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Spickzettel für den Rucksack

Spickzettel: Naturkatastrophen

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SurviveBetter · Spickzettel

Naturkatastrophen

survivebetter.com
Stand 2026-10-12

Notruf 112 (EU) · Österreich Rettung 144. Ein Spickzettel erinnert nur – er ersetzt keine Ausbildung.

Wasser

Hochwasser: vorher, währenddessen, danach

7 Schritte
  1. 1Vorher: Risiko kennen – Informiere dich bei Gemeinde oder Behörden, ob deine Wohnung in einem Hochwasser- oder Starkregen-Gefahrenbereich liegt, und welche…
  2. 2Vorher: vorbereiten – Wichtige Dokumente, Wertsachen und Vorräte nicht im Keller lagern.
  3. 3Bei Warnung: handeln – Verfolge Radio und Warnmeldungen.
  4. 4Währenddessen: nach oben, nicht hindurch – Suche höher gelegene Orte oder obere Stockwerke auf.
  5. 5Eingeschlossen – Wenn du im Gebäude eingeschlossen bist: in das höchste Stockwerk gehen, aber nicht in einen geschlossenen Dachboden ohne Ausgang.
  6. 6Danach: erst zurück, wenn erlaubt – Kehre erst zurück, wenn die Behörden es erlauben.
  7. 7Aufräumen mit Schutz – Bei Aufräumarbeiten Handschuhe, feste Schuhe und Schutzkleidung tragen.

Gefahr: Nie durch Hochwasser gehen, schwimmen oder fahren. Schon flaches, fließendes Wasser kann Menschen umreißen und Fahrzeuge mitreißen; die Tiefe und der Zustand der Straße darunter sind nicht erkennbar. Umkehren.

survivebetter.com/de/explore/disasters/dis-flood

Tsunami: natürliche Warnzeichen und sofort nach oben

5 Schritte
  1. 1Vorher: Fluchtweg kennen – In gefährdeten Gebieten auf Tsunami-Schilder und Evakuierungsrouten achten.
  2. 2Natürliche Warnzeichen erkennen – Starkes oder lang anhaltendes Erdbeben an der Küste; Meer zieht sich ungewöhnlich weit zurück oder steigt plötzlich; lautes Grollen vom…
  3. 3Sofort nach oben – Ohne Gepäck sofort auf höheres Gelände oder so weit wie möglich ins Landesinnere, zu Fuß, wenn Straßen voll sind.
  4. 4Wenn keine Zeit bleibt – Wenn höheres Gelände nicht erreichbar ist: in die oberen Stockwerke eines stabilen, hohen Gebäudes aus Stahlbeton.
  5. 5Oben bleiben – Radio und Behörden verfolgen.

Gefahr: Bei natürlichen Warnzeichen nicht auf eine offizielle Warnung warten. Sofort zu Fuß auf höheres Gelände oder ins Landesinnere – Straßen können verstopft sein. Wenn möglich, den Notruf erst in Sicherheit wählen (in der EU 112).

survivebetter.com/de/explore/disasters/dis-tsunami

Sturzfluten: in Tälern, Unterführungen und am Steuer

6 Schritte
  1. 1Vorher prüfen – Vor Touren in Täler oder Schluchten die Wetterlage auch für das Einzugsgebiet oberhalb prüfen.
  2. 2Anzeichen erkennen – Schnell steigendes oder plötzlich trübes Wasser, Treibgut, lautes Rauschen oder Grollen flussaufwärts, Starkregen in der Nähe.
  3. 3Sofort nach oben – Nicht bachabwärts flüchten, sondern seitlich auf höheres Gelände steigen.
  4. 4Umkehren statt durchfahren – Überflutete Straße oder Unterführung: umdrehen und eine andere Route nehmen, auch wenn andere durchfahren.
  5. 5Im Auto vom Wasser erfasst – Ready.gov: Wenn das Fahrzeug in schnell fließendem Wasser festsitzt, im Fahrzeug bleiben; steigt Wasser im Innenraum, aufs Dach.
  6. 6Zu Hause – Keller und Tiefgarage bei Starkregen nicht betreten.

Gefahr: Nie durch überflutete Straßen fahren. Laut NOAA kann schon etwa 15 cm schnell fließendes Wasser einen Erwachsenen umwerfen und etwa 30 cm die meisten Autos mitreißen. Die Wassertiefe und den Zustand der Straße darunter kann man nicht sehen.

survivebetter.com/de/explore/disasters/dis-flash-flood

Sturmflut an der Küste: Zone kennen, rechtzeitig gehen

5 Schritte
  1. 1Zone kennen – Bei Gemeinde, Katastrophenschutz oder Unterkunft erfragen, ob die Adresse in einem Überflutungs- oder Evakuierungsgebiet liegt, und wo die…
  2. 2Bei Vorwarnung vorbereiten – Notgepäck, Dokumente, Medikamente und geladene Geräte bereitlegen, Fahrzeug tanken, Nachbarn mit Unterstützungsbedarf ansprechen.
  3. 3Bei Anordnung gehen – Der ausgewiesenen Route folgen.
  4. 4Wenn Gehen nicht mehr möglich ist – Nur auf Anweisung der Behörden in einem sicheren, hohen Gebäude ausharren, in obere Stockwerke gehen, nicht in geschlossene Dachböden ohne…
  5. 5Erst nach Freigabe zurück – Zurückkehren erst, wenn die Behörden es erlauben.

Gefahr: Wird für deine Zone eine Evakuierung angeordnet, sofort gehen. Wer bleibt, kann von Rettungskräften während des Sturms oft nicht erreicht werden.

survivebetter.com/de/explore/disasters/dis-storm-surge

Sandsäcke füllen und legen: Grundlagen

5 Schritte
  1. 1Richtig füllen – Zu zweit arbeiten: eine Person hält den Sack, die andere schaufelt.
  2. 2Untergrund vorbereiten – Fläche von Steinen und Ästen befreien.
  3. 3Legen wie Mauerwerk – Säcke längs zur Fließrichtung legen, das umgeschlagene Ende unter dem Sack.
  4. 4Breit genug bauen – Für mehrlagige Wälle eine pyramidenförmige Basis bauen, die deutlich breiter als hoch ist.
  5. 5Kontrollieren – Undichte Stellen beobachten, nachlegen, Pumpen auf der trockenen Seite bereithalten.

Gefahr: Evakuierungsanweisungen haben immer Vorrang. Nicht weiterarbeiten, wenn Wasser steigt oder strömt – Menschenleben gehen vor Gebäuden.

survivebetter.com/de/explore/disasters/dis-sandbags

Erde

Erdbeben: Drop, Cover, Hold On

7 Schritte
  1. 1Vorher: Wohnung sichern – Schwere Regale und Schränke an der Wand befestigen, schwere Gegenstände unten lagern, Bilder und Spiegel nicht über dem Bett aufhängen.
  2. 2Drop – auf den Boden – Sobald du das Beben spürst, lass dich auf Hände und Knie fallen, bevor das Beben dich umwirft.
  3. 3Cover – Kopf schützen – Schütze Kopf und Nacken mit einem Arm.
  4. 4Hold On – festhalten – Halte dich am Tischbein fest und bewege dich mit dem Tisch, bis das Beben aufhört.
  5. 5Besondere Situationen – Im Bett: liegen bleiben und den Kopf mit einem Kissen schützen.
  6. 6Danach – Auf Verletzungen achten und Hilfe rufen, mit Nachbeben rechnen, feste Schuhe anziehen, auf Gasgeruch und Schäden prüfen.
  7. 7Üben – Übe Drop, Cover, Hold On regelmäßig mit der ganzen Familie, damit es im Ernstfall automatisch abläuft.

Gefahr: Während des Bebens nicht hinausrennen. Viele Verletzungen entstehen durch herabfallende Gegenstände, Glas und Fassadenteile beim Verlassen von Gebäuden.

survivebetter.com/de/explore/disasters/dis-earthquake

Erdrutsch und Murgang: Warnzeichen erkennen

5 Schritte
  1. 1Risiko kennen – Gefahrenkarten der Region oder Auskunft der Gemeinde einholen.
  2. 2Warnzeichen beobachten – Neue Risse in Wänden, Putz, Boden oder Straße; Türen und Fenster, die plötzlich klemmen; schiefe Bäume, Masten oder Zäune; Wasser, das aus…
  3. 3Bei Starkregen wachsam – Radio und Warnungen verfolgen, nachts besonders aufmerksam sein, Bachbetten meiden.
  4. 4Bei Bewegung: seitlich weg – Nicht abwarten.
  5. 5Melden – Beobachtete Warnzeichen und Rutschungen der Gemeinde, Polizei oder über den Notruf melden – auch zum Schutz der Nachbarn.

Gefahr: Bei Grollen, knackenden Bäumen oder sichtbarer Bewegung sofort aus dem Weg – seitlich aus der Rutschrichtung heraus, nicht den Hang hinunter vor der Masse her. Danach den Notruf wählen (in der EU 112).

survivebetter.com/de/explore/disasters/dis-landslide

Ascheregen nach einem Vulkanausbruch

6 Schritte
  1. 1Bei Warnung: vorbereiten – Masken, Schutzbrille, Wasser und Lebensmittel bereitlegen.
  2. 2Drinnen bleiben – Fenster und Türen schließen, Lüftungs- und Klimaanlagen ausschalten bzw. auf Umluft, Zugluft mit feuchten Tüchern abdichten.
  3. 3Wenn du hinaus musst – Gut sitzende FFP2-/N95-Maske, dicht schließende Schutzbrille, Brille statt Kontaktlinsen, lange Kleidung.
  4. 4Wasser schützen – Regenwasserbehälter abdecken oder abkoppeln.
  5. 5Aufräumen ohne Staubwolken – Asche leicht anfeuchten, dann zusammenschieben und in festen Säcken sammeln; nicht trocken fegen, nicht in die Kanalisation spülen.
  6. 6Dachlast im Blick – Dicke Ascheschichten auf flachen oder schwachen Dächern, besonders vor Regen, von Fachleuten oder mit Absturzsicherung entfernen lassen.

Gefahr: In der Nähe des Vulkans drohen weit größere Gefahren als Asche. Evakuierungsanordnungen sofort befolgen und gesperrte Zonen nicht betreten. In Gefahr den Notruf wählen (in der EU 112).

survivebetter.com/de/explore/disasters/dis-volcanic-ash

Wetter und Klima

Hitzewelle: sich und andere schützen

7 Schritte
  1. 1Warnungen verfolgen – Achte auf Hitzewarnungen des Wetterdienstes und plane Tage mit großer Hitze entsprechend.
  2. 2Wohnung kühl halten – Tagsüber Fenster schließen und von außen beschatten, nachts und am frühen Morgen lüften.
  3. 3Regelmäßig trinken – Über den Tag verteilt trinken, auch ohne Durst; alkoholische und stark gezuckerte Getränke meiden.
  4. 4Anstrengung verlegen – Körperliche Arbeit und Sport in die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegen, Pausen im Schatten machen, leichte, helle Kleidung und…
  5. 5Körper kühlen – Kühle Duschen, feuchte Tücher und kühle Fußbäder helfen.
  6. 6Nach anderen sehen – Besuche oder rufe ältere, allein lebende oder kranke Menschen mindestens einmal täglich an. Achte auf Kinder und Haustiere.
  7. 7Bei Warnzeichen handeln – Bei Warnzeichen kühlen Ort aufsuchen und ausruhen; bei Anzeichen eines Hitzschlags sofort den Notruf wählen.

Gefahr: Hohe Körpertemperatur, Verwirrtheit, Bewusstseinsstörungen, Krampfanfälle oder Bewusstlosigkeit können auf einen Hitzschlag hindeuten – ein lebensbedrohlicher Notfall. Sofort den Notruf wählen (in der EU 112), die Person in den Schatten oder einen kühlen Raum bringen und bis zum Eintreffen der Hilfe bei ihr bleiben.

survivebetter.com/de/explore/disasters/dis-heatwave

Gewitter und Blitz im Freien

6 Schritte
  1. 1Vorher planen – Prüfe vor Aktivitäten im Freien den Wetterbericht.
  2. 2Donner hören – handeln – Wenn du Donner hörst, bist du in Reichweite von Blitzen.
  3. 3Drinnen bleiben – Im Gebäude Abstand zu Fenstern halten und Kontakt mit Wasserleitungen und kabelgebundenen Geräten meiden.
  4. 4Kein Unterschlupf erreichbar – Gipfel, Grate, freie Flächen, Wasser und einzelne Bäume sofort verlassen.
  5. 5In der Gruppe verteilen – Gruppen sollen sich mit Abstand zueinander verteilen, damit nicht mehrere Personen gleichzeitig getroffen werden.
  6. 6Abwarten – Erst etwa 30 Minuten nach dem letzten Donner wieder ins Freie gehen.

Gefahr: Kein Ort im Freien ist bei Gewitter sicher. Die einzig zuverlässige Maßnahme ist, rechtzeitig in ein festes Gebäude oder ein geschlossenes Fahrzeug mit Metalldach zu gelangen.

survivebetter.com/de/explore/disasters/dis-lightning-outdoors

Sturm und Orkan: vorher, währenddessen, danach

6 Schritte
  1. 1Warnungen verfolgen – Unwetterwarnungen des Wetterdienstes und Hinweise der Behörden über Radio und Warn-App verfolgen.
  2. 2Lose Gegenstände sichern – Gartenmöbel, Trampoline, Blumenkästen, Mülltonnen und Sonnenschirme hereinholen oder festbinden.
  3. 3Fahrzeug und Wege – Auto nicht unter Bäumen oder neben Gerüsten parken.
  4. 4Während des Sturms drinnen bleiben – In einem festen Gebäude bleiben, abseits von Fenstern und Glastüren.
  5. 5Wenn du draußen bist – Schnell ein festes Gebäude aufsuchen.
  6. 6Danach vorsichtig – Erst hinaus, wenn die Warnung aufgehoben ist.

Gefahr: Heruntergefallene Stromleitungen immer als unter Spannung stehend behandeln: großen Abstand halten, auch zu Zäunen, Pfützen und Ästen, die sie berühren. Dem Netzbetreiber oder über den Notruf melden (in der EU 112).

survivebetter.com/de/explore/disasters/dis-windstorm

Waldbrand in der Nähe: früh gehen, Rauch meiden

6 Schritte
  1. 1Vorher vorbereiten – Fluchtwege kennen, Notfallrucksack gepackt, Dokumente bereit, Tiere eingeplant.
  2. 2Lage verfolgen – Bei Waldbrandgefahr oder Rauchgeruch Radio, Warn-App und Hinweise der Behörden verfolgen.
  3. 3Früh gehen – Bei Aufforderung sofort, bei eigener Bedrohung auch ohne Aufforderung.
  4. 4Haus zurücklassen – wenn Zeit ist – Fenster und Türen schließen, aber nicht abschließen, wenn die Behörden das empfehlen.
  5. 5Bei Rauch ohne Evakuierung – Drinnen bleiben, Fenster und Türen geschlossen, Lüftung auf Umluft oder aus, keine zusätzlichen Rauchquellen (Kerzen, Grill).
  6. 6Erst nach Freigabe zurück – Glutnester, beschädigte Leitungen und instabile Bäume bleiben gefährlich.

Gefahr: Wenn die Behörden zur Evakuierung auffordern, sofort gehen. Wer sich bedroht fühlt, geht auch ohne Aufforderung. Rauch, Flammen oder Funkenflug in der Nähe: den Notruf wählen (in der EU 112).

survivebetter.com/de/explore/disasters/dis-wildfire

Starker Schneefall und Eisregen

6 Schritte
  1. 1Vorher: Wintervorsorge – Vorräte für einige Tage, Decken, Taschenlampen, Radio, Streumittel, Schneeschaufel.
  2. 2Bei Warnung: zu Hause bleiben – Fahrten verschieben, Geräte laden, Medikamente prüfen.
  3. 3Wärme halten – Bei Heizungsausfall einen Raum warm halten, Türen schließen, Schichten tragen.
  4. 4Wege räumen mit Maß – Wege und Abgasöffnungen freihalten, in kleinen Mengen schaufeln, Pausen machen.
  5. 5Sicher gehen – Kleine Schritte, Hände frei, feste Schuhe mit Profil.
  6. 6Wenn Fahren nötig ist – Nur mit Winterausrüstung, vollem Tank und Notfallset.

Gefahr: Zum Heizen nie Grill, Gasofen, Campingkocher oder Generator in Innenräumen benutzen. Abgasrohre und Auspuff von Schnee freihalten. Bei Kopfschmerz, Schwindel oder Übelkeit sofort an die frische Luft und den Notruf wählen (in der EU 112).

survivebetter.com/de/explore/disasters/dis-winter-storm

Tornado: Schutz im innersten Raum auf der untersten Etage

6 Schritte
  1. 1Schutzort vorher festlegen – Zu Hause, in Schule und am Arbeitsplatz klären, wo der nächste Schutzraum, Keller oder fensterlose Innenraum auf der untersten Etage ist.
  2. 2Warnungen und Anzeichen kennen – Unterschied zwischen Vorwarnung (Tornado möglich) und Warnung (Tornado gesichtet oder auf dem Radar) kennen.
  3. 3Sofort in den Schutzraum – Bei Warnung nicht erst nachsehen oder filmen.
  4. 4Kopf und Nacken schützen – Hinknien oder hocken, Kopf und Nacken mit Armen bedecken; zusätzlich mit Decken, Matratze oder unter einem stabilen Tisch.
  5. 5Im Auto oder im Freien – Wenn möglich zum nächsten festen Gebäude fahren.
  6. 6Danach – Im Schutz bleiben, bis die Warnung aufgehoben ist.

Gefahr: Wohnwagen, Mobilheime und leichte Bauten bieten keinen Schutz. Bei Warnung rechtzeitig in ein festes Gebäude oder einen ausgewiesenen Schutzraum wechseln.

survivebetter.com/de/explore/disasters/dis-tornado

Hagelunwetter: sich, Fahrzeug und Haus schützen

6 Schritte
  1. 1Warnung ernst nehmen – Unwetterwarnungen mit Hagel über Radio oder Warn-App verfolgen und Aufenthalte im Freien verschieben.
  2. 2Vorher sichern – Auto in Garage oder Parkhaus stellen, Gartenmöbel und Topfpflanzen hereinholen, Markisen einfahren, Rollläden schließen.
  3. 3Drinnen abseits von Glas – In einem festen Gebäude bleiben, Abstand zu Fenstern, Glastüren und Dachfenstern halten.
  4. 4Im Auto – Langsamer fahren, sicher abseits der Fahrbahn anhalten, im Auto bleiben.
  5. 5Ohne Schutz im Freien – Schnellstmöglich ein Gebäude aufsuchen.
  6. 6Danach – Auf glatte Straßen, verstopfte Abflüsse und mögliche Überflutung achten.

Gefahr: Hagel kommt meist mit Gewitter. Im Freien nicht unter einzeln stehenden Bäumen Schutz suchen; ein festes Gebäude oder ein geschlossenes Auto aufsuchen.

survivebetter.com/de/explore/disasters/dis-hailstorm

Dürre und Wassersparauflagen im Haushalt

5 Schritte
  1. 1Auflagen kennen – Mitteilungen von Versorger und Gemeinde lesen: Was ist verboten, ab wann, zu welchen Uhrzeiten?
  2. 2Im Haus sparen – Kurz duschen, Wasch- und Spülmaschine nur voll laufen lassen, tropfende Hähne und laufende Spülkästen reparieren, Wasser beim Zähneputzen…
  3. 3Wasser mehrfach nutzen – Kaltes Anlaufwasser in einer Kanne auffangen und für Pflanzen oder Reinigung verwenden.
  4. 4Garten klug gießen – Wenn erlaubt: früh morgens oder abends, selten aber durchdringend gießen, mulchen, Rasen braun werden lassen – er erholt sich meist.
  5. 5Vorrat behalten – Trotz Sparen den Trinkwasservorrat für Notfälle halten und regelmäßig erneuern.

Achtung: Dürre erhöht die Wald- und Flächenbrandgefahr. Feuerverbote und Grillverbote beachten – örtliche Regeln prüfen.

survivebetter.com/de/explore/disasters/dis-drought-water-restrictions

Waldbrandrauch: saubere Luft in der Wohnung

6 Schritte
  1. 1Luftqualität verfolgen – Offizielle Luftqualitätsangaben und Gesundheitshinweise der Behörden verfolgen und Aktivitäten danach planen.
  2. 2Gebäude schließen – Fenster und Türen schließen.
  3. 3Reinluftraum einrichten – Einen Raum wählen, in dem alle Platz haben, möglichst mit wenigen Fenstern.
  4. 4Keine zusätzlichen Schadstoffe – Keine Kerzen, kein Rauchen, kein Kaminfeuer, Braten möglichst vermeiden, nicht ohne HEPA-Filter staubsaugen.
  5. 5Draußen Anstrengung vermeiden – Sport und schwere Arbeit ins Haus verlegen oder verschieben.
  6. 6Nach anderen sehen – Ältere, chronisch Kranke und Alleinlebende ansprechen; Medikamente vorrätig halten.

Gefahr: Bei Atemnot, Brustschmerz, starkem Husten oder Schwindel medizinische Hilfe holen bzw. den Notruf wählen (in der EU 112). Menschen mit Asthma oder Herzkrankheit ihren ärztlichen Plan befolgen.

survivebetter.com/de/explore/disasters/dis-wildfire-smoke-home

Planung

Evakuierung: den Anweisungen der Behörden folgen

7 Schritte
  1. 1Vorher vorbereiten – Notfallrucksack packen, Familienplan erstellen, Evakuierungsrouten und mögliche Unterkünfte (Verwandte, Freunde, offizielle Notunterkünfte)…
  2. 2Informationen verfolgen – Bei angekündigten Gefahren Radio, Warn-Apps und Durchsagen verfolgen.
  3. 3Bei Aufforderung sofort gehen – Notfallrucksack, Dokumente, Medikamente, Haustiere und die Liste für den letzten Moment nehmen.
  4. 4Wohnung sichern – Wenn Zeit bleibt und die Behörden es empfehlen: Fenster und Türen schließen, Geräte ausschalten, Versorgungsleitungen nur nach behördlicher…
  5. 5Vorgegebene Route nutzen – Folge den ausgewiesenen Routen und Anweisungen der Einsatzkräfte.
  6. 6Bescheid geben – Informiere deine Kontaktperson, wo du bist.
  7. 7Erst nach Freigabe zurück – Kehre erst zurück, wenn die Behörden das Gebiet freigeben.

Gefahr: Behördliche Evakuierungsaufforderungen sofort befolgen. Wer bleibt, kann später womöglich nicht mehr gerettet werden und gefährdet Rettungskräfte.

survivebetter.com/de/explore/disasters/dis-evacuation

Chemie- oder Industrieunfall: Schutz im Gebäude

7 Schritte
  1. 1Sofort hinein – Das nächste feste Gebäude aufsuchen.
  2. 2Fenster und Türen schließen – Alle Fenster und Außentüren schließen, Rollläden herunter.
  3. 3Lüftung ausschalten – Lüftungsanlagen, Klimaanlagen, Dunstabzugshauben und Ventilatoren ausschalten.
  4. 4Innenliegenden Raum wählen – Einen Raum mit möglichst wenigen Fenstern und Außenwänden aufsuchen, bei Gasen schwerer als Luft nicht den Keller, sondern ein höheres…
  5. 5Informationen verfolgen – Radio, Warn-App oder Lautsprecherdurchsagen verfolgen.
  6. 6Kinder nicht abholen – Schulen und Kitas schützen die Kinder im Gebäude.
  7. 7Nach Entwarnung lüften – Erst nach offizieller Entwarnung Fenster öffnen und gründlich lüften.

Gefahr: Immer den Anweisungen der Behörden folgen – sie entscheiden je nach Stoff und Lage zwischen Schutz im Gebäude und Evakuierung. Notruf (in der EU 112) bei Atemnot, Bewusstlosigkeit oder wenn Personen betroffen sind.

survivebetter.com/de/explore/disasters/dis-chemical-accident

Pandemie: Grundlagen für den Haushalt

6 Schritte
  1. 1Hygiene zur Gewohnheit machen – Regelmäßig und gründlich Hände mit Seife waschen, in die Armbeuge husten und niesen, Taschentücher sofort entsorgen, häufig berührte…
  2. 2Vorrat für Isolation – Lebensmittel, Getränke, Hygieneartikel und regelmäßige Medikamente für einige Zeit zu Hause, damit ein kranker oder isolierter Haushalt…
  3. 3Pflege im Haushalt planen – Wer pflegt, wenn jemand krank wird?
  4. 4Betreuung und Arbeit klären – Was passiert bei Schul- oder Kitaschließungen?
  5. 5Kontakt halten – Telefon- und Videokontakte zu Angehörigen und Nachbarn, besonders zu allein lebenden Menschen.
  6. 6Offizielle Informationen verfolgen – Regeln können sich schnell ändern.

Gefahr: Medizinische Fragen, Tests, Impfungen und Schutzmaßnahmen richten sich nach den Gesundheitsbehörden und dem Arzt. Bei schweren Krankheitszeichen wie Atemnot den Notruf wählen (in der EU 112) oder die ärztliche Hotline anrufen – vorher telefonisch ankündigen statt unangemeldet in die Praxis.

survivebetter.com/de/explore/disasters/dis-pandemic-household

Nach der Katastrophe: sicher zurückkehren und aufräumen

7 Schritte
  1. 1Erst nach Freigabe zurück – Behördliche Freigabe abwarten, tagsüber zurückkehren, nicht allein.
  2. 2Von außen prüfen – Rundgang ums Haus: Risse, Schieflagen, beschädigte Leitungen, Gasgeruch, Wasser im Gebäude.
  3. 3Schäden dokumentieren – Vor dem Aufräumen alles fotografieren und filmen: Räume, Wasserstand an den Wänden, beschädigte Gegenstände, Seriennummern.
  4. 4Versorgung sicher wieder anschließen – Strom, Gas und Heizung nach Schäden von Fachleuten prüfen lassen.
  5. 5Schnell trocknen – Nasses ausräumen, lüften, trocknen.
  6. 6Schimmel mit Schutz entfernen – Bei Schimmel Maske, Schutzbrille und Handschuhe tragen.
  7. 7Auf sich achten – Pausen, Trinken, Tetanusschutz bei Verletzungen ärztlich klären lassen.

Gefahr: Sichtbare Risse in tragenden Wänden, durchhängende Decken, verschobene Fundamente: Gebäude nicht betreten, Fachleute oder Behörden hinzuziehen.

survivebetter.com/de/explore/disasters/dis-after-disaster

Radiologischer Notfall: hineingehen, drinbleiben, informieren

6 Schritte
  1. 1Hineingehen – Sofort ins nächste feste Gebäude gehen, nicht erst nach Hause fahren, wenn es weit ist.
  2. 2Oberbekleidung ablegen – Wer draußen war: Oberbekleidung und Schuhe am Eingang ausziehen, in einen Beutel legen und verschließen, Hände, Gesicht und Haare waschen…
  3. 3Gebäude abdichten – Fenster und Türen schließen, Lüftungs- und Klimaanlagen sowie Dunstabzug abschalten.
  4. 4In die Mitte oder nach unten – In einen Raum in der Mitte des Gebäudes oder in den Keller gehen, abseits von Außenwänden und Dach.
  5. 5Informiert bleiben – Radio, Warn-App und offizielle Kanäle verfolgen.
  6. 6Anweisungen befolgen – Drinnen bleiben, bis die Behörden etwas anderes sagen.

Gefahr: Kaliumjodid nicht vorsorglich oder auf eigene Faust einnehmen. Nur nach ausdrücklicher Aufforderung der Behörden und nach deren Dosierungsangaben – es kann Nebenwirkungen haben und schützt nicht vor anderen radioaktiven Stoffen.

survivebetter.com/de/explore/disasters/dis-radiological-incident

Warnsignale und Sirenen verstehen und richtig reagieren

5 Schritte
  1. 1Örtliche Signale lernen – Bei Gemeinde oder Katastrophenschutz nachlesen, welche Sirenensignale es gibt und was sie bedeuten.
  2. 2Kanäle einrichten – Cell Broadcast im Telefon aktiviert lassen, offizielle Warn-App installieren, Batterieradio mit Ersatzbatterien bereithalten, Sender des…
  3. 3Bei Warnung reagieren – Ins Gebäude gehen, Fenster und Türen schließen, Radio oder Warn-App einschalten und den Anweisungen folgen.
  4. 4Weitergeben – Nachbarn, ältere Menschen und Personen ohne Smartphone informieren – ohne Gerüchte, nur offizielle Inhalte.
  5. 5Warntage nutzen – Probealarme nutzen, um zu prüfen, ob Sirene, App und Telefon tatsächlich ankommen, und das Verhalten im Haushalt zu besprechen.

Achtung: Den Notruf nicht wählen, nur um zu fragen, warum eine Sirene heult – das blockiert Leitungen für echte Notfälle. Informationen über Radio, Warn-App und Behördenseiten holen.

survivebetter.com/de/explore/disasters/dis-warning-signals

Schäden für die Versicherung dokumentieren – vorher und nachher

7 Schritte
  1. 1Vorher: Inventar anlegen – Jeden Raum mit Video oder Fotos aufnehmen, Schränke geöffnet, Typenschilder und Seriennummern wertvoller Geräte fotografieren, Kaufbelege…
  2. 2Sicher ablegen – Inventar, Policen und Belege doppelt sichern: Kopie außer Haus oder verschlüsselt digital.
  3. 3Deckung kennen – Prüfen, welche Gefahren versichert sind.
  4. 4Nachher: früh melden – Den Schaden so bald wie möglich melden, Schadensnummer und Ansprechpartner notieren und nach dem weiteren Vorgehen fragen.
  5. 5Vor dem Aufräumen fotografieren – Übersichts- und Detailfotos, Wasserstandsmarken an Wänden, beschädigte Gegenstände mit Typenschild.
  6. 6Weitere Schäden verhindern – Soweit sicher möglich: Dach mit Plane abdecken, Wasser abpumpen lassen, lüften und trocknen.
  7. 7Alles festhalten – Datum, Gesprächspartner und Inhalt jedes Gesprächs notieren, Kopien aller Schreiben behalten.

Gefahr: Beschädigte Gebäude nur betreten, wenn sie freigegeben sind. Bei Gasgeruch, Rissen in tragenden Teilen oder Wasser in der Nähe von Elektrik draußen bleiben – Fotos können warten.

survivebetter.com/de/explore/disasters/dis-damage-documentation