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Spickzettel für den Rucksack

Spickzettel: Unterkunft und Schutz

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SurviveBetter · Spickzettel

Unterkunft und Schutz

survivebetter.com
Stand 2026-10-12

Notruf 112 (EU) · Österreich Rettung 144. Ein Spickzettel erinnert nur – er ersetzt keine Ausbildung.

Grundlagen und Standort

Wie der Körper Wärme verliert

4 Schritte
  1. 1Leitung unterbrechen – Nie direkt auf Boden, Schnee oder Fels sitzen oder liegen.
  2. 2Konvektion bremsen – Windgeschützten Platz wählen, die geschlossene Seite der Unterkunft in den Wind drehen und eine winddichte Außenschicht tragen.
  3. 3Strahlung abschirmen – Ein Dach über dem Schlafplatz verringert die Abstrahlung an den klaren Nachthimmel.
  4. 4Verdunstung begrenzen – Vor dem Schwitzen Schichten ablegen, nasse Kleidung wechseln, sobald trockene vorhanden ist, und Regenschutz früh anziehen.

Gefahr: Unterkühlung kann auch bei Temperaturen über dem Gefrierpunkt entstehen, besonders bei Nässe und Wind. Starkes Zittern, Verwirrtheit, ungeschickte Bewegungen oder Schläfrigkeit sind Warnzeichen: Schutz vor Wind und Nässe suchen und bei Verschlechterung den Notruf wählen.

survivebetter.com/de/explore/shelter/shelter-heat-loss

Standortwahl für die Unterkunft

6 Schritte
  1. 1Früh suchen – Den Platz bei Tageslicht wählen.
  2. 2Nach oben schauen – Bäume, Äste und Hänge über dem Platz prüfen: tote Äste, abgestorbene Bäume, lose Steine, Steinschlagspuren am Hangfuß.
  3. 3Nach unten schauen – Senken, Rinnen, Bachbetten und Spülsäume meiden.
  4. 4Wind einschätzen – Windrichtung bestimmen und natürlichen Schutz durch Gelände, Felsen oder dichten Bewuchs nutzen, ohne in eine Kaltluftsenke zu geraten.
  5. 5Ebene Liegefläche finden – Eine ebene, leicht erhöhte Fläche wählen, auf der Regenwasser abläuft statt sich zu sammeln.
  6. 6Regeln beachten – Örtliche Vorschriften zu Übernachten, Feuer und Schutzgebieten beachten – sie unterscheiden sich stark zwischen Ländern und Regionen.

Gefahr: Nie unter toten Ästen oder abgestorbenen, schief stehenden Bäumen lagern. Sie können ohne Vorwarnung fallen, besonders bei Wind, Nässe oder Schneelast.

survivebetter.com/de/explore/shelter/shelter-site-selection

Baumlöcher im Tiefschnee: Gefahr statt Unterschlupf

5 Schritte
  1. 1Erkennen – Bei viel Neuschnee und dichtem Nadelwald mit Baumlöchern rechnen, auch wenn keine Mulde sichtbar ist.
  2. 2Abstand halten – Im Tiefschnee möglichst weiten Abstand zu Stämmen halten, vor allem bei Abfahrten.
  3. 3Partner in Sicht – Zu zweit oder in der Gruppe so unterwegs sein, dass man sich gegenseitig sieht und hört.
  4. 4Wenn du fällst – Wenn möglich an Ästen oder Stamm festhalten, Hände vor dem Gesicht einen Atemraum schaffen, ruhig bleiben, um nicht tiefer einzusinken, und…
  5. 5Als Unterschlupf meiden – Für ein Notbiwak einen Platz im Windschatten neben dem Baum wählen, nicht im Trichter, und auf Schnee in den Ästen darüber achten.

Gefahr: Ein Sturz kopfüber in ein Baumloch kann zum Ersticken im Schnee führen. Abstand zu Bäumen im Tiefschnee halten, nie allein im Tiefschnee-Wald unterwegs sein und Begleitung immer in Sichtweite halten.

survivebetter.com/de/explore/shelter/shelter-tree-well-hazard

Natürliche Unterstände: Felsüberhang, Wurzelteller, Geländekante

5 Schritte
  1. 1Nach oben prüfen – Fels auf Risse, lose Blöcke und frische Bruchstellen prüfen; am Boden nach heruntergefallenen Steinen schauen.
  2. 2Wasserwege prüfen – Nicht in Rinnen, Bachbetten oder Senken lagern; nach Treibgut und Schwemmlinien suchen.
  3. 3Auf Tiere achten – Spuren, Kot oder Nester sind ein Zeichen, dass der Platz bereits genutzt wird – dann weiterziehen.
  4. 4Nur vorderen Bereich nutzen – Unter dem offenen Überhang bleiben, nicht in dunkle Bereiche oder Stollen vordringen.
  5. 5Isolieren und schließen – Isomatte oder trockenes Material unterlegen; die offene Seite mit Tarp, Rucksack oder Rettungsdecke gegen Wind schließen.

Gefahr: Unter Überhängen auf Steinschlag achten: frische Bruchstellen, Steine am Boden und lose Blöcke sind Warnzeichen. Bei Frost-Tau-Wechsel und Regen ist Steinschlag häufiger.

survivebetter.com/de/explore/shelter/shelter-rock-overhang

Tarp und Zelt

Tarp als A-Frame

7 Schritte
  1. 1Platz und Ausrichtung wählen – Einen sicheren Standort zwischen zwei tragfähigen Bäumen wählen.
  2. 2Firstleine spannen – Die Leine an einem Baum mit einem Palstek oder Mastwurf befestigen, am anderen Ende mit einem Spannschlag oder zwei halben Schlägen straff…
  3. 3Tarp auflegen – Das Tarp mittig über die Leine legen, sodass beide Seiten gleich weit herunterhängen.
  4. 4Ecken abspannen – Die vier Ecken diagonal nach außen ziehen und mit Heringen oder angespitzten Stöcken abspannen.
  5. 5Faltenfrei spannen – Die Dachflächen so spannen, dass keine Mulden entstehen, in denen sich Wasser sammelt.
  6. 6Tropfstopp und Boden – Ein kurzes Schnurstück an der Firstleine kurz vor dem Tarp herabhängen lassen, damit an der Leine entlanglaufendes Wasser dort abtropft.
  7. 7Nachspannen – Nach einiger Zeit und bei Wetterwechsel nachspannen – nasse Leinen und Tarps dehnen sich.

Achtung: Nur gesunde, lebende Bäume als Anker nutzen und vor dem Aufbau nach toten Ästen darüber schauen.

survivebetter.com/de/explore/shelter/shelter-tarp-a-frame

Tarp als Lean-to (Pultdach)

6 Schritte
  1. 1Windrichtung bestimmen – Windrichtung prüfen und abschätzen, ob sie stabil bleibt.
  2. 2Firstleine spannen – Die Leine zwischen zwei Bäumen quer zur Windrichtung spannen, an einem Ende mit Palstek oder Mastwurf, am anderen mit Spannschlag oder zwei…
  3. 3Hohe Kante befestigen – Eine lange Kante des Tarps an der Firstleine befestigen, die Ecken mit kurzen Leinen an der Leine oder den Bäumen sichern.
  4. 4Windseite abspannen – Die gegenüberliegende Kante auf der Windseite straff zum Boden ziehen und mit Heringen oder Stöcken befestigen.
  5. 5Kante abdichten und Boden – Die bodennahe Kante möglichst lückenlos abspannen, damit kein Wind darunter hindurchzieht.
  6. 6Wetter beobachten – Bei drehendem Wind rechtzeitig umbauen – etwa zum A-Frame –, statt in der Nacht davon überrascht zu werden.

Achtung: Nur gesunde, lebende Bäume als Anker nutzen und vor dem Aufbau nach toten Ästen darüber schauen.

survivebetter.com/de/explore/shelter/shelter-tarp-lean-to

Tarp als Diamant / Pflugspitze (eine Ecke hoch)

5 Schritte
  1. 1Windrichtung bestimmen – Lege fest, aus welcher Richtung Wind und Regen kommen.
  2. 2Niedrige Ecke fixieren – Stecke die Ecke, die in den Wind zeigt, fest in den Boden.
  3. 3Hohe Ecke anheben – Binde die gegenüberliegende Ecke an Baum oder Stock auf etwa Sitz- bis Brusthöhe.
  4. 4Seitenecken abspannen – Spanne beide Seitenecken nach außen und leicht nach hinten ab, bis die Flächen glatt sind.
  5. 5Nachspannen und prüfen – Falten glätten, Spannknoten nachziehen, unter das Tarp legen und prüfen, ob Füße und Kopf geschützt sind.

Gefahr: Nicht unter toten Bäumen, abgebrochenen oder hängenden Ästen aufbauen – sie können bei Wind, Schnee- oder Eislast ohne Vorwarnung herabfallen. Vor dem Aufbau nach oben schauen.

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Tarp als C-Fly (Pultdach mit Bodenplane)

5 Schritte
  1. 1Firstleine spannen – Spanne eine Leine zwischen zwei Bäumen auf etwa Brust- bis Schulterhöhe, quer zur Windrichtung.
  2. 2Tarp ungleich auflegen – Lege das Tarp so über die Leine, dass vorn nur ein kurzes Vordach überhängt und hinten der lange Teil zum Boden reicht.
  3. 3Rückwand abspannen – Stecke die Rückwand an der Bodenlinie straff ab, sodass sie steil abfällt.
  4. 4Boden umschlagen – Schlage den Rest des Tarps nach vorn unter das Dach als Bodenplane.
  5. 5Vordach abspannen – Spanne das kurze Vordach mit zwei Leinen nach vorn und unten ab.

Gefahr: Nicht unter toten Bäumen, abgebrochenen oder hängenden Ästen aufbauen – sie können bei Wind, Schnee- oder Eislast ohne Vorwarnung herabfallen. Vor dem Aufbau nach oben schauen.

survivebetter.com/de/explore/shelter/shelter-tarp-c-fly

Tarpzelt mit geschlossener Rückwand

5 Schritte
  1. 1Wetterseite festlegen – Bestimme, aus welcher Richtung Wind und Regen kommen.
  2. 2Firstleine niedrig spannen – Spanne eine Firstleine oder stelle einen Stock am Eingang auf.
  3. 3Ende einschlagen – Falte das hintere Ende des Tarps zu einem Dreieck ein, sodass die Stirnseite geschlossen ist, und stecke die Faltecken ab.
  4. 4Seiten abspannen – Spanne die Seiten straff und gleichmäßig ab; zuerst die Ecken, dann die Mittelpunkte.
  5. 5Innenraum prüfen – Hineinlegen, Länge prüfen, Lüftung am Eingang sicherstellen, nach Regen und Wind nachspannen.

Gefahr: Nicht unter toten Bäumen, abgebrochenen oder hängenden Ästen aufbauen – sie können bei Wind, Schnee- oder Eislast ohne Vorwarnung herabfallen. Vor dem Aufbau nach oben schauen.

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Tarp als Adirondack (Pultdach mit Seitenwänden)

5 Schritte
  1. 1Firstleine spannen – Firstleine zwischen zwei Bäumen auf Brust- bis Kopfhöhe spannen, Rücken zum Wind.
  2. 2Tarp versetzt auflegen – Tarp so über die Leine legen, dass hinten genug Fläche für Rückwand und an den Seiten genug für Wände bleibt.
  3. 3Rückwand abspannen – Rückseite straff zum Boden abspannen.
  4. 4Seitenwände herunterziehen – Die seitlichen Ecken nach vorn unten ziehen und abspannen, sodass die Seiten geschlossen sind.
  5. 5Front sichern – Vordere Kante mit Leinen leicht nach vorn abspannen, damit sie nicht flattert.

Gefahr: Nicht unter toten Bäumen, abgebrochenen oder hängenden Ästen aufbauen – sie können bei Wind, Schnee- oder Eislast ohne Vorwarnung herabfallen. Vor dem Aufbau nach oben schauen.

survivebetter.com/de/explore/shelter/shelter-tarp-adirondack

Hängematte mit Tarp

6 Schritte
  1. 1Bäume wählen – Zwei gesunde, lebende Bäume ohne tote Äste darüber wählen.
  2. 2Hängematte aufhängen – Mit leichtem Durchhang aufhängen; zu straff gespannte Hängematten sind unbequem und belasten Bäume und Aufhängung stärker.
  3. 3Tarp darüber spannen – Firstleine über der Hängematte spannen, Tarp als A-Frame oder Diamant abspannen, sodass beide Enden überdeckt sind.
  4. 4Tropfschnüre anbringen – Kurze Schnüre an den Aufhängungen verhindern, dass Regenwasser entlang der Gurte in die Hängematte läuft.
  5. 5Unterseite isolieren – Isomatte in die Hängematte legen oder Unterquilt anbringen, dann erst den Schlafsack.
  6. 6Testen – Vorsichtig belasten, diagonal hineinlegen (liegt flacher) und prüfen, ob das Tarp ausreichend überdeckt.

Gefahr: Nicht unter toten Bäumen, abgebrochenen oder hängenden Ästen aufbauen – sie können bei Wind, Schnee- oder Eislast ohne Vorwarnung herabfallen. Vor dem Aufbau nach oben schauen.

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Geplantes Biwak im Biwaksack

5 Schritte
  1. 1Platz wählen – Ebener, leicht erhöhter Platz im Windschatten, ohne Steinschlag- oder Astbruchgefahr, nicht in Senken.
  2. 2Isomatte einlegen – Isomatte in den Biwaksack oder darunter legen, dann den Schlafsack hinein.
  3. 3Ausrüstung sichern – Schuhe und Ausrüstung trocken in Packsack oder Rucksack verstauen, Lampe griffbereit.
  4. 4Öffnung einstellen – Kopföffnung so einstellen, dass Regen abgehalten wird, aber frische Luft zum Gesicht gelangt.
  5. 5Morgens auslüften – Biwaksack und Schlafsack auslüften und bei Gelegenheit trocknen.

Gefahr: Gesicht und Atemöffnung nie vollständig verschließen. Einen Biwaksack nie über den Kopf zuziehen, wenn er nicht dafür gebaut ist; Plastiksäcke niemals über den Kopf.

survivebetter.com/de/explore/shelter/shelter-bivy-bag

Zelt aufbauen bei Wind und Regen

7 Schritte
  1. 1Geschützten Platz suchen – Natürlichen Windschatten nutzen, aber keine Senke; nach oben auf tote Äste schauen.
  2. 2Ausrichten – Das niedrige oder schmale Ende in den Wind, Eingang auf die windabgewandte Seite.
  3. 3Zuerst windseitig sichern – Das Zelt liegend ausbreiten und die windzugewandten Ecken zuerst abspannen; das Zelt nie loslassen.
  4. 4Gestänge einsetzen – Gestänge einziehen und aufrichten.
  5. 5Alle Leinen abspannen – Alle Abspannleinen nutzen und straffen; Heringe schräg vom Zelt weg setzen, in weichem Boden mit Steinen oder als vergrabene Anker sichern.
  6. 6Lüften und Abstand – Lüfter offen halten, Innenzelt darf das Außenzelt nicht berühren.
  7. 7Nachts kontrollieren – Bei zunehmendem Wind Leinen nachspannen; Schnee vom Außenzelt klopfen.

Gefahr: Ein Zelt schützt nicht vor Blitzen. Bei Gewitter Grate, Gipfel, einzelne Bäume und offene Flächen meiden und rechtzeitig in Gebäude oder Fahrzeuge ausweichen.

survivebetter.com/de/explore/shelter/shelter-tent-wind-rain

Hängematte richtig aufhängen: Gurte, Winkel, Liegeposition

6 Schritte
  1. 1Bäume prüfen – Zwei lebende, gesunde Bäume ohne tote Äste darüber wählen.
  2. 2Baumgurte anlegen – Breite Gurte etwa auf Kopfhöhe um die Stämme legen.
  3. 3Durchhang einstellen – Hängematte mit deutlichem Durchhang einhängen statt straff zu spannen; die Aufhängung soll schräg nach unten laufen.
  4. 4Höhe prüfen – Belastet sollte die Hängematte etwa auf Sitzhöhe hängen.
  5. 5Von unten isolieren – Unterquilt außen anbringen oder eine Isomatte in die Hängematte legen.
  6. 6Diagonal liegen – Schräg in die Hängematte legen – Kopf etwas links oder rechts der Mitte, Füße zur anderen Seite.

Gefahr: Nicht unter toten Bäumen, abgebrochenen oder hängenden Ästen aufbauen – sie können bei Wind, Schnee- oder Eislast ohne Vorwarnung herabfallen. Vor dem Aufbau nach oben schauen.

survivebetter.com/de/explore/shelter/shelter-hammock-hang

Zelt aufbauen: Grundablauf bei ruhigem Wetter

7 Schritte
  1. 1Platz prüfen – Eben, leicht erhöht, frei von Steinen und Wurzeln, nicht in einer Senke oder einem Bachbett, keine toten Äste darüber.
  2. 2Auslegen – Unterlage und Zelt auslegen; die Unterlage darf nicht über den Zeltrand hinausragen, sonst sammelt sie Regen unter dem Boden.
  3. 3Heringe setzen – Heringe senkrecht oder leicht vom Zelt weg geneigt einsetzen, die Leine im rechten Winkel zum Hering.
  4. 4Stangen und Zelt aufstellen – Stangen nach Anleitung einführen; Steckverbindungen vollständig schließen, damit sie nicht splittern.
  5. 5Abspannen – Alle Leinen anbringen und gleichmäßig spannen, bis das Außenzelt faltenfrei ist und das Innenzelt nicht berührt.
  6. 6Lüftung öffnen – Lüftungsöffnungen öffnen, auch bei kühlem Wetter, um Kondenswasser zu verringern.
  7. 7Nachspannen – Nach einer Stunde und vor dem Schlafen nachspannen – viele Zeltstoffe dehnen sich bei Nässe und Kälte.

Gefahr: Nicht unter toten Bäumen, abgebrochenen oder hängenden Ästen aufbauen – sie können bei Wind, Schnee- oder Eislast ohne Vorwarnung herabfallen. Vor dem Aufbau nach oben schauen.

survivebetter.com/de/explore/shelter/shelter-tent-pitching-basics

Zelt auf Schnee aufbauen

6 Schritte
  1. 1Sicheren Platz wählen – Flaches Gelände abseits von Hängen, Hangfüßen, Wechten und Bäumen mit Schneelast.
  2. 2Plattform festtreten – Mit Ski oder Schneeschuhen eine Fläche größer als das Zelt eben festtreten und kurz ruhen lassen, wenn Zeit ist.
  3. 3Anker vorbereiten – Leinen an Stöcken, Ski, Stöcken oder mit Schnee gefüllten Säcken befestigen und diese quer zur Zugrichtung eingraben.
  4. 4Zelt aufstellen – Zelt gegen Wegwehen sichern (immer festhalten oder anbinden), Windseite zuerst verankern, dann aufstellen und alle Leinen spannen.
  5. 5Vorzelt ausheben – Im Vorzelt eine Grube ausheben – erleichtert Sitzen und Schuhe anziehen.
  6. 6Nachts kontrollieren – Lüftungen offen halten, Schneelast abklopfen, Leinen nachspannen.

Gefahr: Lawinengelände ist nicht Gegenstand dieses Eintrags. Nie an oder unter Hängen, Wechten oder in Rinnen lagern. Wer sich in steilem Schneegelände bewegt, braucht eine lawinenkundliche Ausbildung und den aktuellen Lawinenlagebericht.

survivebetter.com/de/explore/shelter/shelter-tent-on-snow

Tarp als offenes Dach (Flachdach / Gemeinschaftsdach)

5 Schritte
  1. 1Platz wählen – Windgeschützt, ohne tote Äste, mit Ankerpunkten in passendem Abstand.
  2. 2Ecken anheben – Ecken an Bäumen oder mit Stangen und je zwei Abspannleinen befestigen.
  3. 3Gefälle einbauen – Eine Seite tiefer abspannen als die andere, damit Regen in eine Richtung abläuft – nicht auf den Weg oder in den Sitzbereich.
  4. 4Mitte anheben – Bei großen Tarps die Mitte mit einer Stange oder einer Leine nach oben anheben, damit keine Wassersäcke entstehen.
  5. 5Spannen und prüfen – Gleichmäßig nachspannen und bei Regen prüfen, ob sich irgendwo Wasser sammelt.

Gefahr: Nicht unter toten Bäumen, abgebrochenen oder hängenden Ästen aufbauen – sie können bei Wind, Schnee- oder Eislast ohne Vorwarnung herabfallen. Vor dem Aufbau nach oben schauen.

survivebetter.com/de/explore/shelter/shelter-tarp-flat-fly

Tarp bei Wetterumschwung anpassen

6 Schritte
  1. 1Wetter beobachten – Vor dem Schlafen Wolken, Windrichtung und Vorhersage prüfen; Ausrüstung so legen, dass sie im Dunkeln greifbar ist.
  2. 2Früh reagieren – Bei den ersten Böen oder Tropfen handeln, nicht erst, wenn der Schlafsack nass ist.
  3. 3Absenken – Firstleine tiefer setzen oder Stangen kürzen; die Fläche wird steiler und kleiner.
  4. 4Wetterseite schließen – Die Seite zum Wind bis auf den Boden abspannen, ein Ende einschlagen oder auf eine geschlossene Form umbauen.
  5. 5Zusätzlich abspannen – Leinen an mittleren Abspannpunkten setzen und alle Knoten nachspannen.
  6. 6Nachts kontrollieren – Bei Regen gelegentlich prüfen, ob sich Wasser sammelt oder Leinen nachgeben.

Gefahr: Nicht unter toten Bäumen, abgebrochenen oder hängenden Ästen aufbauen – sie können bei Wind, Schnee- oder Eislast ohne Vorwarnung herabfallen. Vor dem Aufbau nach oben schauen.

survivebetter.com/de/explore/shelter/shelter-tarp-weather-change

Notunterkünfte

Notbiwak mit Rettungsdecke, Biwaksack oder Müllsack

7 Schritte
  1. 1Früh entscheiden – Wenn absehbar ist, dass das Ziel nicht sicher erreicht wird, früh anhalten, solange noch Tageslicht, Kraft und trockene Kleidung vorhanden…
  2. 2Geschützten Platz suchen – Windschatten hinter Felsen, Gelände oder dichtem Bewuchs nutzen, aber Senken, Rinnen und Gefahren von oben meiden.
  3. 3Vom Boden isolieren – Auf Isomatte, Rucksack, Seil oder einer dicken Schicht trockener Vegetation sitzen oder liegen – nie direkt auf dem Boden.
  4. 4Alle Kleidung anziehen – Trockene Reservekleidung, Mütze und Handschuhe anziehen, bevor die Hülle geschlossen wird.
  5. 5Hülle anlegen – In Biwaksack oder Müllsack bis zu den Schultern hineinsteigen oder die Rettungsdecke eng um den Körper wickeln.
  6. 6Zusammenrücken und sichtbar bleiben – In der Gruppe eng zusammenrücken.
  7. 7Zustand beobachten – Sich gegenseitig auf Zittern, Verwirrtheit und Schläfrigkeit beobachten und bei Verschlechterung den Notruf wählen.

Gefahr: Niemals einen Kunststoffsack oder eine Folie über den Kopf ziehen – Erstickungsgefahr. Für das Gesicht immer eine Öffnung lassen; bei einem Müllsack ein Loch für das Gesicht schneiden, nicht für den Kopf darunter kriechen.

survivebetter.com/de/explore/shelter/shelter-emergency-bivouac

Laubhütte aus Naturmaterialien

7 Schritte
  1. 1Standort wählen – Wähle einen ebenen, trockenen, leicht erhöhten Platz in der Nähe von viel Laub und Totholz, abseits von Senken, Bachläufen und Totholz über…
  2. 2Firststamm auflegen – Lege einen stabilen Stamm, etwas länger als deine Körpergröße, mit einem Ende auf einen sicheren Auflagepunkt (z. B. Baumstumpf oder…
  3. 3Größe prüfen – Lege dich probehalber darunter.
  4. 4Rippen anlehnen – Lehne zu beiden Seiten dicht nebeneinander Äste steil an den Firststamm.
  5. 5Dick mit Laub decken – Häufe trockenes Laub sehr dick über das Gerippe; eine dünne Schicht reicht nicht.
  6. 6Boden isolieren – Fülle den Innenraum mit einer dicken Schicht trockenen Laubs, die unter dem Körpergewicht nicht vollständig zusammengedrückt wird.
  7. 7Eingang verschließen – Ein Laubhaufen oder Rucksack vor der Öffnung, den du von innen heranziehen kannst, hält Wind ab.

Gefahr: Der Firststamm muss das Gewicht der Deckschicht sicher tragen und an beiden Enden fest aufliegen. Vor dem Hineinkriechen die Stabilität prüfen. Keine morschen Stämme verwenden.

survivebetter.com/de/explore/shelter/shelter-debris-hut

Schnee als Schutz: Grundlagen und Grenzen

7 Schritte
  1. 1Abwägen, ob ein Bau sinnvoll ist – Prüfe zuerst Alternativen: Rückkehr, Hütte, Fahrzeug, Notbiwak im Windschatten.
  2. 2Sicheren Platz wählen – Nur flaches oder sehr sanft geneigtes Gelände ohne Hänge, Wechten oder Rinnen darüber.
  3. 3Vor dem Graben Schichten ablegen – Isolierende Schichten vor dem Graben ausziehen und trocken verstauen, wasserdichte Außenschicht anlassen.
  4. 4Einfachste Form wählen – Ein einfacher Graben im Schnee, abgedeckt mit Tarp, Folie oder Schneeblöcken, ist meist schneller und weniger einsturzgefährdet als eine…
  5. 5Lüftung sicherstellen – Eine Lüftungsöffnung im Dach anlegen und regelmäßig freihalten, etwa mit einem Stock.
  6. 6Vom Schnee isolieren – Auf Isomatte, Rucksack oder anderer Isolierung liegen, nie direkt auf Schnee.
  7. 7Markieren und Bescheid geben – Eingang und Dach außen markieren und, wenn möglich, Standort an Rettungskräfte oder Kontaktpersonen übermitteln.

Gefahr: Lawinengelände ist nicht Gegenstand dieses Eintrags. Unterkünfte nie an oder unter Hängen, Wechten oder in Rinnen anlegen. Wer sich in steilem Schneegelände bewegt, braucht eine lawinenkundliche Ausbildung und aktuelle Lawinenwarnungen.

survivebetter.com/de/explore/shelter/shelter-snow-basics

Wenn die Heizung ausfällt: warm bleiben in der Wohnung

7 Schritte
  1. 1Informieren – Über Radio, Warn-Apps oder Behördenseiten klären, wie lange der Ausfall voraussichtlich dauert und ob es Wärmestuben, Notunterkünfte oder…
  2. 2Einen Raum wählen – Einen kleinen Raum möglichst ohne viele Außenwände und Fenster als gemeinsamen Aufenthaltsraum nutzen.
  3. 3Zugluft reduzieren – Vorhänge schließen, besonders nachts, und Zugluft an Türspalten mit Decken oder Handtüchern verringern.
  4. 4Schichten tragen – Mehrere Lagen Kleidung, Mütze, Socken und Hausschuhe tragen.
  5. 5Warm schlafen – Schlafsäcke und mehrere Decken nutzen, Betten nicht an kalte Außenwände stellen.
  6. 6Essen und trinken – Regelmäßig essen und warme Getränke aus Thermoskannen trinken, solange sie verfügbar sind.
  7. 7Nachbarn und gefährdete Personen – Bei älteren oder allein lebenden Nachbarn nachfragen.

Gefahr: Niemals Holzkohle- oder Gasgrills, Campingkocher, Heizpilze, Terrassenheizer oder Stromgeneratoren in Wohnung, Keller, Garage oder Zelt betreiben – auch nicht bei offenem Fenster. Kohlenmonoxid ist unsichtbar und geruchlos und kann tödlich sein.

survivebetter.com/de/explore/shelter/shelter-home-heating-failure

Poncho als Notunterkunft

5 Schritte
  1. 1Windschatten suchen – Platz hinter Felsen, Gelände oder dichtem Bewuchs wählen; nach oben auf tote Äste achten.
  2. 2Kapuze verschließen – Kapuze fest zuziehen und abbinden, damit kein Wasser durchläuft.
  3. 3Hohe Kante befestigen – Für ein Pultdach eine lange Kante an einer Leine zwischen zwei Bäumen oder Stöcken befestigen.
  4. 4Untere Kante abspannen – Die gegenüberliegende Kante zur Wetterseite hin am Boden fixieren.
  5. 5Boden isolieren – Isomatte, Rucksack oder trockenes Pflanzenmaterial unterlegen.

Gefahr: Ein Poncho isoliert nicht. Bei Kälte schützt er nur vor Nässe – Isolierung vom Boden und trockene Kleidung sind entscheidend. Bei Unterkühlungszeichen die örtliche Notrufnummer (112 in der EU) wählen.

survivebetter.com/de/explore/shelter/shelter-poncho

Pultdach aus Naturmaterial mit Feuerreflektor

6 Schritte
  1. 1Erlaubnis und Risiko prüfen – Nur bauen, wo Feuer und Materialsammeln erlaubt sind.
  2. 2Gerüst errichten – Eine stabile Firststange zwischen zwei Bäume oder Astgabeln legen und Dachstangen schräg nach hinten zum Boden anlehnen, Rücken zum Wind.
  3. 3Dicht decken – Von unten nach oben dachziegelartig mit Zweigen oder Laub decken, damit Regen abläuft.
  4. 4Feuerstelle anlegen – Feuerstelle mit Abstand vor dem Unterstand auf freiem mineralischem Boden anlegen, Umgebung von brennbarem Material befreien.
  5. 5Reflektor bauen – Hinter dem Feuer eine Wand aus aufgeschichteten Stämmen oder Steinen errichten, die die Wärme zum Unterstand zurückwirft.
  6. 6Feuerwache und Löschen – Feuer klein halten und ständig beaufsichtigen.

Gefahr: Das Dach aus trockenem Material brennt sehr leicht. Ausreichend Abstand zwischen Feuer und Unterstand halten, Funkenflug beachten, Feuer nie unbeaufsichtigt lassen und Löschmittel bereithalten.

survivebetter.com/de/explore/shelter/shelter-debris-lean-to-reflector

A-Frame-Unterstand aus Naturmaterial

6 Schritte
  1. 1Standort wählen – Ebener, trockener Platz, keine Senke, keine toten Bäume darüber, Totholz in der Nähe.
  2. 2Stützen errichten – An beiden Enden je ein Zweibein aus zwei gekreuzten, oben verbundenen Stangen aufstellen – oder Astgabeln bzw. einen stabilen Baumstumpf…
  3. 3Firststange auflegen – Stabile Firststange in die Gabeln legen und sichern.
  4. 4Dachstangen anlehnen – Auf beiden Seiten Stangen dicht und steil anlehnen.
  5. 5Decken – Von unten nach oben überlappend mit Zweigen, Rindenstücken von Totholz oder Laub decken; wenn vorhanden, eine Folie unter der äußeren…
  6. 6Boden isolieren – Eine dicke Schicht aus trockenem Material oder eine Isomatte als Liegefläche.

Gefahr: Firststange und Stützen müssen das Gewicht der Deckschicht sicher tragen. Keine morschen Stangen verwenden, Stabilität vor dem Hineinlegen prüfen.

survivebetter.com/de/explore/shelter/shelter-natural-a-frame

Kegelgerüst (Tipi-/Wickiup-Form)

5 Schritte
  1. 1Dreibein aufstellen – Drei Hauptstangen am oberen Ende zusammenbinden, aufrichten und die Füße gleichmäßig spreizen.
  2. 2Weitere Stangen anlehnen – Weitere Stangen in die Gabel an der Spitze lehnen; einen Eingang auf der windabgewandten Seite freilassen.
  3. 3Decken – Mit Tarp umwickeln oder von unten nach oben dachziegelartig mit Naturmaterial decken.
  4. 4Lüftung offen lassen – Spitze und Eingang nicht völlig verschließen, um Kondenswasser zu verringern.
  5. 5Boden isolieren – Isomatte oder dicke trockene Schicht auslegen.

Gefahr: Die Spitze muss fest gebunden und die Stangen gleichmäßig verteilt sein; ein umkippendes Gerüst kann verletzen. Stabilität vor dem Decken prüfen.

survivebetter.com/de/explore/shelter/shelter-wickiup-frame

Schneegraben mit Abdeckung

7 Schritte
  1. 1Abwägen – Prüfe Alternativen wie Rückkehr, Hütte, Fahrzeug oder Notbiwak im Windschatten.
  2. 2Sicheren Platz wählen – Flaches Gelände ohne Hänge, Wechten oder Rinnen darüber; abseits von Pisten, Loipen und Fahrspuren.
  3. 3Schichten ablegen – Isolierende Kleidung trocken verstauen, wasserdichte Außenschicht anlassen, langsam arbeiten.
  4. 4Graben ausheben – Einen schmalen Graben, etwas länger als die Körperlänge, ausheben.
  5. 5Abdecken – Plane über den Graben legen und an den Rändern mit Schnee beschweren, Stöcke oder Ski als Träger nutzen; alternativ Schneeblöcke…
  6. 6Lüftung und Eingang – Eine Lüftungsöffnung freihalten und den Eingang nicht vollständig verschließen.
  7. 7Isolieren und markieren – Auf Isomatte oder Rucksack liegen, Schaufel mit hineinnehmen, Standort außen markieren.

Gefahr: Lawinengelände ist nicht Gegenstand dieses Eintrags. Nie an oder unter Hängen, Wechten oder in Rinnen bauen. Wer sich in steilem Schneegelände bewegt, braucht eine lawinenkundliche Ausbildung und den aktuellen Lawinenlagebericht.

survivebetter.com/de/explore/shelter/shelter-snow-trench

Quinzhee (ausgehöhlter Schneehaufen)

7 Schritte
  1. 1Sicheren Platz wählen – Flaches Gelände ohne Hänge darüber, keine Bäume mit Schneelast direkt darüber.
  2. 2Schnee aufhäufen – Schnee zu einem großen, runden Haufen aufschaufeln und dabei umschichten.
  3. 3Dickenmarker setzen – Gleich lange Stöcke rundum senkrecht in den Haufen stecken, bis sie bündig mit der Oberfläche sind.
  4. 4Setzen lassen – Den Haufen eine Weile ruhen lassen.
  5. 5Aushöhlen – zu zweit – Einen niedrigen Eingang graben und von innen aushöhlen.
  6. 6Lüftung und Liegefläche – Eine Lüftungsöffnung schräg durch die Decke stechen, die Liegefläche höher als den Eingang anlegen und die Decke innen glätten, damit…
  7. 7Nacht und Markierung – Schaufel innen behalten, Lüftung regelmäßig freihalten, Eingang nicht ganz verschließen, Standort außen markieren.

Gefahr: Nie allein bauen oder aushöhlen. Eine Person gräbt, die andere bleibt draußen und kann bei einem Einsturz sofort helfen. Schaufel immer griffbereit, auch im Inneren.

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Schneehöhle in einer Schneewehe

5 Schritte
  1. 1Gelände beurteilen – Nur mit Ausbildung und Lawinenlagebericht.
  2. 2Eingang und Raum graben – Einen Eingangstunnel graben, dann den Raum nach oben erweitern, sodass die Liegefläche höher liegt als der Eingang.
  3. 3Decke wölben und glätten – Die Decke gewölbt und glatt formen, damit Schmelzwasser an den Wänden abläuft statt zu tropfen.
  4. 4Lüftung anlegen – Eine Lüftungsöffnung durch die Decke stechen und mit einem Stock regelmäßig freihalten.
  5. 5Ausrüstung und Markierung – Schaufel innen, Eingang nicht ganz verschließen, Standort außen deutlich markieren.

Gefahr: Schneewehen bilden sich häufig an Leehängen – genau dort, wo Triebschnee und Lawinengefahr entstehen. Ohne lawinenkundliche Ausbildung keine Schneehöhle an Hängen graben; im Zweifel einen Graben in flachem Gelände wählen.

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Das Auto als Notunterkunft im Winter

6 Schritte
  1. 1Notruf und Standort – Notruf absetzen, Standort durchgeben, dann Telefon sparsam nutzen.
  2. 2Sichtbar machen – Warnblinker bei Bedarf, auffälliges Tuch an Antenne oder Fenster; nachts Innenlicht zeitweise einschalten, wenn der Motor läuft.
  3. 3Auspuff freihalten – Vor jedem Motorstart und regelmäßig prüfen, ob der Auspuff frei ist.
  4. 4Motor zeitweise – Motor und Heizung nur für kurze Zeit laufen lassen, dabei ein Fenster leicht öffnen.
  5. 5Warm halten – Alle Kleidungsschichten anziehen, Decken und Rettungsdecken nutzen, eng zusammenrücken, Füße vom kalten Boden isolieren, leicht bewegen…
  6. 6Abwechselnd wach bleiben – In Gruppen abwechselnd wach bleiben, besonders während der Motor läuft.

Gefahr: Auspuff regelmäßig von Schnee freihalten. Ein zugeschneiter Auspuff kann Kohlenmonoxid in den Innenraum leiten – geruchlos und tödlich. Motor nur zeitweise laufen lassen und dabei ein Fenster einen Spalt öffnen.

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Improvisierter Kälteschutz in der Stadt

5 Schritte
  1. 1Offizielle Hilfe suchen – Über Radio, Warn-App, Behörden, Einsatzkräfte oder Hilfsorganisationen nach Notunterkünften, Wärmestuben oder Sammelstellen fragen.
  2. 2Öffentliche warme Orte – Zur Überbrückung Bahnhöfe, Einkaufszentren, Bibliotheken oder andere geöffnete öffentliche Gebäude nutzen, soweit zugänglich und erlaubt.
  3. 3Vom Boden isolieren – Mehrere Lagen Karton oder Zeitungen unter den Körper legen, nie direkt auf Beton oder Stein sitzen.
  4. 4Wind und Nässe abhalten – Windgeschützte Seite von Gebäuden wählen, Karton als Windwand, Folie gegen Regen – Gesicht frei lassen.
  5. 5Schichten und Gruppe – Trockene Schichten anziehen, Kopf und Hände bedecken, mit anderen zusammenbleiben und auf Schwächere achten.

Gefahr: Nach Erdbeben, Explosionen, Bränden oder Hochwasser keine beschädigten Gebäude betreten. Absperrungen und Anweisungen der Einsatzkräfte befolgen.

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Gruppenbiwaksack und Zusammenrücken

6 Schritte
  1. 1Früh entscheiden – Den Gruppensack einsetzen, bevor alle frieren – nicht erst, wenn jemand nicht mehr weiter kann.
  2. 2Platz wählen – Möglichst windgeschützt, sicher vor Steinschlag und Absturz, auf ebener Fläche.
  3. 3Überziehen – Alle stellen sich eng zusammen, ziehen die Hülle über die Köpfe und setzen sich auf Rucksäcke oder Matten, den Rand unter den Körper…
  4. 4Lüftungsöffnung – Eine Lüftungs- oder Sichtöffnung frei halten; regelmäßig kurz lüften.
  5. 5Gefährdete in die Mitte – Kälteempfindliche, verletzte oder erschöpfte Personen in die Mitte setzen, isolieren und mit Essen und warmen Getränken versorgen, falls…
  6. 6Hilfe und Sichtbarkeit – Bei Notlage Notruf absetzen.

Gefahr: Der Sack ist meist luftdicht: regelmäßig lüften, eine Öffnung frei halten, bei Kopfschmerzen oder Atemnot sofort öffnen. Nie Kocher oder Kerzen darin betreiben.

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Sitzbiwak mit Rucksack und Regenkleidung

6 Schritte
  1. 1Rechtzeitig anhalten – Wenn Weiterlaufen gefährlich wird, bewusst anhalten, Position merken und – wenn nötig – Hilfe rufen.
  2. 2Windschatten suchen – Felsblock, Baumstamm, Mulde ohne Wasserlauf oder Gebüsch auf der windabgewandten Seite.
  3. 3Alles anziehen – Trockene Schichten unter die Regenkleidung, Mütze, Handschuhe, Kapuze auf.
  4. 4Isoliert sitzen – Auf Matte, Seil oder Kleidungsrolle sitzen; Rucksack leeren und die Beine hineinstecken.
  5. 5Hülle ergänzen – Rettungsdecke oder Müllsack um Körper und Beine legen, Gesicht frei lassen.
  6. 6Aktiv warten – Etwas essen, zeitweise Muskeln anspannen, Lampe bereithalten, regelmäßig auf Signale achten.

Gefahr: Starkes Zittern, Verwirrtheit, Ungeschicklichkeit oder ungewöhnliche Müdigkeit können Zeichen einer Unterkühlung sein. Dann nicht abwarten: die örtliche Notrufnummer (112 in der EU) wählen und die Person vor weiterem Wärmeverlust schützen.

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Schlauchzelt aus Folie (Tube Tent)

4 Schritte
  1. 1Platz wählen – Ebener Platz quer zum Wind oder mit einem Ende in den Wind, keine Senke, keine toten Äste.
  2. 2Leine einziehen – Die Leine durch den Schlauch ziehen und an beiden Bäumen etwa auf Hüft- bis Brusthöhe straff befestigen.
  3. 3Boden beschweren – Matte und Ausrüstung in die Ecken legen, damit der Boden flach liegt und der Wind nicht unter die Folie greift.
  4. 4Enden offen lassen – Beide Enden zumindest teilweise offen lassen, damit Feuchtigkeit entweichen kann.

Gefahr: Plastikfolie, Müllsäcke und Rettungsdecken nie über Kopf oder Gesicht ziehen und nicht von Kindern unbeaufsichtigt benutzen lassen – Erstickungsgefahr.

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Öffentliche Notunterkünfte, Wärme- und Kühlstellen nutzen

6 Schritte
  1. 1Informieren – Warn-App, Radio, Gemeinde-Webseite oder Aushänge verfolgen: Wo gibt es Notunterkünfte, Wärme- oder Kühlstellen, zu welchen Zeiten?
  2. 2Rechtzeitig entscheiden – Bei Evakuierungsanordnung sofort gehen.
  3. 3Tasche packen – Medikamente, Dokumente, Ladegerät, Brille, Hygieneartikel, Wechselkleidung, Decke oder Schlafsack, Snacks, ggf. Babybedarf und Tierbedarf.
  4. 4Wohnung sichern – Nach Anweisung Geräte ausschalten, Fenster und Türen schließen und Angehörigen mitteilen, wohin man geht.
  5. 5Vor Ort anmelden – Bei der Ankunft anmelden, damit Angehörige und Behörden Sie finden; besondere Bedürfnisse (Medikamente, Behinderung) mitteilen.
  6. 6Andere mitnehmen – Nachbarn, die allein leben oder nicht mobil sind, ansprechen und Hilfe anbieten.

Gefahr: Bei akuter Gefahr, Atemnot, Verwirrtheit durch Kälte oder Hitze oder Kohlenmonoxidverdacht die örtliche Notrufnummer (112 in der EU) wählen.

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Hütten und Langzeitunterkünfte

Langzeitlager planen: der richtige Platz für Wochen

9 Schritte
  1. 1Erlaubnis klären – Kläre, wem das Land gehört, und frag um Erlaubnis für Lager, Feuer, Holz und Bauten.
  2. 2Wasser finden – mit Abstand – Wähle einen Platz, von dem aus du Wasser gut erreichst, aber mindestens etwa 60 Meter (rund 70 große Schritte) vom Ufer entfernt.
  3. 3Über dem Hochwasser bleiben – Suche Hochwasserspuren: angeschwemmtes Treibgut in Büschen, Schlammränder an Stämmen, ausgespülte Ufer.
  4. 4Nach oben und zur Seite schauen – Prüfe alle Bäume im Umkreis einer Baumlänge: tote Bäume, abgebrochene hängende Äste, schräge Stämme scheiden aus.
  5. 5Holzvorrat prüfen – Ein Lager für Wochen verbraucht sehr viel Brennholz.
  6. 6Entwässerung anlegen – Der Platz soll leicht geneigt sein, nicht flach in einer Mulde.
  7. 7Toilette und Hygiene – Die Toilette kommt mindestens etwa 60 Meter von Wasser, Weg und Lager weg und nie hangaufwärts der Wasserstelle.
  8. 8In der richtigen Reihenfolge bauen – Erst ein schneller Wetterschutz (Tarp oder Notunterschlupf), dann Wasserstelle und Toilette, dann eine sichere Feuerstelle mit Löschwasser…
  9. 9Beobachten und anpassen – Geh nach dem ersten Regen und dem ersten Sturm durch das Lager: Wo steht Wasser?

Gefahr: Tote Bäume und hängende Äste über dem Lager können ohne Vorwarnung fallen, vor allem bei Wind und Schnee. Im Umkreis von mindestens einer Baumlänge um Schlafplatz und Feuer darf kein toter oder schräg hängender Baum stehen.

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Einfache Blockhütte aus Rundholz bauen

9 Schritte
  1. 1Klein und realistisch planen – Plane einen einfachen Grundriss, zum Beispiel innen etwa 3 × 4 Meter, mit einer Tür und einem kleinen Fenster.
  2. 2Fundament gegen Feuchte – Entferne an den Ecken (bei längeren Wänden auch dazwischen) den Humus bis auf festen Boden.
  3. 3Stämme auswählen und vorbereiten – Wähle gerade, gesunde Stämme mit möglichst ähnlichem Durchmesser und wenig Verjüngung.
  4. 4Fällen und Bewegen nur sicher – Fällen nur, wer es gelernt hat, mit Fluchtweg schräg nach hinten und niemandem im Umkreis von zwei Baumlängen.
  5. 5Die erste Lage legen – Lege die zwei kräftigsten Stämme als Schwellen parallel auf die Sockel.
  6. 6Kerben schlagen und stapeln – Lege den nächsten Stamm quer über die Ecke, markiere die Rundung des unteren Stammes auf seiner Unterseite und schlage dort eine runde…
  7. 7Tür und Fenster – Säge Tür- und Fensteröffnungen aus, wenn die Wand hoch genug ist.
  8. 8Fugen abdichten – Lege schon beim Stapeln Moos in die Fugen.
  9. 9Dachstuhl aufsetzen – Auf die beiden Giebelseiten kommt eine kräftige Firststange, darunter bei Bedarf weitere Längsstangen (Pfetten).

Gefahr: Bäume fällen ist eine der gefährlichsten Waldarbeiten: Stämme fallen anders als geplant, Äste schlagen zurück, Stämme reißen auf oder bleiben hängen. Fällen nur mit Ausbildung und Erlaubnis; im Umkreis von zwei Baumlängen steht niemand. Ohne Ausbildung nur bereits liegende Stämme nutzen.

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Flechtwerkwand mit Lehmbewurf

8 Schritte
  1. 1Pfosten setzen – Setze kräftige Pfosten in festgestampfte Löcher oder besser auf einen Sockel aus Steinen, damit das Holz nicht im nassen Boden steht.
  2. 2Senkrechte Staken einsetzen – Zwischen den Pfosten kommen dünnere, senkrechte Stangen (Staken) im Abstand von etwa einer Handspanne bis 30 Zentimetern.
  3. 3Ruten flechten – Flechte frische Ruten waagrecht abwechselnd vor und hinter den Staken durch.
  4. 4Lehm finden und testen – Grabe unter der dunklen Humusschicht.
  5. 5Mischen – Lehm auf einer Plane mit Wasser einweichen, Steine herauslesen, dann mit den Füßen treten und gehäckseltes Stroh oder Gras einarbeiten, bis…
  6. 6Probefläche machen – Trage eine kleine Probe auf und lass sie trocknen.
  7. 7Bewerfen und andrücken – Feuchte das Geflecht an. Wirf oder drücke handgroße Lehmballen kräftig in das Geflecht, am besten zu zweit gleichzeitig von innen und…
  8. 8Trocknen lassen und schützen – Lass die Wand langsam trocknen – geschützt vor Regen, praller Sonne und Frost.

Achtung: Lehmgruben sind Stolperfallen und können einbrechen. Nicht unter überhängende Kanten graben, Gruben flach und mit schrägen Wänden halten und nach Gebrauch wieder verfüllen oder deutlich markieren – besonders, wenn Kinder dabei sind.

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Ein Hüttendach decken: Rinde, Schilf- oder Grasbündel, Grassoden

8 Schritte
  1. 1Dachneigung wählen – Für Gras- und Schilfbündel brauchst du ein steiles Dach, etwa 45 Grad oder steiler, sonst dringt Wasser ein.
  2. 2Latten befestigen – Binde quer über die Sparren gerade, dünne Stangen als Latten, bei Bündeln etwa eine Handspanne bis 30 Zentimeter auseinander.
  3. 3Rinde decken – Rinde löst sich an frisch gefällten Stämmen im Frühjahr und Frühsommer am leichtesten.
  4. 4Bündel binden – Für ein Halmdach Schilf oder langes Gras zu Bündeln von etwa Unterarmdicke binden, alle Halme mit dem dicken Ende in eine Richtung.
  5. 5Von unten nach oben decken – Die erste Bündelreihe an der untersten Latte festbinden, dicke Enden nach unten.
  6. 6Den First abdichten – Am First treffen beide Dachseiten aufeinander – die schwierigste Stelle.
  7. 7Grassoden nur auf starkem Dach – Für ein Sodendach brauchst du sehr kräftige Sparren, eine dichte Lage (traditionell mehrere Lagen Birkenrinde) und unten an der Traufe…
  8. 8Belastung und Dichtheit prüfen – Nach dem ersten Regen von innen nachsehen, wo es tropft, und von außen nachdecken.

Gefahr: Nasse Grassoden sind extrem schwer – ein Quadratmeter kann mehrere Hundert Kilogramm wiegen, mit Schnee noch mehr. Ein zu schwacher Dachstuhl kann einstürzen und Menschen darunter erschlagen. Sodendächer nur auf sehr kräftigen Stämmen; im Zweifel ein leichteres Dach wählen.

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Erdhütte: halb eingegrabene Hütte am Hang

8 Schritte
  1. 1Erlaubnis und Platz prüfen – Kläre zuerst mit dem Grundbesitzer, ob du graben und bauen darfst.
  2. 2Klein und flach planen – Plane nur so viel Raum, wie ihr zum Liegen und Sitzen braucht.
  3. 3Graben – nie allein, nie untergraben – Grabt von oben nach unten in flachen Lagen, immer über die ganze Fläche, nie ein tiefes Loch auf einmal.
  4. 4Wände abstützen – Schlag an jeder Wand kräftige Pfosten in den Grubenboden, etwa eine Armlänge auseinander.
  5. 5Entwässerung anlegen – Zieh oberhalb der Hütte einen flachen Graben quer zum Hang, der Regen- und Hangwasser links und rechts an der Hütte vorbei nach unten…
  6. 6Dach aus Stangen, Rinde und Soden – Leg einen dicken Firstbalken auf kräftige Pfosten, dann dichte Stangen vom Firstbalken bis über die Grubenränder, damit Wasser abläuft.
  7. 7Belüftung und Eingang – Lass oben in der Rückwand oder im Dach eine Lüftungsöffnung frei und halte den Eingang auf der Talseite offen oder nur mit einem Vorhang…
  8. 8Täglich prüfen, bei Gefahr raus – Prüf jeden Tag und nach jedem Regen: Haben sich Risse gebildet?

Gefahr: Erdwände können ohne Vorwarnung einstürzen. Schon wenig Erde kann einen Menschen einklemmen, verschütten und ersticken. Nie allein graben, nie unter einen Überhang graben, nie in Sand oder losem Boden graben, Wände schräg anlegen und abstützen. Bei Rissen, rieselnder Erde oder Wasser in der Wand sofort raus.

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Schlafpritsche: erhöhtes Bett aus Stangen

7 Schritte
  1. 1Platz und Maße festlegen – Stell die Pritsche an einen ebenen, trockenen Platz in der Hütte, mit Abstand zur Feuerstelle.
  2. 2Stangen auswählen und prüfen – Du brauchst vier Gabelpfosten, zwei kräftige Längsstangen, zwei Querstangen für Kopf- und Fußende und viele dünne, gerade Stangen für die…
  3. 3Pfosten setzen – Grab an den vier Ecken je ein Loch, etwa eine Spatentiefe, oder schlag angespitzte Pfosten mit einem Holzschlägel ein.
  4. 4Rahmen binden – Leg die beiden Längsstangen in die Gabeln.
  5. 5Liegefläche auflegen – Leg dünne, gerade Stangen dicht nebeneinander quer über die Längsstangen, die Lücken nicht breiter als ein Finger.
  6. 6Dicke Polsterschicht – Leg Fichten- oder Tannenzweige wie Dachziegel überlappend auf: dicke Enden nach unten zum Fußende, Spitzen nach oben, Reihe für Reihe vom…
  7. 7Tragfähigkeit testen – Belaste die Pritsche Schritt für Schritt: erst mit den Händen drücken, dann in der Mitte sitzen, dann an den Rändern, dann vorsichtig…

Achtung: Morsche oder rissige Stangen brechen ohne Vorwarnung. Jede Stange vor dem Einbau biegen und abklopfen. Die fertige Pritsche schrittweise belasten – erst sitzen, dann knien, dann liegen – und Bünde nachziehen.

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Feuer in der Hütte: Feuerstelle, Rauchabzug und Steinofen sicher anlegen

8 Schritte
  1. 1Erst prüfen: Darf hier drinnen ein Feuer brennen? – Ein Feuer drinnen ist nur in einer festen, ausreichend großen Hütte mit hohem Dach erlaubt, die nicht aus trockenem Laub, Gras, Stoff oder…
  2. 2Feuerstelle aus trockenen Steinen – Leg die Feuerstelle in die Mitte der Hütte, weit weg von Wänden und Schlafplatz.
  3. 3Rauchabzug ganz oben – Schneide am höchsten Punkt des Dachs, über der Feuerstelle, ein Rauchloch, etwa so groß wie ein Kopf oder größer.
  4. 4Frische Luft von unten – Lass unten in der Wand, möglichst nahe am Boden und in Richtung Feuer, eine Zuluftöffnung frei, oder lass die Tür einen Spalt offen.
  5. 5Klein und mit trockenem Holz feuern – Mach nur ein kleines Feuer aus trockenem, dünnem Holz.
  6. 6Nie unbeaufsichtigt, nie beim Schlafen – Solange das Feuer brennt oder glimmt, bleibt ein wacher Mensch dabei.
  7. 7Kohlenmonoxid erkennen und sofort raus – Achte auf Kopfschmerz, Schwindel, Übelkeit, starke Müdigkeit oder Verwirrtheit – besonders, wenn es mehreren gleichzeitig so geht.
  8. 8Löschmittel und Fluchtweg bereithalten – Neben der Feuerstelle stehen immer ein voller Behälter mit Wasser, ein Haufen Sand oder Erde und eine Schaufel.

Gefahr: Jedes Feuer bildet Kohlenmonoxid (CO) – besonders schwelendes Holz und Glut. CO sieht, riecht und schmeckt man nicht. Kopfschmerz, Schwindel, Übelkeit, Müdigkeit oder Verwirrtheit, vor allem bei mehreren Personen gleichzeitig, sind Alarmzeichen: sofort alle raus an die frische Luft, nicht zurückgehen, Notruf 112 (Österreich auch 144).

survivebetter.com/de/explore/shelter/shelter-hut-fire-safety

Klima in der Unterkunft

Isolierung gegen Bodenkälte

5 Schritte
  1. 1Isomatte als Basis – Wenn vorhanden, immer eine Isomatte nutzen.
  2. 2Ausrüstung ergänzen – Leeren Rucksack, Seil oder Kleidung, die man nicht trägt, unter Rumpf und Beine legen.
  3. 3Naturmaterial sammeln – Ohne Matte trockenes Laub, Nadelstreu oder Gras sammeln – deutlich mehr, als zunächst nötig scheint, denn die Schicht wird unter dem Körper…
  4. 4Gegen Feuchtigkeit sperren – Auf nassem Boden eine Folie oder Plane unter die Isolierschicht legen, damit diese trocken bleibt.
  5. 5Probeliegen und nachbessern – Probeliegen: Wo Kälte durchdringt, besonders an Hüfte und Schultern, Material nachlegen.

Achtung: Auf Schnee und gefrorenem Boden reicht eine dünne Matte oft nicht. Mehrere Lagen kombinieren und nie direkt auf Schnee sitzen oder liegen.

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Kondenswasser und Belüftung

5 Schritte
  1. 1Standort beachten – Senken, Ufernähe und dichte, windstille Stellen meiden, wo sich nachts feuchte Kaltluft sammelt.
  2. 2Unten und oben öffnen – Lüftungsöffnungen des Zelts öffnen bzw. beim Tarp einen Spalt zwischen Kante und Boden lassen und die Enden offen halten.
  3. 3Nasses draußen lassen – Nasse Kleidung und Ausrüstung möglichst nicht im Innenraum trocknen und im Innenraum nicht kochen.
  4. 4Nicht in den Schlafsack atmen – Mund und Nase außerhalb des Schlafsacks halten, damit die Atemfeuchte nicht in die Isolierung gelangt.
  5. 5Morgens abwischen und trocknen – Kondenswasser morgens abwischen und Schlafsack sowie Unterkunft bei Gelegenheit in Sonne oder Wind trocknen.

Gefahr: Unterkünfte nie luftdicht verschließen, um es wärmer zu haben, und darin nie Kocher, Grill oder Feuer betreiben – Kohlenmonoxid- und Erstickungsgefahr.

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Kohlenmonoxid in Zelt und Unterkunft

4 Schritte
  1. 1Nur im Freien betreiben – Kocher, Grills, Generatoren und Feuer ausschließlich im Freien und mit Abstand zu Zelten, Unterkünften, Fenstern und Lüftungsöffnungen…
  2. 2Wärme anders sichern – Kälte nicht mit Verbrennung im Innenraum bekämpfen, sondern mit Kleidung, Schlafsack, Bodenisolierung und warmen Getränken, die draußen…
  3. 3Warnzeichen ernst nehmen – Bei Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit oder ungewöhnlicher Schläfrigkeit in der Nähe einer Verbrennungsquelle an CO denken.
  4. 4Frische Luft und Notruf – Sofort an die frische Luft gehen, Betroffene mitnehmen, ohne sich selbst länger der Gefahr auszusetzen, und den Notruf wählen.

Gefahr: Niemals Kocher, Grill, Generator, Holzkohle oder Feuer in Zelt, Vorzelt, Schneehöhle, Unterkunft, Fahrzeug oder einem anderen geschlossenen Raum betreiben – auch nicht kurz, zum Aufwärmen oder bei geöffnetem Eingang.

survivebetter.com/de/explore/shelter/shelter-carbon-monoxide

Warm durch die Nacht: Schichten, trockene Kleidung, Schlafsystem

7 Schritte
  1. 1Boden zuerst – Isomatte auf ebenem, trockenem Untergrund auslegen.
  2. 2Trockene Kleidung anziehen – Feuchte oder verschwitzte Kleidung vor dem Schlafen gegen trockene Schlafkleidung und trockene Socken tauschen.
  3. 3Warm ins Bett gehen – Vor dem Hineinlegen etwas essen und trinken, gegebenenfalls ein warmes Getränk, und sich mit leichter Bewegung aufwärmen, ohne zu schwitzen.
  4. 4Schichten sinnvoll einsetzen – Trockene isolierende Kleidung kann im Schlafsack getragen werden.
  5. 5Nicht in den Schlafsack atmen – Kapuze zuziehen, aber Mund und Nase draußen lassen – Atemfeuchtigkeit durchnässt die Isolierung.
  6. 6In der Nacht nachsteuern – Wird es kalt, eine Schicht ergänzen oder kurz Muskeln anspannen.
  7. 7Morgens trocknen – Schlafsack bei Gelegenheit lüften und trocknen, damit er in der nächsten Nacht wieder voll isoliert.

Gefahr: Starkes, anhaltendes Zittern, Verwirrtheit, undeutliche Sprache oder Schläfrigkeit sind Warnzeichen einer Unterkühlung. Nicht abwarten, sondern Schutz suchen, andere wecken und bei Verschlechterung den Notruf wählen.

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Schutz vor Hitze und Sonne

7 Schritte
  1. 1Früh handeln – Schatten einrichten, bevor die Mittagshitze einsetzt.
  2. 2Platz wählen – Natürlichen Schatten nutzen, wenn vorhanden.
  3. 3Sonnendach spannen – Tarp oder Tuch so hoch und geneigt spannen, dass es Schatten auf den Liegeplatz wirft und Luft darunter durchziehen kann.
  4. 4Wenn möglich doppelt – Mit zweitem Tuch oder Rettungsdecke eine zweite Lage mit Luftspalt darüber oder darunter spannen.
  5. 5Vom heißen Boden fernhalten – Nicht direkt auf heißem Sand oder Fels liegen.
  6. 6Körper schützen – Kopfbedeckung und bedeckende, luftige Kleidung tragen.
  7. 7Schatten nachführen – Der Schatten wandert mit der Sonne.

Gefahr: Verwirrtheit, Kollaps, Krampfanfälle oder heiße Haut bei starker Hitzebelastung können auf einen Hitzschlag hinweisen – ein lebensbedrohlicher Notfall. Sofort den Notruf wählen.

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Schlafen auf Schnee: Isolierung von unten

6 Schritte
  1. 1Unterlage glätten – Liegefläche festtreten und glätten, damit keine Mulden und Kanten entstehen.
  2. 2Matten stapeln – Schaummatte unten, aufblasbare Matte oben.
  3. 3Trockene Schlafkleidung – Vor dem Schlafen in trockene Kleidung wechseln, Mütze aufsetzen; feuchte Socken nicht im Schlafsack tragen.
  4. 4Gegenstände vor Frost schützen – Innenschuhe, Batterien und eine Flasche mit Wasser in den Schlafsack oder in den Fußbereich nehmen, damit sie nicht einfrieren.
  5. 5Warm ins Bett – Vor dem Hinlegen essen und sich kurz bewegen, ohne ins Schwitzen zu kommen.
  6. 6Nachts nachsteuern – Wer friert, legt zusätzliche Kleidung unter oder über sich und prüft, ob die Matte noch Luft hat.

Gefahr: Starkes Zittern, Verwirrtheit, Ungeschicklichkeit oder ungewöhnliche Müdigkeit können Zeichen einer Unterkühlung sein. Dann nicht abwarten: die örtliche Notrufnummer (112 in der EU) wählen und die Person vor weiterem Wärmeverlust schützen.

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Trocken bleiben im Dauerregen: Nass- und Trockenzone

6 Schritte
  1. 1Innen wasserdicht packen – Schlafsack, Schlafkleidung und Elektronik in Packsäcke oder einen Innensack; der Rucksack selbst ist nicht wasserdicht.
  2. 2Schnell und überlegt aufbauen – Wenn möglich zuerst Tarp oder Außenzelt aufbauen, dann darunter auspacken.
  3. 3Zonen festlegen – Vorzelt bzw. Rand unter dem Tarp ist die nasse Zone (Schuhe, Regenjacke, nasser Rucksack).
  4. 4Kleidung wechseln – Nasse Tageskleidung ausziehen, Schlafkleidung anziehen.
  5. 5Lüften – Lüftungen offen halten und Kondenswasser mit einem Tuch abwischen, bevor es tropft.
  6. 6Trockenpausen nutzen – Regenpausen und Wind nutzen, um Schlafsack und Kleidung auszulüften.

Gefahr: Starkes Zittern, Verwirrtheit, Ungeschicklichkeit oder ungewöhnliche Müdigkeit können Zeichen einer Unterkühlung sein. Dann nicht abwarten: die örtliche Notrufnummer (112 in der EU) wählen und die Person vor weiterem Wärmeverlust schützen.

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Schutz vor Stechmücken: Moskitonetz über dem Schlafplatz

5 Schritte
  1. 1Netz prüfen – Auf Löcher prüfen und kleine Risse mit Klebeband oder Nadel und Faden schließen.
  2. 2Aufhängen – An einer Leine, am Tarpfirst oder an einem Ast aufhängen, sodass es weit genug über dem Gesicht hängt.
  3. 3Einschlagen – Die Ränder rundum unter Matte oder Bodenplane einschlagen oder beschweren – ohne Lücken.
  4. 4Schnell hinein – Vor dem Hineingehen nach Insekten im Netz suchen, schnell hineinschlüpfen und sofort schließen.
  5. 5Abstand halten – Darauf achten, dass Arme und Füße das Netz nachts nicht berühren.

Gefahr: Netze sind brennbar: keine Kerzen, Räucherspiralen oder Kocher in der Nähe.

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