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Tief eingeschneites Haus, eine Familie schaut drinnen geschützt aus dem Fenster

Wir sind zu Hause eingeschneit

Über Nacht ist so viel Schnee gefallen, dass Straßen und Türen zu sind. Jetzt zählen Wärme, Geduld und ein paar Dinge, an die kaum jemand denkt.

Zuerst

  1. Zu Hause bleiben und nicht mit dem Auto losfahren, solange Behörden davon abraten.
  2. Warnungen und Nachrichten im Radio oder in der Warn-App verfolgen.
  3. Abgasöffnungen von Heizung und Kamin von Schnee freihalten, wenn das gefahrlos vom Boden aus geht.
  4. Wärme sparen: einen Raum warm halten, Türen schließen, mehrere Schichten tragen.

Notruf wählen bei

  • Jemand ist stark unterkühlt, verwirrt oder nicht ansprechbar
  • Brustschmerzen oder Atemnot, etwa nach dem Schneeschaufeln
  • Der CO-Melder schlägt Alarm oder jemand hat Kopfschmerzen und Übelkeit bei laufender Heizung
  • Das Dach knackt oder gibt unter der Schneelast nach

Was gerade passiert

Starker Schneefall kann Orte für Stunden oder Tage von der Außenwelt abschneiden. Meist ist es am sichersten, zu Hause zu bleiben, bis Straßen geräumt sind und Behörden Entwarnung geben. Wer trotzdem losfährt, riskiert, auf freier Strecke liegen zu bleiben.

Zu Hause drohen andere Gefahren: Stromausfälle, eine ausfallende Heizung, Kohlenmonoxid, wenn Abgasöffnungen zugeschneit sind oder Notbehelfe wie Grills drinnen benutzt werden, und Überanstrengung beim Schneeschaufeln. Ready.gov weist ausdrücklich darauf hin, sich beim Schaufeln nicht zu überanstrengen.

Auch Dächer können unter nassem, schwerem Schnee an ihre Grenzen kommen. Auf das Dach zu steigen ist aber selbst gefährlich – das ist Sache von Fachleuten.

Diese Seite hilft, die Tage gut zu überstehen: warm bleiben, informiert bleiben, Kräfte einteilen und auf Nachbarn achten.

Schritt für Schritt

Wir sind zu Hause eingeschneit – Phase 1 von 4Erst einmal: bleiben und informieren. Nicht mit dem Auto losfahren, solange Behörden davon abraten. Warnungen über Radio, Warn-App und offizielle Kanäle verfolgen. Vorräte, Medikamente, Taschenlampen und Akkus prüfen. Angehörigen Bescheid geben, dass ihr zu Hause bleibt.
Phase 1 von 4

Phase 1 von 4

Erst einmal: bleiben und informieren

Nicht mit dem Auto losfahren, solange Behörden davon abraten. Warnungen über Radio, Warn-App und offizielle Kanäle verfolgen. Vorräte, Medikamente, Taschenlampen und Akkus prüfen. Angehörigen Bescheid geben, dass ihr zu Hause bleibt.

Die Animation zeigt schematisch die wichtigsten Handlungen jeder Phase; maßgeblich ist der Text darunter.

  1. Phase 1

    Erst einmal: bleiben und informieren

    • Nicht mit dem Auto losfahren, solange Behörden davon abraten.
    • Warnungen über Radio, Warn-App und offizielle Kanäle verfolgen.
    • Vorräte, Medikamente, Taschenlampen und Akkus prüfen.
    • Angehörigen Bescheid geben, dass ihr zu Hause bleibt.
  2. Phase 2

    Warm bleiben – sicher heizen

    • Einen Raum als Wärmeraum nutzen, Türen schließen, Zugluft abdichten.
    • Mehrere Schichten, Mütze und warme Socken tragen, warme Getränke trinken.
    • Abgasöffnungen von Heizung und Kamin von Schnee freihalten, wenn das gefahrlos vom Boden aus geht.
    • Keine Grills, Gaskocher, Heizpilze oder Generatoren in Innenräumen. Den CO-Melder ernst nehmen.
  3. Phase 3

    Schnee räumen mit Maß

    • Nur das Nötigste räumen: Hauseingang, Weg zu Abgasöffnungen und Notausgängen.
    • Pausen machen, kleine Mengen schieben statt schwer zu heben, warm anziehen.
    • Bei Brustschmerzen, Atemnot oder starkem Schwindel sofort aufhören und 112 wählen.
    • Nicht aufs Dach steigen. Knackt oder biegt sich das Dach, die betroffenen Räume verlassen und Hilfe rufen.
  4. Phase 4

    Aufeinander achten

    • Bei älteren oder allein lebenden Nachbarn nachfragen – telefonisch oder an der Tür.
    • Gemeinsam Wege freischaufeln und Vorräte teilen, wenn jemand etwas braucht.
    • Kinder und Ältere warm halten und den Tag strukturieren.
    • Bei Unterkühlung, Verwirrtheit oder wenn jemand nicht ansprechbar ist: 112.

★ Profi-Tipps

Was Erfahrene anders machen: bewährtes Wissen aus Bergrettung, Feuerwehr, Wasserrettung und Zivilschutz, das Anfänger selten kennen.

  1. Schneeschaufel ins Haus, nicht in den Schuppen

    Liegt die Schaufel in Garage oder Schuppen, kommst du bei hohem Schnee nicht an sie heran. Bewahr sie im Winter im Hausflur oder direkt hinter der Tür auf. Dann kannst du dich von innen freischaufeln.

  2. Bei starkem Schneefall die Tür freihalten

    Räum während eines Schneesturms den Bereich vor der Haustür lieber mehrmals in kleinen Mengen frei, statt am Ende einen hohen Haufen zu haben. Eine nach außen aufgehende Tür lässt sich sonst kaum öffnen. Auch der Weg zum Fluchtweg sollte frei bleiben.

  3. Hydranten freischaufeln

    Ist ein Hydrant vor deinem Haus unter Schnee verschwunden, verliert die Feuerwehr im Brandfall wertvolle Zeit. Schaufel ihn frei und schieb keinen Schnee darauf. Feuerwehren bitten im Winter regelmäßig darum.

  4. Spikes für die Schuhe

    Unter frischem Schnee liegt oft Eis. Schuhspikes oder Grödel zum Überziehen geben auf glatten Wegen viel besseren Halt. So bleibt der Gang zum Nachbarn oder zur Mülltonne ohne Sturz.

  5. Beim Schaufeln nicht verdrehen

    Geh in die Knie, heb mit den Beinen und dreh dich mit den Füßen, nicht in der Hüfte. Wirf den Schnee nach vorn statt über die Schulter. Das schont den Rücken und das Herz.

Worauf du achten musst

  • Zugeschneite Abgasöffnungen

    Liegt Schnee vor dem Abgasrohr der Heizung oder auf dem Schornstein, können Abgase ins Haus gelangen. CO-Melder ernst nehmen.

  • Überanstrengung

    Schneeschaufeln ist schwere körperliche Arbeit in der Kälte. Wer ungeübt ist oder Herzprobleme hat, lässt sich helfen.

  • Dachlawinen und Eiszapfen

    Schnee und Eis können plötzlich vom Dach rutschen. Nicht direkt unter Dachkanten stehen oder parken.

  • Losfahren

    Wer bei Schneechaos fährt, bleibt leicht stecken und behindert Räumdienste und Rettung. Fahrten verschieben, wenn es irgend geht.

Häufige Fehler

  • Mit dem Grill oder Gaskocher drinnen heizen.
  • Den ganzen Tag ohne Pause Schnee schaufeln.
  • Selbst aufs Dach steigen, um Schnee abzuräumen.
  • Trotz Warnung mit dem Auto losfahren.
  • Allein lebende Nachbarn vergessen.

Vorher vorbereiten

  • Vorräte für einige Tage: Essen, Wasser, Medikamente, Taschenlampen, Batterien, Radio.
  • Schneeschaufel und Streumittel vor dem Winter besorgen.
  • CO-Melder installieren und Heizung vor dem Winter warten lassen.
  • Warme Kleidung und Decken für alle im Haushalt.
  • Mit Nachbarn absprechen, wer bei wem nachfragt.

Besondere Rücksicht

Ältere und pflegebedürftige Menschen
Sie kühlen leichter aus und sind auf Hilfe angewiesen. Pflegedienste können bei Schneechaos ausfallen – Vorräte an Medikamenten und Hilfsmitteln einplanen.
Haustiere
Haustiere drinnen halten, Pfoten nach dem Spaziergang von Streusalz säubern und Futter für einige Tage bereithalten.

Quellen

Deine Lage

Strom
Heizung
Im Haushalt

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Grundlagen für diese Situation

Warum: Gilt immer für diese Situation – unabhängig von deinen Angaben.

Alle Regeln dieser Situation (4)
  1. [nicht aktiv] Wenn Strom = Stromausfall

    Taschenlampen statt Kerzen, Handy-Akku schonen und Kühlschrank geschlossen halten. Notstromaggregate nur im Freien und weit weg von Fenstern betreiben.

  2. [nicht aktiv] Wenn Heizung = Heizung fällt aus

    Einen Raum zum Wärmeraum machen, Zugluft abdichten, warme Schichten und Mütze tragen. Keine Grills, Gaskocher oder Heizpilze für draußen in Innenräumen verwenden.

  3. [nicht aktiv] Wenn Im Haushalt = Ältere oder pflegebedürftige Menschen

    Ältere Menschen kühlen leichter aus. Regelmäßig nach ihnen sehen, warme Getränke anbieten und Medikamente und Hilfsmittel griffbereit halten.

  4. [nicht aktiv] Wenn Im Haushalt = Kleine Kinder

    Kleine Kinder warm anziehen, auch nachts, und den Tag mit Spielen und festen Zeiten strukturieren.