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Technik

Diagonalbund

Verbindet zwei Stangen, die sich schräg kreuzen oder sich voneinander wegspreizen, etwa bei Verstrebungen. Ein Zimmermannsstek zieht die Stangen zuerst zusammen, dann folgen Wicklungen über beide Diagonalen.

Schwierigkeit
Grundkenntnisse
Aufwand
einige Minuten pro Verbindung
Risikostufe
Praktische Fertigkeit
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Einfach erklärt

Ein Diagonalbund verbindet zwei Stangen, die sich schräg kreuzen, wie ein X. Manchmal berühren sich solche Stangen gar nicht richtig oder federn auseinander, weil sie unter Spannung stehen. Der Diagonalbund zieht sie erst zusammen und bindet sie dann fest.

Dafür fängst du mit einem Zimmermannsstek an, der schräg um beide Stangen läuft. Er wirkt wie eine Faust, die die beiden Hölzer zusammenpresst. Dann wickelst du über die eine Diagonale, danach über die andere – wie zwei Pflaster, die man über Kreuz klebt. Zum Schluss kommen Würgeschläge und ein Webeleinstek.

Vorsicht: Gespannte Stangen können beim Binden oder Lösen zurückfedern. Halte Gesicht und Hände aus der Richtung, in die sie schnellen könnten.

Wie es funktioniert

Der Zimmermannsstek liegt diagonal um beide Stangen an der Kreuzung. Wenn du am stehenden Part ziehst, schließt er sich und zieht die Stangen zueinander – das ist sein Job, und deshalb steht er am Anfang. Danach folgen Wicklungen in derselben Richtung wie der Zimmermannsstek, die die Stangen in dieser Lage festhalten.

Die zweite Wicklungsgruppe läuft quer dazu über die andere Diagonale. Zusammen fixieren beide Gruppen den Winkel, sodass die Stangen weder auseinanderfedern noch sich verdrehen. Würgeschläge zwischen den Stangen ziehen alle Wicklungen nach. In Rahmen sind solche diagonalen Streben das, was eine Konstruktion erst steif macht – ohne sie würde ein Rechteck zum Parallelogramm zusammenklappen.

Woran du einen guten Bund erkennst

Bei einem fertigen Diagonalbund siehst du zwei Gruppen von jeweils mehreren Wicklungen, die sich über Kreuz liegen, und dazwischen straffe Würgeschläge. Die Stangen berühren sich an der Kreuzung fest. Wenn du versuchst, sie gegeneinander zu bewegen, sollte nichts nachgeben.

Jede Wicklung sollte straff sitzen und neben der vorherigen liegen, nicht darüber. Der Zimmermannsstek sollte genug Wicklungen haben, damit er beim Zusammenziehen nicht durchrutscht. Am Ende sicherst du das Schnurende mit einem Webeleinstek an einer der Stangen.

Typische Fehler und wie ein Bund versagt

Wer ohne Zimmermannsstek anfängt, bekommt die Stangen oft nicht zusammen – die Wicklungen spannen dann nur über eine Lücke und lockern sich schnell. Ein weiterer Fehler ist, nur über eine Diagonale zu wickeln; dann kann sich die Verbindung in der anderen Richtung verdrehen. Und ohne Würgeschläge bleibt alles lockerer, als es sein müsste.

Mit der Zeit kann auch dieser Bund nachlassen, vor allem wenn das Holz trocknet und schrumpft. Kontrolliere ihn deshalb regelmäßig. Die Belastbarkeit lässt sich nicht verallgemeinern; teste sie vorsichtig.

Wann es sinnvoll ist – und wann nicht

Der Diagonalbund ist für Verstrebungen gedacht: Stangen, die schräg durch einen Rahmen laufen und ihn steif machen. Er ist auch die Lösung, wenn zwei Stangen sich vor dem Binden nicht berühren oder unter Spannung auseinanderfedern.

Für rechtwinklige Verbindungen, die von oben belastet werden, ist der Kreuzbund besser. Tragende Konstruktionen für Personen gehören nicht in die Hände von Laien ohne fachliche Prüfung. Lebenssichernde Anwendungen nur nach fundierter Ausbildung und mit zertifizierter Ausrüstung.

Sicherheit: darauf musst du achten

Stangen, die gebogen oder unter Spannung zusammengezogen werden, speichern Kraft. Rutscht der Zimmermannsstek beim Zusammenziehen oder löst du später den Bund, können sie zurückschnellen. Halte Gesicht und Hände aus der Federrichtung und arbeite lieber zu zweit: Einer hält die Stangen, der andere bindet.

Achte auf rissiges oder morsches Holz, das unter Spannung brechen kann, und auf scharfe Aststummel, an denen die Schnur scheuert. Beim Schneiden von Holz gelten die örtlichen Regeln.

Schritt für Schritt

Diagonalbund

Schritt 1 von 4

Zimmermannsstek um beide Stangen

Lege einen Zimmermannsstek diagonal um beide Stangen an der Kreuzung und ziehe sie damit zusammen.

  1. 1

    Zimmermannsstek um beide Stangen

    Lege einen Zimmermannsstek diagonal um beide Stangen an der Kreuzung und ziehe sie damit zusammen.

  2. 2

    Wicklungen erste Diagonale

    Lege drei bis vier straffe Wicklungen in derselben Richtung wie der Zimmermannsstek.

  3. 3

    Wicklungen zweite Diagonale

    Lege drei bis vier straffe Wicklungen quer dazu, über die andere Diagonale.

  4. 4

    Würgeschläge und Abschluss

    Zwei bis drei Würgeschläge zwischen den Stangen, dann mit einem Webeleinstek an einer Stange abschließen.

Für diese Technik ist noch kein geprüftes Video verfügbar.

Häufige Fehler

  • Ohne Zimmermannsstek beginnen, sodass die Stangen nicht zusammenkommen
  • Nur eine Diagonale wickeln
  • Würgeschläge vergessen

Kurzüberblick

Material

  • Stabile Äste / Stangen

    Kein frisches Holz von lebenden Bäumen schneiden, wo das verboten ist.

  • Seil

    Unbekannte oder beschädigte Seile nie für lebenssichernde Zwecke verwenden.

  • Dünne Schnur(optional)

    Geringe Bruchlast – nur für leichte Lasten.

Geeignet für

  • Diagonale Verstrebungen in Rahmen
  • Stangen, die sich nicht berühren, bevor sie gebunden sind

Ungeeignet für

  • Rechtwinklige Verbindungen unter Last von oben – dafür der Kreuzbund
  • Tragende Konstruktionen für Personen ohne fachliche Prüfung

Voraussetzungen

  • Zimmermannsstek
  • Webeleinstek
  • Kreuzbund

Sicherheit

  • Unter Spannung stehende Stangen können beim Binden oder Lösen zurückfedern. Gesicht und Hände aus der Federrichtung halten.

So funktioniert es

Der Zimmermannsstek um beide Stangen zieht sie an der Kreuzung zusammen. Wicklungen über die eine Diagonale, dann über die andere, fixieren den Winkel; Würgeschläge spannen alles nach.

Vorteile

  • Zieht gespreizte Stangen zusammen
  • Fixiert schräge Winkel

Nachteile

  • Etwas schwieriger als der Kreuzbund
  • Braucht viel Schnur

Hintergrundwissen

Fachlicher Hintergrund

Der Diagonalbund ergänzt den Kreuzbund dort, wo Stangen nicht rechtwinklig zueinander liegen oder sich voneinander wegspreizen. Pfadfinderhandbücher beschreiben beide als Paar.

In Rahmen machen diagonale Streben eine Konstruktion erst steif; der Diagonalbund ist dafür die passende Verbindung.

Häufige Fehler

  • Ohne Zimmermannsstek beginnen, sodass die Stangen nicht zusammenkommen
  • Nur eine Diagonale wickeln
  • Würgeschläge vergessen

Grenzen und Risiken

  • Belastbarkeit nicht verallgemeinerbar; vorsichtig testen.

Materialalternativen

Abgeleitet aus Materialeigenschaften: Ein Ersatz muss alle relevanten Eigenschaften besitzen. Hinweise zum Ersatzmaterial beachten.

Seil
Paracord (Kein Kletter- oder Sicherungsseil.)
Dünne Schnur
Seil (Unbekannte oder beschädigte Seile nie für lebenssichernde Zwecke verwenden.), Paracord (Kein Kletter- oder Sicherungsseil.), Reepschnur (Für lebenssichernde Zwecke nur zertifizierte Schnur nach Ausbildung verwenden.), Band (Schlauchband) (Geknotete Bandschlingen vor jeder Verwendung prüfen.), Jute- oder Sisalschnur (gekauft) (Geringe Festigkeit, nimmt Wasser auf und verrottet – nur für leichte Lasten und Übung.), Baumgurte (Nur innerhalb der Herstellerangaben belasten.)

Ergebnisse stammen ausschließlich aus strukturierten Einträgen. Es werden keine improvisierten Anleitungen erzeugt.

Quellen

  1. [1]

    Boy Scouts of America: Scouts BSA Handbook

    Diagonalbund mit Zimmermannsstek

Rev. 1 · Aktualisiert 2026-10-10