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Spickzettel für den Rucksack

Spickzettel: Orientierung und Navigation

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SurviveBetter · Spickzettel

Orientierung und Navigation

survivebetter.com
Stand 2026-10-12

Notruf 112 (EU) · Österreich Rettung 144. Ein Spickzettel erinnert nur – er ersetzt keine Ausbildung.

Karte

Karten lesen: Maßstab, Höhenlinien, Legende

5 Schritte
  1. 1Legende und Randangaben lesen – Lies vor der Nutzung Maßstab, Äquidistanz, Erscheinungsjahr, Gitternetz und Symbolerklärung.
  2. 2Entfernungen messen – Miss die Strecke mit dem Lineal oder einem Faden entlang des Weges und rechne mit dem Maßstab um. Kurvige Wege sind länger, als die…
  3. 3Gelände aus Höhenlinien lesen – Suche Höhenzahlen, um Bergauf und Bergab zu erkennen.
  4. 4Auffanglinien und Orientierungspunkte wählen – Markiere gut erkennbare Merkmale entlang der Route – Bäche, Wegkreuzungen, Waldränder, Kuppen.
  5. 5Unterwegs abgleichen – Vergleiche regelmäßig Karte und Gelände.

Achtung: Karten können veraltet sein: Wege werden verlegt, Brücken entfernt, Forststraßen neu gebaut. Im Zweifel dem tatsächlichen Gelände und Sperrungen vor Ort folgen, nicht blind der Karte.

survivebetter.com/de/explore/navigation/nav-map-reading

Karte einnorden

4 Schritte
  1. 1Karte flach halten – Halte die Karte waagerecht oder lege sie auf eine ebene Fläche, fern von Metall.
  2. 2Mit Kompass einnorden – Lege den Kompass mit der Kante parallel zu einer Nord-Süd-Linie der Karte.
  3. 3Oder: mit Geländemerkmalen – Ohne Kompass: Suche ein sicher erkanntes Merkmal (Gipfel, See, Kirchturm, gerade Straße) und drehe die Karte, bis seine Richtung auf der…
  4. 4Umgebung abgleichen – Vergleiche weitere Merkmale.

survivebetter.com/de/explore/navigation/nav-orienting-map

Koordinaten und Gitternetz: Standort genau angeben

5 Schritte
  1. 1Kartenrand lesen – Suche am Kartenrand nach Gitterart, Zone, Bezugssystem und einer Beispielablesung.
  2. 2Quadrat bestimmen – Finde die Gitterlinie links vom Punkt (Rechtswert) und die Linie darunter (Hochwert).
  3. 3Innerhalb des Quadrats verfeinern – Schätze oder miss mit dem Planzeiger, wie weit der Punkt im Quadrat nach rechts und nach oben liegt, und hänge die Ziffern an. Mehr Ziffern…
  4. 4Mit dem Gerät abgleichen – Stelle im GPS oder in der Karten-App dasselbe Format und Bezugssystem wie auf der Karte ein und vergleiche eine bekannte Position.
  5. 5Notieren und durchgeben – Schreibe die Koordinate auf, nenne bei Weitergabe das Format (z. B. „UTM, Zone …“ oder „Dezimalgrad“) und lass sie dir wiederholen.

Achtung: Koordinatenformate (Dezimalgrad, Grad-Minuten, Grad-Minuten-Sekunden, UTM) sehen ähnlich aus, ergeben verwechselt aber Fehler von vielen Kilometern. Im Notruf das Format nennen und Ziffern langsam wiederholen.

survivebetter.com/de/explore/navigation/nav-grid-coordinates

Höhenlinien deuten: Rücken, Täler, Sättel, Steilheit

5 Schritte
  1. 1Äquidistanz ablesen – Am Kartenrand steht der Höhenabstand zwischen den Linien.
  2. 2Bergauf und bergab erkennen – Nutze Höhenzahlen, Gipfelpunkte, Seen und Bäche: Wasser fließt immer bergab, also zeigen V-Formen an Bächen bergauf.
  3. 3Formen benennen – Suche Rücken, Täler, Sättel, Kuppen und Steilhänge auf der Karte und in der Landschaft und ordne sie einander zu.
  4. 4Steilheit beurteilen – Vergleiche Linienabstände: Wo sie zusammenlaufen, wird es steil.
  5. 5Hangrichtung nutzen – Halte den Kompass in Fallrichtung des Hangs, auf dem du stehst.

Achtung: Felsstufen und Abbrüche, die kleiner sind als die Äquidistanz, können zwischen zwei Höhenlinien verschwinden. Ein konvexer Hang verdeckt außerdem, was unter ihm liegt. Steile Abschnitte nie „blind“ absteigen.

survivebetter.com/de/explore/navigation/nav-contour-features

Kartenkontakt halten: Daumenmethode und Merkmale abhaken

5 Schritte
  1. 1Karte falten – Falte die Karte so, dass der aktuelle Abschnitt sichtbar ist, und halte sie eingenordet.
  2. 2Daumen setzen – Lege den Daumen direkt neben deinen Standort, mit der Spitze in Gehrichtung.
  3. 3Nächste Merkmale ansagen – Sage dir (oder der Gruppe) die nächsten zwei bis drei Merkmale und ihre Reihenfolge an: z. B. Brücke, dann Anstieg, dann Waldrand links.
  4. 4Abhaken und Daumen nachziehen – Bei jedem erreichten Merkmal Daumen nachziehen und kurz bestätigen.
  5. 5Fehlendes Merkmal ernst nehmen – Kommt ein erwartetes Merkmal nicht, nach angemessener Zeit anhalten statt weiterzulaufen.

survivebetter.com/de/explore/navigation/nav-thumbing-map

Kompass und GPS

Mit dem Plattenkompass eine Richtung nehmen und halten

6 Schritte
  1. 1Kompass an Start und Ziel anlegen – Lege die Kante der Grundplatte auf der Karte so an, dass sie Standort und Ziel verbindet und der Richtungspfeil zum Ziel zeigt.
  2. 2Kapsel nach Kartennord drehen – Drehe die Kapsel, bis ihre Nordlinien parallel zu den Nord-Süd-Linien der Karte liegen und der Nordpfeil der Kapsel zum oberen Kartenrand…
  3. 3Missweisung berücksichtigen – Lies die Missweisung auf deiner Karte nach.
  4. 4Sich mit dem Kompass drehen – Halte den Kompass waagerecht vor dem Körper, Richtungspfeil nach vorne.
  5. 5Zielpunkt anvisieren und gehen – Suche in Pfeilrichtung einen markanten Punkt (Baum, Felsen), gehe dorthin und visiere von dort den nächsten an. So musst du nicht ständig…
  6. 6Strecke und Fortschritt kontrollieren – Schätze die zurückgelegte Strecke (Zeit oder Schrittzählen) und gleiche erwartete Geländemerkmale ab. Bleiben sie aus, anhalten und neu…

Achtung: Eine Peilung zeigt nur die Richtung, nicht ob der direkte Weg begehbar ist. Hindernisse umgehen und danach die Richtung neu aufnehmen; nie stur in steiles Gelände folgen.

survivebetter.com/de/explore/navigation/nav-compass-bearing

Navigation mit Handy und GPS: Offline-Karten, Akku, Grenzen

6 Schritte
  1. 1Offline-Karten laden – Lade vor der Tour die Karten des gesamten Gebiets plus Umgebung herunter und prüfe im Flugmodus, ob sie angezeigt werden.
  2. 2Laden und Reserve einpacken – Lade Telefon und Powerbank vollständig und nimm das passende Kabel mit.
  3. 3Energie sparen – Display dunkler stellen, nicht benötigte Apps und Funkverbindungen ausschalten, Flugmodus nutzen, wenn kein Netz gebraucht wird…
  4. 4Akku warm halten – Bei Kälte das Gerät körpernah in einer Innentasche tragen.
  5. 5Koordinaten finden können – Übe zu Hause, wo die App deine Koordinaten anzeigt, damit du sie im Notfall schnell vorlesen kannst.
  6. 6Notreserve festlegen – Lege einen Akkustand fest, ab dem das Telefon nur noch für Notrufe genutzt wird, und plane umzukehren, bevor es so weit ist.

Gefahr: Ein leerer Akku nimmt dir Navigation und Notruf zugleich. Akku schonen, Energiereserve für einen Notruf einplanen und nicht als einziges Hilfsmittel verlassen.

survivebetter.com/de/explore/navigation/nav-phone-gps

Missweisung (Deklination) verstehen und anwenden

4 Schritte
  1. 1Wert finden – Lies auf dem Kartenrand Missweisung, Bezugsjahr und jährliche Änderung ab – oder nutze einen aktuellen Rechner eines geomagnetischen…
  2. 2Bedeutung abschätzen – Kleine Werte können auf kurzen Strecken vernachlässigbar sein, große nicht.
  3. 3Kompass einstellen oder Regel notieren – Hat der Kompass eine Einstellschraube, den Wert dort einstellen; dann rechnet er automatisch.
  4. 4Im Gelände prüfen – Peile von einem bekannten Punkt einen auf der Karte bestimmbaren Punkt an und vergleiche mit der Kartenrichtung.

Achtung: Missweisung ändert sich mit Ort und Zeit. Alte Karten können veraltete Werte zeigen; die angegebene jährliche Änderung beachten oder einen aktuellen Wert nachschlagen.

survivebetter.com/de/explore/navigation/nav-declination

Richtung halten im Gelände: Bocksprung, Vorhalten, Umgehen

5 Schritte
  1. 1Zwischenziele wählen – Peile entlang des Richtungspfeils einen eindeutigen Punkt an (Baum, Fels), gehe hin, peile erneut.
  2. 2Bocksprung in der Gruppe – Gibt es keine Zielpunkte, geht eine Person voraus, bis sie gerade noch sichtbar ist.
  3. 3Bewusst vorhalten – Liegt das Ziel an einer Linie (Weg, Bach), stelle die Richtung absichtlich etwas seitlich ein.
  4. 4Hindernis rechtwinklig umgehen – Drehe 90° zur Seite und zähle die Schritte, bis das Hindernis passiert ist.
  5. 5Mit Rückpeilung kontrollieren – Schau gelegentlich zurück: Liegt der Startpunkt genau in Gegenrichtung, bist du auf Kurs.

Achtung: Eine Richtung oder Position auf der Karte sagt nichts darüber, ob das Gelände dazwischen sicher begehbar ist. Abbrüche, Gewässer, Lawinen- und Steinschlaggelände umgehen und im Zweifel umkehren.

survivebetter.com/de/explore/navigation/nav-bearing-techniques

Mit dem Höhenmesser navigieren

4 Schritte
  1. 1Am Start einstellen – Stelle den Höhenmesser an einem Punkt mit bekannter Höhe ein (Höhenangabe auf Karte oder Schild).
  2. 2Höhen in die Planung schreiben – Notiere für wichtige Punkte der Route die Höhe: Abzweigungen, Sattel, Hütte, Umkehrpunkt.
  3. 3Höhe mit einer Linie kombinieren – Bist du auf einem Weg, Grat oder Bach, suche, wo die angezeigte Höhenlinie diese Linie schneidet.
  4. 4Unterwegs nachstellen – An jedem sicher identifizierten Punkt mit Höhenangabe vergleichen und neu einstellen.

Achtung: Eine Linie auf der Karte sagt nichts darüber, ob das Gelände sicher begehbar ist. Abbrüche, Gewässer, Lawinen- und Steinschlaggelände umgehen und im Zweifel umkehren.

survivebetter.com/de/explore/navigation/nav-altimeter

Gelände und Bedingungen

Verirrt: die STOP-Regel

5 Schritte
  1. 1S – Stehenbleiben – Halte an, setze dich, trinke etwas und atme ruhig durch.
  2. 2T – Denken – Wo war der letzte sicher bekannte Punkt?
  3. 3O – Beobachten – Prüfe Umgebung, Wetter, verbleibendes Tageslicht, Akku, Ausrüstung, Wasser und den eigenen Zustand.
  4. 4P – Planen – Entscheide bewusst: Nur auf sicherem, bekanntem Weg zum letzten bekannten Punkt zurückgehen – oder bleiben, Hilfe rufen und sich auffindbar…
  5. 5Beim Bleiben: sichtbar und warm – Wähle einen sicheren, möglichst offenen Platz in der Nähe, mache dich sichtbar und hörbar (Signale, helle Kleidung) und schütze dich vor…

Gefahr: Bei Verletzung, Erschöpfung, einbrechender Dunkelheit in schwierigem Gelände oder Unterkühlungsgefahr: früh die lokale Notrufnummer (112 in der EU) wählen. Ein früher Anruf ist besser als ein später.

survivebetter.com/de/explore/navigation/nav-lost-stop

Leitlinien, Auffanglinien und Angriffspunkte

4 Schritte
  1. 1Leitlinie suchen – Suche auf der Karte eine Linie, die grob in deine Richtung läuft: Weg, Bach, Zaun, Waldrand, Stromleitung, Talboden.
  2. 2Auffanglinie festlegen – Bestimme eine Linie quer hinter dem Ziel (Straße, Bach, Hangfuß).
  3. 3Angriffspunkt wählen – Wähle nahe dem Ziel ein unverwechselbares Merkmal (Wegkreuzung, Brücke, Gipfel).
  4. 4Merkmale abhaken – Lege fest, welche Merkmale unterwegs kommen müssen (z. B. Bachquerung, Lichtung).

Achtung: Eine Richtung oder Position auf der Karte sagt nichts darüber, ob das Gelände dazwischen sicher begehbar ist. Abbrüche, Gewässer, Lawinen- und Steinschlaggelände umgehen und im Zweifel umkehren.

survivebetter.com/de/explore/navigation/nav-handrails-attack-points

Entfernung messen: Schrittzählen und Zeitschätzung

5 Schritte
  1. 1Eigene Schritte eichen – Laufe eine bekannte Strecke im normalen Tempo und zähle Doppelschritte (jedes Mal, wenn derselbe Fuß aufsetzt).
  2. 2Werte notieren – Notiere deine Zahl pro Strecke für verschiedene Untergründe auf einem Zettel oder am Kompass.
  3. 3Unterwegs zählen – Miss die Etappenlänge auf der Karte, rechne in Doppelschritte um und zähle mit.
  4. 4Zeit mitschreiben – Notiere die Startzeit jeder Etappe.
  5. 5Mit dem Gelände vergleichen – Ist die gezählte Strecke erreicht, aber das Ziel fehlt, nicht weiterlaufen: anhalten und systematisch suchen.

survivebetter.com/de/explore/navigation/nav-pacing-timing

Navigation bei Nacht, Nebel und White-out

5 Schritte
  1. 1Entscheiden: weiter oder warten – Prüfe ehrlich, ob die Route sicher ist.
  2. 2Kurze Etappen planen – Teile den Weg in kurze Abschnitte zu eindeutigen Merkmalen (Wegkreuzung, Bach, Hangfuß).
  3. 3Richtung, Strecke, Zeit messen – Halte die Richtung mit Kompass und Bocksprung, zähle Schritte und notiere Startzeiten.
  4. 4Licht gezielt einsetzen – Lampe zum Kartenlesen und für Hindernisse nutzen, sonst gedimmt.
  5. 5Häufig kontrollieren – Prüfe nach jeder Etappe, ob das erwartete Merkmal da ist.

Gefahr: Wer bei schlechter Sicht in steiles oder unbekanntes Gelände gerät, sollte anhalten, sich warm halten und ggf. Hilfe rufen (lokale Notrufnummer, 112 in der EU), statt weiterzugehen. Viele Unfälle entstehen beim Weitergehen unter Druck.

survivebetter.com/de/explore/navigation/nav-night-fog

Standort wiederfinden: systematisch statt raten

5 Schritte
  1. 1Anhalten – Bleib stehen, sobald Zweifel aufkommen.
  2. 2Letzten sicheren Punkt bestimmen – Wo warst du zuletzt sicher?
  3. 3Gelände abgleichen – Orientiere die Karte, bestimme Hangrichtung und Geländeform (Rücken, Mulde, Sattel) und suche passende Stellen im Kreis.
  4. 4Kreuzpeilung – Peile zwei bis drei sicher erkannte Landmarken an, rechne die Werte auf Kartenrichtung um, und zeichne jeweils die Gegenrichtung von der…
  5. 5Entscheiden – Ist der Standort klar, plane den Weiterweg.

Gefahr: Bei Verletzung, Erschöpfung, Unterkühlungsgefahr oder hereinbrechender Dunkelheit hat Hilfe holen (lokale Notrufnummer, 112 in der EU) Vorrang vor Orientierung.

survivebetter.com/de/explore/navigation/nav-relocation

Entfernungen mit dem Auge schätzen

4 Schritte
  1. 1Vergleichsstrecke einprägen – Präge dir eine bekannte Strecke ein, z. B. ein Fußballfeld, und betrachte sie aus verschiedenen Blickwinkeln.
  2. 2Gedanklich aneinanderlegen – Schätze, wie oft die Vergleichsstrecke bis zum Ziel passt.
  3. 3Details beachten – Erkennst du einzelne Äste, Fenster, Zaunpfähle?
  4. 4Mit Karte oder Gehzeit prüfen – Miss die Strecke auf der Karte nach oder notiere, wie lange du tatsächlich brauchst.

survivebetter.com/de/explore/navigation/nav-distance-by-eye

Flüsse, Seen und Küsten als Orientierung

4 Schritte
  1. 1Gewässer auf der Karte bestimmen – Fließrichtung, Zuflüsse, Brücken, Inseln und Uferformen notieren; diese sind die Prüfpunkte.
  2. 2Als Leitlinie nutzen – Auf einem Weg in sicherem Abstand zum Ufer gehen und Zuflüsse oder Brücken abhaken.
  3. 3Als Auffanglinie nutzen – Ein quer zur Route liegender Bach oder ein Seeufer zeigt an, dass man zu weit gegangen ist.
  4. 4An Küsten Gezeiten einplanen – Gezeitentabelle prüfen, Engstellen und Ausstiege kennen und genug Zeitpuffer einplanen.

Gefahr: Nicht automatisch einem Bach talwärts folgen, wenn man sich verirrt hat. Bachläufe können in Schluchten, über Abbrüche und Wasserfälle oder in unwegsames Gelände führen. Erst Standort klären (STOP-Regel), dann eine sichere Route wählen.

survivebetter.com/de/explore/navigation/nav-water-features

Natürliche Richtungszeichen: was stimmt und was ein Mythos ist

7 Schritte
  1. 1Erst anhalten, dann beobachten – Bleib stehen, trink etwas und überleg, ob du überhaupt weitergehen musst (STOP-Regel).
  2. 2Windgeformte Bäume lesen – An freien Stellen – Kuppen, Grate, Küsten, einzelne Bäume im Feld – formt ein vorherrschender Wind die Kronen: Äste wachsen stärker auf der…
  3. 3Sonnenseite erkennen – Auf der Nordhalbkugel bekommen Südhänge mehr Sonne.
  4. 4Menschengemachte Zeichen nutzen – Viele alte Kirchen in Europa sind „geostet“: Der Altarraum liegt im Osten, der Turm oft im Westen – es gibt aber viele Ausnahmen.
  5. 5Mythen aussortieren – Moos und Flechten wachsen dort, wo es feucht und schattig ist – im Wald oft rundum, an Bächen auf jeder Seite.
  6. 6Zeichen kombinieren – Sammle mindestens zwei, besser drei unabhängige Zeichen – zum Beispiel windgeformte Bäume, Schneereste und die Sonne hinter den Wolken.
  7. 7Richtung markieren und halten – Lege die gefundene Richtung mit Stöcken als Kreuz auf den Boden und beschrifte im Kopf N, O, S, W. Dann suchst du dir in der gewünschten…

Gefahr: Wer sich verirrt hat, bleibt zuerst stehen (STOP-Regel). Weiß jemand, wo du unterwegs bist, ist es meist sicherer, an einem gut sichtbaren Ort zu bleiben, als auf gut Glück loszugehen. Mit Handyempfang sofort den Notruf 112 wählen (in Österreich Bergrettung auch 140).

survivebetter.com/de/explore/navigation/nav-natural-signs-myths

Himmelsrichtung nach dem Mond schätzen

6 Schritte
  1. 1Mondphase erkennen – Schau, wie viel vom Mond beleuchtet ist: schmale Sichel, Halbmond, fast voll oder Vollmond.
  2. 2Die Spitzen verbinden – Halte einen geraden Stock so vor das Auge, dass er die beiden Spitzen der Sichel berührt.
  3. 3Die helle Seite deuten – Die beleuchtete Seite zeigt zur Sonne.
  4. 4Vollmond und Uhrzeit – Der Vollmond geht ungefähr bei Sonnenuntergang im Osten auf, steht um Mitternacht (Sommerzeit: gegen 1 Uhr) etwa im Süden und geht gegen…
  5. 5Auf- und Untergang nur grob – Der Mond geht grob im Osten auf und im Westen unter, aber je nach Tag im Monat weit nach Nordost oder Südost verschoben.
  6. 6Markieren und prüfen – Lege die gefundene Richtung mit Stöcken auf den Boden.

Gefahr: Wer sich verirrt hat, bleibt zuerst stehen (STOP-Regel). Weiß jemand, wo du unterwegs bist, ist es meist sicherer, an einem gut sichtbaren Ort zu bleiben, als auf gut Glück loszugehen. Mit Handyempfang sofort den Notruf 112 wählen (in Österreich Bergrettung auch 140).

survivebetter.com/de/explore/navigation/nav-moon-direction

Geradeaus gehen ohne Kompass: warum man im Kreis läuft und wie man es verhindert

7 Schritte
  1. 1Dem Gefühl nicht trauen – Mach dir klar: Ohne Bezugspunkt läufst du im Kreis, auch wenn es sich gerade anfühlt.
  2. 2Ein Ziel anpeilen – Stell dich in die Richtung und such dir einen auffälligen Punkt genau auf der Linie: einen markanten Baum, einen Felsen, eine Lücke.
  3. 3Zwei Ziele in eine Reihe – Noch genauer wird es mit zwei Zielen hintereinander, einem nahen und einem fernen.
  4. 4Zurückschauen – Dreh dich alle paar Minuten um. Die Punkte, an denen du vorbeigekommen bist, müssen hinter dir in einer geraden Reihe liegen.
  5. 5Zu zweit einweisen – Im dichten Wald geht eine Person voraus, bis sie gerade noch zu sehen ist.
  6. 6Hindernisse im Rechteck umgehen – Steht ein Dickicht oder Sumpf im Weg, geh im rechten Winkel zur Seite und zähle die Schritte, dann in der alten Richtung weiter, bis du…
  7. 7Richtung regelmäßig prüfen – Prüfe die Richtung mit der Sonne, dem Wind oder natürlichen Zeichen alle 15 bis 30 Minuten neu – die Sonne wandert im Lauf des Tages.

Gefahr: Wer sich verirrt hat, bleibt zuerst stehen (STOP-Regel). Weiß jemand, wo du unterwegs bist, ist es meist sicherer, an einem gut sichtbaren Ort zu bleiben, als auf gut Glück loszugehen. Mit Handyempfang sofort den Notruf 112 wählen (in Österreich Bergrettung auch 140).

survivebetter.com/de/explore/navigation/nav-walking-straight-line

Einem Bach talwärts folgen – Chancen und Gefahren

7 Schritte
  1. 1Erst entscheiden: bleiben oder gehen? – Wende die STOP-Regel an. Weiß jemand, wo du bist, und wird nach dir gesucht, bleibst du meist besser an einem sichtbaren Ort.
  2. 2Wasser finden und Fließrichtung prüfen – Geh bergab, in Mulden und Gräben, und hör auf Rauschen.
  3. 3Neben dem Wasser gehen – Geh auf Pfaden, Wildwechseln oder dem Hang oberhalb des Ufers, nicht im Bachbett und nicht über nasse Steine.
  4. 4Schluchten und Wasserfälle umgehen – Wird das Tal eng, werden die Ufer zu Felswänden oder hörst du ein lautes Tosen, gehst du nicht weiter hinein.
  5. 5Dickicht und Sumpf ausweichen – An Ufern wachsen oft Brombeeren, Weidengebüsch oder es ist sumpfig.
  6. 6Auf Gewitter und steigendes Wasser achten – Schau regelmäßig zum Himmel, besonders talaufwärts.
  7. 7An Weg oder Straße entscheiden – Erreichst du einen Weg, eine Forststraße oder Leitungstrasse, folgst du ihr talwärts – Wege führen zu Siedlungen.

Gefahr: Nie in Schluchten, Klammen oder Bachbetten gehen, wenn Gewitter drohen oder es oberhalb regnet: Eine Sturzflut kann von weit entfernten Regenfällen kommen und das Wasser in Minuten steigen lassen. Wird das Wasser trüb, steigt es, treibt Holz oder hörst du ein Grollen, sofort seitlich auf höheres Gelände steigen.

survivebetter.com/de/explore/navigation/nav-follow-water-downstream

Zivilisation hören, riechen und sehen: Straßen, Glocken, Rauch und Licht

7 Schritte
  1. 1Still werden und lauschen – Bleib stehen, alle in der Gruppe schweigen, Kapuze runter.
  2. 2Geräusche deuten – Ein gleichmäßiges Rauschen mit einzelnen lauteren Fahrzeugen ist eine Straße.
  3. 3Richtung mehrfach prüfen – Prüfe die Richtung von zwei, drei verschiedenen Stellen aus, am besten von einer freien Kuppe oder einem Waldrand.
  4. 4Gerüche nutzen – Holzrauch, Stallgeruch, frisch gemähtes Gras oder Abgase kommen immer von der Seite, aus der der Wind weht.
  5. 5Lichter in der Nacht peilen – Nachts siehst du Hauslichter, Autoscheinwerfer oder den hellen Schein über Orten an den Wolken.
  6. 6Am Tag nach Spuren der Menschen suchen – Rauchsäulen, Stromleitungen, Zäune, Holzschläge, Forststraßen und Wegweiser sind Zeichen von Menschen in der Nähe.
  7. 7Entscheiden und auf dich aufmerksam machen – Geh nur los, wenn Bleiben keine bessere Wahl ist, das Gelände dazwischen sicher wirkt und genug Tageslicht bleibt.

Gefahr: Wer sich verirrt hat, bleibt zuerst stehen (STOP-Regel). Weiß jemand, wo du unterwegs bist, ist es meist sicherer, an einem gut sichtbaren Ort zu bleiben, als auf gut Glück loszugehen. Mit Handyempfang sofort den Notruf 112 wählen (in Österreich Bergrettung auch 140).

survivebetter.com/de/explore/navigation/nav-sound-signs-of-civilization

Planung und Signale

Himmelsrichtung grob nach der Sonne schätzen

5 Schritte
  1. 1Stab aufstellen – Stecke einen geraden Stab senkrecht in ebenen Boden, sodass er einen klaren Schatten wirft.
  2. 2Erste Markierung – Markiere die Spitze des Schattens mit einem Stein oder Zweig.
  3. 3Warten – Warte etwa 15 Minuten oder länger, bis sich die Schattenspitze deutlich bewegt hat.
  4. 4Zweite Markierung und Linie – Markiere die neue Schattenspitze.
  5. 5Mit anderen Hinweisen abgleichen – Vergleiche mit Karte, bekannten Landmarken oder dem Sonnenstand.

Achtung: Die Methode ist nur grob. Eine kleine Richtungsabweichung führt über längere Strecken weit vom Ziel weg. Sie ersetzt nicht die Entscheidung nach der STOP-Regel oder einen Notruf.

survivebetter.com/de/explore/navigation/nav-sun-direction

Route planen und Tourenplan hinterlassen

6 Schritte
  1. 1Route und Alternativen festlegen – Wähle die Route auf der Karte, notiere Schlüsselstellen, Abzweigungen, Wasserstellen und mögliche Abkürzungen oder Ausstiege.
  2. 2Zeitbedarf abschätzen – Berücksichtige Strecke, Höhenmeter, Gelände, Kondition der langsamsten Person und Pausen.
  3. 3Umkehrzeit festlegen – Lege fest, bis wann ein bestimmter Punkt erreicht sein muss, sonst wird umgekehrt.
  4. 4Plan hinterlassen – Teile einer vertrauten Person mit: Route, Start- und Zielpunkt, Teilnehmende, Ausrüstung, Fahrzeug und Kennzeichen, geplante Rückkehr und…
  5. 5Am Plan festhalten oder Änderungen melden – Weiche unterwegs nur ab, wenn nötig, und melde Änderungen, sobald du Empfang hast.
  6. 6Zurückmelden – Melde dich nach der Rückkehr sofort bei der Kontaktperson.

Gefahr: Vereinbare mit der Kontaktperson, ab wann sie die lokale Notrufnummer (112 in der EU) wählen soll, wenn du dich nicht meldest – und melde dich nach der Rückkehr zuverlässig ab, um Fehlalarme zu vermeiden.

survivebetter.com/de/explore/navigation/nav-route-planning

Himmelsrichtung nach den Sternen: Polarstern und Kreuz des Südens

4 Schritte
  1. 1Nordhalbkugel: Großen Wagen finden – Suche den Großen Wagen.
  2. 2Alternative: Kassiopeia – Steht der Große Wagen tief, liegt das „W“ der Kassiopeia auf der anderen Seite des Polarsterns und kann helfen, ihn zu finden.
  3. 3Südhalbkugel: Kreuz des Südens – Suche das Kreuz des Südens (nicht das ähnliche, größere „falsche Kreuz“).
  4. 4Richtung markieren – Lege einen Stock oder Steine in die gefundene Richtung, damit du sie am Morgen noch weißt.

Achtung: Eine Richtung zu kennen heißt nicht, dass man nachts sicher gehen kann. Nachtmärsche ins Unbekannte sind riskant; die Sternrichtung eher nutzen, um am nächsten Morgen in die richtige Richtung zu starten.

survivebetter.com/de/explore/navigation/nav-stars

Richtung mit der Armbanduhr schätzen (sehr ungenau)

4 Schritte
  1. 1Sommerzeit berücksichtigen – Gilt Sommerzeit, rechne mit 13 Uhr statt 12 Uhr als Bezug.
  2. 2Nordhalbkugel – Halte die Uhr waagerecht und richte den Stundenzeiger auf die Sonne.
  3. 3Südhalbkugel – Richte die 12 auf die Sonne.
  4. 4Gegenprüfen – Vergleiche mit anderen Hinweisen (Sonnenauf- und -untergang, Schattenstab, Gelände) und behandle das Ergebnis als grobe Schätzung.

Achtung: Die Uhrmethode kann je nach Ort, Datum und Uhrzeit stark danebenliegen. Nie allein danach über weite Strecken oder in gefährliches Gelände navigieren.

survivebetter.com/de/explore/navigation/nav-watch-method

Standort ablesen und teilen: Koordinaten, Apps, Beschreibung

5 Schritte
  1. 1Koordinaten finden – Lerne zu Hause, wo dein Telefon Koordinaten anzeigt (Karten-App, Kompass-App oder Offline-Karten-App) und in welchem Format.
  2. 2Genauigkeit abwarten – Unter freiem Himmel einen Moment warten, bis die angezeigte Genauigkeit stabil ist.
  3. 3Format und Ziffern ansagen – Nenne beim Notruf das Format, dann die Ziffern langsam, und lass sie wiederholen.
  4. 4Beschreibung ergänzen – Beschreibe Weg, Gipfel, Hütte, Gewässer, Höhe, Hangrichtung und was du siehst.
  5. 5Mit Vertrauenspersonen teilen – Für Touren: Live-Standort oder regelmäßige Position per Nachricht mit einer Kontaktperson teilen, die deinen Tourenplan kennt.

Gefahr: Im Notfall zuerst die lokale Notrufnummer (112 in der EU) anrufen. Den Standort nur an Freunde zu schicken, ersetzt keinen Notruf.

survivebetter.com/de/explore/navigation/nav-location-sharing

Etappenplan (Routenkarte) erstellen

5 Schritte
  1. 1Etappenpunkte wählen – Teile die Route in Abschnitte zwischen eindeutigen, auch bei schlechter Sicht erkennbaren Punkten.
  2. 2Richtung, Strecke, Höhe messen – Für jede Etappe Kartenrichtung (bei Bedarf in Kompassrichtung umgerechnet), Länge und Höhenmeter auf- und abwärts notieren.
  3. 3Zeit schätzen – Mit eigener Erfahrung oder einer Faustregel (z. B. Naismith) die Zeit je Etappe schätzen und einen Puffer hinzufügen.
  4. 4Ausweichrouten und Umkehrzeit – Notiere für kritische Etappen einen sicheren Ausweg und lege eine Umkehrzeit fest.
  5. 5Unterwegs nutzen und vergleichen – Startzeit jeder Etappe notieren und mit der Planung vergleichen.

Achtung: Eine Linie auf der Karte sagt nichts darüber, ob das Gelände sicher begehbar ist. Abbrüche, Gewässer, Lawinen- und Steinschlaggelände umgehen und im Zweifel umkehren.

survivebetter.com/de/explore/navigation/nav-route-card

In der Stadt ohne Handy zurechtfinden

5 Schritte
  1. 1Vorbereiten – Papierstadtplan besorgen und Zuhause, Arbeit, Schule, Treffpunkte und Notfallanlaufstellen markieren.
  2. 2Große Linien merken – Präge dir einige Hauptachsen ein: Fluss, Ringstraße, Bahnlinie.
  3. 3Schilder und Hausnummern lesen – Straßennamen an Kreuzungen, Hausnummernrichtung und Pläne an Haltestellen zeigen Standort und Richtung.
  4. 4Bezugspunkte nutzen – Hohe, gut sichtbare Gebäude dienen als Richtungsanzeiger.
  5. 5Fragen – Passanten, Geschäfte, Taxi- und Verkehrspersonal kennen die Umgebung.

Achtung: In Krisen können Straßen, Brücken oder Viertel gesperrt sein. Absperrungen und Anweisungen von Polizei und Rettungskräften immer befolgen, auch wenn der kürzeste Weg dort entlangführt.

survivebetter.com/de/explore/navigation/nav-urban-no-phone

Als Gruppe navigieren und zusammenbleiben

5 Schritte
  1. 1Vor dem Start absprechen – Route, Ziel, Umkehrzeit, Pfeifsignale und Verhalten bei Trennung („bleib stehen, wo du bist, und pfeife“) besprechen.
  2. 2Rollen verteilen – Eine Person navigiert, eine zweite liest mit, eine erfahrene Schlussperson geht immer zuletzt.
  3. 3An jeder Abzweigung sammeln – Die Spitze wartet an jeder Abzweigung, bis die Schlussperson in Sicht ist.
  4. 4Regelmäßig durchzählen – Nach Pausen, an Abzweigungen und vor Etappen durchzählen.
  5. 5Bei Zweifel gemeinsam anhalten – Wenn jemand Zweifel äußert, gemeinsam anhalten und den Standort prüfen – Zweifel sind erwünscht, nicht lästig.

Gefahr: Fehlt jemand und ist nach kurzer Suche entlang des Weges nicht auffindbar, früh die lokale Notrufnummer (112 in der EU) anrufen, statt dass sich die ganze Gruppe zerstreut.

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Ohne Karte: Wegskizze anlegen und zurückschauen

4 Schritte
  1. 1Startpunkt festhalten – Startpunkt beschreiben (z. B. Parkplatz, Straßenname) und, wenn möglich, Koordinaten oder ein Foto speichern.
  2. 2An jeder Abzweigung notieren – Uhrzeit, gewählte Richtung (links/rechts, Himmelsrichtung) und ein markantes Merkmal aufschreiben oder skizzieren.
  3. 3Zurückschauen – Nach jeder Abzweigung kurz umdrehen und einprägen, wie sie aus der Gegenrichtung aussieht.
  4. 4Rückweg mit der Skizze – Skizze rückwärts lesen: Richtungen umkehren, Zeiten als grobe Kontrolle nutzen.

Achtung: Eine Skizze ersetzt keine Karte. Für Touren abseits bekannter Wege eine Karte mitnehmen und den Tourenplan hinterlassen.

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Whiteout auf Schnee: anhalten oder weitergehen?

7 Schritte
  1. 1Früh reagieren – Zieht Nebel auf oder wird der Schneefall dichter, entscheidest du, solange du noch etwas siehst: Spur und Gelände merken, Richtung zurück…
  2. 2Anhalten und geschützt warten – Bist du im unbekannten, steilen oder lawinengefährdeten Gelände, ist Anhalten meist die sicherste Wahl.
  3. 3Nur mit festem Hilfsmittel weiter – Weitergehen nur, wenn du einer bekannten Spur, Stangenmarkierung oder einer Kompassrichtung in flaches, bekanntes Gelände folgen kannst.
  4. 4In Sichtweite hintereinander – Geht dicht hintereinander, nur so weit auseinander, dass ihr euch noch seht und hört.
  5. 5Schneebälle vorauswerfen – Wirf einen festen Schneeball ein paar Meter vor dich.
  6. 6Grate und Wechten meiden – Wechten hängen auf der windabgewandten Seite von Graten über und brechen oft weit hinter der Kante.
  7. 7Notruf und Wärme – Kommt ihr nicht weiter, jemand ist erschöpft oder friert stark, setzt du den Notruf ab (112, in Österreich auch 140) und bleibst an Ort und…

Gefahr: Wechten sind überhängende Schneedächer auf der windabgewandten Seite von Graten. Sie können weit hinter der sichtbaren Kante abbrechen. Im Whiteout Grate meiden oder deutlich auf der Luvseite bleiben – nie zur Kante gehen.

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Den eigenen Weg für Retter markieren – und Wegzeichen lesen

7 Schritte
  1. 1Notiz am Ausgangspunkt – Bevor du einen Platz verlässt, schreibst du eine Notiz: Name, Datum, Uhrzeit, in welche Richtung du gehst, warum, wie es dir und der Gruppe…
  2. 2Große Pfeile legen – Leg an jeder Abzweigung und dort, wo du einen Weg verlässt, einen Pfeil aus Stöcken oder Steinen auf den Boden – mindestens einen großen…
  3. 3Falsche Wege durchstreichen – Ein Kreuz (X) aus zwei Stöcken bedeutet: „Hier nicht entlang.“ Leg es an Abzweigungen in die Richtung, die du nicht genommen hast.
  4. 4Auffällig und regelmäßig markieren – Zwischen den Abzweigungen helfen auffällige Stücke in Augenhöhe – Markierband, ein farbiges Stück Stoff – so gesetzt, dass vom einen das…
  5. 5Vorhandene Wegzeichen lesen – In Österreich sind Wanderwege rot-weiß-rot markiert, oft mit der Wegnummer im weißen Feld; Wegweiser nennen Ziel und Gehzeit.
  6. 6Markierung verloren: zurück – Siehst du keine Markierung mehr, bleib stehen, schau dich um und geh, wenn nötig, zur letzten sicheren Markierung zurück.
  7. 7Danach alles entfernen – Ist der Notfall vorbei oder war es eine Übung, entfernst du Pfeile, Kreuze, Band und eigene Steinmänner wieder und verteilst Steine und…

Gefahr: Wer sich verirrt hat, bleibt zuerst stehen (STOP-Regel). Weiß jemand, wo du unterwegs bist, ist es meist sicherer, an einem gut sichtbaren Ort zu bleiben, als auf gut Glück loszugehen. Mit Handyempfang sofort den Notruf 112 wählen (in Österreich Bergrettung auch 140).

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Zeit bis Sonnenuntergang mit der Hand schätzen – und rechtzeitig Lager machen

7 Schritte
  1. 1Sonnenuntergang vorher kennen – Schau vor der Tour nach, wann die Sonne untergeht, und schreib es dir auf.
  2. 2Mit der Hand messen – Streck den Arm ganz aus, die Hand quer, Finger zusammen und waagrecht, der Daumen eingeklappt.
  3. 3Faustregel anwenden – Grob gilt: ein Finger etwa 15 Minuten, eine Hand mit vier Fingern etwa eine Stunde.
  4. 4Die eigene Hand eichen – Hast du eine Uhr, miss am ersten Abend die Fingerzahl und notiere die Uhrzeit, und wiederhole das bis zum Sonnenuntergang.
  5. 5Gelände berücksichtigen – Miss bis zum echten Horizont, hinter dem die Sonne verschwinden wird – im Gebirge ist das ein Bergkamm, der viel höher liegt als der flache…
  6. 6Rückwärts planen – Überlege, was du vor der Dunkelheit brauchst: einen sicheren Platz, Unterkunft, trockenes Holz, Wasser, warme Kleidung.
  7. 7Fertig sein, bevor es dunkel ist – Lege Stirnlampe, warme Kleidung und Wasser griffbereit, sammle Holz für die ganze Nacht und mach den Schlafplatz fertig, solange du noch…

Gefahr: Nie direkt in die Sonne schauen – auch nicht kurz und nicht mit Sonnenbrille. Halte die Hand so, dass die oberste Fingerkante die Sonne verdeckt, und blinzle nur seitlich daran vorbei.

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