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Spickzettel für den Rucksack

Spickzettel: Signale und Kommunikation

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SurviveBetter · Spickzettel

Signale und Kommunikation

survivebetter.com
Stand 2026-10-12

Notruf 112 (EU) · Österreich Rettung 144. Ein Spickzettel erinnert nur – er ersetzt keine Ausbildung.

Notruf

Notruf absetzen: was sagen, wie erreichbar bleiben

6 Schritte
  1. 1Notruf wählen – Wähle die lokale Notrufnummer (112 in der EU).
  2. 2Wo? – Nenne den Ort so genau wie möglich: Adresse oder Weg, Gipfel, Hütte, Wegweiser, markante Punkte.
  3. 3Was ist passiert, wie viele Betroffene? – Beschreibe kurz das Ereignis, die Anzahl Betroffener und erkennbare Verletzungen oder Gefahren (Absturz, Feuer, Wasser, Wetter).
  4. 4Auf Rückfragen warten – Beantworte die Fragen der Leitstelle und befolge ihre Anweisungen.
  5. 5Erreichbar bleiben – Telefon eingeschaltet lassen, nicht für andere Gespräche nutzen, Akku schonen.
  6. 6Sich bemerkbar machen – Rettungskräfte einweisen: helle Kleidung, Licht, Pfeife, im Gelände eine Person an eine gut sichtbare Stelle schicken, wenn das sicher ist.

Gefahr: Im Zweifel früh anrufen. Die Leitstelle entscheidet, welche Hilfe nötig ist; ein früher Anruf gibt Rettungskräften Zeit, besonders vor Dunkelheit oder Wetterverschlechterung.

survivebetter.com/de/explore/signals/sig-emergency-call

Warnungen aufs Handy: Cell Broadcast und Warn-Apps einrichten

5 Schritte
  1. 1Einstellungen prüfen – Suche in den Telefoneinstellungen den Bereich für Notfallwarnungen bzw. Notfallbenachrichtigungen und prüfe, welche Stufen aktiv sind.
  2. 2Offizielle Warn-App ergänzen – Installiere die von Behörden empfohlene Warn-App deines Landes und speichere wichtige Orte (Wohnort, Arbeitsplatz, Wohnort der Eltern).
  3. 3Warntage nutzen – Bei landesweiten Probewarnungen prüfen, ob die Meldung angekommen ist, und Familienmitglieder fragen.
  4. 4Weitere Kanäle – Ein batteriebetriebenes Radio und die Bedeutung örtlicher Sirenensignale kennen – bei Strom- oder Netzausfall fallen Handywarnungen…
  5. 5Auf Reisen – Im Reiseland informieren, welche Warnsysteme es gibt; Cell-Broadcast-Meldungen kommen oft in der Landessprache.

Gefahr: Eine Warnung enthält Handlungsanweisungen. Sie befolgen (z. B. Gebiet verlassen, Gebäude aufsuchen, Fenster schließen) und nicht erst auf weitere Bestätigung warten.

survivebetter.com/de/explore/signals/sig-phone-alerts

Das Handy als Signalmittel: Licht, Bildschirm, Ton, Notruffunktion

5 Schritte
  1. 1Notruffunktion kennenlernen – Lies zu Hause in den Einstellungen nach, wie die Notruffunktion ausgelöst wird, ob sie automatisch anruft und welche Kontakte…
  2. 2Akku schonen – Energiesparmodus an, Helligkeit runter, unnötige Apps schließen.
  3. 3Licht gezielt einsetzen – Nachts mit der Taschenlampenfunktion SOS geben (··· ––– ···), wenn du Retter hörst oder siehst.
  4. 4Ton nutzen – Ein lauter Wecker oder Klingelton kann Suchende auf kurze Distanz leiten, wenn du nicht rufen kannst.
  5. 5Bildschirm als Spiegel – Bei Sonne kann das ausgeschaltete Display Licht reflektieren – schwächer als ein echter Signalspiegel, aber besser als nichts.

Gefahr: Wenn ein Telefon Netz hat, zuerst die lokale Notrufnummer (112 in der EU) anrufen. Sicht- und Schallsignale ergänzen den Notruf, sie ersetzen ihn nicht.

survivebetter.com/de/explore/signals/sig-phone-as-signal

Signalmittel

Alpines Notsignal

5 Schritte
  1. 1Signalmittel wählen – Pfeife trägt weiter als die Stimme und schont Kräfte.
  2. 2Sechs Zeichen pro Minute – Gib eine Minute lang etwa alle zehn Sekunden ein Zeichen – insgesamt sechs.
  3. 3Eine Minute Pause – Pausiere eine Minute und horche bzw. schaue nach einer Antwort.
  4. 4Wiederholen – Wiederhole den Zyklus, bis eine Antwort kommt oder Hilfe eintrifft.
  5. 5Antwort erkennen oder geben – Die Antwort lautet drei Zeichen pro Minute (etwa alle 20 Sekunden), dann eine Minute Pause.

Gefahr: Wenn möglich zuerst die lokale Notrufnummer (112 in der EU) wählen. Das Notsignal ist ein Mittel für den Fall ohne Empfang oder zur zusätzlichen Ortung durch Menschen in der Nähe.

survivebetter.com/de/explore/signals/sig-alpine-distress

Signale an Hubschrauber (Y/N) und Verhalten bei der Landung

5 Schritte
  1. 1Sichtbar positionieren – Stelle dich, wenn sicher möglich, auf offenes Gelände mit Blick zum Hubschrauber, mit möglichst kontrastreichem Hintergrund.
  2. 2„Y“ – Hilfe benötigt – Beide Arme schräg nach oben strecken und ruhig halten.
  3. 3„N“ – keine Hilfe benötigt – Einen Arm schräg nach oben, den anderen schräg nach unten strecken.
  4. 4Landeplatz sichern – Bei Annäherung lose Gegenstände festhalten oder beschweren, Abstand halten, Kopf und Augen schützen; mit dem Rücken zum Wind knien, falls…
  5. 5Auf die Crew warten – Erst nähern, wenn die Crew dazu auffordert, und nur von vorne im Sichtfeld des Piloten.

Gefahr: Rotoren sind lebensgefährlich, besonders der Heckrotor. Nie von hinten oder bergseitig nähern; nur auf Zeichen der Crew und gebückt im Sichtfeld des Piloten.

survivebetter.com/de/explore/signals/sig-helicopter-signals

Signalpfeife und Signalspiegel: Grundlagen

5 Schritte
  1. 1Pfeife griffbereit tragen – Befestige die Pfeife an Jacke oder Rucksackgurt, damit sie auch verletzt erreichbar ist.
  2. 2Im Rhythmus pfeifen – Gib kurze, kräftige Pfiffe in einem erkennbaren Rhythmus – in den Alpen das alpine Notsignal, andernorts häufig drei Pfiffe – und horche in…
  3. 3Spiegel ausrichten – Strecke einen Arm aus und bilde mit zwei Fingern ein V um das Ziel.
  4. 4Horizont absuchen – Auch ohne sichtbares Ziel kann man den Lichtfleck langsam über den Horizont oder entlang von Wegen in der Ferne wandern lassen.
  5. 5Bei Antwort einstellen – Wenn eine Antwort kommt, Signal einstellen bzw. nur noch zur Ortung einsetzen und den Anweisungen der Retter folgen.

Gefahr: Signalmittel ergänzen den Notruf. Sobald Empfang besteht, die lokale Notrufnummer (112 in der EU) wählen.

survivebetter.com/de/explore/signals/sig-whistle-mirror

Bodenzeichen für Luftfahrzeuge

5 Schritte
  1. 1Offene Fläche wählen – Suche eine freie, möglichst ebene Fläche, die von oben gut einsehbar ist: Lichtung, Wiese, Schneefeld, Strand – ohne Gefahren wie…
  2. 2Kontrast schaffen – Lege dunkles Material auf hellen Untergrund oder helles auf dunklen: Äste und Steine auf Schnee oder Sand, Rettungsdecke oder helle Planen…
  3. 3Große, einfache Zeichen – Forme so groß wie möglich ein einfaches Zeichen wie „SOS“ mit geraden Linien.
  4. 4Material sichern – Folien und Decken mit Steinen beschweren, damit Wind oder Rotorabwind sie nicht wegreißen.
  5. 5Aktiv signalisieren, wenn Luftfahrzeuge kommen – Bei Flugzeuggeräusch zusätzlich mit Spiegel, Licht oder Körperzeichen auf dich aufmerksam machen.

Gefahr: Signalfeuer nur, wo es sicher und erlaubt ist – Waldbrandgefahr und Feuerverbote beachten (lokale Regeln prüfen). Ein außer Kontrolle geratenes Feuer gefährdet dich und andere.

survivebetter.com/de/explore/signals/sig-ground-to-air

Signalfeuer und Rauchzeichen

5 Schritte
  1. 1Platz wählen – Suche eine offene, von oben gut sichtbare Stelle (Lichtung, Kuppe, Kiesbank) mit mineralischem Boden, fern von überhängenden Ästen und…
  2. 2Feuer vorbereiten – Baue Zunder, Anmachholz und Brennholz fertig auf und decke es gegen Regen ab. Lege grünes Laub oder feuchtes Material für Rauch daneben…
  3. 3Drei Feuer (wenn möglich) – Bei genug Material und sicherem Gelände drei Feuerstellen im Dreieck mit deutlichem Abstand vorbereiten.
  4. 4Erst bei Bedarf anzünden – Zünde an, sobald du ein Flugzeug oder Retter hörst oder siehst.
  5. 5Beaufsichtigen und löschen – Feuer nie unbeaufsichtigt lassen.

Gefahr: Ein Signalfeuer kann einen Flächenbrand auslösen, der dich selbst und andere gefährdet. Nur auf offenem, nicht brennbarem Untergrund, mit Abstand zu Bäumen und Bewuchs, nie bei starkem Wind oder Trockenheit. Feuerverbote und lokale Regeln beachten.

survivebetter.com/de/explore/signals/sig-signal-fire-smoke

Lichtsignale bei Nacht: SOS und Blinkzeichen

5 Schritte
  1. 1Sichtbar positionieren – Gehe an eine Stelle mit freier Sicht in die Richtung, aus der Hilfe kommen kann (Kuppe, Lichtung, Ufer), ohne dich in Gefahr zu bringen.
  2. 2SOS geben – Drei kurze Blinkzeichen, drei lange (etwa dreimal so lang), drei kurze.
  3. 3Gezielt leuchten – Richte die Lampe auf mögliche Beobachter oder schwenke sie langsam über den Horizont.
  4. 4Energie einteilen – Signale in Intervallen und dann geben, wenn du etwas hörst oder siehst.
  5. 5Nach Antwort umstellen – Wurdest du entdeckt, nicht weiter in Richtung der Retter blinken, sondern deinen Standort ruhig beleuchten und Anweisungen folgen.

Gefahr: Nie mit starken Lampen und nie mit Lasern direkt ins Cockpit eines Luftfahrzeugs leuchten. Besatzungen nutzen nachts oft Nachtsichtgeräte und können geblendet werden; Laser auf Luftfahrzeuge zu richten ist in vielen Ländern verboten. Ist man entdeckt, Licht auf den Boden oder auf sich selbst richten.

survivebetter.com/de/explore/signals/sig-light-sos

Pfeifsignale vereinbaren: drei Pfiffe für Hilfe und Gruppencodes

5 Schritte
  1. 1Hilferuf festlegen – Vereinbare: drei kurze, kräftige Pfiffe, Pause, wiederholen = „Ich brauche Hilfe“.
  2. 2Wenige Gruppensignale – Zum Beispiel ein Pfiff = „Wo bist du? / Achtung“, zwei Pfiffe = „Komm zu mir“.
  3. 3Antwort vereinbaren – Lege fest, wie geantwortet wird (z. B. dasselbe Signal zurück), damit der Rufende weiß, dass er gehört wurde.
  4. 4Mit Kindern üben – Kinder sollen wissen: Wenn du dich verlaufen hast, bleib stehen und pfeife – du bekommst keinen Ärger.
  5. 5Pausen zum Hören – Nach jeder Pfiffgruppe lauschen.

Gefahr: Wenn ein Telefon Netz hat, zuerst die lokale Notrufnummer (112 in der EU) anrufen. Sicht- und Schallsignale ergänzen den Notruf, sie ersetzen ihn nicht.

survivebetter.com/de/explore/signals/sig-whistle-codes

Auffallen mit Farbe: Signaltuch, Flagge, Kleidung

4 Schritte
  1. 1Offenen Platz wählen – Lichtung, Kuppe, Ufer, Schneefeld – dort, wo man von oben und von den Seiten gesehen wird.
  2. 2Flach auslegen – Tuch oder Rettungsdecke flach ausbreiten und mit Steinen beschweren.
  3. 3Flagge setzen – Ein Stück Stoff an einem langen Stock an einer erhöhten Stelle befestigen – sichtbar auch, während du dich ausruhst.
  4. 4Bei Annäherung schwenken – Hörst oder siehst du ein Luftfahrzeug, das Tuch in großen Bögen schwenken.

Gefahr: Lose Tücher, Planen und Rettungsdecken können vom Rotorabwind eines Hubschraubers hochgerissen werden und gefährden die Maschine. Bei Annäherung einsammeln oder fest beschweren.

survivebetter.com/de/explore/signals/sig-bright-panels

Eingeschlossen oder verschüttet: auf sich aufmerksam machen

5 Schritte
  1. 1Notruf oder Nachricht – Wenn das Telefon funktioniert: Notruf wählen oder eine Nachricht an Vertraute senden, mit möglichst genauer Lage (Gebäude, Stockwerk, Raum).
  2. 2Sich schützen – Mund und Nase bedecken, ruhig atmen, nicht unnötig bewegen.
  3. 3Klopfen – Mit einem harten Gegenstand gleichmäßig auf Rohr, Träger oder Wand klopfen, zum Beispiel drei Schläge, Pause, wiederholen.
  4. 4Pfeifen – Wenn vorhanden, in Abständen drei Pfiffe geben.
  5. 5Rufen erst bei Nähe – Hörst du Helfer, laut rufen und antworten.

Gefahr: Wenn ein Telefon Netz hat, zuerst die lokale Notrufnummer (112 in der EU) anrufen. Sicht- und Schallsignale ergänzen den Notruf, sie ersetzen ihn nicht.

survivebetter.com/de/explore/signals/sig-trapped-signalling

Aus Haus oder Wohnung auf Not aufmerksam machen (z. B. bei Hochwasser)

5 Schritte
  1. 1Notruf versuchen – Notruf wählen; wenn nicht möglich, Nachricht an Vertraute mit Adresse und Zahl der Personen senden.
  2. 2Sicheren, sichtbaren Ort wählen – Höchstes erreichbares Stockwerk mit Fenster oder Balkon zur Straße oder zum Wasser hin.
  3. 3Helles Tuch aushängen – Bettlaken oder Tuch aus dem Fenster hängen; wenn möglich groß „SOS“ oder „HILFE“ und die Zahl der Personen darauf schreiben.
  4. 4Bei Sichtkontakt bewegen – Kommen Boot, Fahrzeug oder Hubschrauber in Sicht, mit Tuch oder Armen deutlich winken und pfeifen.
  5. 5Nachts Licht – Taschenlampe oder Handylicht in Abständen blinken lassen – Akku sparen.

Gefahr: Wenn ein Telefon Netz hat, zuerst die lokale Notrufnummer (112 in der EU) anrufen. Sicht- und Schallsignale ergänzen den Notruf, sie ersetzen ihn nicht.

survivebetter.com/de/explore/signals/sig-signals-from-buildings

Internationale Notsignale auf See: Überblick

4 Schritte
  1. 1Signale kennen – Wichtige Notsignale: MAYDAY über Funk, SOS (Licht oder Schall), rote Leuchtsignale, orangefarbener Rauch, langsames Heben und Senken beider…
  2. 2Passende Mittel mitführen – Was an Bord sein muss oder sinnvoll ist, hängt von Bootsart, Fahrtgebiet und Land ab. Mindestens Pfeife, Lampe und ein wasserdicht…
  3. 3Vor der Fahrt prüfen – Ablaufdaten, Batterien und Zugriff prüfen: Signalmittel müssen erreichbar sein, auch wenn das Boot kentert.
  4. 4Im Notfall – Zuerst Notruf über Funk oder Telefon, dann Sichtsignale, wenn Schiffe oder Luftfahrzeuge in Sicht sind.

Gefahr: Pyrotechnische Signale (Handfackeln, Raketen, Rauchsignale) sind gefährlich: nur nach Herstellerangaben und lokalen Regeln verwenden, lagern und entsorgen. Abgelaufene Signalmittel nicht selbst entsorgen oder abbrennen.

survivebetter.com/de/explore/signals/sig-sea-distress-overview

Auf Suchende reagieren: antworten, bleiben, sichtbar sein

5 Schritte
  1. 1Bleiben – Sobald klar ist, dass du verirrt bist: an einem sicheren Platz bleiben, möglichst am Rand einer Lichtung oder an einem Weg.
  2. 2Sichtbar machen – Helle Kleidung oder Tuch auslegen, nachts Licht bereithalten.
  3. 3In Abständen signalisieren – Drei Pfiffe, Pause, wiederholen.
  4. 4Antworten – Hörst du Rufe, Pfiffe oder siehst Licht: sofort antworten und weiter signalisieren, bis die Suchenden bei dir sind.
  5. 5Mit Kindern vorher üben – Kindern beibringen: Wenn du dich verläufst, bleib bei einem Baum, pfeif und antworte, wenn jemand ruft – auch Fremden in Rettungskleidung.

Gefahr: Wenn ein Telefon Netz hat, zuerst die lokale Notrufnummer (112 in der EU) anrufen. Sicht- und Schallsignale ergänzen den Notruf, sie ersetzen ihn nicht.

survivebetter.com/de/explore/signals/sig-responding-to-searchers

Von oben gefunden werden: Hubschrauber, Flugzeuge, Drohnen

5 Schritte
  1. 1Offene Stelle suchen – Lichtung, Wiese, Grat, Schneefläche oder Strand in der Nähe – nur wenn sicher erreichbar.
  2. 2Kontrast auslegen – Helle oder leuchtende Kleidung, Rucksack, Tuch flach ausbreiten; wenn möglich ein großes Bodenzeichen.
  3. 3Bei Sicht bewegen – Hörst oder siehst du ein Luftfahrzeug oder eine Drohne: mit Tuch oder beiden Armen winken, Signalspiegel benutzen, nachts Licht blinken…
  4. 4Hilfebedarf zeigen – Beide Arme schräg nach oben (Y-Zeichen) bedeutet „Ja, Hilfe nötig“; einen Arm hoch, einen unten bedeutet „Nein“.
  5. 5Auf Anweisung warten – Nach dem Entdecken am Platz bleiben, lose Gegenstände sichern und den Anweisungen der Crew folgen.

Gefahr: Wenn ein Telefon Netz hat, zuerst die lokale Notrufnummer (112 in der EU) anrufen. Sicht- und Schallsignale ergänzen den Notruf, sie ersetzen ihn nicht.

survivebetter.com/de/explore/signals/sig-aerial-search-visibility

Im Dunkeln gesehen werden: Reflektoren, Warnweste, Licht

5 Schritte
  1. 1Ausrüsten – Warnweste im Auto in Griffweite (nicht im Kofferraum), Reflektorbänder und eine kleine Lampe in Jacke oder Rucksack.
  2. 2Vor dem Aussteigen anziehen – Bei einer Panne die Weste im Fahrzeug anziehen, dann auf der verkehrsabgewandten Seite aussteigen, wenn möglich.
  3. 3Reflektoren an bewegten Stellen – Reflektierende Bänder an Knöcheln und Handgelenken machen Bewegung erkennbar.
  4. 4Richtig gehen – Auf Straßen ohne Gehweg so gehen, wie es die lokalen Regeln vorsehen – vielerorts dem Gegenverkehr entgegen –, hintereinander und am Rand.
  5. 5Eigenes Licht – Lampe einschalten, wenn Fahrzeuge kommen; in der Gruppe zumindest vorne und hinten ein Licht.

Gefahr: Auch mit Warnweste ist der Aufenthalt auf der Fahrbahn lebensgefährlich. Bei einer Panne möglichst hinter der Leitplanke oder weit abseits warten und die lokale Notrufnummer (112 in der EU) oder den Pannendienst anrufen.

survivebetter.com/de/explore/signals/sig-reflective-visibility

Funk und Satellit

Notfallinformationen per Radio bei Katastrophen

5 Schritte
  1. 1Radio vorbereiten – Lege ein Radio mit Batterie-, Akku- oder Kurbelbetrieb zu den Vorräten und lagere passende Ersatzbatterien.
  2. 2Sender notieren – Notiere auf Papier die Frequenzen regionaler öffentlicher Sender und lege den Zettel zum Radio.
  3. 3Regelmäßig hören – Höre in einer Lage zu festen Zeiten Nachrichten, statt das Radio dauernd laufen zu lassen – das spart Energie.
  4. 4Anweisungen befolgen – Befolge Hinweise der Behörden, z. B. zu Evakuierung, Schutz in Gebäuden oder Anlaufstellen.
  5. 5Regelmäßig prüfen – Teste das Radio und die Batterien in regelmäßigen Abständen.

Gefahr: Bei Gefahr für Leben und Gesundheit immer versuchen, die lokale Notrufnummer (112 in der EU) zu erreichen; ist das nicht möglich, Hinweise der Behörden zu Anlaufstellen beachten.

survivebetter.com/de/explore/signals/sig-radio-disaster

Persönliche Notfunkbake (PLB): Funktion, Registrierung, Auslösen

5 Schritte
  1. 1Registrieren – Registriere die Bake bei der zuständigen nationalen Stelle und halte Kontaktdaten aktuell.
  2. 2Vor der Tour prüfen – Selbsttest nur so durchführen, wie der Hersteller es beschreibt; Batterie- und Ablaufdatum prüfen.
  3. 3Am Körper tragen – Trage die PLB am Körper (Weste, Schultergurt), nicht im Rucksack, der bei einem Sturz oder auf dem Wasser verloren gehen kann.
  4. 4Im Notfall auslösen – Antenne ausklappen, Gerät auslösen, mit freier Sicht zum Himmel halten bzw. ablegen.
  5. 5Eingeschaltet lassen und bleiben – Lass das Gerät bis zur Rettung eingeschaltet, bleib nach Möglichkeit an einem Ort und nutze zusätzlich Sicht- und Schallsignale.

Gefahr: Eine PLB ist für ernste und unmittelbare Gefahr gedacht. Nach dem Auslösen eingeschaltet lassen, an einem Ort bleiben und die Antenne nach Anleitung frei zum Himmel halten.

survivebetter.com/de/explore/signals/sig-plb-beacon

Satelliten-Messenger und Satelliten-SOS am Telefon

4 Schritte
  1. 1Einrichten – Dienst aktivieren, Notfallkontakte und medizinische Hinweise hinterlegen, vordefinierte Nachrichten anlegen.
  2. 2Testen – Vor der Tour eine Testnachricht (nicht SOS) unter freiem Himmel senden und den Empfang bestätigen lassen.
  3. 3Absprachen treffen – Mit der Kontaktperson vereinbaren, wann Lebenszeichen kommen und was zu tun ist, wenn sie ausbleiben.
  4. 4Im Notfall SOS – SOS auslösen, Gerät mit freier Himmelssicht platzieren, auf Rückfragen antworten und Akku schonen.

Gefahr: Den SOS-Modus nur in echter Not auslösen und danach eingeschaltet lassen. Rückfragen der Notrufzentrale beantworten – Art des Notfalls, Zahl der Personen, Verletzungen.

survivebetter.com/de/explore/signals/sig-satellite-messenger

Seefunk (UKW): Notruf mit MAYDAY – Grundlagen

5 Schritte
  1. 1DSC-Notalarm (wenn vorhanden) – Abdeckung der Notruftaste öffnen und Taste gedrückt halten, bis der Alarm gesendet ist.
  2. 2Kanal 16, hohe Leistung – Gerät auf Kanal 16 und hohe Sendeleistung stellen.
  3. 3MAYDAY-Meldung – „MAYDAY, MAYDAY, MAYDAY – hier ist [Schiffsname dreimal, Rufzeichen/MMSI] – MAYDAY [Schiffsname] – Position – Art der Notlage – benötigte…
  4. 4Hören und wiederholen – Nach der Meldung loslassen und hören.
  5. 5Anweisungen befolgen – Antworten der Küstenfunkstelle befolgen, Funkverkehr knapp halten und Akku schonen.

Gefahr: MAYDAY ist nur für ernste und unmittelbare Gefahr für Personen oder das Fahrzeug bestimmt. Für dringende, aber nicht lebensbedrohliche Lagen gibt es PAN PAN. Missbrauch ist in vielen Ländern strafbar.

survivebetter.com/de/explore/signals/sig-marine-vhf

Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS): Grundlagen – nur mit Ausbildung

5 Schritte
  1. 1Am Körper tragen – Das Gerät im Tragesystem unter der äußeren Kleidungsschicht tragen, nicht im Rucksack.
  2. 2Gruppencheck vor dem Start – Vor jeder Tour Batterie und Senden/Empfangen aller Geräte in der Gruppe prüfen, wie im Kurs gelernt.
  3. 3Unterwegs auf Senden – Während der Tour bleibt das Gerät auf Senden.
  4. 4Im Ernstfall: Alarm und Suche – Rettung alarmieren, Lawinenkegel beobachten, Geräte auf Suchen, nach dem trainierten Ablauf suchen, sondieren und schaufeln.
  5. 5Regelmäßig üben – Jede Saison mehrmals üben, auch Mehrfachverschüttungen, wie in Kursen angeboten.

Gefahr: Ein LVS verhindert keine Lawine. Die wichtigste Maßnahme ist, gefährliches Gelände zu meiden: Lawinenbulletin lesen, Gelände beurteilen, im Zweifel verzichten.

survivebetter.com/de/explore/signals/sig-avalanche-transceiver

Handfunkgeräte in Gruppe und Familie: Nutzung und Funkdisziplin

5 Schritte
  1. 1Einrichten – Alle Geräte auf denselben Kanal (und ggf. denselben Untercode) stellen, Ausweichkanal vereinbaren und auf einer Karte notieren.
  2. 2Rufzeiten festlegen – Feste Zeiten vereinbaren (z. B. zur vollen Stunde), zu denen alle einschalten.
  3. 3Erst hören, dann sprechen – Vor dem Senden kurz hören, ob der Kanal frei ist.
  4. 4Kurz und klar – Wer ruft wen, Nachricht, „Ende“ bzw. „over“.
  5. 5Notfall hat Vorrang – Hört man einen Notfall, den Kanal freihalten und helfen, z. B. indem man Hilfe per Telefon verständigt.

Achtung: Funk ist rechtlich geregelt. Welche Geräte lizenzfrei sind, mit welcher Leistung und auf welchen Frequenzen, unterscheidet sich je nach Land. Lokale Regeln prüfen; Geräte aus anderen Ländern sind nicht automatisch erlaubt.

survivebetter.com/de/explore/signals/sig-two-way-radio

Energie und Planung

Auffindbar bleiben: Tourenplan, an Ort bleiben, Spuren hinterlassen

5 Schritte
  1. 1Tourenplan hinterlassen – Route, Alternativen, Teilnehmer, Ausrüstung, Fahrzeug und späteste Rückkehrzeit einer Kontaktperson geben – mit der Anweisung, ab wann sie…
  2. 2Im Notfall bleiben – Wenn jemand von dir weiß und der Ort sicher ist: bleiben.
  3. 3Signale vorbereiten – Pfeife um den Hals, Lampe griffbereit, Tuch oder Bodenzeichen ausgelegt.
  4. 4Erreichbar bleiben – Telefon an vereinbarten Zeiten einschalten oder im Energiesparmodus lassen, Rückrufe annehmen, auch unbekannte Nummern.
  5. 5Wenn du gehen musst: Spuren legen – Hinterlasse am Ausgangspunkt eine Notiz mit Uhrzeit und Richtung, lege Pfeile aus Steinen oder Ästen und bleib nach Möglichkeit auf Wegen.

Gefahr: Wenn ein Telefon Netz hat, zuerst die lokale Notrufnummer (112 in der EU) anrufen. Sicht- und Schallsignale ergänzen den Notruf, sie ersetzen ihn nicht.

survivebetter.com/de/explore/signals/sig-staying-findable

Energieplan für Notfallkommunikation: Akkus, Kälte, Reserve

5 Schritte
  1. 1Voll geladen starten – Alle Geräte und Powerbanks vor der Tour laden, Ersatzbatterien prüfen, Kabel einpacken.
  2. 2Verbrauch senken – Energiesparmodus, niedrige Bildschirmhelligkeit, unnötige Funkverbindungen und Hintergrund-Apps aus.
  3. 3Warm halten – Telefon und Ersatzakkus körpernah tragen (Innentasche), nachts mit in den Schlafsack nehmen.
  4. 4Feste Zeiten – Bei fehlendem Netz das Telefon nicht dauernd suchen lassen: Flugmodus und zu vereinbarten Zeiten kurz einschalten – wenn eine Kontaktperson…
  5. 5Reserve nicht anrühren – Die festgelegte Notreserve nur für Notruf, Ortung und Kontakt mit Rettern verwenden.

Achtung: Lege eine Reserve fest, die nur für Notruf und Rettung verwendet wird – z. B. eine Powerbank oder einen Mindest-Akkustand des Telefons – und halte dich daran.

survivebetter.com/de/explore/signals/sig-battery-planning

Wenn Netze überlastet sind: Nachrichten statt Anrufe

5 Schritte
  1. 1Vorher planen – Eine Kontaktperson außerhalb der Region vereinbaren, bei der sich alle melden.
  2. 2Erst Nachricht – Nach einem Ereignis eine kurze Nachricht schicken: „Bin [Ort], unverletzt, melde mich um [Zeit]“.
  3. 3Anrufe kurz halten – Wenn ein Anruf nötig ist, kurz halten und Wesentliches zuerst sagen.
  4. 4Status einmal teilen – Eine Statusmeldung an Familie oder in einer vereinbarten Gruppe erspart viele Einzelanrufe.
  5. 5Akku schonen – Bildschirm dunkel, unnötige Apps schließen, zu vereinbarten Zeiten nachsehen.

Gefahr: In akuter Gefahr nicht auf Nachrichten an Angehörige setzen, sondern die lokale Notrufnummer (112 in der EU) anrufen. Notrufnummern nicht für allgemeine Auskünfte nutzen.

survivebetter.com/de/explore/signals/sig-congested-networks