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Menschen gehen auf einem Weg ruhig bergauf weg vom Strand, ein blaues Fluchtwegschild zeigt nach oben

Tsunami-Gefahr an der Küste

Die Erde bebt, dann zieht sich das Meer zurück und legt den Grund frei. Das ist kein Naturschauspiel, sondern das Signal, sofort hoch zu laufen.

Zuerst

  1. Bei einer offiziellen Warnung oder natürlichen Warnzeichen sofort handeln: nicht auf eine Bestätigung warten.
  2. So schnell wie möglich hoch und landeinwärts – zu Fuß, wenn Straßen verstopft sind.
  3. Den ausgeschilderten Evakuierungswegen folgen.
  4. Erst zurück, wenn die Behörden Entwarnung geben – es kommen oft mehrere Wellen.

Notruf wählen bei

  • Jemand ist im Wasser, verletzt oder vermisst
  • Ihr seid eingeschlossen und kommt nicht höher
  • Nach der Entwarnung: beschädigte Gebäude, Leitungen oder Verletzte

Was gerade passiert

Tsunamis entstehen meist durch starke Erdbeben unter dem Meer, seltener durch Vulkanausbrüche oder Rutschungen. Sie können Küsten innerhalb kurzer Zeit erreichen – an manchen Orten, bevor eine offizielle Warnung möglich ist.

Deshalb gibt es zwei Arten von Warnung: offizielle Warnungen über Sirenen, Durchsagen und Handy, und natürliche Warnzeichen. Ready.gov nennt als natürliche Zeichen ein Erdbeben, ein lautes Grollen vom Meer und ungewöhnliches Verhalten des Wassers, etwa wenn es plötzlich steigt oder sich weit zurückzieht. Wer eines davon bemerkt, wartet nicht auf eine Bestätigung.

Die Regel ist einfach: so hoch und so weit landeinwärts wie möglich, am besten zu Fuß, denn Straßen sind schnell verstopft. Wo das nicht rechtzeitig geht, kann ein hohes, stabiles Gebäude Schutz bieten. Ein Tsunami besteht oft aus mehreren Wellen über Stunden; die erste ist nicht immer die größte.

Diese Seite fasst die wichtigsten Schritte zusammen. In Küstenorten mit Tsunami-Risiko gibt es ausgeschilderte Evakuierungswege – die lohnt es sich gleich bei der Ankunft anzusehen.

Schritt für Schritt

Tsunami-Gefahr an der Küste – Phase 1 von 4Warnzeichen erkennen. Bei einem starken Erdbeben zuerst schützen: hinlegen, Deckung, festhalten. Auf natürliche Zeichen achten: Das Meer zieht sich plötzlich zurück oder steigt, Grollen vom Meer. Offizielle Warnungen ernst nehmen: Sirenen, Durchsagen, Handywarnung. Nicht zum Wasser gehen, um zu schauen.
Phase 1 von 4

Phase 1 von 4

Warnzeichen erkennen

Bei einem starken Erdbeben zuerst schützen: hinlegen, Deckung, festhalten. Auf natürliche Zeichen achten: Das Meer zieht sich plötzlich zurück oder steigt, Grollen vom Meer. Offizielle Warnungen ernst nehmen: Sirenen, Durchsagen, Handywarnung. Nicht zum Wasser gehen, um zu schauen.

Die Animation zeigt schematisch die wichtigsten Handlungen jeder Phase; maßgeblich ist der Text darunter.

  1. Phase 1

    Warnzeichen erkennen

    • Bei einem starken Erdbeben zuerst schützen: hinlegen, Deckung, festhalten.
    • Auf natürliche Zeichen achten: Das Meer zieht sich plötzlich zurück oder steigt, Grollen vom Meer.
    • Offizielle Warnungen ernst nehmen: Sirenen, Durchsagen, Handywarnung.
    • Nicht zum Wasser gehen, um zu schauen.
  2. Phase 2

    Sofort hoch und landeinwärts

    • Sofort los – nichts holen, nicht packen.
    • Den Evakuierungsschildern folgen, so hoch und weit landeinwärts wie möglich.
    • Zu Fuß gehen, wenn Straßen verstopft sind.
    • Kinder tragen oder an der Hand halten; anderen helfen, die langsamer sind.
  3. Phase 3

    Wenn die Zeit nicht reicht

    • In einem hohen, stabilen Gebäude so weit wie möglich nach oben, bis aufs Dach, wenn nötig.
    • Wer ins Wasser gerät: an etwas Schwimmendem festhalten.
    • Sichtbar bleiben und auf Hilfe warten.
    • Nicht zurück an die Küste, auch wenn das Wasser zurückgeht.
  4. Phase 4

    Warten auf Entwarnung

    • Auf der Höhe bleiben, bis die Behörden Entwarnung geben – es kommen oft mehrere Wellen.
    • Angehörigen eine Textnachricht schicken; Netze sind oft überlastet.
    • Bei der Unterkunft oder den Behörden melden, dass ihr in Sicherheit seid; im Ausland auch beim Konsulat.
    • Nach der Entwarnung beschädigte Gebäude und Leitungen meiden.

★ Profi-Tipps

Was Erfahrene anders machen: bewährtes Wissen aus Bergrettung, Feuerwehr, Wasserrettung und Zivilschutz, das Anfänger selten kennen.

  1. „Lang oder stark“ – dann sofort weg

    An Küsten mit Tsunami-Gefahr lernt man die Regel: Ist ein Beben so stark, dass du kaum stehen kannst, oder dauert es lange (etwa 20 Sekunden oder mehr), geh sofort hoch und landeinwärts, sobald das Wackeln aufhört. Warte nicht auf die Sirene. Bei einem Beben nahe der Küste kann die erste Welle schneller da sein als jede offizielle Warnung.

  2. Den Fluchtweg einmal ablaufen

    Lauf am ersten Urlaubstag den Weg vom Hotel zum nächsten hohen Punkt einmal zu Fuß ab und schau, wie lange du brauchst. Im Ernstfall musst du dann nicht nach Schildern suchen, auch nachts oder im Gedränge. Zeig den Weg auch deinen Kindern.

  3. Auch kleine Wellen sind gefährlich

    Ein Tsunami ist keine normale Welle, sondern eine riesige Wassermasse, die mit starker Strömung kommt und geht. Schon ein halber Meter Höhe kann dich umreißen und in Häfen Boote losreißen. Bleib aus dem Wasser und weg von Strand und Hafen, auch wenn nur eine „kleine“ Welle angekündigt ist.

  4. Auf dem Boot: aufs offene Meer

    Draußen auf tiefem Wasser ist ein Tsunami kaum zu spüren, gefährlich wird er erst in Küstennähe und im Hafen. Bist du schon auf dem Wasser und reicht die Zeit, fahr deshalb hinaus aufs tiefe Meer statt in den Hafen. Liegt das Boot im Hafen, lass es zurück und geh zu Fuß hoch.

Worauf du achten musst

  • Das zurückweichende Meer

    Wenn sich das Meer weit zurückzieht, ist das ein Warnzeichen. Nicht hinausgehen, um Muscheln oder Fische zu sammeln oder zu fotografieren.

  • Die erste Welle

    Nach der ersten Welle zurückzukehren ist gefährlich. Spätere Wellen können größer sein.

  • Stau

    Wer mit dem Auto flieht, kann im Stau stecken bleiben. Zu Fuß ist man oft schneller in Sicherheit.

  • Fluss- und Kanalmündungen

    Tsunamiwellen können Flüsse und Kanäle hinauflaufen. Auch dort Abstand halten.

Häufige Fehler

  • Auf eine offizielle Warnung warten, obwohl die Erde gebebt hat.
  • Zum Strand gehen, um zu schauen oder zu filmen.
  • Sachen aus dem Hotelzimmer holen.
  • Mit dem Auto im Stau stecken bleiben.
  • Nach der ersten Welle zurückkehren.

Vorher vorbereiten

  • Am Urlaubsort die Evakuierungsschilder und den nächsten hohen Punkt ansehen.
  • Mit der Familie einen Treffpunkt auf der Höhe vereinbaren.
  • Warn-Apps oder Handywarnungen des Landes aktivieren.
  • Wichtige Dokumente und Medikamente griffbereit in einer kleinen Tasche.
  • Die Reisehinweise des Auswärtigen Amts bzw. des eigenen Außenministeriums lesen und sich gegebenenfalls registrieren.

Besondere Rücksicht

Kinder
Kinder sollen wissen: Wenn die Erde stark wackelt oder das Meer verschwindet, laufen wir sofort zum vereinbarten hohen Ort.
Menschen mit eingeschränkter Mobilität
Unterkunft möglichst in oberen Stockwerken eines stabilen Gebäudes wählen und vorher klären, wer im Notfall hilft.

Quellen

  • Tsunamis · Ready.gov – U.S. Federal Emergency Management Agency (FEMA)
  • Drop, Cover, and Hold On · Earthquake Country Alliance – Great ShakeOut Earthquake Drills
  • 112 – the European emergency number · European Commission

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Grundlagen für diese Situation

Warum: Gilt immer für diese Situation – unabhängig von deinen Angaben.

Alle Regeln dieser Situation (5)
  1. [nicht aktiv] Wenn Was ist passiert? = Starkes Erdbeben, Meer zieht sich zurück oder Grollen vom Meer

    Während eines Bebens zuerst schützen (Hinlegen, Deckung, Festhalten). Sobald es aufhört: sofort hoch und landeinwärts, ohne auf eine Warnung zu warten. Nie zum zurückweichenden Meer gehen.

  2. [nicht aktiv] Wenn Wo bist du? = Im Hotel oder Haus nahe der Küste

    Wenn Höhe und Hinterland nicht rechtzeitig erreichbar sind: in einem hohen, stabilen Gebäude so weit wie möglich nach oben.

  3. [nicht aktiv] Wenn Wo bist du? = Am Strand

    Am Strand sofort los, nicht erst Sachen holen. Mehrere Wellen sind möglich – die erste ist nicht immer die größte.

  4. [nicht aktiv] Wenn Mit dabei = Kinder

    Kinder tragen oder an der Hand halten. Vorher einen Treffpunkt auf der Höhe ausmachen, falls ihr getrennt werdet.

  5. [nicht aktiv] Wenn Mit dabei = Jemand mit eingeschränkter Mobilität

    Früh aufbrechen und Hilfe von anderen annehmen. Ist der Weg zu weit, so hoch wie möglich in ein stabiles Gebäude.