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Familie und Haushalt

Vorsorge für alle im Haushalt

SurviveBetter · Stand 2026-10-12 · 23 Einträge

Notfallplanung, die Kinder, ältere Angehörige, Menschen mit Einschränkungen und Haustiere mitdenkt.

01 · Menschen im Haushalt · Fachliche Prüfung folgt

Vorsorge mit Kindern und Haustieren

Kinder und Haustiere sind in Notlagen auf andere angewiesen. Kinder sollten altersgerecht wissen, was im Notfall passiert, wie sie den Notruf wählen und wo sie sich treffen. Für Haustiere gehören Futter, Wasser, Transportbox, Leine, Kennzeichnung und Impfnachweis in die Vorsorge – und die Frage, wo sie bei einer Evakuierung unterkommen.

Kinder und Haustiere nie allein im geparkten Fahrzeug lassen – besonders bei Wärme kann es dort schnell lebensgefährlich heiß werden.

Kinder früh lernen lassen, wie man den Notruf wählt (in der EU 112) und die eigene Adresse nennt.

Nicht in Gefahrengebiete zurückkehren, um Tiere zu holen. Haustiere frühzeitig mitnehmen, wenn eine Evakuierung absehbar ist, und Rettungskräfte über zurückgebliebene Tiere informieren.

Material

  • Haustierbedarf für den Notfall
  • Haltbare Lebensmittel – Auch Babynahrung und vertraute Snacks
  • Hygieneartikel – Windeln, Feuchttücher

Schritte

  1. 1

    Altersgerecht sprechen

    Erkläre ruhig, was ein Notfall ist und dass die Familie einen Plan hat. Beziehe Kinder in das Packen ihres Rucksacks ein.

  2. 2

    Kontaktkarte für Kinder

    Gib Kindern eine Karte mit Namen, Adresse, Telefonnummern der Eltern und der Kontaktperson sowie dem Treffpunkt.

  3. 3

    Schule und Kita

    Erkundige dich, wie Schule und Kita im Notfall verfahren und wer die Kinder abholen darf. Hinterlege dort zusätzliche abholberechtigte Personen.

  4. 4

    Vertrautes einpacken

    Kuscheltier, Buch oder Spiel und vertraute Snacks helfen Kindern in einer Notunterkunft. Bei Säuglingen: Nahrung, Fläschchen, Windeln für einige Tage.

  5. 5

    Notfallset für Haustiere

    Futter und Wasser für einige Tage, Näpfe, Leine oder Transportbox, Medikamente, Impfnachweis und ein aktuelles Foto des Tiers.

  6. 6

    Tiere kennzeichnen

    Halsband mit Kontaktdaten und, wo üblich, Mikrochip mit aktueller Registrierung helfen, entlaufene Tiere wiederzufinden.

  7. 7

    Unterkunft für Tiere klären

    Nicht alle Notunterkünfte nehmen Tiere auf. Kläre vorher, ob Verwandte, Freunde, tierfreundliche Unterkünfte oder Tierpensionen außerhalb der Region infrage kommen.

Häufige Fehler

  • Kinder nicht in den Plan einweihen
  • Abholregelungen der Schule nicht kennen
  • Haustiere in der Planung vergessen
  • Tiere ohne Kennzeichnung
  • Erst während der Evakuierung nach einer Unterkunft für Tiere suchen

Grenzen und Risiken

  • Keine kinderärztlichen oder tierärztlichen Ratschläge
  • Regeln zu Tieren in Notunterkünften regional verschieden

Quellen

  1. [1]

    Ready.gov – U.S. Federal Emergency Management Agency (FEMA): Make A Plan

  2. [2]

    Ready.gov – U.S. Federal Emergency Management Agency (FEMA): Pets and animals – disaster preparedness guidance

  3. [3]

    Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Deutschland: Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen

    https://www.bbk.bund.de

Rev. 1 · Online-Fassung: https://survivebetter.com/de/explore/family/fam-children-pets

02 · Menschen im Haushalt · Fachliche Prüfung folgt

Notfallvorsorge für Babys und Kleinkinder

Babys und Kleinkinder können nichts selbst tun und reagieren empfindlich auf Kälte, Hitze, Flüssigkeitsmangel und unsaubere Nahrung. Ein eigenes Notfallset mit Nahrung, Windeln, Hygiene, Kleidung, Medikamenten und Vertrautem sowie ein Plan für Füttern ohne Strom und fließendes Wasser machen den Unterschied.

Säuglingsnahrung nie verdünnen und nicht durch andere Milch oder selbstgemachte Mischungen ersetzen. Pulvernahrung nur mit sicherem, nach Packungsangabe vorbereitetem Wasser zubereiten. Trinkfertige Flüssignahrung braucht kein Wasser.

Babys kühlen schnell aus und überhitzen schnell. Bei Fieber, Trinkschwäche, Teilnahmslosigkeit, deutlich weniger nassen Windeln oder Atemproblemen sofort ärztliche Hilfe holen bzw. den Notruf wählen (in der EU 112).

Zum Wärmen oder Fläschchen-Aufwärmen nie Grill, Gasofen oder Generator in Innenräumen benutzen – Kohlenmonoxid ist für Kinder besonders gefährlich.

Auch in Notunterkünften für sicheren Babyschlaf sorgen: auf dem Rücken, auf fester Unterlage, ohne lose Kissen und Decken über dem Kopf.

Material

  • Babybedarf für Notfälle
  • Hygieneartikel
  • Medikamentenvorrat – Nach ärztlicher Verordnung, inkl. Fiebermittel in kindgerechter Form nach Rücksprache
  • Trost- und Beschäftigungssachen für Kinder
  • Wolldecke / Bettdecke – Warme Kleidung und Decke
  • Dokumentenmappe (wasserdicht) – Kopien von Ausweis, Impfpass, Gesundheitsdaten

Schritte

  1. 1

    Tagesbedarf erfassen

    Einen normalen Tag durchgehen: Mahlzeiten, Fläschchen, Windeln, Pflege, Medikamente, Schlaf. Daraus ergibt sich, was für einige Tage vorrätig sein muss.

  2. 2

    Nahrung ohne Kochen planen

    Für Flaschenkinder trinkfertige Nahrung in Einzelportionen vorhalten; für ältere Kinder Gläschen, Quetschbeutel und Lebensmittel, die das Kind kennt. Stillen bleibt auch in Krisen möglich – Stillende brauchen selbst ausreichend zu trinken und zu essen.

  3. 3

    Hygiene ohne fließendes Wasser

    Windeln, Feuchttücher, Wundschutzcreme, Müllbeutel, Händedesinfektion. Fläschchen und Sauger nur mit sicherem Wasser reinigen; Einwegfläschchen sind eine Notlösung.

  4. 4

    Wärme und Kleidung

    Wechselkleidung in der passenden Größe, Mütze, Schlafsack für Babys, Decke. Bei Kälte das Kind am Körper tragen und in einem gemeinsamen warmen Raum bleiben.

  5. 5

    Transport ohne Kinderwagen

    Tragetuch oder Babytrage ins Evakuierungsgepäck: Treppen, Trümmer und Menschenmengen sind mit dem Kinderwagen oft unpassierbar.

  6. 6

    Vertrautes einpacken

    Kuscheltier, Schnuller, ein Buch oder kleines Spiel. Feste Rituale wie Schlaflied oder Vorlesen geben Halt.

  7. 7

    Regelmäßig anpassen

    Alle paar Monate Größen, Nahrung und Haltbarkeit prüfen. Kinder wachsen schneller, als Notfallsets veralten.

Häufige Fehler

  • Windeln in einer Größe einlagern, die nicht mehr passt
  • Nur Pulvernahrung ohne sicheres Wasser
  • Nahrung verdünnen, um sie zu strecken
  • Keine Babytrage für die Evakuierung
  • Notfallset nur bei den Eltern, nicht bei Großeltern oder Betreuung

Grenzen und Risiken

  • Keine Ernährungs- oder Medikamentenempfehlungen – dafür Kinderarzt und Apotheke
  • Keine Mengenangaben

Quellen

  1. [1]

    Ready.gov – U.S. Federal Emergency Management Agency (FEMA): Build A Kit

  2. [2]

    Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Deutschland: Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen

    https://www.bbk.bund.de

  3. [3]

    Centers for Disease Control and Prevention: Carbon Monoxide Poisoning – Prevention guidance

Rev. 1 · Online-Fassung: https://survivebetter.com/de/explore/family/fam-infants-toddlers

03 · Menschen im Haushalt · Fachliche Prüfung folgt

Ältere Angehörige und Pflegebedürftige einplanen

Ältere Menschen sind bei Hitze, Kälte, Stromausfall und Evakuierung besonders gefährdet – oft wegen Medikamenten, eingeschränkter Mobilität oder weil sie allein leben. Ein gemeinsamer Plan mit ihnen, ihrem Pflegedienst und den Nachbarn regelt, wer nachsieht, welche Hilfsmittel mitmüssen und wohin es im Notfall geht.

Ältere Menschen spüren Hitze und Durst oft weniger und kühlen bei Kälte schneller aus. Bei Verwirrtheit, Schwäche, Schwindel oder Bewusstseinsstörung den Notruf wählen (in der EU 112).

Medikamente nicht eigenmächtig absetzen oder ändern. Vorrat und Lagerung (z. B. Kühlung) mit Arzt oder Apotheke abstimmen.

Im Dunkeln und bei Hektik steigt die Sturzgefahr. Lampen griffbereit am Bett, Wege freihalten.

Material

  • Medikamentenvorrat – Medikamentenplan in Kopie
  • Dokumentenmappe (wasserdicht) – Vorsorgedokumente, Kontakte, Diagnosen
  • Ersatzbatterien – Für Hörgeräte und Hilfsmittel
  • Batterie-Laterne / LED-Leuchte – Sturzgefahr im Dunkeln verringern

Schritte

  1. 1

    Gemeinsam besprechen

    In Ruhe fragen: Was macht dir in einem Notfall Sorgen? Was brauchst du jeden Tag? Wen möchtest du informiert haben? Die Antworten aufschreiben.

  2. 2

    Medikamente und Hilfsmittel erfassen

    Aktuellen Medikamentenplan, Brille, Hörgerät mit Batterien, Gehhilfe, Inkontinenzmaterial, Zahnprothese. Eine Kopie des Plans in den Dokumentenordner und ins Evakuierungsgepäck.

  3. 3

    Unterstützungsnetz aufbauen

    Mindestens zwei Personen in der Nähe – Familie, Nachbarn, Freunde – vereinbaren, bei Ausfällen, Hitze oder Kälte vorbeizuschauen. Ein Zweitschlüssel bei einer Vertrauensperson kann helfen.

  4. 4

    Mit Pflegedienst oder Einrichtung abstimmen

    Fragen, welchen Notfallplan der Pflegedienst oder das Heim hat, wie Angehörige informiert werden und wohin evakuiert würde.

  5. 5

    Wohnung sicherer machen

    Batterieleuchten am Bett und an der Tür, Radio, Notvorrat in erreichbarer Höhe, Telefonnummern groß auf Papier neben dem Telefon.

  6. 6

    Evakuierung durchdenken

    Wie kommt die Person aus dem Haus, wenn der Aufzug ausfällt? Wer fährt sie? Frühzeitig gehen, wenn Behörden warnen – Menschen mit eingeschränkter Mobilität brauchen mehr Zeit.

Häufige Fehler

  • Den Plan ohne die betroffene Person machen
  • Medikamentenplan nur im Kopf oder in der Arztpraxis
  • Keine Ersatzbatterien für Hörgeräte
  • Sich auf das Telefon als einzigen Kontaktweg verlassen
  • Bei Evakuierungswarnung zu lange warten

Grenzen und Risiken

  • Keine pflegerischen oder medizinischen Anweisungen
  • Keine Rechtsberatung zu Vorsorgevollmacht oder Patientenverfügung

Quellen

  1. [1]

    Ready.gov – U.S. Federal Emergency Management Agency (FEMA): Older Adults

  2. [2]

    World Health Organization: Heat and health (fact sheet)

  3. [3]

    Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Deutschland: Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen

    https://www.bbk.bund.de

Rev. 1 · Online-Fassung: https://survivebetter.com/de/explore/family/fam-older-relatives

04 · Menschen im Haushalt · Fachliche Prüfung folgt

Notfallplanung mit Menschen mit Behinderungen

Menschen mit Behinderungen sind Expertinnen und Experten für ihre eigenen Bedürfnisse. Ein Notfallplan entsteht deshalb gemeinsam mit ihnen: Wie erreichen Warnungen die Person, welche Hilfsmittel und Assistenz braucht sie, wie kommt sie aus dem Gebäude, und wer gehört zum persönlichen Unterstützungsnetz?

Bei Evakuierungswarnungen früh aufbrechen – wer Unterstützung beim Verlassen des Gebäudes braucht, benötigt mehr Zeit. In Gefahr den Notruf wählen (in der EU 112) und auf den Unterstützungsbedarf hinweisen.

Bei Brand und Stromausfall sind Aufzüge nicht nutzbar. Fluchtwege und Hilfe auf Treppen vorher klären, nicht erst im Notfall.

Warnungen erreichen nicht alle auf dieselbe Weise: Sirenen hört nicht jede Person, Textwarnungen liest nicht jede. Mehrere Kanäle und eine Kontaktperson einplanen.

Material

  • Dokumentenmappe (wasserdicht) – Kommunikations- und Gesundheitsinformationen
  • Medikamentenvorrat(optional)
  • Ersatzbatterien – Für Hilfsmittel, sofern vom Hersteller vorgesehen
  • Signalpfeife(optional) – Um auf sich aufmerksam zu machen

Schritte

  1. 1

    Bedürfnisse beschreiben

    Gemeinsam festhalten: Was brauche ich täglich (Hilfsmittel, Medikamente, Assistenz, Ernährung)? Was fällt bei Stromausfall weg? Wie kommuniziere ich am besten?

  2. 2

    Persönliches Unterstützungsnetz

    Mindestens drei Personen an verschiedenen Orten (zu Hause, Arbeit, Nachbarschaft), die den Plan kennen, Zugang zur Wohnung klären und im Notfall nachsehen.

  3. 3

    Warnwege anpassen

    Warn-Apps mit Vibration oder Lichtsignal, Rauchmelder mit Blitzlicht oder Vibrationskissen, Absprache, dass jemand Bescheid gibt. Rückfragen bei der Gemeinde, welche barrierefreien Warnwege es gibt.

  4. 4

    Informationskarte

    Eine kurze Karte für Rettungskräfte: wie man mit mir kommuniziert, welche Hilfsmittel unverzichtbar sind, wichtige Kontakte und Medikamente. Im Portemonnaie und im Notfallgepäck.

  5. 5

    Flucht- und Evakuierungsweg üben

    Weg aus der Wohnung mit Hilfsmitteln ausprobieren, auch ohne Aufzug und im Dunkeln. Bei Bedarf Hausverwaltung, Arbeitgeber oder Schule einbeziehen.

  6. 6

    Ersatz für Hilfsmittel

    Ersatzbrille, Ladegeräte, wenn möglich manueller Ersatz für elektrische Hilfsmittel. Für Assistenztiere Futter, Wasser und Dokumente einplanen.

Häufige Fehler

  • Für statt mit der Person planen
  • Nur eine einzige Unterstützungsperson haben
  • Davon ausgehen, dass Aufzug oder Assistenz im Notfall verfügbar sind
  • Warnungen nur über einen Kanal
  • Hilfsmittel nicht im Evakuierungsgepäck berücksichtigen

Grenzen und Risiken

  • Keine medizinischen oder rechtlichen Auskünfte
  • Angebote und Register unterscheiden sich je nach Region – bei der Gemeinde nachfragen

Quellen

  1. [1]

    Ready.gov – U.S. Federal Emergency Management Agency (FEMA): People with Disabilities

  2. [2]

    Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Deutschland: Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen

    https://www.bbk.bund.de

Rev. 1 · Online-Fassung: https://survivebetter.com/de/explore/family/fam-disability-planning

05 · Menschen im Haushalt · Fachliche Prüfung folgt

Mit Haustieren evakuieren

Wer geht, nimmt seine Tiere mit – zurückgelassene Tiere sind gefährdet, und Halter kehren oft riskant zurück, um sie zu holen. Damit das schnell geht: Tiere an die Transportbox gewöhnen, Kennzeichnung aktuell halten, tierfreundliche Unterkünfte vorher klären und früh aufbrechen.

Nie gegen Anweisungen der Behörden in ein gesperrtes Gebiet zurückkehren, um Tiere zu holen. Stattdessen Behörden, Tierschutzorganisationen oder Einsatzkräfte informieren.

Gestresste Tiere können beißen, kratzen oder fliehen. In fremder Umgebung an der Leine oder in der Box halten.

Tiere, wenn es gar nicht anders geht, nie angebunden oder eingesperrt zurücklassen – sie können sich bei Hochwasser oder Feuer nicht retten. Frühzeitig gehen, damit diese Lage gar nicht erst entsteht.

Material

  • Transportbox für Haustiere
  • Haustierbedarf für den Notfall – Futter, Wasser, Näpfe, Leine, Medikamente
  • Dokumentenmappe (wasserdicht) – Impfnachweis, Chipnummer, aktuelles Foto

Schritte

  1. 1

    Box- und Leinentraining

    Die Transportbox offen in der Wohnung stehen lassen, mit Decke und Leckerli. So wird sie zum vertrauten Ort und das Tier lässt sich im Ernstfall schnell einladen.

  2. 2

    Kennzeichnung aktuell halten

    Chip-Registrierung mit aktueller Telefonnummer prüfen, Halsband mit Kontakt, aktuelles Foto von Tier und Halter zusammen (Nachweis der Zugehörigkeit).

  3. 3

    Tier-Notfallset

    Futter und Wasser für einige Tage, Näpfe, Medikamente, Impfnachweis, Leine, Kotbeutel oder Katzenstreu mit Schale, Decke, Kontakt der Tierarztpraxis.

  4. 4

    Unterkünfte vorher klären

    Liste mit Freunden, Verwandten, Tierpensionen und Hotels außerhalb des Gefahrengebiets, die Tiere aufnehmen. Öffentliche Notunterkünfte nehmen nicht immer Tiere auf – bei der Gemeinde nachfragen.

  5. 5

    Früh aufbrechen

    Bei Vorwarnung Tiere schon ins Haus holen und die Box bereitstellen. Wer früh geht, hat Zeit für ein unruhiges Tier.

  6. 6

    Wenn niemand zu Hause ist

    Mit Nachbarn vereinbaren, dass sie im Notfall die Tiere mitnehmen können: Schlüssel, Standort der Box, Kontakt. Ein Aufkleber am Eingang kann Einsatzkräfte auf Tiere hinweisen – aktuell halten.

Häufige Fehler

  • Erst bei der Evakuierung versuchen, die Katze in die Box zu bekommen
  • Veraltete Telefonnummer in der Chip-Registrierung
  • Keine Unterkunft mit Tieren geklärt
  • Tiere zurücklassen in der Annahme, man sei bald zurück
  • Ohne Leine in fremder Umgebung

Grenzen und Risiken

  • Keine tierärztlichen Anweisungen
  • Keine Aussagen zu Einreise- oder Tierseuchenvorschriften – diese unterscheiden sich je nach Region

Quellen

  1. [1]

    Ready.gov – U.S. Federal Emergency Management Agency (FEMA): Pets and animals – disaster preparedness guidance

  2. [2]

    Ready.gov – U.S. Federal Emergency Management Agency (FEMA): Make A Plan

Rev. 1 · Online-Fassung: https://survivebetter.com/de/explore/family/fam-pet-evacuation

06 · Menschen im Haushalt · Fachliche Prüfung folgt

Jugendliche in der Krise: Selbstständigkeit mit klaren Absprachen

Jugendliche sind oft allein unterwegs, wenn etwas passiert – in der Schule, im Bus, bei Freunden. Statt nur Regeln vorzugeben, plant man mit ihnen: Sie kennen den Familienplan, haben eigene Aufgaben, wissen, wann sie selbst entscheiden dürfen und wann nicht, und haben einen Weg, sich zu melden, auch wenn das Handy leer ist.

Jugendliche sollen wissen: Anweisungen von Schule, Einsatzkräften und Behörden gehen vor – auch vor dem Wunsch, nach Hause zu kommen. Nicht durch Hochwasser, Rauch oder Absperrungen gehen.

In sozialen Medien kursieren in Krisen Gerüchte. Vereinbaren, welche offiziellen Quellen gelten, und keine Standorte öffentlich posten.

Material

  • Powerbank(optional)
  • Notfallkarte (Kontakte und Gesundheitsdaten) – Wichtige Nummern auf Papier

Schritte

  1. 1

    Mitplanen lassen

    Gemeinsam den Familienplan durchgehen, Treffpunkte und Kontaktperson außerhalb der Region festlegen und Fragen ernst nehmen.

  2. 2

    Entscheidungsregeln

    Festlegen: Wann bleibst du, wo du bist? Wann gehst du nach Hause? Wohin gehst du, wenn du niemanden erreichst?

  3. 3

    Melden ohne Netz

    Kurze Textnachricht an die Kontaktperson statt Anruf. Wichtige Nummern zusätzlich auf Papier im Portemonnaie.

  4. 4

    Eigene Aufgaben

    Passende Aufgaben übertragen: Notgepäck für sich packen, Taschenlampen prüfen, auf jüngere Geschwister achten, Nachrichten über das Radio verfolgen.

  5. 5

    Fähigkeiten aufbauen

    Erste-Hilfe-Kurs, Notruf absetzen, Wasser und Strom abstellen können, Weg nach Hause zu Fuß kennen.

Häufige Fehler

  • Plan nur den Eltern bekannt
  • Jugendlichen zu viel aufbürden
  • Keine Regel für „niemanden erreichbar“
  • Alle Nummern nur im Handy

Grenzen und Risiken

  • Keine rechtlichen Aussagen zur Aufsichtspflicht
  • Kein Ersatz für Erste-Hilfe-Ausbildung

Quellen

  1. [1]

    Ready.gov – U.S. Federal Emergency Management Agency (FEMA): Make A Plan

  2. [2]

    Ready.gov – U.S. Federal Emergency Management Agency (FEMA): Ready Kids

Rev. 1 · Online-Fassung: https://survivebetter.com/de/explore/family/fam-teenagers-crisis-role

07 · Menschen im Haushalt · Fachliche Prüfung folgt

Menschen mit Demenz in einer Krise begleiten

Für Menschen mit Demenz sind Lärm, fremde Orte und Hektik besonders belastend; in Evakuierungen können sie verwirrt reagieren oder weglaufen. Vorsorge heißt: Informationen über die Person griffbereit, Medikamente und vertraute Gegenstände im Notgepäck, eine Identifikation am Körper, ein Plan, wer begleitet – und in der Situation selbst Ruhe, einfache Sätze und Nähe.

Ist eine Person mit Demenz verschwunden, sofort den örtlichen Notruf (112 in der EU) verständigen und ein aktuelles Foto bereithalten. Nicht lange selbst suchen, bevor man Hilfe holt.

Frühzeitig bei Pflegedienst, Hausarzt und, wo es das gibt, bei örtlichen Stellen klären, ob Unterstützung bei Evakuierungen angeboten wird – örtliche Angebote unterscheiden sich.

Material

  • Medikamentenvorrat
  • Dokumentenmappe (wasserdicht) – Kopie von Medikamentenliste, Diagnose, Kontakte, aktuelles Foto
  • Trost- und Beschäftigungssachen für Kinder – Vertrauter Gegenstand, z. B. Decke oder Foto

Schritte

  1. 1

    Personenblatt

    Eine Seite mit Name, Diagnose, Medikamenten, Allergien, Kommunikationshinweisen, was beruhigt und was aufregt, Kontaktdaten und aktuellem Foto.

  2. 2

    Identifikation

    Name und Notfallkontakt an Kleidung, Armband oder in der Jackentasche – für den Fall, dass die Person allein gefunden wird.

  3. 3

    Notgepäck ergänzen

    Medikamente für mehrere Tage, Hilfsmittel (Brille, Hörgerät, Gehhilfe), Inkontinenzmaterial, Wechselkleidung, vertrauter Gegenstand.

  4. 4

    Begleitung festlegen

    Eine Hauptperson und eine Vertretung, die die Person kennt. Nachbarn einbeziehen, falls man selbst nicht da ist.

  5. 5

    In der Situation

    Ruhig sprechen, kurze Sätze, eine Information nach der anderen. Nicht widersprechen oder hetzen, an der Hand führen, bei der Person bleiben.

  6. 6

    In der Notunterkunft

    Das Personenblatt beim Personal abgeben, um einen ruhigen Platz bitten, Routinen wie Essens- und Schlafzeiten beibehalten.

Häufige Fehler

  • Kein aktuelles Foto
  • Person in fremder Umgebung allein lassen
  • Viele Informationen gleichzeitig erklären
  • Medikamente nur für einen Tag eingepackt

Grenzen und Risiken

  • Keine medizinische oder pflegerische Beratung
  • Keine Aussagen zu Rechtsfragen wie Betreuung oder Vollmachten

Quellen

  1. [1]

    Ready.gov – U.S. Federal Emergency Management Agency (FEMA): Older Adults

Rev. 1 · Online-Fassung: https://survivebetter.com/de/explore/family/fam-dementia-crisis

08 · Menschen im Haushalt · Fachliche Prüfung folgt

Schwangerschaft und Notfall: Dokumente, Wege, Kontakte

Während einer Schwangerschaft hängt im Notfall viel davon ab, dass medizinische Unterlagen greifbar sind, der Weg zur Versorgung auch bei Störungen bekannt ist und Hilfe schnell gerufen wird. Dieser Eintrag ist reine Planung – medizinische Fragen klärt man mit Hebamme, Ärztin oder Arzt.

Bei Warnzeichen, die Hebamme oder Ärztin genannt haben, bei Blutungen, starken Schmerzen oder wenn es der Schwangeren plötzlich schlecht geht: sofort den örtlichen Notruf (112 in der EU) wählen. Nicht abwarten, ob es besser wird.

Bei Evakuierungsaufrufen früh gehen. Wer schwanger ist, sollte Evakuierungsstellen und Einsatzkräften die Schwangerschaft mitteilen.

Material

  • Dokumentenmappe (wasserdicht) – Schwangerschaftsunterlagen und Kopien
  • Medikamentenvorrat – Verordnete Medikamente
  • Mobiltelefon
  • Powerbank

Schritte

  1. 1

    Unterlagen griffbereit

    Schwangerschaftsunterlagen (z. B. Mutterpass, wo es ihn gibt), Medikamentenliste, Krankenversicherung und Kontaktdaten der Klinik in einer wasserdichten Hülle; Kopie im Notfallordner.

  2. 2

    Kontakte

    Nummern von Hebamme, Praxis, Klinik und Notruf im Handy und auf Papier. Fragen, wie man außerhalb der Sprechzeiten Rat bekommt.

  3. 3

    Wege planen

    Hauptweg und Ausweichweg zur Klinik kennen, eine zweite erreichbare Einrichtung notieren und klären, wer fährt, wenn der Partner nicht da ist.

  4. 4

    Tasche ergänzen

    Das Notgepäck um Unterlagen, Medikamente und wichtige persönliche Dinge ergänzen; in den letzten Wochen die Kliniktasche bereitstellen.

  5. 5

    Fachlich nachfragen

    Bei der Hebamme oder Praxis nachfragen, was im Notfall oder bei einer Evakuierung zu beachten ist – der individuelle Rat geht vor.

Häufige Fehler

  • Unterlagen nur zu Hause im Schrank
  • Nur ein Weg zur Klinik bekannt
  • Mit Warnzeichen abwarten, weil Netze überlastet sind
  • Schwangerschaft in der Notunterkunft nicht erwähnen

Grenzen und Risiken

  • Keine medizinische Beratung
  • Keine Geburtshilfe-Anleitung

Quellen

  1. [1]

    Ready.gov – U.S. Federal Emergency Management Agency (FEMA): Make A Plan

  2. [2]

    Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Deutschland: Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen

    https://www.bbk.bund.de

Rev. 1 · Online-Fassung: https://survivebetter.com/de/explore/family/fam-pregnancy-emergency-plan

09 · Menschen im Haushalt · Fachliche Prüfung folgt

Mit Kindern über Vorsorge sprechen – ohne Angst zu machen

Kinder merken, wenn Erwachsene Vorräte anlegen oder über Notfälle reden. Ein ruhiges, altersgerechtes Gespräch erklärt, dass Vorsorge wie ein Fahrradhelm ist: Man hofft, dass man sie nie braucht, und ist trotzdem froh, sie zu haben. Der Schwerpunkt liegt auf dem, was die Familie tun kann – nicht auf Schreckensszenarien.

Wenn ein Kind über Wochen große Angst zeigt, schlecht schläft oder sich zurückzieht, mit Kinderärztin, Kinderarzt oder einer Beratungsstelle sprechen.

Material

  • Trost- und Beschäftigungssachen für Kinder(optional)

Schritte

  1. 1

    Ruhigen Moment wählen

    Nicht direkt nach beunruhigenden Nachrichten oder kurz vor dem Schlafengehen, sondern beim Spielen, Kochen oder Spazierengehen.

  2. 2

    Erst fragen

    „Was weißt du schon über Stromausfall/Feuer/Unwetter?“ – Missverständnisse aufgreifen, statt einen Vortrag zu halten.

  3. 3

    Einfach und ehrlich

    Kurz erklären, was passieren kann und dass Erwachsene, Feuerwehr und andere Helfer sich darum kümmern. Keine Details, die Angst machen.

  4. 4

    Etwas tun lassen

    Gemeinsam den Kinderrucksack packen, Taschenlampen prüfen, Notruf üben, Treffpunkt ansehen.

  5. 5

    Wiederholen

    Lieber öfter kurz als einmal lang. Fragen jederzeit zulassen und nachfragen, wie es dem Kind damit geht.

Häufige Fehler

  • Mit Schreckensszenarien „motivieren“
  • Fragen abwimmeln
  • Eigene Angst ungefiltert weitergeben
  • Kinder Nachrichtenbilder ohne Begleitung schauen lassen

Grenzen und Risiken

  • Keine psychotherapeutische Beratung

Quellen

  1. [1]

    Ready.gov – U.S. Federal Emergency Management Agency (FEMA): Ready Kids

  2. [2]

    National Child Traumatic Stress Network and National Center for PTSD (USA) (2006): Psychological First Aid: Field Operations Guide, 2nd Edition

Rev. 1 · Online-Fassung: https://survivebetter.com/de/explore/family/fam-talking-preparedness-children

10 · Notfallplan · Fachliche Prüfung folgt

Familien-Notfallplan erstellen

Ein Notfallplan legt fest, wie die Familie gewarnt wird, wo man sich trifft, wen man kontaktiert und wer wen abholt. Zwei Treffpunkte – einer nahe der Wohnung, einer außerhalb des Viertels –, eine Kontaktperson außerhalb der Region und eine Kontaktkarte für alle sind der Kern.

Bei akuter Gefahr zuerst sich selbst in Sicherheit bringen und den Notruf wählen (in der EU 112). Nicht in Gefahrenbereiche zurückkehren, um Treffpunkte zu erreichen.

Anweisungen der Behörden haben Vorrang vor dem Familienplan – etwa wenn Treffpunkte im Gefahrengebiet liegen oder Straßen gesperrt sind.

Material

  • Dokumentenmappe (wasserdicht)(optional) – Plan und Kontaktliste darin aufbewahren

Schritte

  1. 1

    Risiken klären

    Überlegt, welche Notlagen in eurer Region wahrscheinlich sind (Hochwasser, Sturm, Hitze, Stromausfall, Erdbeben) und wie die Behörden warnen.

  2. 2

    Zwei Treffpunkte

    Legt einen Treffpunkt direkt bei der Wohnung fest (z. B. bei Brand) und einen außerhalb des Viertels, falls ihr nicht nach Hause könnt.

  3. 3

    Kontaktperson außerhalb

    Bestimmt eine Person in einer anderen Region, bei der sich alle melden. Ferngespräche und Nachrichten kommen oft eher durch als Verbindungen innerhalb des Krisengebiets.

  4. 4

    Kontaktkarte

    Jede Person – auch Kinder – trägt eine Karte mit den wichtigsten Nummern, der Adresse und den Treffpunkten bei sich.

  5. 5

    Aufgaben verteilen

    Wer holt die Kinder ab? Wer kümmert sich um pflegebedürftige Angehörige, Nachbarn oder Haustiere? Wer nimmt den Notfallrucksack? Klärt auch eine Vertretung.

  6. 6

    Haus kennen

    Alle Erwachsenen sollten wissen, wo Haupthähne für Wasser und Gas sowie der Sicherungskasten sind. Absperren nur, wenn nötig und gefahrlos möglich bzw. wenn Behörden dazu auffordern.

  7. 7

    Üben und auffrischen

    Geht den Plan einmal im Jahr durch, aktualisiert Nummern und übt den Weg zu den Treffpunkten.

Häufige Fehler

  • Plan nur im Kopf einer Person
  • Nur ein Treffpunkt, der im Gefahrengebiet liegen kann
  • Kontaktperson in derselben Stadt
  • Kinder nicht einbeziehen
  • Plan nie aktualisieren

Grenzen und Risiken

  • Regionale Warnsysteme und Notfallregelungen von Einrichtungen müssen selbst ermittelt werden
  • Kein Ersatz für behördliche Anweisungen

Quellen

  1. [1]

    Ready.gov – U.S. Federal Emergency Management Agency (FEMA): Make A Plan

  2. [2]

    Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Deutschland: Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen

    https://www.bbk.bund.de

Rev. 1 · Online-Fassung: https://survivebetter.com/de/explore/family/fam-emergency-plan

11 · Notfallplan · Fachliche Prüfung folgt

Wichtige Dokumente und Kopien sichern

Nach Hochwasser, Brand oder Evakuierung braucht man Ausweise, Versicherungs- und Bankunterlagen, medizinische Informationen und Eigentumsnachweise. Eine wasserdicht verpackte Dokumentenmappe mit Kopien, die im Notfall griffbereit ist, und eine sicher verschlüsselte digitale Kopie erleichtern den Neuanfang erheblich.

Kopien von Ausweisen und Bankunterlagen sind für Betrüger wertvoll. Mappe sicher aufbewahren, digitale Kopien nur verschlüsselt und mit starkem Passwort speichern.

Bei Feuer oder unmittelbarer Gefahr keine Dokumente suchen – sofort hinaus. Dokumente lassen sich ersetzen, Menschen nicht.

Ob und wofür Kopien anerkannt werden, regelt jedes Land selbst. Originale bleiben in der Regel nötig; im Zweifel bei Behörden nachfragen.

Material

  • Dokumentenmappe (wasserdicht)

Schritte

  1. 1

    Liste erstellen

    Sammle: Ausweise und Pässe, Geburts- und Heiratsurkunden, Versicherungspolicen, Bank- und Kontoinformationen, Miet- oder Eigentumsnachweise, Zeugnisse, Fahrzeugpapiere, Impfpässe, Medikamentenpläne, Vollmachten und Patientenverfügungen.

  2. 2

    Kopien anfertigen

    Kopiere die Dokumente und lege sie in eine wasserdichte Mappe. Originale, die selten gebraucht werden, können ebenfalls darin oder an einem sicheren Ort liegen.

  3. 3

    Kontakte und medizinische Infos

    Lege eine Liste mit wichtigen Telefonnummern, Ärzten, Versicherungsnummern, Allergien und Medikamenten dazu.

  4. 4

    Hausrat dokumentieren

    Fotografiere oder filme Räume und wertvolle Gegenstände; das hilft bei Versicherungsfällen.

  5. 5

    Digitale Sicherung

    Scanne die Dokumente und speichere sie verschlüsselt, zum Beispiel auf einem verschlüsselten USB-Stick oder in einem gesicherten Cloud-Speicher.

  6. 6

    Griffbereit aufbewahren

    Bewahre die Mappe so auf, dass sie bei einer Evakuierung schnell mitgenommen werden kann – nicht im Keller, wenn Hochwasser droht.

  7. 7

    Aktualisieren

    Einmal im Jahr prüfen, ob Dokumente abgelaufen sind oder neue hinzugekommen sind.

Häufige Fehler

  • Mappe im Keller lagern
  • Digitale Kopien unverschlüsselt speichern
  • Medizinische Informationen vergessen
  • Mappe nie aktualisieren

Grenzen und Risiken

  • Keine Rechtsberatung zur Anerkennung von Kopien
  • Keine Empfehlung bestimmter Speicherdienste

Quellen

  1. [1]

    Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Deutschland: Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen

    https://www.bbk.bund.de

  2. [2]

    Ready.gov – U.S. Federal Emergency Management Agency (FEMA): Build A Kit

Rev. 1 · Online-Fassung: https://survivebetter.com/de/explore/family/fam-documents

12 · Notfallplan · Fachliche Prüfung folgt

Wiederfinden: Plan für Schule, Kita und Arbeitsplatz

Notfälle passieren oft, wenn die Familie verteilt ist. Wer die Notfallregeln von Schule, Kita und Arbeitgeber kennt, Abholberechtigte hinterlegt und feste Treffpunkte vereinbart hat, findet schneller zusammen – und vermeidet gefährliche Fahrten ins Chaos.

Wenn Schule oder Behörden anordnen, im Gebäude zu bleiben (z. B. bei Gefahrstoffaustritt), Kinder nicht abholen – das Gebäude ist dann der sicherere Ort, und man gefährdet sich selbst unterwegs.

Keine Fahrten durch überflutete Straßen oder gesperrte Bereiche, um zur Familie zu gelangen. Lieber warten und über die Kontaktperson Nachrichten austauschen.

Material

  • Dokumentenmappe (wasserdicht) – Kopie der Absprachen
  • Mobiltelefon

Schritte

  1. 1

    Notfallregeln erfragen

    Bei Schule und Kita nachfragen: Wie werden Eltern informiert? Wohin wird evakuiert? Wann bleiben Kinder im Gebäude? Wer darf abholen?

  2. 2

    Abholberechtigte hinterlegen

    Mindestens zwei weitere vertraute Personen schriftlich als abholberechtigt angeben und das Kind informieren, wer kommen könnte.

  3. 3

    Arbeitsplatz einbeziehen

    Notfallregeln des Arbeitgebers kennen. Klären, wer von beiden Elternteilen voraussichtlich schneller bei den Kindern ist – auch zu Fuß.

  4. 4

    Treffpunkte festlegen

    Einen Treffpunkt nahe der Wohnung und einen außerhalb des Viertels, für alle auf Papier. Für Jugendliche: Wohin gehe ich, wenn ich niemanden erreiche?

  5. 5

    Kontaktperson außerhalb

    Alle melden sich bei einer Kontaktperson außerhalb der Region. Kurze Textnachricht statt Anruf: wo, wie geht es, was ist der Plan.

  6. 6

    Karte für Kinder

    Kinder tragen eine Karte mit Namen der Eltern, Telefonnummern, Kontaktperson und Treffpunkt – ohne Wohnadresse sichtbar nach außen.

Häufige Fehler

  • Sofort zur Schule fahren, obwohl die Schule Schutz im Gebäude angeordnet hat
  • Nur ein Elternteil ist abholberechtigt
  • Treffpunkte nur mündlich vereinbart
  • Immer wieder anrufen und das Netz zusätzlich belasten
  • Notfallregeln der Einrichtungen nicht kennen

Grenzen und Risiken

  • Keine rechtlichen Regelungen zur Abholberechtigung – diese legen die Einrichtungen fest
  • Ersetzt keine Anweisungen der Behörden

Quellen

  1. [1]

    Ready.gov – U.S. Federal Emergency Management Agency (FEMA): Make A Plan

  2. [2]

    Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Deutschland: Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen

    https://www.bbk.bund.de

Rev. 1 · Online-Fassung: https://survivebetter.com/de/explore/family/fam-reunification

13 · Notfallplan · Fachliche Prüfung folgt

Notfallübungen zu Hause

Ein Plan, den niemand geübt hat, funktioniert im Stress selten. Kurze, regelmäßige Übungen zu Hause – Flucht bei Feuer, Notfallgepäck greifen, Schutz bei Erdbeben oder Gefahrstoffwarnung, Abend ohne Strom – machen Abläufe vertraut, decken Lücken auf und nehmen Kindern die Angst.

Bei einem echten Brand: sofort raus, Türen hinter sich schließen, nicht zurückgehen, von draußen den Notruf wählen (in der EU 112). Nie in ein brennendes Gebäude zurück, auch nicht für Tiere oder Wertsachen.

Übungen ohne echte Gefahr durchführen: keine Leitern aus dem Fenster, keine Sprünge, kein Rauch. Fluchtwege aus oberen Stockwerken nur besprechen und mit der Feuerwehr klären.

Übungen ruhig und spielerisch gestalten. Ziel ist Sicherheit, nicht Angst.

Material

  • Stirnlampe / Taschenlampe – Für Übungen im Dunkeln
  • Signalpfeife(optional)

Schritte

  1. 1

    Fluchtplan zeichnen

    Grundriss der Wohnung mit allen Räumen, für jeden Raum möglichst zwei Wege nach draußen, Treffpunkt vor dem Haus. Mit Kindern gemeinsam zeichnen.

  2. 2

    Brandfluchtübung

    Rauchmelder testen, dann den Weg zum Treffpunkt gehen: Türen vor dem Öffnen mit dem Handrücken prüfen, geduckt bleiben, Türen schließen. Auch einmal nachts bzw. im Dunkeln üben.

  3. 3

    Notfallgepäck-Übung

    Stoppuhr: Alle nehmen Notfallrucksack, Dokumente, Medikamente, Tiere und gehen zur Tür. Was fehlt, was dauert zu lange?

  4. 4

    Schutzübung im Haus

    Je nach regionalem Risiko: Drop, Cover, Hold On bei Erdbeben oder Fenster schließen, Lüftung aus, Radio an bei einer Gefahrstoffwarnung.

  5. 5

    Abend ohne Strom

    Einen Abend lang Licht, Kochen und Kommunikation ohne Netzstrom gestalten – zum Beispiel mit Hauptsicherung aus nur, wenn das gefahrlos möglich ist, sonst einfach ohne elektrische Geräte. Danach Erfahrungen sammeln.

  6. 6

    Auswerten und anpassen

    Nach jeder Übung kurz sprechen: Was lief gut, was ändern wir? Plan, Liste und Ausrüstung anpassen.

Häufige Fehler

  • Nur einmal üben und dann nie wieder
  • Kinder mit realistischen Schreckensszenarien überfordern
  • Fluchtwege mit verstellten oder verschlossenen Türen
  • Kein Treffpunkt draußen
  • Übung als Pflichtprogramm statt als gemeinsames Erlebnis

Grenzen und Risiken

  • Keine baulichen Brandschutzvorgaben
  • Keine Rettungstechniken aus Fenstern oder über Leitern

Quellen

  1. [1]

    Ready.gov – U.S. Federal Emergency Management Agency (FEMA): Home Fires

  2. [2]

    Earthquake Country Alliance – Great ShakeOut Earthquake Drills: Drop, Cover, and Hold On

  3. [3]

    Ready.gov – U.S. Federal Emergency Management Agency (FEMA): Make A Plan

Rev. 1 · Online-Fassung: https://survivebetter.com/de/explore/family/fam-home-drills

14 · Notfallplan · Fachliche Prüfung folgt

Dokumente digital sichern – verschlüsselt

Papierkopien können verbrennen oder nass werden. Eine verschlüsselte digitale Kopie wichtiger Dokumente, an mindestens zwei Orten gespeichert, ermöglicht nach einem Totalverlust den Neuanfang. Entscheidend sind starke Verschlüsselung, ein sicher verwahrtes Passwort und regelmäßige Tests.

Unverschlüsselte Kopien von Ausweisen, Kontodaten und Gesundheitsdaten sind bei Verlust oder Diebstahl ein Risiko für Identitätsmissbrauch. Immer verschlüsseln.

Ohne Passwort ist die Sicherung wertlos. Passwort getrennt vom Datenträger aufbewahren, z. B. versiegelt bei einer Vertrauensperson.

Nach Katastrophen nehmen Betrugsversuche zu. Zugangsdaten nie über unaufgeforderte Anrufe, Nachrichten oder Links herausgeben.

Material

  • Verschlüsselter Datenträger
  • Dokumentenmappe (wasserdicht) – Papierkopien bleiben die erste Ebene

Schritte

  1. 1

    Dokumente auswählen

    Ausweise, Geburts- und Heiratsurkunden, Versicherungspolicen, Grundbuch- oder Mietvertrag, Bank- und Rentenunterlagen, Impfpässe, Medikamentenpläne, Fotos des Hausrats, wichtige Kontakte.

  2. 2

    Scannen und benennen

    Gut lesbar scannen oder fotografieren, einheitlich benennen (z. B. Person_Dokument_Jahr) und in Ordnern sortieren.

  3. 3

    Verschlüsseln

    Die Sammlung mit einem anerkannten Verschlüsselungsverfahren schützen – etwa einem verschlüsselten Archiv oder einem verschlüsselten Datenträger – und einer langen, einzigartigen Passphrase.

  4. 4

    An mindestens zwei Orten lagern

    Eine Kopie zu Hause im Notfallgepäck, eine an einem anderen Ort – bei Verwandten außerhalb der Region oder bei einem Online-Speicher deiner Wahl, dann ebenfalls nur verschlüsselt.

  5. 5

    Passwort sichern

    Passphrase so aufbewahren, dass mindestens eine weitere vertraute Person im Notfall Zugriff hat, aber nicht zusammen mit dem Datenträger.

  6. 6

    Wiederherstellung testen

    Einmal im Jahr die Sicherung auf einem anderen Gerät öffnen, Dateien prüfen, Neues ergänzen, veraltete Kopien sicher löschen.

Häufige Fehler

  • Kopien unverschlüsselt auf einem Stick am Schlüsselbund
  • Passwort auf dem Datenträger notiert
  • Nur eine Kopie im selben Haus
  • Sicherung nie getestet
  • Dateien so benannt, dass niemand sie wiederfindet

Grenzen und Risiken

  • Keine Software- oder Anbieterempfehlungen
  • Keine Rechtsauskunft zur Gültigkeit digitaler Kopien

Quellen

  1. [1]

    Ready.gov – U.S. Federal Emergency Management Agency (FEMA): Financial Preparedness

  2. [2]

    Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Deutschland: Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen

    https://www.bbk.bund.de

Rev. 1 · Online-Fassung: https://survivebetter.com/de/explore/family/fam-digital-backup

15 · Notfallplan · Fachliche Prüfung folgt

Familien-Codewort für Abholung und Notfälle

In einer Krise holt vielleicht nicht der vertraute Elternteil das Kind ab, sondern eine Nachbarin oder ein Kollege. Ein vereinbartes Codewort, das nur die Familie und benannte Vertrauenspersonen kennen, hilft dem Kind zu erkennen, dass die Person geschickt wurde. Es ergänzt – ersetzt aber nicht – die schriftliche Abholberechtigung bei Schule und Kita.

Das Codewort nicht aufschreiben, wo andere es lesen können, und nicht in sozialen Medien oder Gruppen-Chats teilen. Nach Gebrauch durch eine Außenstehende ein neues vereinbaren.

Kinder sollen wissen: Wer das Wort nicht kennt, mit dem gehen sie nicht mit – sie bleiben bei der Lehrkraft oder gehen zu einer sicheren Person.

Material

  • Notfallkarte (Kontakte und Gesundheitsdaten)(optional) – Ohne das Codewort darauf

Schritte

  1. 1

    Wort wählen

    Ein ungewöhnliches, aber leicht merkbares Wort oder Wortpaar – kein Haustiername, keine Straße, nichts, was online auffindbar ist.

  2. 2

    Gezielt weitergeben

    Nur Eltern, Kinder und die schriftlich benannten Abholpersonen erfahren das Wort, persönlich.

  3. 3

    Mit Abholberechtigung kombinieren

    Bei Schule und Kita die Vertrauenspersonen schriftlich als abholberechtigt hinterlegen. Das Codewort ist die zusätzliche Bestätigung für das Kind.

  4. 4

    Spielerisch üben

    Im Rollenspiel üben: Jemand sagt „Mama schickt mich“ – was fragst du? Was tust du, wenn das Wort falsch ist?

  5. 5

    Erneuern

    Nach Benutzung durch Dritte oder wenn es vielleicht bekannt wurde, ein neues Wort festlegen.

Häufige Fehler

  • Leicht zu erratendes Wort
  • Wort auf der Notfallkarte notieren
  • Kind fühlt sich verpflichtet, mit Erwachsenen zu gehen
  • Nie geübt

Grenzen und Risiken

  • Keine rechtlichen Regeln zur Abholung
  • Kein Schutz gegen alle Formen von Betrug

Quellen

  1. [1]

    Ready.gov – U.S. Federal Emergency Management Agency (FEMA): Make A Plan

  2. [2]

    Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Deutschland: Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen

    https://www.bbk.bund.de

Rev. 1 · Online-Fassung: https://survivebetter.com/de/explore/family/fam-code-word

16 · Notfallplan · Fachliche Prüfung folgt

Notfallblatt für Babysitter, Gäste und Betreuungspersonen

Wer die Kinder hütet, Angehörige betreut oder als Gast im Haus ist, kennt den Notfallplan der Familie nicht. Ein einseitiges Blatt an einem festen Ort – Adresse, Notrufnummer, Kontakte, Allergien und Medikamente, Fluchtweg, Treffpunkt, Absperrventile – macht ihn in Minuten handlungsfähig.

Ganz oben steht: Bei Lebensgefahr zuerst den örtlichen Notruf (112 in der EU) wählen, dann die Eltern anrufen. Die vollständige Adresse direkt darunter, damit sie im Stress vorgelesen werden kann.

Das Blatt enthält persönliche Daten. Nicht von außen sichtbar aufhängen und nach dem Besuch nicht weitergeben.

Material

  • Dokumentenmappe (wasserdicht) – Oder Klarsichthülle an fester Stelle
  • Stirnlampe / Taschenlampe – Taschenlampe am bekannten Ort

Schritte

  1. 1

    Kopfzeile

    Notrufnummer, vollständige Adresse mit Etage und Klingel, nächster Querstraße oder markantem Punkt.

  2. 2

    Personen

    Name und Alter jedes Kindes oder Betreuten, Allergien, Medikamente mit Ort, Hausarzt bzw. Kinderarzt, Telefonnummern beider Eltern und einer Ersatzperson.

  3. 3

    Haus

    Fluchtweg und Treffpunkt draußen, Ort von Feuerlöscher, Taschenlampe, Erste-Hilfe-Set, Sicherungskasten und Wasserabsperrung.

  4. 4

    Hausregeln

    Wer abholen darf, welche Haustiere es gibt, was bei Stromausfall zu tun ist (keine Kerzen, Taschenlampe nutzen).

  5. 5

    Kurzer Rundgang

    Beim ersten Besuch gemeinsam Ausgänge, Feuerlöscher und Taschenlampe zeigen.

  6. 6

    Aktuell halten

    Bei neuen Medikamenten, Nummern oder Umzug sofort ändern; Datum auf das Blatt schreiben.

Häufige Fehler

  • Adresse fehlt – Gäste kennen sie oft nicht
  • Nur digital auf dem Handy der Eltern
  • Allergien nur mündlich erwähnt
  • Veraltete Telefonnummern

Grenzen und Risiken

  • Keine medizinischen Anweisungen
  • Ersetzt keine Schulung für Notfallmedikamente

Quellen

  1. [1]

    Ready.gov – U.S. Federal Emergency Management Agency (FEMA): Make A Plan

  2. [2]

    Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Deutschland: Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen

    https://www.bbk.bund.de

Rev. 1 · Online-Fassung: https://survivebetter.com/de/explore/family/fam-caregiver-info-sheet

17 · Notfallplan · Fachliche Prüfung folgt

Notfallplanung für Alleinerziehende

Wenn nur ein Erwachsener im Haushalt ist, fehlt im Notfall die zweite Person – etwa wenn der Elternteil selbst verletzt, krank oder unterwegs festgehalten ist. Der Kern der Planung: eine Vertretungsperson, die die Kinder übernehmen kann, schriftliche Absprachen und Kinder, die wissen, was zu tun ist, wenn der Elternteil plötzlich ausfällt.

Kinder sollten so früh wie möglich lernen: Wenn Mama oder Papa nicht mehr reagiert, den örtlichen Notruf (112 in der EU) wählen, Adresse sagen und die Tür für die Helfer öffnen.

Vollmachten und Sorgerechtsfragen sind von Land zu Land unterschiedlich geregelt – örtliche Regeln prüfen oder sich beraten lassen.

Material

  • Dokumentenmappe (wasserdicht)
  • Notfallkarte (Kontakte und Gesundheitsdaten) – Für die Kinder

Schritte

  1. 1

    Vertretung finden

    Eine Hauptperson und möglichst eine zweite festlegen, die die Kinder kurzfristig betreuen können – idealerweise in der Nähe und eine außerhalb der Region.

  2. 2

    Schriftlich festhalten

    Abholberechtigungen bei Schule und Kita hinterlegen. Eine schriftliche Einverständniserklärung und Kopien wichtiger Unterlagen der Kinder für die Vertretung bereitlegen.

  3. 3

    Kinder vorbereiten

    Altersgerecht üben: Notruf wählen, Adresse aufsagen, Nummer der Vertretung kennen, wissen, wo die Notfallkarte liegt.

  4. 4

    Informationen teilen

    Der Vertretung ein Notfallblatt mit Allergien, Medikamenten, Ärzten und Routinen geben; Schlüsselzugang klären.

  5. 5

    An sich selbst denken

    Ein Zettel im Portemonnaie: „Ich bin allein mit Kindern – bitte informieren: …“, damit Helfer im Fall eines Unfalls die Kinder nicht vergessen.

Häufige Fehler

  • Nur eine Vertretung, die selbst im Notfall verhindert ist
  • Absprachen nur mündlich
  • Kinder kennen den Notruf nicht
  • Kein Hinweis auf die Kinder bei sich getragen

Grenzen und Risiken

  • Keine Rechtsberatung zu Sorgerecht oder Vollmachten

Quellen

  1. [1]

    Ready.gov – U.S. Federal Emergency Management Agency (FEMA): Make A Plan

  2. [2]

    Ready.gov – U.S. Federal Emergency Management Agency (FEMA): Ready Kids

Rev. 1 · Online-Fassung: https://survivebetter.com/de/explore/family/fam-single-parent-plan

18 · Haushalt · Fachliche Prüfung folgt

Notvorrat im Haushalt: die Grundlagen

Ein Notvorrat aus Trinkwasser, haltbaren Lebensmitteln, Medikamenten und Hygieneartikeln hilft, einige Tage ohne Einkauf, Strom oder Wasserversorgung zu überbrücken. Wie viel sinnvoll ist, geben nationale Behörden vor – zum Beispiel das BBK in Deutschland oder FEMA/Ready.gov in den USA. Entscheidend ist ein Vorrat, der zum eigenen Haushalt passt und regelmäßig erneuert wird.

Vorrat an verschreibungspflichtigen Medikamenten mit Arzt oder Apotheke absprechen. Kühlpflichtige Medikamente brauchen bei Stromausfall eine eigene Lösung.

Wasser nur in sauberen, lebensmittelechten Behältern lagern; selbst abgefülltes Wasser regelmäßig erneuern.

Notkocher, Grills und Brennstoffe nie in Innenräumen verwenden (Kohlenmonoxid, Brand). Vorräte bevorzugen, die ohne Kochen essbar sind.

Material

  • Lebensmittelechter Wasserkanister(optional) – Lebensmittelechter Wasserkanister
  • PET-Flasche (klar, max. 2 Liter)(optional) – Gekauftes Mineral- oder Tafelwasser
  • Haltbare Lebensmittel
  • Medikamentenvorrat
  • Erste-Hilfe-Set (Haushalt)
  • Hygieneartikel
  • Stirnlampe / Taschenlampe
  • Batterie- oder Kurbelradio

Schritte

  1. 1

    Empfehlung der Behörde nachlesen

    Lies nach, was deine nationale Behörde empfiehlt. Das deutsche BBK empfiehlt einen Vorrat für zehn Tage und rund zwei Liter Flüssigkeit pro Person und Tag. Ready.gov (USA) nennt für Wasser eine Gallone (etwa 3,8 Liter) pro Person und Tag für mehrere Tage, einschließlich Hygiene.

  2. 2

    Haushalt erfassen

    Erfasse, wer versorgt werden muss: Säuglinge, Kinder, ältere Menschen, Menschen mit Allergien, Diäten oder chronischen Krankheiten, Haustiere.

  3. 3

    Wasser

    Lagere Trinkwasser in gekauften Flaschen oder sauberen, lebensmittelechten Behältern, kühl und dunkel. Plane zusätzlich Wasser für Hygiene ein.

  4. 4

    Lebensmittel

    Wähle haltbare Lebensmittel, die ohne Kochen und Kühlung essbar sind und die der Haushalt mag: Konserven, Fertiggerichte, Nüsse, Knäckebrot, Trockenobst. Dosenöffner nicht vergessen.

  5. 5

    Medikamente und Erste Hilfe

    Halte Dauermedikamente, ein Erste-Hilfe-Set und Hilfsmittel wie Brillen oder Hörgerätebatterien bereit.

  6. 6

    Hygiene

    Toilettenpapier, Seife, Desinfektionsmittel, Müllbeutel, Windeln und Monatshygiene. Müllbeutel helfen auch, wenn die Toilettenspülung ausfällt.

  7. 7

    Verbrauchen und erneuern

    Ältere Vorräte zuerst verbrauchen und nachkaufen. Haltbarkeitsdaten in festen Abständen prüfen.

Häufige Fehler

  • Lebensmittel lagern, die nur gekocht essbar sind, ohne sichere Kochmöglichkeit
  • Vorrat anlegen und jahrelang vergessen
  • Medikamente und Hygieneartikel vergessen
  • Haustiere nicht einplanen
  • Alles erst in der Krise kaufen

Grenzen und Risiken

  • Mengenangaben nur als zitierte Behördenempfehlungen – nationale Vorgaben prüfen
  • Keine Ernährungsberatung für besondere Diäten
  • Kein Rat zu Vorratshaltung verschreibungspflichtiger Medikamente ohne Arzt

Quellen

  1. [1]

    Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Deutschland: Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen

    https://www.bbk.bund.de

  2. [2]

    Ready.gov – U.S. Federal Emergency Management Agency (FEMA): Build A Kit

Rev. 1 · Online-Fassung: https://survivebetter.com/de/explore/family/fam-household-stockpile

19 · Haushalt · Fachliche Prüfung folgt

Notfallrucksack (Evakuierungsgepäck) packen

Wer das Haus kurzfristig verlassen muss – wegen Hochwasser, Brand, Gasleck oder behördlicher Evakuierung –, hat oft nur Minuten. Ein vorbereiteter Notfallrucksack pro Person enthält das Nötigste für einige Tage: Dokumente, Medikamente, Wasser, Essen, Licht, Kleidung und Ladegerät. Er muss tragbar bleiben.

Bei Feuer oder unmittelbarer Gefahr nichts zusammensuchen – sofort das Gebäude verlassen und den Notruf wählen (in der EU 112). Der Rucksack ist für vorhersehbare oder geordnete Evakuierungen.

Der Rucksack muss tragbar bleiben, auch über längere Strecken. Für Kinder und ältere Menschen entsprechend leichter packen.

Dokumentenkopien enthalten sensible Daten. Den Rucksack nicht offen sichtbar, aber schnell erreichbar aufbewahren.

Material

  • Rucksack – Ein Rucksack pro Person, den diese selbst tragen kann
  • Dokumentenmappe (wasserdicht)
  • Medikamentenvorrat – Bedarf für einige Tage plus Medikamentenliste
  • PET-Flasche (klar, max. 2 Liter) – Trinkwasser
  • Haltbare Lebensmittel
  • Stirnlampe / Taschenlampe
  • Powerbank
  • Batterie- oder Kurbelradio(optional)
  • Erste-Hilfe-Set (Haushalt)(optional)
  • Trockene Wechselkleidung
  • Hygieneartikel
  • Bargeldreserve

Schritte

  1. 1

    Rucksack pro Person

    Jede Person bekommt einen Rucksack, den sie selbst tragen kann. Für Säuglinge und Haustiere gehört das Nötige in das Gepäck einer erwachsenen Person.

  2. 2

    Dokumente und Geld

    Wasserdicht verpackte Dokumentenkopien, Kontaktliste auf Papier, etwas Bargeld.

  3. 3

    Gesundheit

    Medikamente für einige Tage, Medikamentenliste mit Dosierungen, Ersatzbrille, kleines Erste-Hilfe-Set, Hygieneartikel.

  4. 4

    Wasser, Essen, Licht

    Trinkwasser, haltbare Snacks, Taschen- oder Stirnlampe, Powerbank mit Kabel und, wenn möglich, ein kleines Radio.

  5. 5

    Kleidung

    Wetterfeste Jacke, warme Schicht, Wechselwäsche, feste Schuhe, ggf. Decke oder Rettungsdecke.

  6. 6

    Liste für den letzten Moment

    Lege oben in den Rucksack eine Liste: Handy und Ladekabel, Schlüssel, Brieftasche, Dauermedikamente aus dem Kühlschrank, Haustiere.

  7. 7

    Regelmäßig prüfen

    Ein- bis zweimal im Jahr Wasser, Lebensmittel, Medikamente, Batterien und Kleidergrößen der Kinder prüfen.

Häufige Fehler

  • Den Rucksack so schwer packen, dass er nicht getragen werden kann
  • Originaldokumente ungeschützt einpacken
  • Medikamente vergessen oder verfallen lassen
  • Rucksack im Keller lagern, der bei Hochwasser zuerst betroffen ist
  • Kinder nicht mitdenken

Grenzen und Risiken

  • Keine allgemeingültige Packliste – Bedarf hängt von Haushalt, Klima und Region ab
  • Kein Ersatz für Anweisungen der Behörden zur Evakuierung

Quellen

  1. [1]

    Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Deutschland: Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen

    https://www.bbk.bund.de

  2. [2]

    Ready.gov – U.S. Federal Emergency Management Agency (FEMA): Build A Kit

Rev. 1 · Online-Fassung: https://survivebetter.com/de/explore/family/fam-go-bag

20 · Haushalt · Fachliche Prüfung folgt

Haushalts-Checklisten nach Jahreszeit

Vorsorge bleibt lebendig, wenn sie an feste Termine gebunden ist. Vier kurze Checklisten – Frühling, Sommer, Herbst, Winter – verbinden Wartung (Rauchmelder, Batterien, Vorräte) mit den Risiken der jeweiligen Jahreszeit: Hitze, Gewitter, Stürme, Kälte und Schnee.

Rauch- und Kohlenmonoxidmelder nach Herstellerangabe testen und Batterien bzw. Geräte rechtzeitig ersetzen.

Heizungen, Öfen und Kamine vor der Heizperiode von Fachleuten prüfen lassen, wo das vorgeschrieben oder empfohlen ist – Kohlenmonoxid-Gefahr.

Material

  • Beschriftungsanhänger und wasserfester Stift(optional) – Für Haltbarkeitsdaten
  • Ersatzbatterien
  • Erste-Hilfe-Set (Haushalt)

Schritte

  1. 1

    Jedes Mal

    Haltbarkeit von Vorräten und Medikamenten, Wasservorrat, Batterien und Powerbanks laden, Rauchmelder testen, Kontaktliste und Notfallgepäck aktualisieren, Kinderkleidung im Gepäck auf Größe prüfen.

  2. 2

    Frühling

    Regenrinnen und Abflüsse prüfen, Hochwasserrisiko und Versicherung prüfen, Winterausrüstung aus dem Auto nehmen und reinigen, Fluchtwegübung nach der Winterpause.

  3. 3

    Sommer

    Hitzeplan: kühlster Raum, Verdunkelung, Trinkvorrat, Nachbarn und ältere Angehörige einplanen. Gewitterregeln für Ausflüge, Waldbrandgefahr und Grillverbote beachten.

  4. 4

    Herbst

    Sturmvorbereitung: lose Gegenstände auf Balkon und Garten sichern. Heizung prüfen lassen, Kohlenmonoxidmelder testen, Decken und warme Kleidung bereitlegen, Wintervorrat auffüllen.

  5. 5

    Winter

    Winterausrüstung ins Auto, Streumittel und Schneeschaufel, Plan für Heizungsausfall (ein warmer Raum), Wasserleitungen in unbeheizten Bereichen vor Frost schützen.

  6. 6

    Abhaken und notieren

    Datum der Prüfung notieren und den nächsten Termin in den Kalender eintragen.

Häufige Fehler

  • Vorsorge nur einmal anlegen und dann vergessen
  • Saisonale Risiken der eigenen Region nicht kennen
  • Rauchmelder nie testen
  • Winterausrüstung erst beim ersten Schnee suchen

Grenzen und Risiken

  • Keine vollständige Liste aller Risiken
  • Keine rechtlichen Wartungspflichten – diese unterscheiden sich je nach Region

Quellen

  1. [1]

    Ready.gov – U.S. Federal Emergency Management Agency (FEMA): Build A Kit

  2. [2]

    Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Deutschland: Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen

    https://www.bbk.bund.de

Rev. 1 · Online-Fassung: https://survivebetter.com/de/explore/family/fam-seasonal-checklists

21 · Haushalt · Fachliche Prüfung folgt

Vorsorge mit kleinem Budget, Schritt für Schritt

Vorsorge muss nicht teuer sein. Wer mit dem anfängt, was schon im Haus ist, bei jedem Einkauf ein, zwei Dinge mehr kauft, die man ohnehin isst, und zuerst die wichtigsten Bereiche abdeckt – Wasser, Medikamente, Licht, Information –, baut über Monate einen soliden Vorrat auf. Dazu gehört ein kleiner finanzieller Notgroschen.

Bei verschreibungspflichtigen Medikamenten mit Arzt oder Apotheke klären, ob und wie ein kleiner Vorrat möglich ist – nicht eigenmächtig horten oder rationieren.

Vorsicht bei teuren "Krisenpaketen" und Angeboten, die mit Angst werben. Gute Vorsorge besteht überwiegend aus Alltagsprodukten.

Material

  • Haltbare Lebensmittel
  • Bargeldreserve
  • Etiketten und wasserfester Stift(optional)

Schritte

  1. 1

    Bestand aufnehmen

    Was ist schon da? Taschenlampen, Decken, Konserven, Kerzenersatz, Erste-Hilfe-Material, Campingkocher für draußen. Vieles muss nicht gekauft werden.

  2. 2

    Prioritäten setzen

    Reihenfolge nach Dringlichkeit: Trinkwasser, notwendige Medikamente, Licht und Radio, Lebensmittel ohne Kochen, Hygiene, dann Wärme und Ausstattung.

  3. 3

    Bei jedem Einkauf ein bisschen mehr

    Pro Einkauf ein oder zwei haltbare Produkte zusätzlich kaufen, die die Familie mag. Angebote nutzen, aber nur Dinge, die auch verbraucht werden.

  4. 4

    Wasser günstig bevorraten

    Gekauftes Wasser in Flaschen ist am einfachsten. Selbst abgefülltes Leitungswasser in sauberen, lebensmittelechten Behältern regelmäßig erneuern.

  5. 5

    Kleiner Notgroschen

    Regelmäßig einen kleinen festen Betrag zurücklegen, dazu etwas Bargeld in kleinen Scheinen zu Hause. Versicherungen einmal prüfen: Was ist bei Hochwasser, Sturm oder Feuer abgedeckt?

  6. 6

    Verbrauchen und ersetzen

    Älteste Produkte zuerst verbrauchen und beim nächsten Einkauf ersetzen. So verdirbt nichts, und der Vorrat kostet kein zusätzliches Geld.

Häufige Fehler

  • Alles auf einmal kaufen wollen und dann aufgeben
  • Lebensmittel lagern, die niemand isst
  • Teure Gadgets vor Wasser und Licht kaufen
  • Vorrat nie verbrauchen, bis alles abgelaufen ist
  • In der Krise Hamsterkäufe machen

Grenzen und Risiken

  • Keine Finanz- oder Versicherungsberatung
  • Keine Mengenangaben – maßgeblich sind die Empfehlungen der eigenen Behörde

Quellen

  1. [1]

    Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Deutschland: Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen

    https://www.bbk.bund.de

  2. [2]

    Ready.gov – U.S. Federal Emergency Management Agency (FEMA): Build A Kit

  3. [3]

    Ready.gov – U.S. Federal Emergency Management Agency (FEMA): Financial Preparedness

Rev. 1 · Online-Fassung: https://survivebetter.com/de/explore/family/fam-budget-preparedness

22 · Haushalt · Fachliche Prüfung folgt

Kindersicherheit bei Stromausfall: Licht, Wärme, Generator

Bei einem Stromausfall entstehen neue Gefahren im Haushalt – gerade für Kinder: Kerzen, Gaskocher, provisorische Heizungen, ein Generator, dunkle Treppen und Kabelsalat von Powerbanks. Die Grundregeln: Licht aus Batterien statt Flammen, alle Verbrennungsgeräte außerhalb der Reichweite und nie in Innenräumen, und jedes Kind hat eine eigene Taschenlampe.

Generatoren, Grills und Campingkocher niemals in Wohnung, Keller, Garage oder auf geschlossenen Balkonen betreiben – Kohlenmonoxid ist unsichtbar und geruchlos. Kinder sind besonders gefährdet. Bei Kopfschmerz, Übelkeit oder Benommenheit sofort an die frische Luft und den örtlichen Notruf (112 in der EU) wählen.

Kerzen und Öllampen verursachen Brände und Verbrennungen. Möglichst ganz darauf verzichten; wenn doch, nie unbeaufsichtigt und außer Reichweite von Kindern und Haustieren.

Brennstoffe, Gaskartuschen und Feuerzeuge kindersicher verschlossen lagern.

Material

  • Stirnlampe / Taschenlampe – Eine pro Kind
  • Batterie-Laterne / LED-Leuchte
  • Kohlenmonoxidmelder
  • Rauchwarnmelder

Schritte

  1. 1

    Eigene Lampe

    Jedem Kind eine Taschen- oder Stirnlampe geben, die es selbst bedienen kann, und einen festen Platz dafür, etwa am Bett.

  2. 2

    Keine Flammen

    Batterielaternen für Räume statt Kerzen. Streichhölzer und Feuerzeuge wegschließen.

  3. 3

    Gefahrenzonen

    Generator nur draußen, weit weg von Fenstern und Türen; Kinder bleiben fern. Kochstelle mit Kocher nur unter Aufsicht und mit Abstand.

  4. 4

    Warm halten

    Ein Raum für alle, Schichten, Decken, Schlafsäcke. Keine improvisierten Heizgeräte.

  5. 5

    Wege sichern

    Treppen und Flure mit Batterielicht ausleuchten, Kabel und Gegenstände aus dem Weg räumen, Treppenschutzgitter schließen.

  6. 6

    Erklären

    Kurz und ruhig erklären, was passiert ist und welche Regeln gelten; einen Spieleabend mit Taschenlampe daraus machen.

Häufige Fehler

  • Kerzen im Kinderzimmer
  • Generator in der Garage mit offener Tür
  • Grill zum Heizen in die Wohnung holen
  • Nur eine Taschenlampe für die ganze Familie

Grenzen und Risiken

  • Keine Anleitung zum Generatorbetrieb
  • Keine medizinische Beratung bei CO-Vergiftung

Quellen

  1. [1]

    Ready.gov – U.S. Federal Emergency Management Agency (FEMA): Power Outages

  2. [2]

    Centers for Disease Control and Prevention: Carbon Monoxide Poisoning – Prevention guidance

Rev. 1 · Online-Fassung: https://survivebetter.com/de/explore/family/fam-child-safety-outage

23 · Haushalt · Fachliche Prüfung folgt

Ein eigener Notfallrucksack für Kinder

Ein kleiner Rucksack, den ein Kind selbst tragen kann, ergänzt das Familien-Notgepäck: Wechselkleidung, Snack und Wasser, Taschenlampe, Pfeife, Kontaktkarte und etwas Vertrautes. Kinder, die ihn selbst mitpacken, wissen, was drin ist – und fühlen sich in einer Evakuierung weniger ausgeliefert.

Medikamente, Notfallmedikamente und wichtige Dokumente des Kindes gehören in das Gepäck der Erwachsenen, nicht in den Kinderrucksack.

Die Kontaktkarte innen verstauen, nicht außen sichtbar; keine Wohnadresse von außen lesbar.

Material

  • Rucksack – Kindgerecht, leicht
  • Stirnlampe / Taschenlampe
  • Signalpfeife
  • Notfallkarte (Kontakte und Gesundheitsdaten) – Kontaktkarte
  • Trost- und Beschäftigungssachen für Kinder

Schritte

  1. 1

    Rucksack wählen

    Klein, leicht, mit gepolsterten Trägern; voll gepackt soll das Kind ihn bequem tragen können.

  2. 2

    Grundausstattung

    Wechselkleidung, Regenschutz, Wasserflasche, haltbarer Snack, Taschenlampe, Pfeife, Taschentücher.

  3. 3

    Kontaktkarte

    Name des Kindes, Namen und Nummern der Eltern, Kontaktperson außerhalb, Treffpunkt – innen in der Tasche.

  4. 4

    Etwas Vertrautes

    Kleines Kuscheltier, Buch, Kartenspiel, Malstifte – vom Kind selbst ausgesucht.

  5. 5

    Üben

    Bei einer Übung den Rucksack holen und anziehen lassen; die Pfeife erklären: nur im Notfall.

  6. 6

    Regelmäßig prüfen

    Etwa halbjährlich Kleidergröße, Snack-Haltbarkeit und Batterien prüfen.

Häufige Fehler

  • Rucksack zu schwer
  • Kleidung längst zu klein
  • Medikamente im Kinderrucksack
  • Kind weiß nicht, wo der Rucksack steht

Grenzen und Risiken

  • Keine festen Gewichts- oder Altersgrenzen
  • Keine Produktempfehlungen

Quellen

  1. [1]

    Ready.gov – U.S. Federal Emergency Management Agency (FEMA): Build A Kit

  2. [2]

    Ready.gov – U.S. Federal Emergency Management Agency (FEMA): Ready Kids

Rev. 1 · Online-Fassung: https://survivebetter.com/de/explore/family/fam-kids-go-bag