Wasser im Hochhaus: wenn Pumpen ausfallen
In höheren Gebäuden bringen elektrische Druckerhöhungsanlagen das Wasser in die oberen Stockwerke. Fallen sie aus, kommt oben schnell kein Wasser mehr, während es unten noch läuft. Ein Wasservorrat in der Wohnung, abgesprochene Wege zum Wasserholen und sparsame Toilettennutzung machen den Unterschied.
- Vorrat anlegen: einmalig, dann wechseln

Einfach erklärt
Wasser fließt nicht von allein nach oben. Im Wasserrohr unter der Straße gibt es Druck, aber der reicht nur bis zu einer bestimmten Höhe. In hohen Häusern helfen deshalb Pumpen im Keller nach und drücken das Wasser bis in die oberen Stockwerke. Diese Pumpen brauchen Strom.
Fällt der Strom aus, kommt oben schnell kein Wasser mehr aus dem Hahn, während es in den unteren Etagen oft noch läuft. Stell dir einen Gartenschlauch vor, den du hochhältst: Ohne genug Druck schafft es das Wasser nicht bis ganz nach oben.
Darum lohnt sich ein Wasservorrat in der Wohnung. Und wenn der Strom ausfällt, während noch Wasser kommt: schnell Behälter füllen. Trinke nur Wasser aus sauberen Behältern, die für Lebensmittel gedacht sind.
Wie es funktioniert
Das öffentliche Wassernetz hat einen bestimmten Druck. Er reicht aus, um Wasser bis zu einer gewissen Höhe in ein Gebäude zu bringen. Darüber sorgen sogenannte Druckerhöhungsanlagen im Keller dafür, dass auch die oberen Stockwerke versorgt werden. Ohne Strom fällt diese Stufe weg: Oben versiegt das Wasser zuerst, unten läuft es oft weiter, solange das öffentliche Netz noch Druck hat.
Ab welchem Stockwerk das Wasser fehlt und ob die Anlage Notstrom hat, ist von Haus zu Haus verschieden. Manchmal kommt nach dem Ausfall noch eine Weile Wasser, weil Restdruck in den Leitungen ist – darauf sollte man sich aber nicht verlassen.
Auch beim Abwasser gibt es eine Besonderheit: Liegen Toiletten oder Abflüsse tiefer als der Kanal, etwa im Keller, pumpt oft eine Hebeanlage das Abwasser nach oben. Ohne Strom kann es dort zurückstauen.
Worauf es ankommt
Der wichtigste Schritt ist eine Frage an Hausverwaltung oder Hausmeister: Gibt es eine Druckerhöhung oder Hebeanlage? Hat sie Notstrom? Ab welchem Stockwerk fehlt ohne Pumpe das Wasser? Mit diesen Antworten weißt du, wie stark du betroffen bist.
Lege einen Trinkwasservorrat für mehrere Tage in sauberen, lebensmittelechten Behältern an und wechsle ihn regelmäßig aus. Wie viel du brauchst, richtet sich nach den Empfehlungen deiner Behörde. Plane zusätzlich Brauchwasser für Toilette und Hygiene ein.
Wenn der Strom ausfällt und noch Wasser kommt, füllst du sofort Behälter und Töpfe. Auch eine vorher gründlich gereinigte Badewanne kann gefüllt werden – aber nur als Brauchwasser für Toilette und Waschen, nicht zum Trinken. Der Restdruck hält oft nicht lange, deshalb lohnt es sich, sofort zu handeln statt abzuwarten.
Sicherheit: darauf musst du achten
Trink nur Wasser aus sauberen, lebensmittelechten Behältern. Badewannenwasser ist kein Trinkwasser. Auch Wasser aus einem Warmwasserspeicher in der Wohnung ist eine Reserve, die du nur nach Anleitung oder Rücksprache entnimmst und vor dem Trinken aufbereitest. Gibt der Wasserversorger eine Abkochanordnung oder eine andere Warnung heraus, befolgst du sie.
Volle Wasserbehälter sind schwer, und Treppenhäuser sind im Stromausfall dunkel. Nutze eine Stirnlampe, damit beide Hände frei sind, teile die Last auf mehrere Personen auf, nimm lieber mehrere kleinere Gefäße und hetze nicht. Einen vollen großen Kanister allein über viele Stockwerke zu tragen, ist eine echte Sturz- und Überlastungsgefahr.
Wenn kein Wasser zum Spülen da ist, benutze die Toilette nicht einfach weiter, bis sie verstopft. Spüle mit einem Eimer Brauchwasser nur, wenn nötig, oder nutze bei Abwasserproblemen eine Beuteltoilette.
Typische Situationen
Sparen hilft, mit dem Vorrat länger auszukommen: Geschirr sammeln statt einzeln spülen, Feuchttücher und Händedesinfektion für zwischendurch, gebrauchtes Waschwasser für die Toilette verwenden.
Wasser holen ist Teamarbeit. Klärt mit Nachbarn, in welchen unteren Etagen oder an welchen Außenzapfstellen noch Wasser kommt und wer ältere, kranke oder gehbehinderte Menschen mitversorgt. Ob und wo es offizielle Wasserausgabestellen gibt, erfährst du über Radio und Aushänge. Gerade in Hochhäusern, in denen auch der Aufzug steht, ist diese Hilfe für viele Menschen entscheidend.
Gut zu wissen
Das BBK und Ready.gov empfehlen einen Trinkwasservorrat für mehrere Tage. Das BBK weist ausdrücklich darauf hin, dass bei einem Stromausfall auch die Wasserversorgung gestört sein kann.
Wie lange das Wasser in einem bestimmten Haus läuft, hängt vom Gebäude und vom Versorger ab. Darum ist die Frage an die Hausverwaltung so wertvoll – sie kostet nichts und verwandelt eine Überraschung in einen Plan. Wie du Wasser aufbereitest, beschreibt die Wasserwelt.
Schritt für Schritt
Haus kennen
Bei Hausverwaltung oder Hausmeister nachfragen: Gibt es eine Druckerhöhung oder Hebeanlage? Hat sie Notstrom? Ab welchem Stockwerk fehlt Wasser ohne Pumpe?
- 1
Haus kennen
Bei Hausverwaltung oder Hausmeister nachfragen: Gibt es eine Druckerhöhung oder Hebeanlage? Hat sie Notstrom? Ab welchem Stockwerk fehlt Wasser ohne Pumpe?
- 2
Vorrat in der Wohnung
Trinkwasservorrat für mehrere Tage in lebensmittelechten Behältern anlegen und regelmäßig wechseln. Zusätzlich Brauchwasser für Toilette und Hygiene einplanen.
- 3
Bei Ausfall sofort füllen
Läuft noch Wasser, Behälter, Töpfe und eine sauber gereinigte Badewanne (als Brauchwasser) füllen. Der Restdruck hält oft nicht lange.
- 4
Sparen
Toilette nur mit Eimer spülen, wenn nötig; Geschirr sammeln, Feuchttücher und Händedesinfektion nutzen.
- 5
Wasser holen organisieren
Mit Nachbarn klären, wo in unteren Etagen oder Außenzapfstellen Wasser kommt und wer Ältere oder Kranke mitversorgt. Offizielle Ausgabestellen über Radio und Aushänge erfahren.
Häufige Fehler
- Erst Wasser sammeln, wenn der Hahn schon trocken ist
- Badewannenwasser ungereinigt trinken
- Volle 20-Liter-Kanister allein über viele Stockwerke tragen
- Toilette ohne Wasser weiter benutzen, bis sie verstopft
Kurzüberblick
Material
Lebensmittelechter Wasserkanister
Lebensmittelecht, sauber
Nur Behälter verwenden, die nie Chemikalien oder Kraftstoff enthalten haben.
Faltkanister oder Wassersack
Vor spitzen Gegenständen schützen.
Nur lebensmittelecht und nur für Wasser verwenden.
Verzinkter Eimer
Nur für Brauchwasser
Nicht erhitzen: Zinkbeschichtung kann beim Erhitzen gesundheitsschädliche Dämpfe bilden.
Geeignet für
- Wohnungen in oberen Stockwerken
- Hochhäuser und große Wohnanlagen
- Menschen mit eingeschränkter Mobilität
Ungeeignet für
- Eingriffe in die Hauswasseranlage
Voraussetzungen
- Wissen, ob das Haus eine Druckerhöhung hat (Hausverwaltung fragen)
- Platz für einige Wasserbehälter
Sicherheit
- Nur Wasser aus sauberen, lebensmittelechten Behältern trinken. Gibt der Versorger eine Abkochanordnung oder Warnung heraus, diese befolgen.
- Volle Wasserbehälter sind schwer. Auf dunklen Treppen Stirnlampe nutzen, Last teilen, kleinere Gefäße bevorzugen und nicht hetzen.
- Liegen Toiletten oder Abflüsse unterhalb der Kanalisation (z. B. im Keller), pumpt oft eine Hebeanlage das Abwasser – ohne Strom kann es dort zurückstauen. Bei der Hausverwaltung nachfragen.
So funktioniert es
Der Druck im öffentlichen Netz reicht nur bis zu einer gewissen Höhe. Darüber erhöhen Pumpen im Keller den Druck. Ohne Strom fällt diese Stufe weg: Oben versiegt das Wasser zuerst, unten läuft es oft weiter, solange das öffentliche Netz Druck hat.
Vorteile
- Unabhängig von Pumpen für einige Tage
- Wenig Kosten
Nachteile
- Platzbedarf
- Tragen ist körperlich anstrengend
Hintergrundwissen
Fachlicher Hintergrund
Das BBK und Ready.gov empfehlen einen Trinkwasservorrat für mehrere Tage; das BBK weist darauf hin, dass bei Stromausfall die Wasserversorgung gestört sein kann.
Wie lange das Wasser in einem bestimmten Haus läuft, hängt von Gebäude und Versorger ab. Deshalb ist die Frage an die Hausverwaltung der wichtigste Schritt.
Varianten
- Warmwasserspeicher
- Ein Warmwasserspeicher in der Wohnung enthält eine Wasserreserve. Entnahme nur nach Anleitung bzw. Rücksprache, Wasser vor dem Trinken aufbereiten.
Häufige Fehler
- Erst Wasser sammeln, wenn der Hahn schon trocken ist
- Badewannenwasser ungereinigt trinken
- Volle 20-Liter-Kanister allein über viele Stockwerke tragen
- Toilette ohne Wasser weiter benutzen, bis sie verstopft
Grenzen und Risiken
- Keine Mengenangaben für einzelne Haushalte
- Keine Aufbereitungsanleitung – siehe Wasserwelt
Materialalternativen
Abgeleitet aus Materialeigenschaften: Ein Ersatz muss alle relevanten Eigenschaften besitzen. Hinweise zum Ersatzmaterial beachten.
- Lebensmittelechter Wasserkanister
- Einwandige Edelstahlflasche (Nur einwandig ohne Lack/Kunststoff erhitzen; Deckel vor dem Erhitzen abnehmen.), Doppelwandige Isolierflasche (Niemals direkt erhitzen.), PET-Flasche (klar, max. 2 Liter) (Nicht erhitzen oder ins Feuer stellen.), Luftdichte, lebensmittelechte Vorratsdose (Nur sauber und vollständig trocken befüllen; keine Behälter verwenden, die vorher Chemikalien enthielten.), Faltkanister oder Wassersack (Vor spitzen Gegenständen schützen.), Lebensmittelechter Wasserbeutel (Nur für Trinkwasser verwenden, nie für Chemikalien oder Brennstoff.), Gärglas oder Gärtopf (Nur lebensmittelechte Gefäße aus Glas, glasiertem Steinzeug für Lebensmittel oder lebensmittelechtem Kunststoff verwenden – keine Metallgefäße für saure Lebensmittel.), Wiederverschließbare Lebensmittelbeutel (Nur Beutel verwenden, die für Lebensmittel bestimmt sind; nicht für kochendes Wasser nutzen, wenn der Hersteller es nicht ausdrücklich erlaubt.)
- Faltkanister oder Wassersack
- Einwandige Edelstahlflasche (Nur einwandig ohne Lack/Kunststoff erhitzen; Deckel vor dem Erhitzen abnehmen.), Doppelwandige Isolierflasche (Niemals direkt erhitzen.), PET-Flasche (klar, max. 2 Liter) (Nicht erhitzen oder ins Feuer stellen.), Lebensmittelechter Wasserkanister (Nur Behälter verwenden, die nie Chemikalien oder Kraftstoff enthalten haben.), Luftdichte, lebensmittelechte Vorratsdose (Nur sauber und vollständig trocken befüllen; keine Behälter verwenden, die vorher Chemikalien enthielten.), Lebensmittelechter Wasserbeutel (Nur für Trinkwasser verwenden, nie für Chemikalien oder Brennstoff.), Gärglas oder Gärtopf (Nur lebensmittelechte Gefäße aus Glas, glasiertem Steinzeug für Lebensmittel oder lebensmittelechtem Kunststoff verwenden – keine Metallgefäße für saure Lebensmittel.), Wiederverschließbare Lebensmittelbeutel (Nur Beutel verwenden, die für Lebensmittel bestimmt sind; nicht für kochendes Wasser nutzen, wenn der Hersteller es nicht ausdrücklich erlaubt.)
- Verzinkter Eimer
- Einwandige Edelstahlflasche (Nur einwandig ohne Lack/Kunststoff erhitzen; Deckel vor dem Erhitzen abnehmen.), Doppelwandige Isolierflasche (Niemals direkt erhitzen.), PET-Flasche (klar, max. 2 Liter) (Nicht erhitzen oder ins Feuer stellen.), Lebensmittelechter Wasserkanister (Nur Behälter verwenden, die nie Chemikalien oder Kraftstoff enthalten haben.), Gebrauchter Chemikalien- oder Kraftstoffbehälter (Niemals für Trinkwasser oder Lebensmittel – Rückstände lassen sich nicht zuverlässig entfernen.), Wasserdichte Dose oder Beutel, Luftdichte, lebensmittelechte Vorratsdose (Nur sauber und vollständig trocken befüllen; keine Behälter verwenden, die vorher Chemikalien enthielten.), Tierdichter Lebensmittelbehälter (Wo bestimmte Behälter vorgeschrieben sind, nur zugelassene Modelle verwenden – lokale Regeln prüfen.), Kleine Blechdose mit Deckel (Beschichtete oder lackierte Dosen vorher im Freien ausbrennen.), Faltkanister oder Wassersack (Vor spitzen Gegenständen schützen.), Lebensmittelechter Wasserbeutel (Nur für Trinkwasser verwenden, nie für Chemikalien oder Brennstoff.), Gärglas oder Gärtopf (Nur lebensmittelechte Gefäße aus Glas, glasiertem Steinzeug für Lebensmittel oder lebensmittelechtem Kunststoff verwenden – keine Metallgefäße für saure Lebensmittel.), Wiederverschließbare Lebensmittelbeutel (Nur Beutel verwenden, die für Lebensmittel bestimmt sind; nicht für kochendes Wasser nutzen, wenn der Hersteller es nicht ausdrücklich erlaubt.)
Ergebnisse stammen ausschließlich aus strukturierten Einträgen. Es werden keine improvisierten Anleitungen erzeugt.
Quellen
Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Deutschland: Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen
Wasservorrat und gestörte Wasserversorgung bei Stromausfall
Ready.gov – U.S. Federal Emergency Management Agency (FEMA): Water (emergency water supply guidance)
Trinkwasservorrat für Notfälle