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Spickzettel für den Rucksack

Spickzettel: Klima und extreme Umgebungen

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SurviveBetter · Spickzettel

Klima und extreme Umgebungen

survivebetter.com
Stand 2026-10-12

Notruf 112 (EU) · Österreich Rettung 144. Ein Spickzettel erinnert nur – er ersetzt keine Ausbildung.

Kälte, Schnee, Gebirge

Im Gebirge: Wetterumschwung erkennen und rechtzeitig umkehren

6 Schritte
  1. 1Bergwetter prüfen – Am Vorabend und am Morgen einen Bergwetterbericht lesen: Gewitterneigung, Wind, Nullgradgrenze, Sicht.
  2. 2Umkehrzeit festlegen – Vor dem Start eine feste Uhrzeit vereinbaren, zu der umgekehrt wird, egal wie nah das Ziel ist.
  3. 3Unterwegs beobachten – Regelmäßig den Himmel beobachten: rasch wachsende Quellwolken, auffrischender Wind, Temperatursturz, aufziehender Nebel sind Warnzeichen.
  4. 4Entscheiden statt hoffen – Bei Warnzeichen, Erschöpfung in der Gruppe oder Zeitverzug umkehren oder den geplanten Ausweichweg nehmen.
  5. 5Sicher absteigen – Beim Abstieg nicht hetzen; die meisten Stürze passieren bei Müdigkeit.
  6. 6Hilfe rufen – Bei Verletzung, Orientierungsverlust oder Unterkühlung die örtliche Notrufnummer wählen (in der EU 112) bzw. das alpine Notsignal nutzen…

Gefahr: Bei Gewitter sind Grate, Gipfel, Einzelbäume und Drahtseile besonders gefährlich. Schon bei ersten Anzeichen (hoch aufquellende Wolken, Donner) exponierte Stellen verlassen und absteigen.

survivebetter.com/de/explore/environments/env-mountain-weather

Im Schnee und Winter unterwegs

6 Schritte
  1. 1Kurz planen, früh starten – Gehzeiten im Schnee großzügig ansetzen und die Tour so planen, dass sie deutlich vor Einbruch der Dunkelheit endet.
  2. 2Lawinenlagebericht lesen – In Bergregionen den regionalen Lawinenlagebericht lesen.
  3. 3Schichten regulieren – Vor dem Losgehen eher kühl starten, bei Anstiegen Schichten ablegen, um nicht zu schwitzen, bei Pausen sofort eine warme Schicht anziehen.
  4. 4Essen und trinken – Regelmäßig essen und warm trinken; Kälte und Schneegehen verbrauchen viel Energie.
  5. 5Akkus warm halten – Telefon, Stirnlampe und Ersatzakkus körpernah tragen; Kälte verringert die nutzbare Kapazität deutlich.
  6. 6Aufeinander achten – Gegenseitig auf weiße Stellen im Gesicht, Zittern und Verhaltensänderungen achten.

Gefahr: Lawinen können an Hängen ab mittlerer Steilheit abgehen, auch bei Sonnenschein und auch durch die eigene Gruppe ausgelöst. Ohne Lawinenausbildung, Notfallausrüstung und Kenntnis des aktuellen Lawinenlageberichts kein Lawinengelände betreten – auf geräumten und gesicherten Wegen bleiben.

survivebetter.com/de/explore/environments/env-snow-winter

Lawinengelände: Grundwissen und Grenzen

5 Schritte
  1. 1Ausbildung machen – Einen Lawinenkurs bei einem Alpenverein, einer Bergschule oder einer vergleichbaren Organisation besuchen und regelmäßig auffrischen.
  2. 2Lagebericht lesen – Vor jeder Wintertour den aktuellen regionalen Lawinenlagebericht lesen: Gefahrenstufe, Lawinenprobleme, betroffene Höhen und Hangrichtungen.
  3. 3Unklares Gelände meiden – Ohne Ausbildung auf geräumten Winterwanderwegen und gesicherten Pisten bleiben.
  4. 4Notfallausrüstung üben – Verschüttetensuchgerät, Sonde und Schaufel gehören zusammen und müssen regelmäßig geübt werden.
  5. 5Umkehren als Option – Warnzeichen wie frische Lawinen, Wummgeräusche oder Risse im Schnee sind Gründe umzukehren.

Gefahr: Gelände, in dem Lawinen möglich sind, nur mit Ausbildung, aktueller Lagebeurteilung und Notfallausrüstung betreten – oder mit einem geprüften Bergführer. Dieser Eintrag ersetzt keine Ausbildung.

survivebetter.com/de/explore/environments/env-avalanche-terrain

Gletscher: warum Ausbildung oder Führung nötig ist

4 Schritte
  1. 1Ausbildung oder Führung – Hochtourenkurs bei einem Alpenverein oder einer Bergschule absolvieren oder einen geprüften Bergführer engagieren.
  2. 2Verhältnisse erfragen – Hüttenwirte, Bergführer und regionale Stellen kennen die aktuellen Verhältnisse; Gletscher verändern sich von Jahr zu Jahr.
  3. 3Gesicherte Angebote nutzen – Wer Gletscher nur erleben möchte: geführte Wanderungen oder markierte, gesicherte Wege nutzen und Absperrungen respektieren.
  4. 4Tageszeit beachten – Schneebrücken sind meist in der Kälte am frühen Morgen tragfähiger; Schmelzwasser und Steinschlag nehmen mit der Tageserwärmung zu.

Gefahr: Gletscher ohne Ausbildung und Seilschaft oder geprüften Bergführer nicht betreten. Auch harmlos wirkende, schneebedeckte Gletscherflächen können Spalten verbergen.

survivebetter.com/de/explore/environments/env-glacier-travel

Große Höhe: Höhenkrankheit erkennen und absteigen

5 Schritte
  1. 1Vorab beraten lassen – Vor Reisen in große Höhe ärztlich beraten lassen, besonders bei Vorerkrankungen.
  2. 2Langsam aufsteigen – Die Wilderness Medical Society empfiehlt, oberhalb von etwa 3.000 m die Schlafhöhe um nicht mehr als etwa 500 m pro Tag zu steigern und…
  3. 3Symptome erkennen – Kopfschmerzen zusammen mit Übelkeit, Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Schwindel oder schlechtem Schlaf nach einem Aufstieg als mögliche…
  4. 4Stoppen – Mit Symptomen nicht höher steigen, ausruhen, Begleiter informieren.
  5. 5Absteigen – Werden Symptome schlimmer oder treten Warnzeichen auf, absteigen – möglichst in Begleitung – und Hilfe holen.

Gefahr: Atemnot in Ruhe, Verwirrtheit, Gangunsicherheit oder zunehmende Benommenheit sind Notfälle: sofort absteigen bzw. abtransportieren lassen und Hilfe rufen – örtliche Notrufnummer (in der EU 112) oder Bergrettung.

survivebetter.com/de/explore/environments/env-high-altitude

Polargebiete und Tundra: Überblick und Expeditionsvorbereitung

5 Schritte
  1. 1Erfahrung aufbauen – Schrittweise: Wintertouren mit Übernachtung, dann mehrtägige Touren in kalten Regionen, dann geführte Polarreise.
  2. 2Ausbildung machen – Kurse in Wintercamping, Kälteschutz, Navigation bei schlechter Sicht und Notfallkommunikation besuchen.
  3. 3Ausrüstung als System testen – Kleidung, Schlafsystem, Kocher und Handschuhe vorher unter echten Kältebedingungen testen – auch das Bedienen mit Handschuhen.
  4. 4Regeln und Genehmigungen klären – Viele Polargebiete haben Genehmigungs-, Versicherungs- oder Ausrüstungsauflagen.
  5. 5Notfallplan hinterlegen – Route, Zeitplan, Kommunikationsmittel und Meldezeiten bei einer verlässlichen Kontaktperson hinterlegen.

Gefahr: In Polargebieten kann Hilfe Stunden bis Tage brauchen, und Mobilfunk fehlt meist. Satellitenbasierte Notfallkommunikation und ein hinterlegter Tourenplan sind Grundvoraussetzung.

survivebetter.com/de/explore/environments/env-polar-tundra

Skigebiete abseits der Piste

5 Schritte
  1. 1Ausbildung machen – Lawinenkurs bei einem Alpenverein, einer Bergschule oder Bergführern besuchen und die Verschüttetensuche jede Saison üben.
  2. 2Lagebericht lesen – Gefahrenstufe, Lawinenprobleme und besonders gefährliche Hangrichtungen und Höhenlagen verstehen und den Plan daran anpassen.
  3. 3Ausrüstung prüfen – Lawinenverschüttetensuchgerät eingeschaltet und geprüft, Schaufel und Sonde im Rucksack, Telefon geladen.
  4. 4Mit Führung beginnen – Die ersten Tage abseits der Piste mit Bergführerin oder Bergführer fahren und dabei Geländebeurteilung lernen.
  5. 5Einzeln fahren, sammeln an sicheren Punkten – In steilen Hängen einzeln fahren, an Stellen außerhalb möglicher Lawinenbahnen sammeln, Sichtkontakt halten.

Gefahr: Abseits der Piste gibt es keinen Lawinenschutz. Ohne Ausbildung, Lawinenverschüttetensuchgerät, Schaufel, Sonde und Partner nicht fahren. Den Lawinenlagebericht vor jedem Tag lesen.

survivebetter.com/de/explore/environments/env-off-piste

Hitze und Trockenheit

In heißen und trockenen Gebieten

6 Schritte
  1. 1Wasser planen – Wasserbedarf für Hitze und Anstrengung großzügig planen, Reserve einrechnen und nur bekannte, aktuell bestätigte Wasserstellen einplanen.
  2. 2Kühle Stunden nutzen – Früh morgens und am späten Nachmittag gehen oder arbeiten, in der Mittagshitze im Schatten ruhen.
  3. 3Haut bedecken – Locker sitzende, helle, langärmelige Kleidung, breitkrempiger Hut und Sonnenbrille schützen besser als nackte Haut.
  4. 4Regelmäßig trinken – Regelmäßig trinken, nicht erst bei Durst, und bei starkem Schwitzen auch salzhaltig essen.
  5. 5Lagerplatz sicher wählen – Nicht in trockenen Flussbetten oder Senken lagern; erhöhte Plätze abseits von Abflussrinnen wählen.
  6. 6Beim Fahrzeug bleiben – Bei einer Panne in abgelegenem Gelände in der Regel beim Fahrzeug bleiben: Es spendet Schatten und ist leichter zu finden.

Gefahr: Verwirrtheit, Bewusstseinsstörung, sehr hohe Körpertemperatur oder Krampfanfälle können auf einen Hitzschlag hinweisen – ein lebensbedrohlicher Notfall. Örtliche Notrufnummer wählen (in der EU 112), Person in den Schatten bringen und kühlen.

survivebetter.com/de/explore/environments/env-hot-dry

Die Wüste bei Nacht: Kälte und Dunkelheit

4 Schritte
  1. 1Für beide Extreme packen – Sonnenschutz für den Tag und eine warme Schicht, Mütze und Isomatte für die Nacht einplanen.
  2. 2Trocken in die Nacht – Verschwitzte Kleidung abends wechseln oder trocknen lassen, bevor es kalt wird.
  3. 3Lager wählen – Leicht erhöht, außerhalb von Wadis und Senken, möglichst windgeschützt.
  4. 4Nachtmarsch nur geplant – Wer nachts geht, um die Hitze zu meiden: bekannte Route, Stirnlampe, Ersatzbatterien, Kompass, Gruppe zusammenhalten.

Gefahr: Nicht in trockenen Flussbetten (Wadis) lagern: Gewitter in der Ferne können dort Sturzfluten auslösen.

survivebetter.com/de/explore/environments/env-desert-night

Hitze in der Stadt: die städtische Wärmeinsel

5 Schritte
  1. 1Warnungen nutzen – Hitzewarnungen des Wetterdienstes oder der Gesundheitsbehörden verfolgen und Tagesplanung danach richten.
  2. 2Tagsüber verschatten – Fenster tagsüber geschlossen halten und von außen verschatten (Rollläden, Markisen); innen liegende Vorhänge helfen weniger.
  3. 3Nachts lüften – In den kühlsten Stunden spät abends und früh morgens quer lüften.
  4. 4Kühle Orte kennen – Kühlsten Raum der Wohnung nutzen; öffentliche kühle Orte wie Bibliotheken, Kirchen oder ausgewiesene Kühlräume kennen.
  5. 5Aufeinander achten – Bei Angehörigen und Nachbarn, die allein leben, täglich nachfragen; ans Trinken erinnern.

Gefahr: Verwirrtheit, Bewusstseinsstörung oder sehr hohe Körpertemperatur bei Hitze sind ein Notfall: örtliche Notrufnummer (in der EU 112) wählen.

survivebetter.com/de/explore/environments/env-urban-heat-island

Savanne, Steppe und trockenes Grasland: Brandgefahr

5 Schritte
  1. 1Brandgefahr prüfen – Vor der Tour Brandgefahrenstufe und Windvorhersage der Wetter- oder Forstbehörde ansehen.
  2. 2Keine Zündquellen – Kein offenes Feuer, keine Zigaretten, Fahrzeuge nur auf befestigten oder kahlen Flächen abstellen.
  3. 3Fluchtwege merken – Unterwegs immer wissen, wo die nächste Straße, ein Gewässer oder eine kahle Fläche liegt und woher der Wind kommt.
  4. 4Bei Rauch früh handeln – Rauch nicht beobachten, sondern weggehen: quer zur Windrichtung oder gegen den Wind in Richtung brennstoffarmer Flächen und Straßen.
  5. 5Anweisungen befolgen – Evakuierungsaufforderungen sofort befolgen, Straßen für Einsatzfahrzeuge freihalten.

Gefahr: Grasfeuer können bei Wind schneller sein als ein rennender Mensch. Nie hangaufwärts oder in Windrichtung vor einem Feuer fliehen. Früh weggehen, sobald Rauch in der Nähe sichtbar ist, und die örtliche Notrufnummer (in der EU 112) wählen.

survivebetter.com/de/explore/environments/env-grassland-fire

Feucht und tropisch

Tropischer Regenwald und feuchte Hitze

6 Schritte
  1. 1Reisemedizin klären – Rechtzeitig vor der Reise eine reisemedizinische Beratung aufsuchen: Impfungen, Mückenschutz, Trinkwasser.
  2. 2Tempo anpassen – In den ersten Tagen langsamer gehen, Pausen im Schatten einplanen, anstrengende Abschnitte in die kühleren Morgenstunden legen.
  3. 3Trinken und Wasser aufbereiten – Regelmäßig trinken; Wasser aus Bächen und Regen vor dem Trinken aufbereiten.
  4. 4Nachtset trocken halten – Tagsüber in nassen Sachen gehen, aber ein Set Kleidung im wasserdichten Packsack nur für Lager und Schlaf trocken halten.
  5. 5Lager über dem Boden – Lagerplatz erhöht, weg von Flüssen und toten Bäumen; Hängematte mit Moskitonetz und Tarp hält von Bodennässe und Krabbeltieren fern.
  6. 6Frühe Dunkelheit einplanen – Nahe dem Äquator ist der Tag das ganze Jahr etwa zwölf Stunden lang und die Dämmerung kurz.

Gefahr: Hitzeerkrankungen können in feuchter Hitze schon bei Temperaturen auftreten, die trocken noch erträglich wären. Verwirrtheit, Erbrechen oder Bewusstseinsstörung sind ein Notfall: örtliche Notrufnummer (in der EU 112) wählen.

survivebetter.com/de/explore/environments/env-tropical-humid

Moore, Sümpfe und Feuchtgebiete

5 Schritte
  1. 1Wege planen – Route auf markierten Pfaden und Bohlenwegen wählen; Rückweg und Zeitrahmen festlegen, jemandem Bescheid geben.
  2. 2Untergrund lesen – Sehr grüne, glatte Flächen, offenes Wasser zwischen Moospolstern und schwankender Boden sind Warnzeichen.
  3. 3Bei Nebel umkehren – Nebel nimmt im Moor schnell die Sicht.
  4. 4Wenn man einsinkt – Stehen bleiben, Gewicht nach hinten verlagern, Rucksack als Auflage nutzen, Beine langsam einzeln befreien.
  5. 5Hilfe holen – Kommt man nicht frei oder kühlt aus: Notruf absetzen und Standort möglichst genau beschreiben.

Gefahr: Wer bis über die Knie einsinkt oder nicht mehr herauskommt: nicht strampeln, Gewicht nach hinten verlagern und auf eine möglichst große Fläche verteilen, langsam bewegen und Hilfe rufen – örtliche Notrufnummer (in der EU 112).

survivebetter.com/de/explore/environments/env-wetlands-bogs

Tagelanger Regen in gemäßigtem Klima

6 Schritte
  1. 1Wasserdicht packen – Schlafsack, Nachtkleidung und Elektronik in getrennten wasserdichten Beuteln.
  2. 2Schichten anpassen – Beim Gehen eher kühl angezogen sein, damit Schweiß die Kleidung nicht von innen durchnässt; bei Pausen sofort eine warme Schicht unter die…
  3. 3Lagerplatz wählen – Leicht erhöht, nicht in Mulden oder Bachnähe, nicht unter Totholz.
  4. 4Trockenes Set verteidigen – Im Lager in trockene Sachen wechseln, morgens wieder in die nassen.
  5. 5Essen und Trinken – Regelmäßig warm essen und trinken – der Körper braucht Energie, um Wärme zu erzeugen.
  6. 6Ausweichroute planen – Bachquerungen und Hangpassagen vorab prüfen; bei steigendem Wasser umplanen oder abbrechen.

Gefahr: Unterkühlung entsteht häufig bei Temperaturen über null, wenn Nässe und Wind zusammenkommen. Zittern, Ungeschicklichkeit und Verwirrtheit ernst nehmen; bei Verschlechterung örtliche Notrufnummer (in der EU 112) wählen.

survivebetter.com/de/explore/environments/env-long-wet-periods

Küsten und Gewässer

An der Küste: Gezeiten, Strömungen, Wellen

6 Schritte
  1. 1Gezeiten prüfen – Vor Küsten- und Strandwanderungen die örtliche Gezeitentabelle prüfen.
  2. 2Rückweg sichern – Planen, wann der Rückweg spätestens angetreten werden muss, und Fluchtwege vom Strand (Treppen, Wege) kennen.
  3. 3Bewachte Strände nutzen – Zwischen den markierten Bereichen baden, Warnflaggen und Hinweise beachten und Kinder ständig beaufsichtigen.
  4. 4Rückströmungen erkennen – Hinweise auf Rückströmungen können ruhigere Wasserrinnen zwischen brechenden Wellen, verfärbtes Wasser oder aufs Meer treibender Schaum…
  5. 5Im Wasser: treiben lassen – Wer unerwartet ins Wasser fällt oder abgetrieben wird: zuerst auf dem Rücken treiben lassen, um den Atem zu beruhigen, dann parallel zum…
  6. 6Hilfe alarmieren – Bei Notfällen die örtliche Notrufnummer (in der EU 112) oder die Küstenrettung anrufen und den Ort möglichst genau beschreiben.

Gefahr: Sieht man jemanden im Wasser in Not, nicht selbst hinterherspringen: sofort die örtliche Notrufnummer wählen (in der EU 112) bzw. die Küstenrettung alarmieren, Rettungsschwimmer informieren und, wenn möglich, etwas Schwimmfähiges zuwerfen.

survivebetter.com/de/explore/environments/env-coast-tides

Flüsse und Bäche: wann man nicht hinüber sollte

5 Schritte
  1. 1Querungen vorab planen – Bei der Tourenplanung Brücken und Stege suchen.
  2. 2Am Ufer stehen bleiben – Nicht spontan hineingehen.
  3. 3Ausschlusskriterien prüfen – Über Kniehöhe, schnell, trüb, Treibgut, Hindernisse oder Gefälle flussabwärts, allein, ausgekühlt oder unsicher – dann nicht queren.
  4. 4Alternativen nutzen – Flussauf- oder abwärts nach einer Brücke suchen, Route ändern, umkehren oder warten.
  5. 5Nur wenn unvermeidbar und eindeutig flach – Ist eine Querung unvermeidbar und das Wasser eindeutig flach und langsam: Hüft- und Brustgurt des Rucksacks öffnen, Schuhe anbehalten, mit…

Gefahr: Nie durch Hochwasser oder über überflutete Straßen gehen oder fahren. Wenige Zentimeter schnell fließendes Wasser können einen Menschen umwerfen, etwas mehr ein Auto mitreißen.

survivebetter.com/de/explore/environments/env-river-crossing

Seen und Eisflächen

5 Schritte
  1. 1Freigabe prüfen – Örtliche Hinweise, Schilder und Freigaben der Gemeinde beachten.
  2. 2Im Wasser: Atmung beruhigen – Kopf über Wasser halten, nicht sofort wild kämpfen, bis das Luftschnappen nachlässt.
  3. 3Zur Einbruchstelle zurückwenden – Sich zu der Seite drehen, von der man kam; dort hat das Eis zuvor getragen.
  4. 4Flach herausschieben – Arme weit auf das Eis legen, mit den Beinen paddeln, um waagerecht zu kommen, und sich flach auf das Eis schieben.
  5. 5Wegrollen, nicht aufstehen – Auf dem Eis liegend vom Loch wegrollen oder robben und erst auf sicherem Grund aufstehen.

Gefahr: Eis nicht betreten, wenn man nicht sicher ist, dass es trägt. Zuflüsse, Abflüsse, Schilf, Stege und schneebedecktes Eis sind besonders tückisch.

survivebetter.com/de/explore/environments/env-lake-ice

Steilküsten, Inseln und offenes Meer

4 Schritte
  1. 1Am Rand Abstand halten – Auf Wegen bleiben, Absperrungen respektieren, nicht für Fotos an den Rand gehen.
  2. 2Fuß der Klippe meiden – Nicht direkt unter Steilwänden rasten (Steinschlag) und Gezeiten prüfen, bevor man unter Klippen am Strand geht.
  3. 3Inselaufenthalt planen – Puffer für ausfallende Fähren einplanen, Vorräte und Medikamente für einige Tage mehr mitnehmen, Wettervorhersage verfolgen.
  4. 4Auf dem Wasser – Rettungsweste tragen, jemandem Route und Rückkehrzeit mitteilen, Kommunikationsmittel wasserdicht mitführen.

Gefahr: Abstand zu Klippenrändern halten, besonders bei Wind, Nässe und nach Regen; Ränder können unterspült sein. Kinder und Hunde an der Hand bzw. Leine.

survivebetter.com/de/explore/environments/env-cliffs-islands-sea

Wald und Gelände

Im Wald: Gefahren erkennen, Orientierung halten

6 Schritte
  1. 1Wetter und Warnungen prüfen – Vor der Tour Sturm-, Gewitter- und Waldbrandwarnungen prüfen.
  2. 2Orientierung bewusst halten – Im Wald fehlt oft die Fernsicht.
  3. 3Beim Rasten nach oben schauen – Für Pausen und Lager prüfen: tote Äste, schräg stehende oder angebrochene Bäume, Bäume mit freigelegtem Wurzelteller.
  4. 4Untergrund prüfen – Senken können sich bei Regen mit Wasser füllen, Bachufer können überflutet werden.
  5. 5Feuerregeln beachten – Nur dort Feuer machen, wo es erlaubt ist, und es vollständig löschen.
  6. 6Nach der Tour absuchen – Körper nach Zecken absuchen, besonders Kniekehlen, Leisten, Achseln und bei Kindern Kopf und Haaransatz.

Gefahr: Bei Sturm und kurz danach den Wald meiden oder so schnell wie möglich verlassen: Äste und Bäume können ohne Vorwarnung fallen, auch Stunden nach dem Sturm. Nach Sturmschäden keine gesperrten Wege betreten.

survivebetter.com/de/explore/environments/env-forest

Die Stadt in der Krise

6 Schritte
  1. 1Vorrat zu Hause – Einen Grundvorrat an Wasser, Lebensmitteln, Medikamenten und Hygieneartikeln nach den Empfehlungen der eigenen Behörde anlegen.
  2. 2Hochhaus mitdenken – In oberen Stockwerken fallen bei Stromausfall Aufzüge und oft der Wasserdruck aus.
  3. 3Weg nach Hause kennen – Den Weg von Arbeit oder Schule nach Hause auch zu Fuß kennen – öffentlicher Verkehr kann ausfallen.
  4. 4Offizielle Informationen – Batterie- oder Kurbelradio bereithalten, Warn-App installieren und Gerüchte in sozialen Medien nicht ungeprüft weitergeben.
  5. 5Nachbarschaft einbeziehen – Nachbarn kennen, besonders ältere oder alleinlebende Menschen; vereinbaren, sich im Krisenfall gegenseitig zu prüfen.
  6. 6Anlaufstellen kennen – Informieren, ob die Stadt Notfall-Anlaufstellen, Notunterkünfte oder Wasserausgabestellen vorsieht, und wo diese liegen.

Gefahr: In einer Krise geben Behörden vor, ob man zu Hause bleibt oder das Gebiet verlässt. Diesen Anweisungen folgen und Informationen über Radio, Warn-Apps und offizielle Kanäle beziehen.

survivebetter.com/de/explore/environments/env-urban-crisis

Höhlen, Stollen und alte Bergwerke: nicht hineingehen

4 Schritte
  1. 1Draußen bleiben – Stolleneingänge, Schächte und Höhlenöffnungen meiden, Abstand zu Schachtöffnungen halten – Ränder können nachgeben.
  2. 2Kinder aufklären – Kindern und Jugendlichen erklären, warum alte Bergwerke keine Abenteuerspielplätze sind.
  3. 3Sichere Alternativen – Schauhöhlen und Besucherbergwerke besuchen oder einem Höhlenverein beitreten, der ausbildet.
  4. 4Gefahren melden – Offene Schächte oder beschädigte Absperrungen der Gemeinde oder Behörde melden.

Gefahr: Verlassene Bergwerke, Stollen und Schächte nicht betreten – auch nicht kurz, auch nicht als Unterstand. Absperrungen nie überwinden.

survivebetter.com/de/explore/environments/env-caves-mines

Steppe, offene Ebenen und Wind

5 Schritte
  1. 1Wind und Gewitter prüfen – Vorhersage für Wind, Böen und Gewitter lesen; an Tagen mit Unwetterwarnung nicht aufbrechen.
  2. 2Windschutz tragen – Windfeste Jacke, Mütze und Halstuch griffbereit; Augen mit Brille gegen Staub schützen.
  3. 3Navigation vorbereiten – Route mit Kompasskursen und Zwischenzielen planen, Position regelmäßig bestimmen.
  4. 4Lagerplatz im Windschatten – Senken, Böschungen oder Gebüsch als Windschutz nutzen, aber keine Rinnen, in denen sich Wasser sammelt.
  5. 5Rückzug kennen – Gebäude, Fahrzeug oder Siedlungen auf der Karte markieren, die bei Gewitter oder Feuer erreichbar sind.

Gefahr: Bei Gewitter in offenem Gelände: nicht der höchste Punkt sein, einzelne Bäume, Masten und Zäune meiden; ein geschlossenes Auto oder festes Gebäude ist der beste Schutz.

survivebetter.com/de/explore/environments/env-open-plains-wind

Karstgebiete und Erdfälle

5 Schritte
  1. 1Karst erkennen – Typische Zeichen: trichterförmige Mulden, Bäche, die plötzlich verschwinden, kräftige Quellen, kahle zerfurchte Kalkflächen.
  2. 2Abstand halten – Auf Wegen bleiben, nicht an Trichterränder oder Schachtöffnungen treten, bei Nebel und Schnee besonders vorsichtig sein – Öffnungen können…
  3. 3Wasser aufbereiten – Wasser aus Karstquellen und Bächen vor dem Trinken aufbereiten, auch wenn es klar und kalt ist.
  4. 4Höhlen nur geführt – Höhlen können sich bei Regen schnell fluten.
  5. 5Auffälligkeiten melden – Neue Einbrüche oder Senken nicht untersuchen, sondern absperren lassen und melden.

Gefahr: Ränder von Dolinen, Schächten und frischen Einbrüchen können nachgeben. Abstand halten, Kinder und Hunde nah bei sich behalten, Absperrungen nie überwinden.

survivebetter.com/de/explore/environments/env-karst-sinkholes

Vulkan- und Geothermalgebiete

5 Schritte
  1. 1Vorab informieren – Warnstufe, Sperrzonen und Hinweise des zuständigen Vulkanobservatoriums oder der Behörde prüfen; Warn-Apps und lokale Medien verfolgen.
  2. 2Auf Wegen bleiben – Nur markierte Wege und Stege nutzen, Absperrungen respektieren, Kinder an der Hand halten.
  3. 3Senken meiden – Nicht in Mulden, Gräben oder Höhlen nahe Gasaustritten rasten, besonders bei Windstille.
  4. 4Bei Anzeichen gehen – Bei stechendem Geruch, Husten, Augenreizung, Atemnot oder Schwindel sofort bergauf und gegen den Wind weggehen.
  5. 5Täler bei Unwetter meiden – An Vulkanhängen können Starkregen lose Asche zu Schlammströmen mobilisieren.

Gefahr: Vulkangase wie Kohlendioxid sind unsichtbar und geruchlos und sammeln sich in Mulden, Gräben und Höhlen. Nie in Senken in Gasnähe gehen oder rasten. Bei Atemnot, Schwindel oder Kopfschmerz sofort zurück auf höheres Gelände, gegen den Wind, und die örtliche Notrufnummer (in der EU 112) wählen.

survivebetter.com/de/explore/environments/env-volcanic-areas

Weiden, Felder und Höfe: Unterwegs im Agrarland

5 Schritte
  1. 1Zugangsregeln klären – Ob und wo man privates Land betreten darf, ist je nach Land und Region sehr unterschiedlich.
  2. 2Tore wie vorgefunden lassen – Geschlossene Tore schließen, offene offen lassen – Tiere könnten sonst entkommen oder von Wasser abgeschnitten werden.
  3. 3Rinder umgehen – Weiden mit Rindern am Rand und ruhig queren, nicht zwischen Kuh und Kalb geraten, Hund an kurzer Leine führen.
  4. 4Gefahrenstellen meiden – Abstand zu Güllebehältern, Silos, Maschinen, Strohballenstapeln und Hofgebäuden halten.
  5. 5Rücksicht nehmen – Keine Feldfrüchte betreten, Abfall mitnehmen, Hundekot entfernen, Arbeit nicht behindern.

Gefahr: Rinder, besonders Kühe mit Kälbern und Bullen, können Menschen angreifen und schwer verletzen – vor allem, wenn ein Hund dabei ist. Weiden mit Kälbern möglichst umgehen. Wird man mit Hund von Rindern verfolgt, den Hund loslassen und selbst ruhig den kürzesten sicheren Weg hinaus nehmen.

survivebetter.com/de/explore/environments/env-farmland-rural

U-Bahn und Tunnel: Notfälle im Untergrund

5 Schritte
  1. 1Beim Einsteigen orientieren – Notsprechstelle, Feuerlöscher und Türnotöffnung im Wagen kurz ansehen; auf dem Bahnsteig Ausgänge merken.
  2. 2Am Bahnsteig Abstand halten – Hinter der Sicherheitslinie warten, Kinder an der Hand halten, Kinderwagen parallel zur Bahnsteigkante abstellen und die Bremse feststellen.
  3. 3Zug steht im Tunnel – Ruhe bewahren, auf Durchsagen hören, über die Notsprechstelle Kontakt aufnehmen, wenn jemand Hilfe braucht.
  4. 4Bei Evakuierung – Den Anweisungen folgen, Gepäck zurücklassen, einander helfen, auf Stufen und unebenem Boden langsam gehen.
  5. 5Gedränge vermeiden – Nicht drängen, auf Treppen nicht stehen bleiben, bei zunehmender Dichte zur Seite ausweichen.

Gefahr: Nie auf das Gleis steigen – auch nicht, um heruntergefallene Gegenstände zu holen. Stromschienen können unter Spannung stehen, Züge können jederzeit kommen. Personal oder Notrufsäule informieren.

survivebetter.com/de/explore/environments/env-underground-transport