Grundlagen für diese Situation
Erdrutsch und Murgang: Warnzeichen erkennen
Erdrutsche und Murgänge treten vor allem nach starkem oder langem Regen, Schneeschmelze oder Erdbeben auf und können ohne lange Vorwarnung kommen. Neue Risse, klemmende Türen, sich neigende Bäume, plötzlich trübes oder ausbleibendes Bachwasser und Grollen sind Warnzeichen. Dann gilt: sofort aus dem Weg, quer zur Rutschrichtung, und Behörden informieren.
Evakuierung: den Anweisungen der Behörden folgen
Wenn Behörden zur Evakuierung auffordern, ist sofortiges Handeln richtig – Verzögern bringt Menschen und Rettungskräfte in Gefahr. Notfallrucksack, Dokumente, Medikamente und Haustiere mitnehmen, vorgegebene Routen nutzen, Kontaktperson informieren und erst zurückkehren, wenn die Behörden es erlauben. Gute Vorbereitung macht aus Minuten genug Zeit.
Notruf absetzen: was sagen, wie erreichbar bleiben
Ein guter Notruf ist kurz, ruhig und strukturiert: Wo ist es passiert, was ist passiert, wie viele Betroffene, welche Verletzungen oder Gefahren – und dann auf Rückfragen warten. Die lokale Notrufnummer ist in der EU die 112. Nach dem Anruf erreichbar bleiben und Akku schonen.
Notfallinformationen per Radio bei Katastrophen
Fallen Strom, Internet oder Mobilfunk aus, bleibt ein batteriebetriebenes oder Kurbelradio oft die verlässlichste Informationsquelle: Behörden geben Warnungen und Verhaltenshinweise über den Rundfunk heraus. Selbst funken darf man nur im Rahmen der jeweils geltenden Regeln – diese unterscheiden sich je nach Land.
