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Spickzettel für den Rucksack

Spickzettel: Psychologie und Entscheidungen

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SurviveBetter · Spickzettel

Psychologie und Entscheidungen

survivebetter.com
Stand 2026-10-12

Notruf 112 (EU) · Österreich Rettung 144. Ein Spickzettel erinnert nur – er ersetzt keine Ausbildung.

Stress und Panik

Stress im Notfall: was im Körper und im Kopf passiert

5 Schritte
  1. 1Körperliche Zeichen – Herzklopfen, schnelle Atmung, Zittern, Schwitzen, trockener Mund, Übelkeit, weiche Knie, Kribbeln in Händen oder Lippen bei sehr schneller…
  2. 2Wahrnehmung – Tunnelblick, Geräusche werden überhört, Zeitgefühl verzerrt sich, Erinnerungslücken.
  3. 3Denken und Handeln – Festhalten am ersten Plan, Schwierigkeiten beim Abwägen, Vergessen einfacher Dinge (z. B. Adresse beim Notruf), hektisches Handeln oder…
  4. 4Danach – Erschöpfung, Weinen, Zittern, Gereiztheit, Schlafprobleme oder wiederkehrende Bilder in den Tagen danach sind häufig und klingen bei vielen…
  5. 5Gegensteuern – Kurz innehalten und bewusst langsamer ausatmen, eine Aufgabe nach der anderen erledigen, laut sprechen, Checklisten und vorbereitete Pläne…

Achtung: Brustschmerz, Atemnot, Herzrasen oder Taubheitsgefühle können auch körperliche Ursachen haben. Im Zweifel nicht als „nur Stress“ abtun, sondern den Notruf wählen (in der EU 112).

survivebetter.com/de/explore/psychology/psy-stress-reactions

STOP: in Sekunden vom Schreck zum nächsten Schritt

6 Schritte
  1. 1S – Stehenbleiben – Anhalten, wenn möglich hinsetzen.
  2. 2Atmen – Einige Atemzüge lang ruhig durch die Nase einatmen und länger, langsam durch den Mund ausatmen.
  3. 3Ankommen – Füße auf dem Boden spüren, fünf Dinge benennen, die du siehst, und ein paar Dinge, die du hörst.
  4. 4T – Denken – Was ist die größte Gefahr gerade jetzt?
  5. 5O – Beobachten – Umgebung, Wetter, Tageszeit, Menschen, Ausrüstung, Akku, Wasser.
  6. 6P – Planen – Den nächsten kleinen, konkreten Schritt festlegen und laut aussprechen („Ich rufe jetzt 112 an“, „Wir bleiben hier und ziehen die Jacken…

Gefahr: Bei Feuer, Rauch, Gas, steigendem Wasser oder anderer unmittelbarer Gefahr nicht stehen bleiben: zuerst in Sicherheit bringen und Notruf wählen (in der EU 112).

survivebetter.com/de/explore/psychology/psy-stop-calm-down

Wann professionelle Hilfe nötig ist

6 Schritte
  1. 1Akute Warnzeichen: sofort Hilfe – Äußerungen über Suizid oder Selbstverletzung, Gefahr für andere, starke Verwirrtheit, Wahnideen oder völliger Kontrollverlust: lokale…
  2. 2Direkt nachfragen – Wenn du dir Sorgen machst, frag ruhig und direkt, ob die Person daran denkt, sich etwas anzutun.
  3. 3Anhaltende Belastung – Zeitnah professionelle Hilfe suchen, wenn starke Angst, Niedergeschlagenheit, Schlaflosigkeit, Albträume oder sich aufdrängende…
  4. 4Alltag funktioniert nicht mehr – Wenn jemand nicht mehr für sich oder Kinder sorgen kann, sich völlig zurückzieht oder zunehmend Alkohol, Medikamente oder Drogen nutzt, um…
  5. 5Wo es Hilfe gibt – Hausärztin oder Hausarzt, lokale Krisenhotline oder Krisendienst, psychotherapeutische und psychiatrische Angebote, Seelsorge sowie…
  6. 6Weiter unterstützen – Bei der Kontaktaufnahme helfen, zu Terminen begleiten, im Alltag entlasten und in Verbindung bleiben.

Gefahr: Bei Gedanken an Suizid oder Selbstverletzung, bei Gefahr für andere oder wenn jemand völlig die Kontrolle verliert: sofort die lokale Notrufnummer (in der EU 112) oder eine lokale Krisenhotline anrufen und die Person nicht allein lassen.

survivebetter.com/de/explore/psychology/psy-professional-help

Psychologische Erste Hilfe für Laien: Schauen, Zuhören, Verbinden

6 Schritte
  1. 1Vorbereiten – Kurz klären: Was ist passiert, welche Hilfsdienste sind vor Ort, welche Gefahren bestehen?
  2. 2Schauen – Auf Sicherheit, sichtbare Verletzungen und dringende Grundbedürfnisse achten (Wärme, Wasser, Toilette, Medikamente).
  3. 3Zuhören – Ruhig ansprechen, nach Bedürfnissen und Sorgen fragen, zuhören.
  4. 4Beruhigen – Bei starker Aufregung einen ruhigen Ort anbieten, langsam sprechen, auf Atmung und Umgebung lenken.
  5. 5Verbinden – Helfen, Angehörige zu erreichen, verlässliche Informationen zu bekommen und Hilfsangebote zu finden.
  6. 6Abschließen – Sagen, wenn man geht, und wer danach zuständig ist.

Gefahr: Bei Gedanken an Suizid oder Selbstverletzung, bei Gefahr für andere oder wenn jemand völlig die Kontrolle verliert: sofort die lokale Notrufnummer (in der EU 112) oder eine lokale Krisenhotline anrufen und die Person nicht allein lassen.

survivebetter.com/de/explore/psychology/psy-pfa-look-listen-link

In den Wochen nach einem Ereignis: normale Reaktionen und Selbsthilfe

6 Schritte
  1. 1Reaktionen einordnen – Wissen, dass Schlafstörungen, Schreckhaftigkeit, Grübeln oder Gefühllosigkeit nach Belastungen häufig sind.
  2. 2Körper versorgen – Regelmäßig essen und trinken, bewegen, Schlafzeiten einhalten.
  3. 3Struktur – Alltagsroutinen schrittweise wieder aufnehmen; große Entscheidungen möglichst verschieben.
  4. 4Kontakt – Mit vertrauten Menschen Zeit verbringen.
  5. 5Bilder begrenzen – Wiederholtes Ansehen von Bildern und Videos des Ereignisses vermeiden.
  6. 6Verlauf beobachten – Sich selbst und andere beobachten.

Gefahr: Bei Gedanken an Suizid oder Selbstverletzung, bei Gefahr für andere oder wenn jemand völlig die Kontrolle verliert: sofort die lokale Notrufnummer (in der EU 112) oder eine lokale Krisenhotline anrufen und die Person nicht allein lassen.

survivebetter.com/de/explore/psychology/psy-after-event-coping

Informationsflut begrenzen: bewusster Nachrichtenkonsum

6 Schritte
  1. 1Warnungen sichern – Offizielle Warnkanäle für die eigene Region aktivieren, damit Wichtiges ankommt.
  2. 2Feste Zeiten – Zwei bis drei feste Zeitpunkte am Tag für Nachrichten wählen, nicht direkt vor dem Schlafen.
  3. 3Wenige Quellen – Ein bis zwei verlässliche Quellen statt vieler Kanäle.
  4. 4Benachrichtigungen reduzieren – Push-Meldungen von Nachrichten-Apps abschalten, Warn-Apps eingeschaltet lassen.
  5. 5Prüffrage – Vor dem Weiterlesen fragen: Ändert diese Information, was ich jetzt tue?
  6. 6Kinder schützen – Kinder nicht dauerhaft Nachrichten und Bildern aussetzen; Fragen kindgerecht beantworten.

Achtung: Nachrichtenpausen nicht auf amtliche Warnungen ausdehnen: Warn-Apps, Sirenen und Rundfunkdurchsagen für die eigene Region weiter empfangen.

survivebetter.com/de/explore/psychology/psy-media-diet

Sicher in Menschenmengen: Dichte erkennen, früh ausweichen

6 Schritte
  1. 1Ankommen und orientieren – Notausgänge, Ordner und Sanitätsposten merken.
  2. 2Position wählen – Lieber am Rand als in der Mitte oder direkt vor der Bühne; Engstellen, Treppen und Absperrungen meiden.
  3. 3Dichte beobachten – Warnzeichen: Körperkontakt von allen Seiten, Wellenbewegungen der Menge, Schreie, man wird mitgeschoben.
  4. 4Früh ausweichen – Diagonal zum Strom Richtung Rand bewegen, nicht dagegen ankämpfen.
  5. 5Atemraum schaffen – Arme angewinkelt vor die Brust halten, um etwas Raum zum Atmen zu bewahren.
  6. 6Gehen – Bei Unwohlsein, zunehmender Enge oder Durchsagen frühzeitig gehen.

Gefahr: Wenn man sich nicht mehr frei bewegen kann, von der Menge geschoben wird oder kaum Luft bekommt: sofort Richtung Rand und weg von Engstellen, Gittern und Wänden bewegen. Nicht stehen bleiben, um zu filmen.

survivebetter.com/de/explore/psychology/psy-crowd-safety

Vorsorgen ohne Angst: Sorgen in kleine Pläne verwandeln

5 Schritte
  1. 1Sorge benennen – Die Sorge in einem Satz aufschreiben, z. B. „Was machen wir bei mehrtägigem Stromausfall?“.
  2. 2In zwei Spalten teilen – Was kann ich beeinflussen (Vorrat, Plan, Kontakte)?
  3. 3Einen kleinen Schritt – Einen Schritt wählen, der in unter einer Stunde machbar ist, und ihn erledigen – z. B. Taschenlampe und Batterien prüfen.
  4. 4Bewusst abschließen – Erledigtes abhaken, den nächsten Schritt notieren und sich dann bewusst etwas anderem zuwenden.
  5. 5Informationen begrenzen – Nachrichten zu festen Zeiten aus wenigen verlässlichen Quellen lesen.

Achtung: Wer merkt, dass Vorsorge zu immer mehr Käufen, Kontrollen oder Schlaflosigkeit führt, sollte innehalten und mit jemandem darüber sprechen.

survivebetter.com/de/explore/psychology/psy-preparedness-without-fear

Schuldgefühle nach Krisen: normale Reaktion, wann Hilfe nötig ist

5 Schritte
  1. 1Als normale Reaktion erkennen – Sich sagen: Viele Menschen erleben nach solchen Ereignissen Schuldgefühle.
  2. 2Fair zurückblicken – Fragen: Was wusste ich damals wirklich?
  3. 3Darüber sprechen – Mit vertrauten Menschen, Seelsorge, Selbsthilfe- oder Beratungsangeboten reden – in eigenem Tempo, ohne Zwang zu Details.
  4. 4Sinnvolles tun – Manchen hilft es, anderen zu helfen, zu gedenken oder sich zu engagieren – wenn es sich stimmig anfühlt.
  5. 5Fachhilfe suchen, wenn … – … Gefühle über Wochen nicht nachlassen, Schlaf, Arbeit oder Beziehungen stark leiden, Rückzug zunimmt oder Gedanken an Selbstverletzung…

Gefahr: Bei Gedanken an Suizid oder Selbstverletzung, bei Gefahr für andere oder wenn jemand völlig die Kontrolle verliert: sofort die lokale Notrufnummer (in der EU 112) oder eine lokale Krisenhotline anrufen und die Person nicht allein lassen.

survivebetter.com/de/explore/psychology/psy-guilt-survivor-feelings

Selbstfürsorge für Helfende: nicht ausbrennen

5 Schritte
  1. 1Vor dem Einsatz – Eigene Lage klären: Gesundheit, Familie versorgt?
  2. 2Während des Einsatzes – Feste Pausen, essen und trinken, Schichten einhalten, sich mit anderen abwechseln, nur Aufgaben im eigenen Können übernehmen.
  3. 3Warnzeichen beachten – Gereiztheit, Schlaflosigkeit, Zynismus, Gefühl der Unersetzbarkeit, vermehrter Alkoholkonsum, Rückzug: Zeichen, kürzerzutreten.
  4. 4Austauschen – Im Team oder mit Vertrauten über Erlebtes sprechen, ohne andere mit Details zu überladen.
  5. 5Nach dem Einsatz – Bewusst abschließen, ausruhen, Zeit mit Familie und Freunden, angenehme Tätigkeiten.

Gefahr: Bei Gedanken an Suizid oder Selbstverletzung, bei Gefahr für andere oder wenn jemand völlig die Kontrolle verliert: sofort die lokale Notrufnummer (in der EU 112) oder eine lokale Krisenhotline anrufen und die Person nicht allein lassen.

survivebetter.com/de/explore/psychology/psy-helper-self-care

Allein im Wald bei Nacht: Angst vor Dunkelheit und Geräuschen bewältigen

7 Schritte
  1. 1Vor der Dämmerung vorbereiten – Nutze die letzte Stunde Tageslicht: Platz ohne tote Äste darüber und nicht in einer Mulde wählen, Laub oder Zweige als dicke Unterlage…
  2. 2Licht klug einteilen – Stirnlampe nicht dauernd anlassen, sondern gezielt einschalten – am besten auf schwacher Stufe oder Rotlicht.
  3. 3Kleines Feuer, wenn sicher und vertretbar – Ein kleines Feuer spendet Wärme und Licht und gibt dir eine Aufgabe.
  4. 4Atem beruhigen – Wenn das Herz rast: eine Hand auf den Bauch legen, durch die Nase etwa vier Sekunden einatmen und langsamer, etwa sechs Sekunden, wieder…
  5. 5Geräusche benennen – Sag dir leise, was du hörst: „Das ist Wind in den Bäumen.“ „Das raschelt eine Maus im trockenen Laub.“ Typische Nachtgeräusche sind…
  6. 6Kleine Aufgaben geben Halt – Gib der Nacht eine Ordnung: Feuer nachlegen, Füße und Hände auf Wärme prüfen, ein paar Schlucke trinken, eine Kleinigkeit essen, die…
  7. 7Ruhen statt verbissen wachen – Leg dich gut isoliert hin und erlaube dir zu dösen – du musst nicht die ganze Nacht Wache halten.

Gefahr: Nicht nachts aus Angst losgehen oder losrennen. Im Dunkeln stürzt man leicht, verletzt sich, verliert die Richtung und entfernt sich weiter von Suchenden. Bleib an deinem Platz, bis es hell ist.

survivebetter.com/de/explore/psychology/psy-fear-night-alone

Die ersten Minuten nach dem Verirren: Panik bremsen, Kontrolle zurückgewinnen

7 Schritte
  1. 1Sofort anhalten – Sobald dir Zweifel kommen, bleib stehen – genau dort.
  2. 2Hinsetzen und atmen – Rucksack absetzen und dich daraufsetzen, damit du nicht auf kaltem Boden sitzt.
  3. 3Trinken und etwas essen – Ein paar Schlucke trinken und eine Kleinigkeit essen.
  4. 4Ehrlich prüfen, nicht zurechtbiegen – Frag dich: Wo war ich zuletzt ganz sicher?
  5. 5Alles aufschreiben – Notiere Uhrzeit, letzten sicheren Punkt, ungefähren Weg seitdem, was du siehst und hörst, Wasser, Essen, Akkustand, Wetter und wie lange es…
  6. 6Hilfe rufen und ruhig entscheiden – Mit Empfang: 112 anrufen, Lage und Notizen durchgeben, dann bleiben.
  7. 7Auffindbar machen – Drei kräftige Pfiffe, Pause, wiederholen – das ist das bekannte Notsignal.

Gefahr: Nicht rennen und nicht „einfach mal in eine Richtung“ losgehen. Panisches Laufen führt zu Stürzen und Verletzungen, durchgeschwitzter Kleidung, die später auskühlt, und vergrößert das Gebiet, das Retter absuchen müssen.

survivebetter.com/de/explore/psychology/psy-lost-panic-woods-shock

Schmerzen und Verletzung aushalten, wenn Hilfe weit weg ist

7 Schritte
  1. 1Sicherheit und Notruf – Bring dich, wenn nötig, aus der unmittelbaren Gefahr (Steinschlag, Wasser) – aber nur, wenn es ohne große Bewegung geht.
  2. 2Einfache Erste Hilfe – Starke Blutungen mit festem, direktem Druck stillen.
  3. 3Langsam ausatmen – Bei Schmerz hält man oft unbewusst die Luft an und spannt alles an. Atme stattdessen ruhig ein und lange aus, als würdest du eine Kerze…
  4. 4Schmerz sachlich beschreiben – Gib dem Schmerz eine Zahl von 0 bis 10 und beschreibe ihn neutral: Wo genau?
  5. 5Aufmerksamkeit lenken – Lenke die Aufmerksamkeit bewusst auf anderes: fünf Dinge zählen, die du siehst, vier, die du hörst, drei, die du fühlst.
  6. 6Kräfte einteilen – Bewege dich nur, wenn es nötig ist – zum Beispiel ein paar Meter aus Wind oder Nässe.
  7. 7Warm bleiben und Zeit einteilen – Wärme, ein paar Schlucke Wasser und etwas Essen machen Schmerz und Zittern erträglicher.

Gefahr: Bei Verletzung, Unterkühlung oder wenn du nicht mehr weiterweißt: sofort 112 wählen (in Österreich auch 144 Rettung und 140 Bergrettung). 112 funktioniert in der EU auch ohne Guthaben und oft über fremde Netze.

survivebetter.com/de/explore/psychology/psy-pain-injury-coping

Entscheidungen

Gute Entscheidungen unter Druck: Prioritäten und Denkfallen

6 Schritte
  1. 1Prioritäten kennen – 1. Unmittelbare Lebensgefahr abwenden und Hilfe rufen.
  2. 2Auslöse- und Umkehrpunkte vorher festlegen – Vorher festlegen, wann gehandelt wird: „Um 14 Uhr kehren wir um, egal wo wir sind“, „Bei einer Unwetterwarnung fahren wir nicht los“, „Bei…
  3. 3Denkfallen benennen – Fragen: Halte ich nur am Plan fest, weil ich schon so viel investiert habe?
  4. 4Optionen laut aussprechen – Zwei bis drei Möglichkeiten nennen, jeweils mit dem schlimmsten realistischen Ausgang.
  5. 5Widerspruch einladen – In der Gruppe ausdrücklich nach Einwänden fragen.
  6. 6Regelmäßig neu bewerten – Entscheidungen in festen Abständen und bei jeder neuen Information überprüfen.

Gefahr: Bei unmittelbarer Lebensgefahr nicht abwägen, sondern handeln: in Sicherheit bringen und Notruf wählen (in der EU 112).

survivebetter.com/de/explore/psychology/psy-decisions-under-stress

Gerüchte und Falschinformationen in Krisen erkennen

5 Schritte
  1. 1Quellen festlegen – Vorab notieren: Behörden-Websites, Warn-Apps, regionaler Rundfunk.
  2. 2Wer sagt das? – Ist die Quelle erkennbar und zuständig?
  3. 3Wann und wo? – Datum, Ort und Kontext prüfen.
  4. 4Gegenprüfen – Steht es auch bei offiziellen Stellen oder mehreren etablierten Medien?
  5. 5Nicht weiterleiten – Ungeprüftes nicht teilen.

Achtung: Bei Widersprüchen gelten die Anweisungen der zuständigen Behörden und Einsatzkräfte vor Ort, nicht Meldungen aus sozialen Medien oder Messengern.

survivebetter.com/de/explore/psychology/psy-rumours-misinformation

Entscheidungslast in langen Krisen verringern

5 Schritte
  1. 1Routinen festlegen – Wiederkehrendes einmal regeln: Essenszeiten, Wasserration, Nachrichtenzeiten, Ladezeiten für Geräte.
  2. 2Auslösepunkte vereinbaren – Vorher festlegen, bei welchen Zeichen gehandelt wird (z. B. „Wenn das Wasser bis X steigt, gehen wir“).
  3. 3Entscheidungen verteilen – Zuständigkeiten aufteilen (Essen, Kinder, Informationen, Technik); nicht jede Frage an eine Person richten.
  4. 4Zeitpunkt wählen – Große, nicht dringende Entscheidungen auf ausgeruhte Momente legen, z. B. nach Schlaf und Essen.
  5. 5„Gut genug“ zulassen – Bei Kleinigkeiten die erste vernünftige Option nehmen statt die perfekte zu suchen.

Achtung: Sicherheitsrelevante Entscheidungen (Fahren, Gasgeräte, Evakuierung) nicht allein und übermüdet treffen; wenn möglich, eine zweite Person gegenprüfen lassen.

survivebetter.com/de/explore/psychology/psy-decision-fatigue

Körper und Gruppe

Eine Gruppe in der Krise ruhig und handlungsfähig halten

8 Schritte
  1. 1Koordination klären – Eine ruhige Person übernimmt die Koordination – nicht unbedingt die lauteste.
  2. 2Zusammenbleiben und zählen – Alle zusammenhalten, Personen zählen, Paare bilden, die aufeinander achten.
  3. 3Ehrlich informieren – Kurz und ruhig sagen, was bekannt ist, was nicht bekannt ist und was als Nächstes passiert.
  4. 4Aufgaben verteilen – Jeder bekommt eine passende Aufgabe: Wasser, Licht, Essen, Kinder beschäftigen, Radio hören, Nachbarn prüfen.
  5. 5Grundbedürfnisse sichern – Wärme oder Kühle, Wasser, Essen, Toilette, Ruhe- und Schlafplätze organisieren.
  6. 6Auf Schwächere achten – Kinder, ältere, kranke und behinderte Menschen sowie Menschen, die sehr still oder sehr aufgewühlt sind, gezielt im Blick behalten.
  7. 7Konflikte früh ansprechen – Spannungen ruhig und früh ansprechen, Ressourcen fair und sichtbar verteilen, Entscheidungen begründen.
  8. 8Kleine Ziele setzen – Erreichbare Ziele für die nächsten Stunden setzen und Erfolge benennen („Wasser ist gesichert“, „Alle sind warm“).

Gefahr: Bei Gedanken an Suizid oder Selbstverletzung, bei Gefahr für andere oder wenn jemand völlig die Kontrolle verliert: sofort die lokale Notrufnummer (in der EU 112) oder eine lokale Krisenhotline anrufen und die Person nicht allein lassen.

survivebetter.com/de/explore/psychology/psy-group-calm

Kindern in Krisen mit ihren Ängsten helfen

7 Schritte
  1. 1Erst selbst durchatmen – Kurz innehalten und ruhig ausatmen, bevor du mit dem Kind sprichst.
  2. 2Nähe geben – Beim Kind bleiben, Körperkontakt anbieten, auf Augenhöhe gehen.
  3. 3Ehrlich und einfach erklären – In kurzen, altersgerechten Sätzen sagen, was passiert ist und was die Erwachsenen tun, damit alle sicher sind.
  4. 4Gefühle erlauben – Angst, Wut oder Traurigkeit benennen und annehmen („Das war wirklich erschreckend“).
  5. 5Routinen erhalten – Feste Zeiten für Essen, Schlafen und Spielen beibehalten, so gut es geht.
  6. 6Spielen und beschäftigen – Spielen, Malen und Bewegung helfen Kindern, Erlebtes zu verarbeiten.
  7. 7Reaktionen beobachten – Anklammern, Rückschritte, Albträume, Bauchweh oder Gereiztheit sind nach belastenden Ereignissen häufig.

Gefahr: Bei Gedanken an Suizid oder Selbstverletzung, bei Gefahr für andere oder wenn jemand völlig die Kontrolle verliert: sofort die lokale Notrufnummer (in der EU 112) oder eine lokale Krisenhotline anrufen und die Person nicht allein lassen.

survivebetter.com/de/explore/psychology/psy-children-fears

Schlaf und Tagesstruktur in langen Krisen

7 Schritte
  1. 1Tagesplan festlegen – Feste Zeiten für Aufstehen, Mahlzeiten, Aufgaben, Nachrichten, Ruhe und Schlafen vereinbaren und sichtbar aufschreiben.
  2. 2Wach- und Ruheschichten – Wenn jemand wach bleiben muss (Kinder, Kranke, Sicherheit, Feuer im Ofen), Schichten einteilen, damit jeder einen zusammenhängenden…
  3. 3Schlafplatz verbessern – Warm, trocken, möglichst dunkel und ruhig: Isolation vom Boden, Decken, Schlafmaske, gegebenenfalls Ohrstöpsel.
  4. 4Tageslicht und Bewegung – Tagsüber Tageslicht suchen und sich bewegen, soweit sicher möglich.
  5. 5Nachrichten dosieren – Offizielle Informationen zu festen Zeiten hören statt ständig.
  6. 6Abends herunterfahren – Spät am Tag auf Koffein verzichten, Alkohol nicht als Schlafmittel nutzen, vor dem Schlafen etwas Ruhiges tun (Vorlesen, Gespräch, ruhige…
  7. 7Kurz ruhen, wenn nötig – Fehlt nachts Schlaf, tagsüber kurze Ruhephasen einplanen – besonders vor anstrengenden oder riskanten Aufgaben.

Gefahr: Übermüdung verlangsamt Reaktionen und verschlechtert Urteilsvermögen. Übermüdet nicht Auto fahren, nicht mit Werkzeugen, Feuer oder Generatoren hantieren und keine riskanten Entscheidungen allein treffen.

survivebetter.com/de/explore/psychology/psy-sleep-routine

Langes Warten und Langeweile aushalten

6 Schritte
  1. 1Tag einteilen – Feste Zeiten für Essen, Schlafen, Aufgaben und Informationen festlegen – auch wenn sie willkürlich wirken.
  2. 2Kleine Aufgaben – Aufgaben verteilen: Vorräte zählen, Wasser einteilen, Notizen führen, Lager ordnen, Signale vorbereiten.
  3. 3Bewegung – Sanfte Bewegung im sicheren Bereich, z. B. Dehnen oder kurze Gänge, wenn Wärme und Energie es erlauben.
  4. 4Informationszeiten – Nachrichten und Funk zu festen Zeiten prüfen statt ständig.
  5. 5Beschäftigung – Gespräche, Karten- oder Wortspiele, Lesen, Geschichten erzählen, Tagebuch.
  6. 6Tagesrückblick – Abends kurz festhalten, was erledigt wurde und was morgen ansteht.

Achtung: Beschäftigung darf nicht zu riskanten Aktivitäten verleiten, etwa Erkundungen in unsicherem Gelände oder Energieverbrauch, der Wärme und Vorräte kostet.

survivebetter.com/de/explore/psychology/psy-waiting-boredom

Hoffnung bewahren: kleine Ziele und Etappen

5 Schritte
  1. 1Lage benennen – Ehrlich aussprechen, was ist – auch das Schwere.
  2. 2Einflussbereich klären – Trennen: Was kann ich/können wir beeinflussen, was nicht?
  3. 3Teilziele setzen – Kleine, konkrete Ziele für Stunden oder einen Tag: „bis Mittag Wasser aufbereitet“, „heute zwei Formulare erledigt“.
  4. 4Fortschritt sichtbar machen – Erledigtes abhaken oder aufschreiben.
  5. 5Sinn und Werte – Sich erinnern, wofür man durchhält: Familie, Freunde, Pläne.

Gefahr: Bei Gedanken an Suizid oder Selbstverletzung, bei Gefahr für andere oder wenn jemand völlig die Kontrolle verliert: sofort die lokale Notrufnummer (in der EU 112) oder eine lokale Krisenhotline anrufen und die Person nicht allein lassen.

survivebetter.com/de/explore/psychology/psy-hope-goals

Konflikte in Gruppen unter Stress entschärfen

6 Schritte
  1. 1Grundbedürfnisse prüfen – Sind alle versorgt, warm, ausgeruht?
  2. 2Regeln vereinbaren – Früh klären: Wie wird entschieden?
  3. 3Tempo rausnehmen – Im hitzigen Moment Pause vorschlagen, räumlich trennen, leiser sprechen.
  4. 4Beide Seiten hören – Jede Person schildert ihre Sicht, ohne unterbrochen zu werden.
  5. 5Interessen statt Positionen – Fragen, was hinter der Forderung steckt (Sicherheit, Fairness, Ruhe), und nach Lösungen suchen, die beides berücksichtigen.
  6. 6Vereinbaren und prüfen – Konkrete Vereinbarung treffen und nach einiger Zeit gemeinsam prüfen, ob sie funktioniert.

Gefahr: Bei Gewalt, Drohungen oder Waffen nicht dazwischengehen: Abstand gewinnen, andere in Sicherheit bringen und die lokale Notrufnummer (in der EU 112) anrufen.

survivebetter.com/de/explore/psychology/psy-group-conflict

Kindern schlechte Nachrichten überbringen

6 Schritte
  1. 1Vorbereiten – Fakten klären, eigene Gefühle kurz sortieren, einen ruhigen Ort und Zeit wählen.
  2. 2Einfach und wahr sagen – Kurze Sätze, klare Worte, keine beschönigenden Umschreibungen, die verwirren können.
  3. 3Gefühle zulassen – Weinen, Wut, Schweigen oder scheinbare Gleichgültigkeit sind möglich.
  4. 4Fragen beantworten – Ehrlich antworten; „Das weiß ich noch nicht“ ist erlaubt.
  5. 5Schuld nehmen – Ausdrücklich sagen, dass das Kind nicht schuld ist.
  6. 6Was jetzt passiert – Erklären, wer sich kümmert, wo man schläft, was als Nächstes geschieht.

Achtung: Wenn ein Kind über Wochen kaum schläft, sich stark zurückzieht, nicht mehr isst oder von Selbstverletzung spricht: Kinderarzt, Beratungsstelle oder Kinder- und Jugendpsychologen einbeziehen. Bei akuter Gefahr die lokale Notrufnummer (in der EU 112).

survivebetter.com/de/explore/psychology/psy-bad-news-children

Ältere Menschen in Krisen seelisch unterstützen

5 Schritte
  1. 1Respektvoll ansprechen – Mit Namen ansprechen, sich vorstellen, langsam und deutlich sprechen, Blickkontakt.
  2. 2Praktische Bedürfnisse – Nach Medikamenten, Hilfsmitteln, Toilette, Wärme, Essen und Trinken fragen.
  3. 3Klar informieren – Wichtige Informationen wiederholen und bei Bedarf aufschreiben (große Schrift).
  4. 4Einbeziehen – Mitentscheiden lassen und Erfahrung nutzen.
  5. 5Kontakt halten – Regelmäßig nachfragen, Angehörige erreichen helfen, Nachbarn einbinden.

Gefahr: Plötzliche Verwirrtheit, Desorientierung oder starke Veränderung des Verhaltens können ein medizinischer Notfall sein (z. B. durch Austrocknung, Hitze oder Infektion). Ärztliche Hilfe holen, bei akuter Gefahr die lokale Notrufnummer (in der EU 112).

survivebetter.com/de/explore/psychology/psy-supporting-older-people

Einsamkeit in Isolation und Abgeschiedenheit begegnen

5 Schritte
  1. 1Kontakte notieren – Wichtige Menschen und Nummern auf Papier, falls Handy oder Netz ausfallen.
  2. 2Feste Kontaktzeiten – Tägliche kurze Anrufe oder Nachrichten vereinbaren, z. B. ein „Ich bin okay“ zu einer festen Uhrzeit.
  3. 3Für andere da sein – Nachbarn anrufen, Einkäufe koordinieren, jemandem zuhören.
  4. 4Rituale – Kleine Rituale pflegen: Frühstück zur gleichen Zeit, Abendspaziergang (wenn erlaubt und sicher), Tagebuch.
  5. 5Gefühle ansprechen – Einsamkeit offen benennen.

Gefahr: Bei Gedanken an Suizid oder Selbstverletzung, bei Gefahr für andere oder wenn jemand völlig die Kontrolle verliert: sofort die lokale Notrufnummer (in der EU 112) oder eine lokale Krisenhotline anrufen und die Person nicht allein lassen.

survivebetter.com/de/explore/psychology/psy-loneliness-isolation

Humor und Moral in der Gruppe: Lachen, Rituale, kleine Erfolge

4 Schritte
  1. 1Rituale einführen – Feste gemeinsame Momente: Mahlzeit, Tee am Abend, kurze Morgenrunde mit Tagesplan.
  2. 2Kleine Erfolge sichtbar machen – Am Abend kurz sammeln: Was hat heute geklappt?
  3. 3Raum für Leichtes – Spiele, Geschichten, Musik oder Erinnerungen einplanen; jeder darf etwas beitragen.
  4. 4Stimmung lesen – Nicht jeder ist zum Scherzen aufgelegt.

Achtung: Humor auf Kosten von Verletzten, Trauernden oder Außenseitern verletzt und spaltet die Gruppe. Im Zweifel über die Situation lachen, nicht über Menschen.

survivebetter.com/de/explore/psychology/psy-humour-morale

Wenn Nachbarn Hilfe ablehnen: respektvoll anbieten, Tür offen lassen

5 Schritte
  1. 1Fragen statt bestimmen – „Brauchen Sie etwas?“ ist leichter abzulehnen als ein konkretes Angebot.
  2. 2Klein und gegenseitig – Kleine Hilfen anbieten oder um eine Gegenleistung bitten (Rat, Werkzeug leihen) – das wahrt die Würde.
  3. 3Nein akzeptieren – Ablehnung ohne Vorwürfe akzeptieren und sagen, wann man wieder vorbeischaut oder wie man erreichbar ist.
  4. 4Regelmäßig nachfragen – Kurze, verabredete Kontakte (Klingeln, Anruf, Zeichen am Fenster), besonders bei Hitze, Kälte oder Stromausfall.
  5. 5Bei Gefahr eskalieren – Wenn Lebensgefahr erkennbar ist, Notruf oder zuständige Stellen informieren – auch gegen den Wunsch der Person.

Gefahr: Wirkt jemand verwirrt, schwer krank, unterkühlt oder überhitzt oder reagiert nicht mehr: die lokale Notrufnummer (in der EU 112) anrufen. Verweigert jemand eine behördlich angeordnete Evakuierung, Einsatzkräfte informieren, statt selbst zu zwingen.

survivebetter.com/de/explore/psychology/psy-neighbours-refusing-help

Spielen in der Krise: Kindern Raum und Normalität geben

5 Schritte
  1. 1Sicheren Platz schaffen – Eine ruhige Ecke oder einen abgegrenzten Bereich festlegen, möglichst immer derselbe.
  2. 2Einfaches Material – Papier, Stifte, Karten, Würfel, Bälle, Kartons, Bücher, Lieblingsspielzeug – mehr braucht es nicht.
  3. 3Feste Spielzeiten – Spielen in den Tagesablauf einbauen, im Wechsel mit ruhigen und bewegten Spielen.
  4. 4Begleiten, nicht lenken – Kinder spielen lassen, was sie möchten; zuhören, wenn sie erzählen; Fragen ehrlich und kindgerecht beantworten.
  5. 5Beobachten – Spielt ein Kind über lange Zeit immer dieselbe belastende Szene, wirkt dabei verzweifelt oder spielt gar nicht mehr, Fachleute (Kinderarzt…

Achtung: Spielorte auf Gefahren prüfen: Trümmer, Glas, Hochwasser, Stromleitungen, Verkehr, Generatorabgase. Kinder nicht unbeaufsichtigt in fremder Umgebung spielen lassen.

survivebetter.com/de/explore/psychology/psy-children-play-crisis

Gemeinschaft stärken: Nachbarschaft als Schutzfaktor

5 Schritte
  1. 1Kennenlernen – Anlass schaffen: Hoffest, Aushang, Treffen im Treppenhaus.
  2. 2Bedarfe und Fähigkeiten sammeln – Freiwillig erfassen: Wer braucht im Notfall Unterstützung?
  3. 3Einfache Absprachen – Treffpunkt, Kontaktkette, Aushangort für Informationen, wer bei wem nachschaut.
  4. 4Üben und pflegen – Liste jährlich aktualisieren, gelegentlich etwas gemeinsam tun (Vorratstausch, Erste-Hilfe-Kurs, Gemeinschaftsgarten).
  5. 5Nach einem Ereignis – Gemeinsam aufräumen, informieren, gedenken und feiern, was gelungen ist; offizielle Hilfsangebote weitergeben.

Achtung: Nachbarschaftshilfe ersetzt keine Einsatzkräfte. Nicht in Gefahrenbereiche gehen, Anweisungen der Behörden befolgen und bei Notfällen die lokale Notrufnummer (in der EU 112) wählen.

survivebetter.com/de/explore/psychology/psy-community-resilience

Überlebenswille: die innere Haltung, die durchhalten lässt

7 Schritte
  1. 1Die Lage annehmen – Sprich es aus: „Ich sitze fest.
  2. 2Wichtiges zuerst – Ordne nach dem, was am schnellsten gefährlich wird: zuerst akute Gefahren und Verletzungen, dann Schutz vor Kälte, Nässe oder Hitze, dann…
  3. 3In kleinen Zielen denken – Denk nicht an „Wie komme ich hier raus?“, sondern an die nächste Stunde: „Unterlage fertig bauen.“ „Holz sammeln, bis die Sonne den Baum…
  4. 4Freundlich mit dir sprechen – Sprich mit dir wie mit einem guten Freund und benutze deinen Namen: „Anna, du hast die Unterlage geschafft.
  5. 5Gründe zum Durchhalten – Denk an Menschen, Tiere, Pläne, auf die du dich freust – möglichst konkret.
  6. 6Den Körper versorgen – Kälte, Durst, Hunger und Schlafmangel drücken stark auf die Stimmung.
  7. 7Rückschläge kurz zulassen – Geht das Feuer aus oder setzt Regen ein, darfst du kurz wütend oder traurig sein – auch weinen ist in Ordnung.

Gefahr: Bei Verletzung, Unterkühlung oder wenn du nicht mehr weiterweißt: sofort 112 wählen (in Österreich auch 144 Rettung und 140 Bergrettung). 112 funktioniert in der EU auch ohne Guthaben und oft über fremde Netze.

survivebetter.com/de/explore/psychology/psy-will-to-survive

Tagesablauf, Tage zählen und Notizbuch beim Warten auf Rettung

7 Schritte
  1. 1Tage markieren – Jeden Morgen eine Kerbe in einen Stock schnitzen oder einen Strich ins Notizbuch machen und das Datum dazuschreiben.
  2. 2Morgenrunde – Nach dem Aufstehen immer dieselbe Runde: Körper prüfen (Füße, Hände, Verletzungen, Wärme), Vorräte prüfen (Wasser, Essen, Batterien)…
  3. 3Tag in Blöcke teilen – Plane nach dem Tageslicht: morgens Wasser holen und Holz sammeln, mittags Signale prüfen und ruhen (bei Hitze im Schatten), nachmittags…
  4. 4Feste Signalzeiten – Leg Zeiten fest, zu denen du Signale gibst und prüfst: Signaltuch und Bodenzeichen jeden Morgen kontrollieren, zu festen Zeiten dreimal…
  5. 5Notizbuch führen – Notiere mehrmals täglich Uhrzeit, Wetter, was du getan hast, was du gegessen und getrunken hast, wie es dir körperlich geht und was du…
  6. 6Ruhe und Kraft einteilen – Ruhezeiten gehören in den Plan, nicht nur Arbeit.
  7. 7Abendrückblick – Vor der Nacht kurz aufschreiben: drei Dinge, die heute geklappt haben, und die wichtigsten Aufgaben für morgen.

Gefahr: Bei Verletzung, Unterkühlung oder wenn du nicht mehr weiterweißt: sofort 112 wählen (in Österreich auch 144 Rettung und 140 Bergrettung). 112 funktioniert in der EU auch ohne Guthaben und oft über fremde Netze.

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Kindern beibringen, was sie tun, wenn sie sich im Wald verlaufen: „Umarme einen Baum“

7 Schritte
  1. 1Pfeife, Sack und helle Kleidung – Gib jedem Kind eine eigene Signalpfeife, sicher an der Jacke befestigt, und einen großen, gefalteten Müllsack mit vorgeschnittenem…
  2. 2Stehen bleiben und einen Baum umarmen – Bring dem Kind bei: „Sobald du uns nicht mehr siehst oder hörst, bleibst du stehen und suchst dir den nächsten Baum.
  3. 3Dreimal pfeifen, lauschen – „Puste dreimal kräftig in die Pfeife, dann sei still und hör hin.
  4. 4Niemand ist böse – antworte! – Sag deinem Kind ausdrücklich: „Wenn du dich verläufst, ist niemand böse auf dich.
  5. 5Sichtbar und warm bleiben – „Zieh den Sack wie einen Regenmantel an – mit dem Gesicht durch das Loch.
  6. 6Was Eltern vorbereiten – Vor dem Ausflug ein aktuelles Foto des Kindes machen und die Farben seiner Kleidung merken.
  7. 7Spielerisch üben – Übt das Ganze im Park oder Wald wie ein Spiel: Das Kind „verläuft“ sich ein paar Meter, umarmt einen Baum, pfeift dreimal und antwortet…

Gefahr: Plastiksäcke können Kleinkinder ersticken. Das Gesichtsloch schneiden Erwachsene vorher, der Sack wird nie über den ganzen Kopf gezogen, und Säcke gehören außer Reichweite von Babys und Kleinkindern.

survivebetter.com/de/explore/psychology/psy-kids-lost-hug-a-tree

Eine kleine Gruppe im Notfall in der Wildnis führen

7 Schritte
  1. 1Eine Person entscheidet – Legt in der ersten Minute fest, wer entscheidet – am besten die erfahrenste, ruhigste Person, die nicht selbst verletzt ist.
  2. 2Durchzählen und alle prüfen – Alle durchzählen und jeden kurz fragen: Bist du verletzt?
  3. 3Lage und Plan laut besprechen – Die Leitung fasst kurz zusammen: Wo stehen wir, was ist das Ziel, was ist der Plan?
  4. 4Jedem eine Aufgabe – Verteile konkrete Aufgaben mit Namen und Zeit: „Lena und Tom: Holz sammeln, bis es dämmert.“ „Jonas: Pfeife und Signaltuch.“ „Oma: aufs…
  5. 5Auf die Schwächsten achten – Richte Tempo, Pausen und Pläne nach dem schwächsten Mitglied.
  6. 6Streit fair klären – Gibt es Widerspruch: zuhören, die Sorge mit eigenen Worten wiederholen („Du meinst, der Bach ist zu gefährlich?“), Fakten prüfen, dann…
  7. 7Regelmäßig abstimmen – Morgens und abends und nach jedem größeren Ereignis kurz zusammenkommen: Was ist erledigt?

Gefahr: Die Gruppe möglichst nicht trennen. Muss jemand Hilfe holen, gehen mindestens zwei Personen mit klarem Weg, Zeitplan und Notizen; Verletzte und Kinder werden nie allein zurückgelassen.

survivebetter.com/de/explore/psychology/psy-group-leadership-crisis