Futtervorrat für Haustiere
Auch Hund, Katze und andere Heimtiere brauchen einen Vorrat: das gewohnte Futter, Wasser, Näpfe und gegebenenfalls Spezialfutter. Ein plötzlicher Futterwechsel kann Verdauungsprobleme verursachen, und viele Lebensmittel für Menschen sind für Tiere ungeeignet oder giftig. Der Futtervorrat wird wie der eigene Vorrat rotiert.
- Einmal einrichten, dann beim Nachkaufen rotieren

Einfach erklärt
Dein Hund, deine Katze oder dein Kaninchen kann nicht selbst einkaufen gehen. Im Notfall verlässt sich dein Tier ganz auf dich. Darum gehört auch für Haustiere ein Vorrat ins Haus: das gewohnte Futter, Wasser, Näpfe und – falls nötig – Medikamente.
Warum das gewohnte Futter? Ein Tiermagen mag keine plötzlichen Überraschungen. Wer auf einmal ganz anderes Futter bekommt, kann Bauchweh und Durchfall bekommen. Und viele Sachen, die Menschen essen, sind für Tiere sogar giftig – Schokolade, Weintrauben oder Zwiebeln zum Beispiel für Hunde.
Der Futtervorrat wird genauso benutzt wie dein eigener: Du nimmst immer die älteste Packung zuerst und kaufst neue nach. So bleibt alles frisch.
Worauf es ankommt
Notiere für jedes Tier, welches Futter es bekommt und wie viel pro Tag – an Futter und an Wasser. Plane den Vorrat für denselben Zeitraum wie den Vorrat für die Menschen im Haushalt; wie lange das sein sollte, empfehlen die nationalen Behörden. Feste Futtermengen gibt dieser Eintrag nicht an, denn sie hängen von Tierart, Größe, Alter und Futter ab.
Trockenfutter bleibt am besten in der Originalverpackung, die du in einen dichten Behälter stellst. So bleibt es vor Feuchtigkeit und Schädlingen geschützt, und Sorte, Charge und Datum bleiben lesbar – wichtig, falls es einmal einen Rückruf gibt. Bei Nassfutter sind Dosen oder Schalen praktisch, die sich ohne Werkzeug öffnen lassen; sonst kommt ein Dosenöffner dazu. Kleine Portionen sind ohne Kühlschrank besser, weil Angebrochenes schnell verdirbt.
Zum Vorrat gehört Zubehör: Näpfe, ein Löffel, Katzenstreu, Kotbeutel, Medikamente mit Dosierplan und der Impfnachweis. Für Kleintiere wie Kaninchen oder Meerschweinchen gehört auch Heu dazu, für Vögel ihr gewohntes Futter. Bei Diätfutter oder Medikamenten klärst du mit der Tierarztpraxis, wie viel Vorrat sinnvoll ist und was im Notfall als Ersatz dienen kann.
Sicherheit: darauf musst du achten
Essensreste sind kein Ersatzfutter. Schokolade, Weintrauben und Rosinen, Zwiebeln, Knoblauch und mit Xylit gesüßte Produkte sind für Hunde gefährlich. Auch Katzen vertragen vieles nicht, Zwiebeln und Knoblauch zum Beispiel. Katzen brauchen außerdem Nährstoffe, die in Hundefutter nicht ausreichend enthalten sind – Hundefutter ist also kein Dauerersatz für Katzenfutter. Bei Verdacht auf eine Vergiftung rufst du sofort die Tierarztpraxis oder den tierärztlichen Notdienst an.
Tiere brauchen sicheres Trinkwasser aus dem Vorrat. Hochwasser, Pfützen oder Wasser aus dem Toilettenspülkasten mit Reinigern sind tabu, denn sie können Keime oder Chemikalien enthalten. Tiere, die Trockenfutter fressen, brauchen besonders viel Wasser.
Tierfutter und Näpfe können Keime übertragen. Wasch dir nach dem Füttern die Hände und reinige Näpfe getrennt vom Geschirr der Menschen.
Rotieren und Futterwechsel vermeiden
Ein plötzlicher Futterwechsel kann bei Hunden und Katzen Verdauungsprobleme auslösen – und das in einer Lage, die für das Tier ohnehin stressig ist. Der beste Notvorrat ist deshalb einfach das gewohnte Futter in ausreichender Menge. Muss doch einmal umgestellt werden, geschieht das am besten langsam, indem das neue Futter nach und nach unter das alte gemischt wird.
Damit das Futter frisch bleibt, wird es rotiert: die älteste Packung zuerst verfüttern, neue Packungen nach hinten stellen, das Datum im Blick behalten. Trockenfutter enthält Fett, das mit der Zeit ranzig werden kann. Wer immer eine Packung „vorausläuft“, hat ohne Mehraufwand einen Vorrat, der nie alt wird.
Typische Situationen
Bei einem Stromausfall oder Unwetter bleibst du zu Hause, die Läden sind zu. Dann zeigt sich, ob genug Futter, Wasser und Katzenstreu da sind. Der Satz „Der Laden ist ja um die Ecke“ hilft in dieser Lage nicht weiter.
Muss der Haushalt evakuiert werden, zählt jede Minute. Eine kleine Futter- und Wasserration für einige Tage, Näpfe, Leine, Medikamente und Impfnachweis liegen deshalb griffbereit neben der Transportbox. Nicht jede Notunterkunft nimmt Tiere auf; informiere dich vorher, wo du mit deinem Tier unterkommen könntest. Für Nutztiere gelten eigene Vorsorgepläne.
Schritt für Schritt
Bedarf festlegen
Tagesmenge an Futter und Wasser für jedes Tier notieren und für den gleichen Zeitraum wie den eigenen Vorrat planen. Behördenempfehlungen für die Dauer beachten.
- 1
Bedarf festlegen
Tagesmenge an Futter und Wasser für jedes Tier notieren und für den gleichen Zeitraum wie den eigenen Vorrat planen. Behördenempfehlungen für die Dauer beachten.
- 2
Futter richtig lagern
Trockenfutter in der Originalverpackung in einen dichten Behälter stellen – so bleiben Sorte, Charge und Datum lesbar, falls es einen Rückruf gibt. Nassfutter in Dosen oder Schalen bevorzugen, die ohne Werkzeug öffnen oder einen Dosenöffner mitlagern.
- 3
Zubehör
Näpfe, Löffel, Katzenstreu, Kotbeutel, Medikamente mit Dosierplan und Impfnachweis zum Futtervorrat legen.
- 4
Rotieren
Älteste Packung zuerst verfüttern, neue hinten einräumen, Datum prüfen.
- 5
Für Evakuierung bereit
Eine kleine Futter- und Wasserration für einige Tage griffbereit zur Transportbox legen.
Häufige Fehler
- Kein Futter, weil „der Laden ja um die Ecke ist“
- Im Notfall auf unbekanntes Futter oder Essensreste umstellen
- Futter ohne Originalverpackung lagern
- Wasser für Tiere nicht einplanen
Kurzüberblick
Material
Haustierbedarf für den Notfall
Luftdichte, lebensmittelechte Vorratsdose
Nur sauber und vollständig trocken befüllen; keine Behälter verwenden, die vorher Chemikalien enthielten.
Manueller Dosenöffner
Elektrische Dosenöffner funktionieren bei Stromausfall nicht.
Transportbox für Haustiere
Tier an die Box gewöhnen, bevor sie gebraucht wird.
Box mit Name und Kontakt beschriften.
Geeignet für
- Hunde, Katzen, Kleintiere, Vögel im Haushalt
- Stromausfall, Unwetter, Evakuierung
- Zeiten, in denen Läden geschlossen sind
Ungeeignet für
- Tiere mit wechselnder Spezialdiät ohne tierärztliche Planung
- Nutztierhaltung – dafür gelten eigene Vorsorgepläne
Voraussetzungen
- Kenntnis von Futterart und Tagesmenge des Tieres
- Bei Spezialfutter oder Medikamenten: Absprache mit der Tierarztpraxis
Sicherheit
- Nicht einfach Essensreste verfüttern: Schokolade, Weintrauben und Rosinen, Zwiebeln, Knoblauch und mit Xylit gesüßte Produkte sind für Hunde gefährlich; auch Katzen vertragen vieles nicht. Bei Vergiftungsverdacht sofort Tierarztpraxis oder tierärztlichen Notdienst anrufen.
- Tiere brauchen sicheres Trinkwasser aus dem Vorrat – kein Hochwasser, kein Wasser aus Pfützen oder Toilettenspülkästen mit Reinigern.
- Nach dem Umgang mit Tierfutter und Näpfen Hände waschen; Näpfe getrennt vom Geschirr der Menschen reinigen.
So funktioniert es
Ein Tier ist im Notfall vollständig auf seine Halter angewiesen. Das gewohnte Futter in ausreichender Menge vermeidet Futterumstellungen in einer ohnehin stressigen Lage. Wer das Futter im Alltag aus dem Vorrat nimmt und neu nachkauft, hält es frisch – wie beim eigenen Vorrat.
Vorteile
- Tier bleibt versorgt und ruhiger
- Keine riskanten Futterwechsel
- Einfach in den Alltag integrierbar
Nachteile
- Braucht Platz, bei großen Hunden viel
- Spezialfutter ist teurer und teils schwer zu bekommen
Hintergrundwissen
Fachlicher Hintergrund
Ready.gov empfiehlt ausdrücklich, für Haustiere Futter in luftdichten, wasserfesten Behältern, Wasser, Medikamente und Unterlagen in die Notfallvorsorge einzuplanen.
Der Bezug zur Evakuierung mit Tieren wird im Eintrag zur Haustier-Evakuierung vertieft.
Varianten
- Spezialfutter
- Bei Diätfutter oder Medikamenten mit der Tierarztpraxis klären, wie viel Vorrat sinnvoll ist und was im Notfall als Ersatz dienen kann.
Häufige Fehler
- Kein Futter, weil „der Laden ja um die Ecke ist“
- Im Notfall auf unbekanntes Futter oder Essensreste umstellen
- Futter ohne Originalverpackung lagern
- Wasser für Tiere nicht einplanen
Grenzen und Risiken
- Keine Futtermengen pro Tierart – sie hängen von Tier und Futter ab
- Keine tierärztlichen Behandlungshinweise
Materialalternativen
Abgeleitet aus Materialeigenschaften: Ein Ersatz muss alle relevanten Eigenschaften besitzen. Hinweise zum Ersatzmaterial beachten.
- Luftdichte, lebensmittelechte Vorratsdose
- Einwandige Edelstahlflasche (Nur einwandig ohne Lack/Kunststoff erhitzen; Deckel vor dem Erhitzen abnehmen.), Doppelwandige Isolierflasche (Niemals direkt erhitzen.), PET-Flasche (klar, max. 2 Liter) (Nicht erhitzen oder ins Feuer stellen.), Lebensmittelechter Wasserkanister (Nur Behälter verwenden, die nie Chemikalien oder Kraftstoff enthalten haben.), Faltkanister oder Wassersack (Vor spitzen Gegenständen schützen.), Lebensmittelechter Wasserbeutel (Nur für Trinkwasser verwenden, nie für Chemikalien oder Brennstoff.), Gärglas oder Gärtopf (Nur lebensmittelechte Gefäße aus Glas, glasiertem Steinzeug für Lebensmittel oder lebensmittelechtem Kunststoff verwenden – keine Metallgefäße für saure Lebensmittel.), Wiederverschließbare Lebensmittelbeutel (Nur Beutel verwenden, die für Lebensmittel bestimmt sind; nicht für kochendes Wasser nutzen, wenn der Hersteller es nicht ausdrücklich erlaubt.)
Ergebnisse stammen ausschließlich aus strukturierten Einträgen. Es werden keine improvisierten Anleitungen erzeugt.
Quellen
Ready.gov – U.S. Federal Emergency Management Agency (FEMA): Pets and animals – disaster preparedness guidance
Futter, Wasser und Medikamente für Haustiere in der Notfallvorsorge
Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Deutschland: Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen
Haustiere in der Vorratsplanung berücksichtigen