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Grundlagen

Höhlen, Stollen und alte Bergwerke: nicht hineingehen

Verlassene Bergwerke und Stollen sind lebensgefährlich: Sauerstoffmangel und giftige Gase sind unsichtbar, Decken brechen ein, senkrechte Schächte sind verdeckt. Natürliche Höhlen können sich bei Regen fluten und sind ein Labyrinth. Die Regel ist einfach: nicht hineingehen – Höhlen nur bei Führungen oder mit einem Höhlenverein, Bergwerke nur als Besucherbergwerk.

Schwierigkeit
Einsteiger
Aufwand
Keine – die Entscheidung ist, nicht hineinzugehen
Risikostufe
Sicherheitsrelevant
KI-Feldstudie zum Thema „Höhlen, Stollen und alte Bergwerke: nicht hineingehen“
Stimmungsbild, keine Anleitung. Maßgeblich sind Text und Schritte.
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Einfach erklärt

Alte Bergwerke, Stollen und Höhlen wirken spannend, wie aus einem Abenteuerfilm. Aber sie sind sehr gefährlich, und zwar auf eine Art, die man nicht sieht. Unter der Erde tauscht sich die Luft kaum aus. Es kann zu wenig Sauerstoff geben, oder es sammeln sich Gase, die man weder sehen noch riechen kann. Man merkt es oft erst, wenn einem schwindelig wird.

Dazu kommt: Alte Holzbalken und Gestein werden mit den Jahren morsch und brüchig, Decken können einstürzen. In alten Bergwerken gibt es senkrechte Schächte, die tief nach unten führen und manchmal nur mit morschen Brettern oder Pflanzen bedeckt sind. Und Höhlen können sich bei Regen draußen schnell mit Wasser füllen.

Das Wichtigste zur Sicherheit: Du gehst nicht hinein – auch nicht ein paar Meter und auch nicht, um dich bei Regen unterzustellen. Höhlen besuchst du bei Führungen, alte Bergwerke als Besucherbergwerk. Wird jemand vermisst, rufst du den Notruf (in der EU 112), statt selbst zu suchen.

Wie es funktioniert

An der Oberfläche sorgt der Wind dafür, dass sich die Luft ständig mischt. Unter der Erde fehlt das. In alten Stollen kann der Sauerstoff durch Rost, verrottendes Holz oder Gestein verbraucht sein. Schwere Gase wie Kohlendioxid sammeln sich in tiefen Stellen und Senken, andere Gase können aus dem Gestein austreten. Viele davon sind unsichtbar und geruchlos. Sauerstoffmangel kann Benommenheit und Verwirrung auslösen, bevor man selbst merkt, dass etwas nicht stimmt – und dann fehlt oft die Kraft, wieder hinauszukommen.

Bergwerke wurden für eine bestimmte Zeit gebaut. Holzstützen verrotten über Jahrzehnte, Gestein lockert sich durch Wasser und Frost, und Decken können ohne Vorwarnung einbrechen. Senkrechte Schächte können sehr tief sein; ihre Öffnungen sind manchmal von Pflanzen, Schutt oder morschen Abdeckungen verborgen, und ihre Ränder können nachgeben. Viele alte Stollen stehen zudem teilweise unter Wasser.

Natürliche Höhlen haben andere, aber ebenso ernste Gefahren. Gänge verzweigen sich zu Labyrinthen, und ohne Licht ist jede Orientierung verloren. Regen an der Oberfläche kann Höhlengänge innerhalb kurzer Zeit fluten, auch wenn es beim Hineingehen trocken war. Ein bekanntes Beispiel ist die Höhle Tham Luang in Thailand, in der 2018 eine Jugendfußballmannschaft nach Regenfällen vom Wasser eingeschlossen wurde und nur mit einer aufwendigen internationalen Rettungsaktion befreit werden konnte.

Warum „nicht hineingehen“ die richtige Regel ist

Viele Unfälle beginnen mit dem Gedanken „nur ein paar Meter“. Doch gerade die ersten Meter eines Stollens sind oft besonders brüchig, weil dort Frost und Wasser am stärksten wirken. Schlechte Luft kann schon nahe am Eingang stehen, und Schächte können direkt hinter einer Biegung liegen. Ein Handylicht reicht nicht, um diese Gefahren zu erkennen, und sein Akku ist schnell leer.

Auch als Unterstand bei Gewitter oder Regen sind Stollen und Höhlen keine gute Wahl. Wasser kann einfließen, Gestein kann sich lösen, und bei Gewitter können Höhleneingänge sogar gefährlich sein. Ein flacher Felsüberhang kann kurz Schutz bieten, birgt aber Steinschlaggefahr; besser ist ein Gebäude oder ein Fahrzeug.

Neugier ist nichts Schlechtes. Für Höhlen gibt es Schauhöhlen mit sicheren Wegen und Beleuchtung sowie Höhlenvereine, die Interessierte ausbilden und auf Touren mitnehmen. Für den Bergbau gibt es Besucherbergwerke, in denen man mit Führung und Sicherheitstechnik erleben kann, wie früher unter Tage gearbeitet wurde.

Sicherheit: darauf musst du achten

Verlassene Bergwerke, Stollen und Schächte nicht betreten und Absperrungen nie überwinden. Halte auch draußen Abstand zu Schachtöffnungen, Senken und Erdlöchern in Bergbaugebieten, denn ihre Ränder können nachgeben. Wer offene Schächte oder beschädigte Absperrungen entdeckt, meldet sie der Gemeinde oder der zuständigen Behörde.

Ist jemand in einer Höhle oder einem Stollen verunglückt oder vermisst, geh nicht selbst hinein, um zu suchen. Gerade bei schlechter Luft werden Helfer oft selbst zu Opfern. Wähle die örtliche Notrufnummer (in der EU 112), merke dir genau, wo der Eingang ist, und warte dort auf die Rettungskräfte. Höhlen- und Grubenrettung sind Spezialaufgaben mit eigener Ausrüstung und Ausbildung.

Mit Kindern und Jugendlichen lohnt es sich, offen darüber zu sprechen, warum alte Bergwerke und „Lost Places“ keine Abenteuerspielplätze sind. Verbote allein wirken oft weniger als Erklärungen: unsichtbare Gase, einstürzende Decken, verborgene Schächte. Wer die Gründe versteht, trifft eher selbst die richtige Entscheidung.

Gut zu wissen

Die US-Bergbausicherheitsbehörde MSHA warnt seit Jahren mit der Kampagne „Stay Out–Stay Alive“ vor dem Betreten verlassener Bergwerke. Sie nennt Einsturz, Schächte, schlechte Luft und Wasser als Hauptgefahren – dieselben Gefahren gibt es in alten Bergbaugebieten weltweit.

Höhlen und Stollen sind oft Winterquartiere von Fledermäusen. In der EU sind alle Fledermausarten streng geschützt. Werden sie im Winterschlaf gestört, verbrauchen sie Energiereserven, die sie zum Überleben brauchen. Deshalb werden manche Eingänge im Winter verschlossen oder mit Gittern versehen, durch die Fledermäuse fliegen, Menschen aber nicht gehen können.

Höhlenforschung ist ein ernsthaftes Hobby und eine Wissenschaft mit eigener Ausbildung, Ausrüstung und eigenen Sicherheitsregeln, etwa immer zu mehreren zu gehen und jemandem draußen genau Bescheid zu geben. Wer sich dafür interessiert, findet bei Höhlenvereinen den richtigen Einstieg.

Schritt für Schritt

Höhlen, Stollen und alte Bergwerke: nicht hineingehen

Schritt 1 von 4

Draußen bleiben

Stolleneingänge, Schächte und Höhlenöffnungen meiden, Abstand zu Schachtöffnungen halten – Ränder können nachgeben.

Höhlen, Stollen und alte Bergwerke: nicht hineingehen – Schritt 1 von 4Draußen bleiben. Stolleneingänge, Schächte und Höhlenöffnungen meiden, Abstand zu Schachtöffnungen halten – Ränder können nachgeben.
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Schritt 1 von 4

Draußen bleiben

Stolleneingänge, Schächte und Höhlenöffnungen meiden, Abstand zu Schachtöffnungen halten – Ränder können nachgeben.

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    Draußen bleiben

    Stolleneingänge, Schächte und Höhlenöffnungen meiden, Abstand zu Schachtöffnungen halten – Ränder können nachgeben.

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    Kinder aufklären

    Kindern und Jugendlichen erklären, warum alte Bergwerke keine Abenteuerspielplätze sind.

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    Sichere Alternativen

    Schauhöhlen und Besucherbergwerke besuchen oder einem Höhlenverein beitreten, der ausbildet.

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    Gefahren melden

    Offene Schächte oder beschädigte Absperrungen der Gemeinde oder Behörde melden.

Die Animation ist eine schematische Zeichnung der Schritte oben und wird wie alle Inhalte noch fachlich geprüft.

Häufige Fehler

  • Nur ein paar Meter hineingehen
  • Bei Gewitter im Stollen Schutz suchen
  • Mit Handylicht in eine Höhle gehen
  • Selbst nach Vermissten suchen

Kurzüberblick

Geeignet für

  • Wanderungen in Bergbauregionen und Karstgebieten
  • Gespräche mit Kindern und Jugendlichen über Gefahren

Ungeeignet für

  • Anleitung zur Höhlenbefahrung
  • Schutz vor Unwetter in Stollen

Voraussetzungen

  • Kenntnis von Warnschildern und Absperrungen

Sicherheit

  • Höhlen und Stollen sind oft Winterquartiere von Fledermäusen, die in Europa streng geschützt sind. Störungen vermeiden.

So funktioniert es

Unter der Erde fehlt der Luftaustausch: Sauerstoff kann verbraucht sein, Gase wie Kohlendioxid sammeln sich in Senken und sind weder zu sehen noch zu riechen. Altes Holz und Gestein verlieren über Jahrzehnte ihre Tragfähigkeit. In Höhlen kann Regen an der Oberfläche Gänge innerhalb kurzer Zeit fluten. Ohne Licht ist man ohne Orientierung.

Vorteile

  • Die Regel ist eindeutig und leicht zu befolgen

Nachteile

  • Neugier und Abenteuerlust sind starke Gegenkräfte

Hintergrundwissen

Fachlicher Hintergrund

Die US-Bergbausicherheitsbehörde MSHA warnt seit Jahren mit der Kampagne „Stay Out–Stay Alive“ vor dem Betreten verlassener Bergwerke und nennt Einsturz, Schächte, schlechte Luft und Wasser als Hauptgefahren.

In der EU sind alle Fledermausarten nach der FFH-Richtlinie streng geschützt; Höhlen und Stollen als Quartiere werden daher oft im Winter verschlossen.

Varianten

Felsüberhang statt Höhle
Ein flacher Felsüberhang kann bei Regen kurz schützen, birgt aber Steinschlaggefahr – siehe Felsüberhang als Unterstand.

Häufige Fehler

  • Nur ein paar Meter hineingehen
  • Bei Gewitter im Stollen Schutz suchen
  • Mit Handylicht in eine Höhle gehen
  • Selbst nach Vermissten suchen

Grenzen und Risiken

  • Keine Höhlentechnik
  • Keine Rettungsanleitung

Quellen

  1. [1]

    U.S. Mine Safety and Health Administration (MSHA): Stay Out–Stay Alive (public awareness campaign on abandoned mines)

    Gefahren verlassener Bergwerke, Aufforderung fernzubleiben

  2. [2]

    Council of the European Communities (1992): Council Directive 92/43/EEC on the conservation of natural habitats and of wild fauna and flora (Habitats Directive)

    Strenger Schutz von Fledermausarten

  3. [3]

    European Commission: 112 – the European emergency number

    Europäische Notrufnummer 112

Rev. 1 · Aktualisiert 2026-10-10