dann nach und nach andere Geräte. Empfindliche Elektronik zuletzt einstecken.

  3. 3

    Heizung und Wasser prüfen

    Springt die Heizung wieder an? Manche Anlagen brauchen einen Reset nach Herstellerangabe. Bei Störung, Gasgeruch oder Fehlermeldung Fachbetrieb bzw. Gasnotdienst rufen. Hinweise des Wasserversorgers beachten, etwa ob Leitungswasser abgekocht werden muss.

  4. 4

    Lebensmittel bewerten

    Thermometer ablesen und Ausfallzeit abschätzen. Nach den Regeln zur Lebensmittelsicherheit entscheiden, was bleibt und was entsorgt wird.

  5. 5

    Uhren, Alarme und Geräte zurücksetzen

    Wecker, Zeitschaltuhren, Alarmanlagen und Router prüfen. Medizinische Geräte nach Herstellerangabe kontrollieren.

  6. 6

    Vorräte wieder auffüllen

    Powerbanks und Akkus laden, verbrauchte Batterien, Wasser und Lebensmittel ersetzen. Notieren, was gefehlt hat – das ist die wertvollste Lehre aus dem Ausfall.

Häufige Fehler

  • Alle Geräte gleichzeitig wieder einschalten
  • Nasse Geräte oder Installationen einschalten
  • Lebensmittel ohne Prüfung weiter verwenden
  • Brennende Kerzen vergessen, sobald das Licht zurück ist
  • Vorräte nicht wieder auffüllen

Grenzen und Risiken

  • Keine Anleitung für Arbeiten an der Elektroinstallation
  • Keine herstellerspezifischen Reset-Anleitungen

Quellen

  1. [1]

    Ready.gov – U.S. Federal Emergency Management Agency (FEMA): Power Outages

  2. [2]

    United States Department of Agriculture – Food Safety and Inspection Service (USDA FSIS): Keeping Food Safe During an Emergency

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18 · Wohnung und Gebäude · Fachliche Prüfung folgt

Aufzüge, elektrische Türen und Garagentore im Stromausfall

Ohne Strom bleiben Aufzüge stehen, Garagentore, Rollläden, Schranken und elektrische Türöffner lassen sich nicht mehr wie gewohnt bedienen. Wer im Aufzug festsitzt, löst den Notruf aus und wartet auf Hilfe – nie selbst aussteigen. Für Tore und Türen gibt es oft eine Notentriegelung, die man vorher nach Herstelleranleitung kennen sollte.

Im steckengebliebenen Aufzug nicht die Türen aufstemmen und nicht aus der Kabine klettern – die Kabine kann sich bewegen, im Schacht droht ein Absturz. Notrufknopf drücken und auf geschulte Helfer warten. Bei Atemnot, Panik oder medizinischem Notfall die lokale Notrufnummer wählen (in der EU 112).

Schwere Tore stehen unter Federspannung. Notentriegelung nur nach Herstelleranleitung und nur, wenn das Tor geschlossen ist bzw. die Anleitung es erlaubt – ein entriegeltes Tor mit defekter Feder kann herabfallen. Federn und Seile nie selbst lösen.

Auch wenn der Strom zurückkommt: Aufzüge bei Brand nie benutzen. Nach einem Ausfall erst fahren, wenn die Anlage wieder normal arbeitet.

Material

  • Stirnlampe / Taschenlampe(optional)

Schritte

  1. 1

    Vorher erkunden

    Anleitung von Garagentor, Hoftor und Rollläden lesen, Notentriegelung oder Kurbel finden und einmal bei Tageslicht üben. Prüfen, ob die Haustür ohne elektrischen Öffner mit dem Schlüssel aufgeht.

  2. 2

    Schlüssel bereithalten

    Einen mechanischen Schlüssel für Haustür, Garage und ggf. Briefkasten griffbereit halten. Auto, das oft in der Garage steht, bei Sturmwarnung eventuell draußen parken.

  3. 3

    Wenn der Aufzug stehen bleibt

    Ruhig bleiben, Notrufknopf drücken und sprechen, wenn sich jemand meldet. Hat das Handy Empfang, Hausverwaltung oder Notruf informieren. Hinsetzen, Licht sparen, auf Helfer warten.

  4. 4

    Aufzug meiden

    Bei angekündigten oder flackernden Netzen Treppe nehmen. Menschen, die keine Treppen gehen können, planen mit Nachbarn, wie sie versorgt werden, statt den Aufzug zu riskieren.

  5. 5

    Tor entriegeln

    Tor geschlossen, Antrieb stromlos, Anleitung zur Hand: Entriegelung betätigen, Tor langsam und mit beiden Händen bewegen. Geht es schwer oder hängt schief, abbrechen und Fachbetrieb rufen.

Häufige Fehler

  • Aus dem Aufzug klettern
  • Notentriegelung zum ersten Mal im Dunkeln suchen
  • Unter einem halb offenen Tor hindurchgehen
  • Keinen mechanischen Schlüssel besitzen

Grenzen und Risiken

  • Keine Anleitung für einzelne Tor- oder Aufzugsmodelle
  • Keine technische Wartung

Quellen

  1. [1]

    Ready.gov – U.S. Federal Emergency Management Agency (FEMA): Power Outages

  2. [2]

    Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Deutschland: Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen

    https://www.bbk.bund.de

Rev. 1 · Online-Fassung: https://survivebetter.com/de/explore/blackout/bo-lifts-electric-doors

19 · Wohnung und Gebäude · Fachliche Prüfung folgt

Bargeld und Bezahlen im Stromausfall

Ohne Strom und Netz funktionieren Kartenterminals, Geldautomaten, Onlinebanking und oft auch Zapfsäulen nicht. Eine kleine Bargeldreserve in kleinen Scheinen und Münzen, sicher aufbewahrt, überbrückt die ersten Tage. Wichtig sind außerdem ein Überblick über Daueraufträge und Vorsicht vor Betrug in der Krise.

In Krisen häufen sich Betrugsversuche, z. B. falsche Handwerker, angebliche Behördenmitarbeiter oder Spendenaufrufe. Ausweise zeigen lassen, nicht an der Tür bezahlen, im Zweifel Polizei über die lokale Notrufnummer (in der EU 112) bzw. die örtliche Polizeinummer informieren.

Bargeld nicht an einem Ort und nicht sichtbar aufbewahren; nicht über Vorräte reden.

Material

  • Bargeldreserve
  • Dokumentenmappe (wasserdicht)(optional)

Schritte

  1. 1

    Betrag festlegen

    Überlegen, was für einige Tage Lebensmittel, Medikamente und ggf. Fahrten kosten würden. Lieber eine überschaubare Reserve als gar keine.

  2. 2

    Klein stückeln

    Kleine Scheine und Münzen bereithalten, auf zwei Orte verteilen (z. B. Vorratsfach und Notgepäck).

  3. 3

    Tank und Verbrauch

    Zapfsäulen brauchen Strom. Den Tank nicht fast leer fahren, wenn Unwetter angekündigt sind.

  4. 4

    Wichtige Daten auf Papier

    Bankverbindung, Sperrnummer für Karten, Versicherungsnummern und Kontakte in einer Dokumentenmappe ablegen.

  5. 5

    Prüfen und auffrischen

    Reserve einmal im Jahr prüfen, nach Gebrauch sofort auffüllen.

Häufige Fehler

  • Nur große Scheine
  • Gesamtes Bargeld an einer Stelle
  • Darauf vertrauen, dass Geldautomaten im Ausfall gehen
  • Reserve für Alltagsausgaben aufbrauchen und nicht ersetzen

Grenzen und Risiken

  • Keine Finanz- oder Versicherungsberatung
  • Keine Betragsempfehlung

Quellen

  1. [1]

    Ready.gov – U.S. Federal Emergency Management Agency (FEMA): Build A Kit

  2. [2]

    Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Deutschland: Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen

    https://www.bbk.bund.de

Rev. 1 · Online-Fassung: https://survivebetter.com/de/explore/blackout/bo-cash-payments

20 · Wohnung und Gebäude · Fachliche Prüfung folgt

Mehrtägiger Stromausfall: ein Plan nach Tagen

Ein Ausfall von Stunden ist eine Unannehmlichkeit, einer über mehrere Tage eine Belastungsprobe. Ein grober Plan nach Phasen – erste Stunde, erster Tag, Tag zwei bis drei, danach – hilft, Vorräte einzuteilen, Kräfte zu schonen und rechtzeitig zu entscheiden, ob man bleibt oder zu Verwandten bzw. in eine offizielle Anlaufstelle geht.

Wird es in der Wohnung gefährlich kalt oder heiß, sind Menschen auf Strom für Medizingeräte angewiesen oder geht Wasser bzw. Medikamente aus, nicht ausharren: rechtzeitig zu Verwandten oder offiziellen Anlaufstellen wechseln. Im Notfall die lokale Notrufnummer wählen (in der EU 112).

Generatoren, Grills und Kocher nur im Freien und mit Abstand zu Fenstern betreiben. Kohlenmonoxidvergiftungen treten bei längeren Stromausfällen gehäuft auf.

Kerzen und offene Flammen sind bei langen Ausfällen eine häufige Brandursache. Batterielicht bevorzugen.

Material

  • Batterie- oder Kurbelradio
  • Haltbare Lebensmittel
  • Ersatzbatterien
  • Bargeldreserve(optional)

Schritte

  1. 1

    Erste Stunde

    Prüfen, ob nur die eigene Wohnung betroffen ist (Sicherungen, Nachbarn). Radio einschalten, empfindliche Geräte ausstecken, Uhrzeit für Kühlschrank notieren, Wasser auffüllen, solange es läuft.

  2. 2

    Erster Tag

    Kühlschrank geschlossen halten, zuerst verderbliche Lebensmittel essen. Handy in den Sparmodus, Akkus einteilen. Wärme in einem Raum halten. Bei Nachbarn mit besonderem Bedarf nachfragen.

  3. 3

    Tag zwei bis drei

    Vorräte und Wasser zählen, Toilette und Hygiene ohne fließendes Wasser organisieren, Tagesstruktur mit festen Zeiten für Essen, Schlaf und Nachrichten. Offizielle Hinweise zu Anlaufstellen, Wasser- und Essensausgaben verfolgen.

  4. 4

    Entscheidungspunkt

    Täglich bewusst prüfen: Wärme, Wasser, Medikamente, Gesundheit, Kräfte. Wenn eines kritisch wird, Umzug zu Verwandten außerhalb des Gebiets oder zu einer Anlaufstelle planen – solange noch Licht, Kraftstoff und Kraft da sind.

  5. 5

    Wenn man geht

    Nachricht an der Tür bzw. für die Familie hinterlassen, Wasser und Strom nach Plan absperren, Medikamente, Dokumente, Ladegeräte und Wärme mitnehmen.

Häufige Fehler

  • Am ersten Tag alles Licht und alle Akkus verbrauchen
  • Kühlschrank ständig öffnen
  • Zu lange ausharren, bis Kraftstoff, Licht oder Gesundheit fehlen
  • Nur Gerüchten aus dem Treppenhaus folgen

Grenzen und Risiken

  • Keine festen Fristen, wann man gehen muss
  • Kein Ersatz für behördliche Anweisungen

Quellen

  1. [1]

    Ready.gov – U.S. Federal Emergency Management Agency (FEMA): Power Outages

  2. [2]

    Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Deutschland: Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen

    https://www.bbk.bund.de

  3. [3]

    U.S. Federal Emergency Management Agency (FEMA): Are You Ready? An In-Depth Guide to Citizen Preparedness

Rev. 1 · Online-Fassung: https://survivebetter.com/de/explore/blackout/bo-multi-day-outage