Wasser von Abgabestellen und Tankwagen holen
Fällt die Leitungsversorgung länger aus, stellen Behörden oder Versorger oft Wasser bereit: Tankwagen, Abgabestellen, Flaschenwasser oder in manchen Ländern Notbrunnen. Wichtig sind saubere, verschließbare Behälter, eine Möglichkeit zum Tragen und das Befolgen der Hinweise – etwa ob das Wasser vor dem Trinken abgekocht werden muss.
- Je nach Entfernung und Wartezeit; Wasser ist schwer

Einfach erklärt
Wenn in einer Stadt oder einem Dorf das Wasser aus der Leitung länger ausfällt, helfen oft die Behörden oder das Wasserwerk. Sie stellen Tankwagen auf, geben Wasserflaschen aus oder öffnen besondere Notbrunnen. Dort kannst du Wasser holen – aber du musst selbst Behälter mitbringen.
Das Wasser, das dort ausgegeben wird, ist kontrolliert. Damit es auch zu Hause noch sauber ist, brauchst du saubere Kanister mit Deckel. Beim Abfüllen fasst du die Öffnung und die Innenseite nicht an, und zu Hause stellst du das Wasser kühl und dunkel hin.
Lies oder hör genau zu, was an der Ausgabestelle gesagt wird. Manchmal heißt es: „Vor dem Trinken abkochen“ oder „nur zum Waschen“. Und weil Wasser schwer ist, nimmst du lieber mehrere kleine Kanister und einen Bollerwagen mit – und hilfst vielleicht älteren Nachbarn, die nicht selbst tragen können.
Wie es funktioniert
Fällt die Leitungsversorgung länger aus, etwa nach Hochwasser, Erdbeben, großen Rohrbrüchen oder Stromausfällen, organisieren Versorger und Katastrophenschutz in vielen Ländern eine Ersatzversorgung. Das können Tankwagen sein, feste Abgabestellen mit Zapfhähnen, ausgegebenes Flaschenwasser oder, in manchen Ländern, Notbrunnen, die für Krisen bereitgehalten werden.
Das Wasser an solchen Stellen wird von Behörden oder Versorgern kontrolliert. Die häufigste Schwachstelle liegt danach: auf dem Weg nach Hause und bei der Lagerung. Verschmutzte Behälter, unsaubere Hände, die in das Wasser greifen, und zu lange Lagerung bei Wärme können sauberes Wasser wieder verunreinigen. In humanitären Einsätzen ist das eine bekannte Erfahrung.
Darum hängt die Qualität des Wassers in deinem Glas zu einem großen Teil von dir ab: von sauberen Behältern, sauberem Abfüllen und kurzer Lagerzeit.
Worauf es ankommt
Informiere dich über Radio, Warn-Apps, Lautsprecherdurchsagen und Aushänge, wo und wann Wasser ausgegeben wird und wofür es bestimmt ist. Ob und wo es in deinem Land Notbrunnen gibt und ob deren Wasser abgekocht werden muss, teilen die zuständigen Behörden mit.
Bereite deine Behälter vorher vor: sauber, lebensmittelecht und mit passendem Deckel. Beschrifte sie mit dem Datum und, falls die Ausgabestelle das verlangt, mit „Abkochen“. Mehrere kleinere Behälter sind leichter zu tragen als ein großer, und ein Rollwagen, Rucksack oder die Hilfe von Nachbarn macht den Weg leichter. Rechne mit Wartezeiten und begrenzten Mengen pro Person.
Beim Abfüllen hältst du die Öffnung des Behälters vom Hahn fern, berührst weder Innenseite noch Deckelinnenseite und verschließt den Behälter sofort. Zu Hause lagerst du das Wasser kühl und dunkel und verbrauchst es zügig. Hast du Zweifel an der Qualität, kochst du es vor dem Trinken ab.
Sicherheit: darauf musst du achten
Beachte die Hinweise an der Ausgabestelle genau. Manchmal ist das Wasser nur zum Abkochen oder nur für Hygiene bestimmt. Wenn du unsicher bist, frag nach – die Helferinnen und Helfer vor Ort wissen es.
Verwende nie Kanister, die Kraftstoff, Chemikalien oder Reinigungsmittel enthielten, auch nicht ausgespült. Unbeschriftete Kanister unbekannter Herkunft sind ebenfalls ungeeignet. Hände und Hahn sollen nicht mit dem Wasser in Berührung kommen.
Volle Kanister sind schwer. Hebe mit den Beinen, nicht mit rundem Rücken, nutze Rollwagen oder Hilfe und achte auf rutschige Wege und Treppen. Ein Sturz mit vollen Kanistern kann zu Verletzungen führen.
Typische Situationen
Nach einem großen Rohrbruch steht ein Tankwagen auf dem Marktplatz. Wer saubere Kanister im Keller hat, ist schnell versorgt; wer erst Behälter suchen muss, verliert Zeit. Darum empfehlen Vorsorgeratgeber, ein paar saubere, verschließbare Behälter bereitzuhalten.
In Hochhäusern und für ältere oder kranke Menschen ist der Weg zur Ausgabestelle oft die größte Hürde. Nachbarschaftshilfe macht hier einen großen Unterschied: Wer gerade geht, nimmt Kanister für andere mit.
Der eigene Vorrat bleibt trotzdem wichtig. Bis eine Ersatzversorgung organisiert ist, können Stunden oder Tage vergehen, und in dieser Zeit lebst du von dem, was du zu Hause hast.
Schritt für Schritt
Informieren
Höre auf Radio, Warn-Apps, Lautsprecherdurchsagen und Aushänge, wo und wann Wasser ausgegeben wird und wofür es bestimmt ist.
- 1
Informieren
Höre auf Radio, Warn-Apps, Lautsprecherdurchsagen und Aushänge, wo und wann Wasser ausgegeben wird und wofür es bestimmt ist.
- 2
Behälter vorbereiten
Reinige Behälter vorher und nimm passende Deckel mit. Beschrifte sie mit Datum und ggf. ‘Abkochen’.
- 3
Hygienisch abfüllen
Halte die Öffnung vom Hahn fern und berühre Innenseite und Deckel nicht. Verschließe den Behälter sofort.
- 4
Tragen und teilen
Transportiere das Wasser mit Rollwagen oder Rucksack und hilf Nachbarn, die nicht selbst tragen können.
- 5
Kühl lagern und zügig nutzen
Lagere das Wasser kühl und dunkel und verbrauche es zügig. Bei Zweifeln an der Qualität abkochen.
Häufige Fehler
- Ehemalige Kraftstoff- oder Chemikalienkanister verwenden
- Hinweise ‘Nur abgekocht trinken’ übersehen
- Zu große Kanister allein tragen
- Wasser offen transportieren
Kurzüberblick
Material
Lebensmittelechter Wasserkanister
Sauber, lebensmittelecht, mit Deckel
Nur Behälter verwenden, die nie Chemikalien oder Kraftstoff enthalten haben.
Faltkanister oder Wassersack
Vor spitzen Gegenständen schützen.
Nur lebensmittelecht und nur für Wasser verwenden.
Lebensmittelechter Wasserbeutel
Nur für Trinkwasser verwenden, nie für Chemikalien oder Brennstoff.
Beschriftungsanhänger und wasserfester Stift
Geeignet für
- Längere Versorgungsausfälle
- Nach Hochwasser, Erdbeben oder Rohrbrüchen
- Unterstützung älterer Nachbarn
Ungeeignet für
- Unbeschriftete Kanister, die vorher Chemikalien enthielten
Voraussetzungen
- Saubere Behälter
- Information über Ort und Zeiten der Ausgabe
- Transportmöglichkeit (Wagen, Rucksack, Nachbarn)
Sicherheit
- Hinweise an der Ausgabestelle beachten: Manchmal ist das Wasser nur zum Abkochen oder nur für Hygiene bestimmt. Im Zweifel nachfragen.
- Nur saubere, lebensmittelechte Behälter verwenden, nie Kanister, die Kraftstoff, Chemikalien oder Reinigungsmittel enthielten. Hände und Hahn nicht in Kontakt mit dem Wasser bringen.
- Volle Kanister sind schwer. Lieber mehrere kleinere Behälter, Rollwagen oder Hilfe nutzen, um Rücken- und Sturzverletzungen zu vermeiden.
So funktioniert es
Abgabestellen liefern Wasser, das von Behörden oder Versorgern kontrolliert wird. Die häufigste Schwachstelle liegt danach: verschmutzte Behälter, unsaubere Hände und lange Lagerung verunreinigen das Wasser erneut. Saubere Behälter und kurze Lagerzeiten erhalten die Qualität.
Vorteile
- Kontrolliertes Wasser
- Entlastet den eigenen Vorrat
- Fördert Nachbarschaftshilfe
Nachteile
- Wartezeiten und schwerer Transport
- Begrenzte Mengen pro Person
Hintergrundwissen
Fachlicher Hintergrund
Bei länger andauernden Störungen der Wasserversorgung organisieren Versorger und Katastrophenschutz in vielen Ländern Ersatzversorgung über Tankwagen oder Abgabestellen. Vorsorgeleitfäden empfehlen, dafür saubere Behälter bereitzuhalten.
Der eigene Vorrat bleibt trotzdem wichtig, denn bis eine Ersatzversorgung steht, kann es dauern.
Varianten
- Notbrunnen
- Manche Länder unterhalten Notbrunnen für die Versorgung in Krisen. Ob und wo es sie gibt und ob ihr Wasser abgekocht werden muss, teilen die zuständigen Behörden mit.
Häufige Fehler
- Ehemalige Kraftstoff- oder Chemikalienkanister verwenden
- Hinweise ‘Nur abgekocht trinken’ übersehen
- Zu große Kanister allein tragen
- Wasser offen transportieren
Grenzen und Risiken
- Ort, Zeit und Menge bestimmen die Behörden
- Nicht überall gibt es Notbrunnen
- Wasser kann bei falscher Lagerung wieder verkeimen
Materialalternativen
Abgeleitet aus Materialeigenschaften: Ein Ersatz muss alle relevanten Eigenschaften besitzen. Hinweise zum Ersatzmaterial beachten.
- Lebensmittelechter Wasserkanister
- Einwandige Edelstahlflasche (Nur einwandig ohne Lack/Kunststoff erhitzen; Deckel vor dem Erhitzen abnehmen.), Doppelwandige Isolierflasche (Niemals direkt erhitzen.), PET-Flasche (klar, max. 2 Liter) (Nicht erhitzen oder ins Feuer stellen.), Luftdichte, lebensmittelechte Vorratsdose (Nur sauber und vollständig trocken befüllen; keine Behälter verwenden, die vorher Chemikalien enthielten.), Faltkanister oder Wassersack (Vor spitzen Gegenständen schützen.), Lebensmittelechter Wasserbeutel (Nur für Trinkwasser verwenden, nie für Chemikalien oder Brennstoff.), Gärglas oder Gärtopf (Nur lebensmittelechte Gefäße aus Glas, glasiertem Steinzeug für Lebensmittel oder lebensmittelechtem Kunststoff verwenden – keine Metallgefäße für saure Lebensmittel.), Wiederverschließbare Lebensmittelbeutel (Nur Beutel verwenden, die für Lebensmittel bestimmt sind; nicht für kochendes Wasser nutzen, wenn der Hersteller es nicht ausdrücklich erlaubt.)
- Faltkanister oder Wassersack
- Einwandige Edelstahlflasche (Nur einwandig ohne Lack/Kunststoff erhitzen; Deckel vor dem Erhitzen abnehmen.), Doppelwandige Isolierflasche (Niemals direkt erhitzen.), PET-Flasche (klar, max. 2 Liter) (Nicht erhitzen oder ins Feuer stellen.), Lebensmittelechter Wasserkanister (Nur Behälter verwenden, die nie Chemikalien oder Kraftstoff enthalten haben.), Luftdichte, lebensmittelechte Vorratsdose (Nur sauber und vollständig trocken befüllen; keine Behälter verwenden, die vorher Chemikalien enthielten.), Lebensmittelechter Wasserbeutel (Nur für Trinkwasser verwenden, nie für Chemikalien oder Brennstoff.), Gärglas oder Gärtopf (Nur lebensmittelechte Gefäße aus Glas, glasiertem Steinzeug für Lebensmittel oder lebensmittelechtem Kunststoff verwenden – keine Metallgefäße für saure Lebensmittel.), Wiederverschließbare Lebensmittelbeutel (Nur Beutel verwenden, die für Lebensmittel bestimmt sind; nicht für kochendes Wasser nutzen, wenn der Hersteller es nicht ausdrücklich erlaubt.)
- Lebensmittelechter Wasserbeutel
- Einwandige Edelstahlflasche (Nur einwandig ohne Lack/Kunststoff erhitzen; Deckel vor dem Erhitzen abnehmen.), Doppelwandige Isolierflasche (Niemals direkt erhitzen.), PET-Flasche (klar, max. 2 Liter) (Nicht erhitzen oder ins Feuer stellen.), Lebensmittelechter Wasserkanister (Nur Behälter verwenden, die nie Chemikalien oder Kraftstoff enthalten haben.), Luftdichte, lebensmittelechte Vorratsdose (Nur sauber und vollständig trocken befüllen; keine Behälter verwenden, die vorher Chemikalien enthielten.), Faltkanister oder Wassersack (Vor spitzen Gegenständen schützen.), Gärglas oder Gärtopf (Nur lebensmittelechte Gefäße aus Glas, glasiertem Steinzeug für Lebensmittel oder lebensmittelechtem Kunststoff verwenden – keine Metallgefäße für saure Lebensmittel.), Wiederverschließbare Lebensmittelbeutel (Nur Beutel verwenden, die für Lebensmittel bestimmt sind; nicht für kochendes Wasser nutzen, wenn der Hersteller es nicht ausdrücklich erlaubt.)
Ergebnisse stammen ausschließlich aus strukturierten Einträgen. Es werden keine improvisierten Anleitungen erzeugt.
Quellen
Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Deutschland: Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen
Notfallvorsorge für Trinkwasser und Verhalten bei Versorgungsausfall
Ready.gov – U.S. Federal Emergency Management Agency (FEMA): Water (emergency water supply guidance)
Sichere Behälter und Lagerung von Wasser
Centers for Disease Control and Prevention: Making Water Safe in an Emergency
Wasser in Notlagen sicher machen und lagern