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Spickzettel für den Rucksack

Spickzettel: Feuer

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SurviveBetter · Spickzettel

Feuer

survivebetter.com
Stand 2026-10-12

Notruf 112 (EU) · Österreich Rettung 144. Ein Spickzettel erinnert nur – er ersetzt keine Ausbildung.

Grundlagen

Feuerdreieck und Brennstoffe

4 Schritte
  1. 1Zunder – Sehr feines, trockenes Material, das schon von einem Funken oder einer kleinen Flamme Feuer fängt: trockenes Gras, Birkenrinde, feine…
  2. 2Anzündholz – Dünne trockene Zweige und Späne von etwa Streichholz- bis Daumenstärke.
  3. 3Brennholz – Stärkeres trockenes Holz, das erst aufgelegt wird, wenn das Anzündholz kräftig brennt.
  4. 4Luft zulassen – Brennstoff locker schichten, sodass Luft von unten nachströmen kann.

Gefahr: Niemals Benzin, Spiritus, Grillanzünder-Flüssigkeit oder andere brennbare Flüssigkeiten in ein Feuer oder auf Glut gießen. Die Dämpfe können sich explosionsartig entzünden und schwere Verbrennungen verursachen.

survivebetter.com/de/explore/fire/fire-triangle-fuels

Zunder, Anzündholz und Brennholz vorbereiten

5 Schritte
  1. 1Zunder sammeln – Eine gute Handvoll feinster, trockener Fasern sammeln: trockenes Gras, abgelöste Birkenrinde, Fichtenreisig-Spitzen, feine Holzspäne.
  2. 2Anzündholz nach Stärke sortieren – Tote, trockene Zweige sammeln, die beim Biegen knacken statt sich zu biegen.
  3. 3Brennholz bereitlegen – Handgelenk- bis unterarmdickes totes Holz in ausreichender Menge bereitlegen, bevor gezündet wird.
  4. 4Bei Bedarf spalten und Späne schnitzen – Dickere, außen feuchte Äste spalten: Das Innere ist oft trocken.
  5. 5Trocken lagern – Zunder in der Jackentasche oder in einem Beutel, Anzündholz unter einer Plane oder auf einer Unterlage, nicht direkt auf nassem Boden.

Achtung: Beim Schnitzen und Spalten immer vom Körper weg arbeiten, sicher sitzen und Abstand zu anderen halten. Ein Schnitt an der Hand macht im Gelände alles schwieriger.

survivebetter.com/de/explore/fire/fire-tinder-kindling

Zunderstoff (Char Cloth) herstellen

6 Schritte
  1. 1Stoff zuschneiden – Reine Baumwolle (z. B. altes T-Shirt oder Jeans, ohne Kunstfaseranteil) in kleine Quadrate schneiden und locker in die Dose legen.
  2. 2Kleines Loch – Ein kleines Loch in den Deckel stechen.
  3. 3In die Glut stellen – Die Dose in die Glut oder an den Rand eines kräftigen Feuers stellen.
  4. 4Ende abwarten – Wenn kein Rauch mehr austritt, die Dose mit einem Stock herausnehmen.
  5. 5Abkühlen und prüfen – Vollständig abkühlen lassen, erst dann öffnen – sonst entzündet sich der Stoff an der Luft.
  6. 6Trocken lagern – In der verschlossenen Dose oder einem wasserdichten Beutel aufbewahren.

Gefahr: Nur im Freien herstellen. Aus dem Loch der Dose tritt Rauch und brennbares Gas aus, das sich entzünden kann. Kunstfasern, Beschichtungen und Lacke setzen giftige Dämpfe frei.

survivebetter.com/de/explore/fire/fire-char-cloth

Federstäbe schnitzen

5 Schritte
  1. 1Trockenes Holz freilegen – Einen toten, außen feuchten Ast spalten.
  2. 2Abstützen – Den Stab senkrecht auf einer festen Unterlage aufsetzen, leicht vom Körper weggeneigt.
  3. 3Locken schnitzen – Mit gerader Klinge lange, dünne Späne von oben nach unten schneiden und kurz vor dem Ende stoppen, sodass sie am Stab bleiben.
  4. 4Feinste Späne – Für die Zündung mit Feuerstahl zusätzlich mit dem Klingenrücken feinste Holzspäne abschaben und unter die Locken legen.
  5. 5Verwenden – Mehrere Federstäbe mit den Locken nach unten in das Feuerbett stellen oder legen und von unten entzünden.

Achtung: Beim Schnitzen und Kerben immer vom Körper weg arbeiten und sicher sitzen. Ermüdung erhöht das Verletzungsrisiko.

survivebetter.com/de/explore/fire/fire-feather-sticks

Kienspan und harzreiches Holz nutzen

4 Schritte
  1. 1Suchen – Alte, abgestorbene Nadelholzstümpfe, Wurzelansätze und Astansätze an abgestorbenem Holz prüfen.
  2. 2Herauslösen – Mit Messer oder Beil kleine Stücke abspalten.
  3. 3Späne schaben – Feine Späne oder Schabsel abschaben; sie fangen Funken eines Feuerstahls.
  4. 4Einsetzen – Späne als Zunder, dünne Stäbe als Anzündholz verwenden.

Achtung: Beim Schnitzen und Kerben immer vom Körper weg arbeiten und sicher sitzen. Ermüdung erhöht das Verletzungsrisiko.

survivebetter.com/de/explore/fire/fire-fatwood

Feueraufbau Tipi (Pyramide)

4 Schritte
  1. 1Zundernest – Das Zundernest in die Mitte der Feuerstelle legen.
  2. 2Dünnes Holz anlehnen – Streichholzdünne Hölzer kegelförmig um das Nest stellen; auf der Windseite eine Öffnung zum Anzünden lassen.
  3. 3Stärkere Hölzer – Außen eine zweite Lage bleistift- bis daumendicker Hölzer anlehnen, locker genug für Luft.
  4. 4Anzünden – Das Nest durch die Öffnung von unten anzünden und weiteres Holz anlehnen, sobald die Flammen hochschlagen.

Gefahr: Vor jedem Feuer die örtlichen Regeln und die aktuelle Waldbrandgefahr prüfen. Feuerverbote gelten immer – auch für Übungsfeuer und ‚kleine‘ Feuer.

survivebetter.com/de/explore/fire/fire-lay-teepee

Feueraufbau Blockhaus (Log Cabin)

4 Schritte
  1. 1Kern bauen – Zundernest und ein kleines Tipi aus dünnem Anzündholz in die Mitte setzen.
  2. 2Lagen stapeln – Zwei parallele Hölzer links und rechts, darauf zwei quer – so mehrere Lagen, nach oben etwas dünner.
  3. 3Deckel optional – Für ein länger brennendes Feuer dünne Hölzer als lockere Decke oben auflegen.
  4. 4Anzünden – Den Kern durch eine Lücke auf der Windseite anzünden.

Gefahr: Vor jedem Feuer die örtlichen Regeln und die aktuelle Waldbrandgefahr prüfen. Feuerverbote gelten immer – auch für Übungsfeuer und ‚kleine‘ Feuer.

survivebetter.com/de/explore/fire/fire-lay-log-cabin

Feueraufbau Anlehnfeuer (Lean-to)

4 Schritte
  1. 1Windwand – Ein dickes Holz quer zur Windrichtung legen oder einen Stock schräg mit der Spitze gegen den Wind in den Boden stecken.
  2. 2Zunder platzieren – Das Zundernest im Windschatten direkt an das Holz bzw. unter den Stock legen.
  3. 3Anzündholz anlehnen – Dünnes Anzündholz schräg über das Nest an Holz bzw. Stock lehnen, darüber dickeres.
  4. 4Anzünden – Von der offenen Seite her anzünden und nach und nach Holz anlegen.

Gefahr: Vor jedem Feuer die örtlichen Regeln und die aktuelle Waldbrandgefahr prüfen. Feuerverbote gelten immer – auch für Übungsfeuer und ‚kleine‘ Feuer.

survivebetter.com/de/explore/fire/fire-lay-lean-to

Feuer von oben anzünden (Top-down / Pyramide)

4 Schritte
  1. 1Unterste Lage – Die dicksten Hölzer dicht nebeneinander als Basis legen.
  2. 2Lagen kreuzen – Jede weitere Lage quer dazu und etwas dünner legen, bis die Stärke von Anzündholz erreicht ist.
  3. 3Zunder oben – Ein kleines Tipi aus Zunder und feinstem Anzündholz auf die oberste Lage setzen.
  4. 4Oben anzünden – Den Zunder oben entzünden und das Feuer arbeiten lassen.

Gefahr: Vor jedem Feuer die örtlichen Regeln und die aktuelle Waldbrandgefahr prüfen. Feuerverbote gelten immer – auch für Übungsfeuer und ‚kleine‘ Feuer.

survivebetter.com/de/explore/fire/fire-lay-top-down

Wattebäusche mit Vaseline als Zunder vorbereiten

4 Schritte
  1. 1Einkneten – Einen Wattebausch mit einem Klecks Vaseline zwischen den Fingern durchkneten, bis er gleichmäßig durchtränkt, aber nicht tropfnass ist.
  2. 2Verpacken – Mehrere Bäusche in eine kleine, dichte Dose oder einen Beutel drücken.
  3. 3Vor dem Gebrauch aufzupfen – Einen Bausch in der Feuerstelle auseinanderziehen, sodass innen trockene Fasern sichtbar werden.
  4. 4Anzünden – Funken des Feuerstahls direkt in die aufgezupften Fasern lenken oder mit Streichholz bzw. Feuerzeug anzünden.

Gefahr: Vaseline ist ein fester Zunder und kein Brandbeschleuniger. Niemals stattdessen Benzin, Spiritus oder andere Flüssigkeiten auf Watte oder in das Feuer geben.

survivebetter.com/de/explore/fire/fire-jelly-cotton-tinder

Feuerset packen: Zündmittel doppelt und trocken

5 Schritte
  1. 1Zündmittel wählen – Mindestens zwei unterschiedliche Mittel wählen, z. B. Feuerzeug und Feuerstahl, dazu Sturmstreichhölzer mit Reibfläche.
  2. 2Zunder beilegen – Vorbereiteten Zunder wie Watte mit Vaseline oder Anzünderwürfel beilegen; optional ein Stück Kienspan.
  3. 3Wasserdicht verpacken – Streichhölzer und Zunder in eine dichte Dose oder einen verschließbaren Beutel.
  4. 4Verteilen – Ein Zündmittel am Körper (z. B. in der Hosentasche, dort bleibt das Feuerzeug auch warm), eines im Rucksack.
  5. 5Regelmäßig prüfen – Füllstand des Feuerzeugs, trockene Streichhölzer und Zustand des Zunders vor jeder Tour und mindestens halbjährlich prüfen.

Gefahr: Vor jedem Feuer die örtlichen Regeln und die aktuelle Waldbrandgefahr prüfen. Feuerverbote gelten immer – auch für Übungsfeuer und ‚kleine‘ Feuer.

survivebetter.com/de/explore/fire/fire-kit-packing

Zunder aus der Natur finden und trocken halten

8 Schritte
  1. 1Unterwegs sammeln – Sammle Zunder beim Gehen, nicht erst am Lagerplatz, und immer etwa doppelt so viel, wie du denkst.
  2. 2Birkenrinde von totem Holz – Die papierdünne, weiße Außenrinde nur von abgefallenen Ästen oder umgestürzten, toten Birken lösen – nie von lebenden Bäumen.
  3. 3Trockenes Gras, Nadeln, Bast – Totes, trockenes Gras aus dem Inneren von Grasbüscheln, abgestorbenen Farn und trockene Kiefernnadeln für das Nest nehmen.
  4. 4Flaum von Samenständen – Reifer Rohrkolben- oder Distelflaum fängt einen Funken sofort, brennt aber in einem Augenblick ab. Eine kleine Handvoll in die Mitte des…
  5. 5Späne und Harzpulver – Totes Holz spalten und aus dem trockenen Inneren feine Späne schnitzen.
  6. 6Trocken? Testen! – Trockenes Material raschelt und knistert, Halme und Zweige brechen mit einem Knacken.
  7. 7Zundernest formen – Aus Gras, Bast und Nadeln ein lockeres Nest etwa so groß wie ein bis zwei Fäuste formen: außen gröber, innen der feinste Flaum.
  8. 8Am Körper trocken halten – Zunder in einem Beutel in einer Innentasche der Jacke tragen.

Gefahr: Vor jedem Feuer die örtlichen Regeln und die aktuelle Waldbrandgefahr prüfen. Feuerverbote gelten immer – auch für Übungsfeuer, Glut und ‚kleine‘ Feuer. Löschwasser bereithalten.

survivebetter.com/de/explore/fire/fire-natural-tinder

Zündmethoden

Mit Streichhölzern anzünden – auch bei Wind und Regen

5 Schritte
  1. 1Alles bereitlegen – Zunder locker unter einer kleinen Pyramide oder einem Stapel aus feinstem Anzündholz platzieren, weitere Stärken griffbereit.
  2. 2Wind abschirmen – Mit dem Rücken zum Wind knien, sodass Körper, Rucksack oder Hände eine Windschutzwand bilden.
  3. 3Anreiben und schützen – Streichholz vom Körper weg anreiben, sofort in die hohle Hand nehmen und leicht nach unten neigen, bis das Holz brennt.
  4. 4Zunder von unten anzünden – Die Flamme an die windzugewandte Unterseite des Zunders halten, damit sie sich in den Stapel hineinziehen kann.
  5. 5Rest wasserdicht verstauen – Verbleibende Streichhölzer und Reibfläche sofort wieder in einer wasserdichten Dose oder einem Beutel verstauen.

Gefahr: Niemals Benzin, Spiritus, Grillanzünder-Flüssigkeit oder andere brennbare Flüssigkeiten in ein Feuer oder auf Glut gießen. Die Dämpfe können sich explosionsartig entzünden und schwere Verbrennungen verursachen.

survivebetter.com/de/explore/fire/fire-matches

Mit dem Feuerzeug anzünden – auch bei Wind, Nässe und Kälte

4 Schritte
  1. 1Feuerzeug warm halten – In Kälte das Feuerzeug in einer Innentasche am Körper tragen und erst zum Zünden herausnehmen.
  2. 2Bei Nässe trocknen – Ist das Reibrad nass, das Feuerzeug abschütteln, Rad und Zündstein trockenpusten und mehrmals am Hosenbein oder in der Hand trocken drehen…
  3. 3Windschutz bilden – Mit dem Rücken zum Wind knien und die Flamme mit Körper und Hand abschirmen.
  4. 4Zunder von unten entzünden – Das Feuerzeug schräg halten, sodass die Flamme die Unterseite des Zunders erreicht, ohne den Daumen zu verbrennen.

Gefahr: Feuerzeuge nicht in der Nähe des Feuers, in praller Sonne oder im heißen Auto liegen lassen – sie können platzen. Die Flamme nicht lange am Stück brennen lassen; Metallteile werden heiß.

survivebetter.com/de/explore/fire/fire-lighter

Feuer mit dem Feuerstahl

5 Schritte
  1. 1Zunderbett bauen – Eine faustgroße, locker aufgefaserte Zundermenge auf eine trockene Unterlage (Rinde, Holzstück) legen.
  2. 2Neuen Stab vorbereiten – Viele neue Feuerstähle haben eine Schutzbeschichtung; diese einmalig an einer Stelle abschaben, bis Funken entstehen.
  3. 3Stab ansetzen – Die Stabspitze direkt in oder knapp über den Zunder setzen.
  4. 4Stab zurückziehen – Den Schaber ruhig halten und den Stab kräftig nach hinten ziehen.
  5. 5Flamme aufbauen – Sobald der Zunder brennt, feinstes Anzündholz auflegen und schrittweise dickeres nachlegen.

Gefahr: Vor jedem Feuer die örtlichen Regeln und die aktuelle Waldbrandgefahr prüfen. In vielen Regionen ist offenes Feuer im oder am Wald, in Schutzgebieten oder bei Trockenheit verboten – Feuerverbote gelten immer, auch für ‚kleine‘ Feuer.

survivebetter.com/de/explore/fire/fire-ferro-rod

Feuerschlagen mit Feuerstein, Schlagstahl und Zunderstoff

5 Schritte
  1. 1Zundernest vorbereiten – Ein faustgroßes, lockeres Nest aus trockenen, feinen Fasern formen und Anzündholz bereitlegen.
  2. 2Stein und Zunderstoff halten – Den Stein so halten, dass eine scharfe Kante nach oben zeigt.
  3. 3Schlagen – Den Schlagstahl in einer schnellen, schrägen Bewegung von oben an der Kante entlang nach unten schlagen, sodass Funken auf den Zunderstoff…
  4. 4Glutpunkt erkennen – Ein Funke, der fängt, bildet einen kleinen, sich ausbreitenden Glutpunkt.
  5. 5In das Zundernest legen und blasen – Den glimmenden Zunderstoff in das Nest legen, dieses locker schließen und mit gleichmäßigen Atemzügen anblasen, bis Flammen entstehen.

Gefahr: Vor jedem Feuer die örtlichen Regeln und die aktuelle Waldbrandgefahr prüfen. Feuerverbote gelten immer – auch für Übungsfeuer und ‚kleine‘ Feuer.

survivebetter.com/de/explore/fire/fire-flint-steel

Feuerbohren mit dem Bogen (Bow Drill)

6 Schritte
  1. 1Holz auswählen – Totes, knochentrockenes, nicht morsches Holz einer mittelweichen Art für Spindel und Brett.
  2. 2Teile herstellen – Spindel: gerade, etwa daumendick, unten stumpf, oben spitzer.
  3. 3Mulde einbrennen – Eine kleine Vertiefung nahe dem Brettrand vorschnitzen, Spindel einspannen und so lange bohren, bis die Mulde schwarz und eingeschliffen…
  4. 4Kerbe schneiden – Eine keilförmige Kerbe vom Brettrand bis knapp in die Mitte der Mulde schneiden.
  5. 5Bohren – Einen Fuß auf das Brett stellen, das Handgelenk mit dem Druckstück am Schienbein abstützen und mit langen, gleichmäßigen Bogenzügen bohren.
  6. 6Glut prüfen und übertragen – Raucht das Holzmehl in der Kerbe weiter, nachdem die Spindel stillsteht, ist es eine Glut.

Gefahr: Vor jedem Feuer die örtlichen Regeln und die aktuelle Waldbrandgefahr prüfen. Feuerverbote gelten immer – auch für Übungsfeuer und ‚kleine‘ Feuer.

survivebetter.com/de/explore/fire/fire-bow-drill

Handbohren (Hand Drill)

4 Schritte
  1. 1Material vorbereiten – Einen langen, geraden, trockenen Stab und ein weiches Brett wählen.
  2. 2Position – Kniend das Brett mit dem Fuß fixieren.
  3. 3Drehen – Den Stab zwischen den gestreckten Handflächen hin- und herreiben und dabei nach unten drücken.
  4. 4Endspurt und Glut – Bei Rauch und dunklem Holzmehl einige schnelle, kräftige Durchgänge.

Gefahr: Vor jedem Feuer die örtlichen Regeln und die aktuelle Waldbrandgefahr prüfen. Feuerverbote gelten immer – auch für Übungsfeuer und ‚kleine‘ Feuer.

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Feuerpflug (Fire Plough)

3 Schritte
  1. 1Rinne anlegen – Das Grundholz fest auf den Boden legen und mit der Stabspitze eine Rinne einreiben oder leicht vorschnitzen.
  2. 2Pflügen – Den Stab mit beiden Händen in einem flachen Winkel halten und kräftig, gleichmäßig in der Rinne vor- und zurückschieben, zunächst langsam…
  3. 3Glut übertragen – Glimmt das Holzmehl am Rinnenende, es auf der Unterlage ins Zundernest legen und zur Flamme blasen.

Gefahr: Vor jedem Feuer die örtlichen Regeln und die aktuelle Waldbrandgefahr prüfen. Feuerverbote gelten immer – auch für Übungsfeuer und ‚kleine‘ Feuer.

survivebetter.com/de/explore/fire/fire-plough

Feuersäge mit Bambus

5 Schritte
  1. 1Bambus spalten – Ein trockenes Bambusrohr längs halbieren.
  2. 2Schlitz schneiden – In die Außenseite des Grundstücks quer eine Kerbe schneiden, bis ein schmaler Schlitz durch die Wand entsteht.
  3. 3Späne einlegen – Feine Späne von der Bambusaußenhaut schaben und als kleines Polster innen unter den Schlitz legen.
  4. 4Sägen – Das Grundstück fixieren und das Sägestück mit kräftigen, gleichmäßigen Bewegungen über die Kerbe ziehen, bis viel Rauch entsteht.
  5. 5Glut übertragen – Das glimmende Polster vorsichtig herausnehmen, in ein Zundernest legen und zur Flamme blasen.

Gefahr: Vor jedem Feuer die örtlichen Regeln und die aktuelle Waldbrandgefahr prüfen. Feuerverbote gelten immer – auch für Übungsfeuer und ‚kleine‘ Feuer.

survivebetter.com/de/explore/fire/fire-saw-bamboo

Brennglas, Lupe und Hohlspiegel – Feuer mit Sonnenlicht

5 Schritte
  1. 1Dunklen Zunder wählen – Zunderstoff, verkohltes Material oder sehr feines, dunkles, trockenes Pflanzenmaterial nutzen.
  2. 2Windschutz – Mit dem Körper Wind abhalten, dabei aber keinen Schatten auf die Linse werfen.
  3. 3Brennpunkt einstellen – Die Linse senkrecht zur Sonne halten und den Abstand verändern, bis der Lichtpunkt so klein und hell wie möglich ist.
  4. 4Ruhig halten – Hände abstützen und den Punkt ruhig auf einer Stelle halten, bis Rauch aufsteigt und sich eine Glut bildet.
  5. 5Zur Flamme blasen – Die Glut in das Zundernest legen und anblasen.

Gefahr: Niemals durch Linse oder Spiegel in die Sonne schauen und den Brennpunkt nicht lange ansehen – das kann die Augen dauerhaft schädigen. Den hellen Punkt nur kurz und aus dem Augenwinkel kontrollieren.

survivebetter.com/de/explore/fire/fire-burning-lens

Feuer mit Batterie und Stahlwolle

4 Schritte
  1. 1Zundernest vorbereiten – Zundernest und Anzündholz bereitlegen.
  2. 2Stahlwolle auflockern – Ein Stück feinste Stahlwolle auseinanderziehen, sodass ein lockerer Bausch entsteht.
  3. 3Pole berühren – Die Batterie mit beiden Polen über die Wolle streichen.
  4. 4Ins Zundernest – Die glühende Wolle sofort ins Zundernest legen und anblasen.

Gefahr: Stahlwolle und Batterien getrennt verpacken; Batteriepole abdecken (Schutzkappe oder Klebeband). Berührt Stahlwolle versehentlich beide Pole im Rucksack, kann sie sich entzünden.

survivebetter.com/de/explore/fire/fire-battery-steel-wool

Feuer mit dem Feuerkolben (Kompressionsfeuerzeug)

6 Schritte
  1. 1Nest und Holz vorbereiten – Zundernest formen und Anzündholz bereitlegen.
  2. 2Zunderstoff einsetzen – Ein kleines Stück Zunderstoff in die Vertiefung an der Kolbenspitze drücken.
  3. 3Dichtung prüfen – Kolben ein Stück einführen und loslassen: Federt er zurück, ist die Dichtung gut.
  4. 4Kräftig und schnell stoßen – Zylinder abstützen und den Kolben mit einem einzigen, schnellen, kräftigen Stoß ganz hineindrücken.
  5. 5Sofort herausziehen – Den Kolben sofort zügig herausziehen, damit die Glut Sauerstoff bekommt.
  6. 6In das Nest übertragen – Die Glut mit einem Holzspan aus der Spitze lösen, in das Zundernest legen und zur Flamme blasen.

Gefahr: Vor jedem Feuer die örtlichen Regeln und die aktuelle Waldbrandgefahr prüfen. Feuerverbote gelten immer – auch für Übungsfeuer und ‚kleine‘ Feuer.

survivebetter.com/de/explore/fire/fire-piston

Feuerbohren: Fehlersuche, wenn keine Glut entsteht

6 Schritte
  1. 1Viel Rauch, aber keine Glut – Häufig wird zu früh aufgehört oder die Kerbe ist zu klein.
  2. 2Quietschen und glänzende Flächen – Glänzende, glatte Reibflächen an Spindel und Mulde rutschen statt zu reiben.
  3. 3Bohrmehl beurteilen – Helles, grobes Mehl deutet auf zu wenig Tempo oder feuchtes Holz hin.
  4. 4Spindel springt heraus – Spindel gerader und runder schnitzen, Mulden etwas vertiefen und die Hand mit dem Druckstück fest gegen das Schienbein abstützen.
  5. 5Schnur rutscht oder reißt – Schnurspannung nachjustieren: Die Spindel muss straff sitzen, ohne dass das Einlegen zur Kraftprobe wird.
  6. 6Oberes Ende wird heiß – Reibt die Spindel oben stärker als unten, die Druckstück-Mulde glätten oder schmieren (z. B. mit etwas Fett) und die Spindel oben spitzer…

Gefahr: Vor jedem Feuer die örtlichen Regeln und die aktuelle Waldbrandgefahr prüfen. Feuerverbote gelten immer – auch für Übungsfeuer und ‚kleine‘ Feuer.

survivebetter.com/de/explore/fire/fire-bow-drill-troubleshooting

Feuer mit dem Pumpbohrer

8 Schritte
  1. 1Teile sammeln – Spindel: gerade, trocken, etwa 60–80 cm lang und daumen- bis zwei Finger dick.
  2. 2Schwungscheibe befestigen – Die Scheibe genau mittig durchbohren und im unteren Drittel der Spindel festklemmen, notfalls mit kleinen Holzkeilen oder einer…
  3. 3Querholz und Schnur – In die Mitte des Querholzes ein Loch bohren, etwas weiter als die Spindel, damit es leicht auf und ab gleitet.
  4. 4Herdbrett vorbereiten – Nahe dem Rand eine kleine Mulde vorschnitzen und kurz einbohren, bis sie schwarz ist.
  5. 5Aufziehen und pumpen – Spindel in die Mulde stellen, Brett mit Fuß oder Knie sichern.
  6. 6Hitze aufbauen – Sobald Rauch aufsteigt, kräftiger und etwas schneller drücken.
  7. 7Glut ins Zundernest – Raucht das Häufchen weiter, obwohl die Spindel stillsteht, ist es eine Glut.
  8. 8Fehler finden – Eiert die Spindel: Scheibe nicht mittig oder Spindel krumm.

Gefahr: Vor jedem Feuer die örtlichen Regeln und die aktuelle Waldbrandgefahr prüfen. Feuerverbote gelten immer – auch für Übungsfeuer, Glut und ‚kleine‘ Feuer. Löschwasser bereithalten.

survivebetter.com/de/explore/fire/fire-pump-drill

Feuer mit einer Linse aus Eis, Wasserflasche oder Plastikbeutel

8 Schritte
  1. 1Sonne prüfen, Zunder bereitlegen – Nur bei wolkenloser, kräftiger Sonne versuchen, am besten um die Mittagszeit – dein Schatten ist dann kurz und scharf.
  2. 2Klares Eis besorgen – Ein durchsichtiges, möglichst blasenfreies Stück Eis von etwa Handgröße und einigen Zentimetern Dicke suchen – vom Ufer aus, nie auf dünnem…
  3. 3Linse formen – Mit dem Messer vorsichtig schaben, bis beide Seiten nach außen gewölbt sind: in der Mitte dick, zum Rand hin dünn.
  4. 4Mit Handwärme polieren – Die Linse mit bloßen, warmen Händen reiben, bis die Oberfläche glatt und klar wie Glas ist.
  5. 5Oder: Flasche oder Beutel füllen – Eine klare, glatte, möglichst runde Flasche randvoll mit klarem Wasser füllen, sodass keine Luftblase bleibt, und verschließen.
  6. 6Brennpunkt finden – Die Linse zwischen Sonne und Zunder halten und den Abstand langsam ändern, bis der Lichtfleck so klein und hell wie möglich ist.
  7. 7Ruhig halten – Hände auf Knie oder einen Stein stützen und den Punkt still auf einer Stelle halten.
  8. 8Zur Flamme blasen und aufräumen – Die Glut ins Zundernest legen, Nest locker schließen und sanft anblasen, bis Flammen kommen.

Gefahr: Niemals durch die Linse, das Eis oder die Flasche in die Sonne schauen und den hellen Brennpunkt nicht anstarren – das kann die Augen dauerhaft schädigen. Den Punkt nur kurz und von der Seite kontrollieren, wenn vorhanden mit Sonnenbrille.

survivebetter.com/de/explore/fire/fire-ice-water-lens

Das richtige Holz für Reibungsfeuer

8 Schritte
  1. 1Holzarten kennen – Oft genannt und bewährt sind Linde, Weide, Pappel und Espe sowie Hasel, die sich besonders als Spindel eignet.
  2. 2Stehendes Totholz wählen – Tote Äste, die noch am Baum hängen, oder abgestorbene, stehende Stämmchen sind meist trocken.
  3. 3Nageltest auf Härte – Mit dem Daumennagel fest in das entrindete Holz drücken.
  4. 4Innen prüfen – Ein Stück spalten oder einen frischen Span abschnitzen.
  5. 5Harz und Äste meiden – Riecht das Holz stark nach Harz oder klebt es, ist es für Spindel und Brett ungeeignet – als Kienspan aber wertvoll.
  6. 6Kombinieren und probebohren – Spindel und Brett aus derselben Holzart, oder die Spindel etwas härter als das Brett.
  7. 7Erlaubnis und Totholzregel – Wald darf man zur Erholung betreten, aber Holz gehört dem Waldbesitzer.
  8. 8Fertiges Set trocken lagern – Ein bewährtes Set aus Spindel und Brett trocken und luftig lagern und auf Touren in einem Beutel nah am Körper tragen.

Achtung: Holz und Rinde im Wald gehören dem Waldbesitzer. Auch Totholz nur mit Erlaubnis sammeln, in Schutzgebieten gar nicht – und niemals Äste oder Rinde von lebenden Bäumen nehmen.

survivebetter.com/de/explore/fire/fire-friction-wood

Schwierige Bedingungen

Feuer bei Regen, Nässe und Schnee

6 Schritte
  1. 1Mitgebrachten Zunder nutzen – Wasserdicht verpackten Zunder (Watte mit Vaseline, Zunderwürfel) als Kern verwenden.
  2. 2Trockenes Holz finden – Tote, dünne Äste an stehenden Bäumen, besonders die unteren, abgestorbenen Zweige unter dichten Nadelbäumen, sind meist trockener als Holz…
  3. 3Spalten und Federstäbe – Daumen- bis handgelenkdicke tote Äste spalten und aus dem trockenen Kern feine Späne oder Federstäbe schnitzen.
  4. 4Unterlage bauen – Auf nassem Boden oder Schnee eine Plattform aus einer Lage dicker, toter Äste legen, damit das Feuer nicht von unten gelöscht wird und…
  5. 5Vor Regen und Wind schützen – Beim Zünden mit Körper und Rucksack Regen und Wind abhalten.
  6. 6Holz am Feuer vortrocknen – Nächste Holzstücke am Rand des Feuers vortrocknen lassen – mit Abstand, damit sie nicht unkontrolliert anbrennen – und erst nachlegen, wenn…

Gefahr: Niemals Benzin, Spiritus, Grillanzünder-Flüssigkeit oder andere brennbare Flüssigkeiten in ein Feuer oder auf Glut gießen. Die Dämpfe können sich explosionsartig entzünden und schwere Verbrennungen verursachen.

survivebetter.com/de/explore/fire/fire-wet-conditions

Feuer auf Schnee: Plattform bauen

5 Schritte
  1. 1Platz wählen – Freie Stelle ohne Äste mit Schneelast darüber, windgeschützt, abseits der Unterkunft.
  2. 2Schnee prüfen – Bei wenig Schnee bis zum Boden freiräumen.
  3. 3Plattform legen – Dicke Hölzer dicht nebeneinander als Boden legen, bei Bedarf eine zweite Lage quer.
  4. 4Feuer aufbauen – Auf der Plattform ein Feuer wie gewohnt aufbauen und anzünden.
  5. 5Erneuern – Durchgebrannte Plattformhölzer rechtzeitig ersetzen, damit das Feuer nicht absinkt.

Gefahr: Kein Feuer auf dem Eis von Seen oder Flüssen: Die Wärme schwächt das Eis.

survivebetter.com/de/explore/fire/fire-snow-platform

Feuer am Strand: Regeln, Gezeiten und heißer Sand

6 Schritte
  1. 1Regeln prüfen – Aushänge, Gemeinde oder Strandaufsicht fragen, ob und wo Feuer erlaubt ist.
  2. 2Platz wählen – Auf freiem Sand weit weg von Dünen, Strandgras, Treibholzhaufen und Booten; Wind und Gezeiten berücksichtigen.
  3. 3Brennholz – Mitgebrachtes, trockenes Brennholz verwenden.
  4. 4Klein halten – Feuer klein halten und bei auffrischendem Wind verkleinern oder löschen.
  5. 5Mit Wasser löschen – Reichlich Wasser aufgießen, umrühren, nochmals gießen, bis Asche und Sand darunter kalt sind.
  6. 6Aufräumen – Kalte Reste und Müll mitnehmen oder entsorgen, wie es vor Ort vorgesehen ist.

Gefahr: Feuer niemals mit Sand zuschütten. Sand isoliert die Glut, die dann viele Stunden heiß bleibt – Menschen, besonders Kinder, können barfuß hineintreten und sich schwer verbrennen. Immer mit reichlich Wasser löschen, umrühren und fühlen.

survivebetter.com/de/explore/fire/fire-beach

Feuer bei Wind: entscheiden, abschirmen, klein halten

6 Schritte
  1. 1Entscheiden – Windstärke, Böen, Trockenheit und Vegetation in Windrichtung einschätzen.
  2. 2Natürlichen Windschutz suchen – Lee hinter Felsen, Böschungen oder in Senken nutzen, ohne unter überhängende Äste zu gehen.
  3. 3Großzügig freiräumen – Den Bereich um die Feuerstelle, besonders in Windrichtung, von Laub, Gras und Totholz befreien.
  4. 4Niedrig aufbauen – Einen kompakten, niedrigen Aufbau wählen, z. B. Lean-to mit dem Querholz zur Windseite, sodass die Zündstelle geschützt ist.
  5. 5Mit dem Körper abschirmen – Mit dem Rücken zum Wind knien und die Zündquelle nah am Zunder halten.
  6. 6Klein halten und beobachten – Nur wenig Holz nachlegen, Funkenflug beobachten und bei zunehmendem Wind sofort löschen.

Gefahr: Bei starkem oder böigem Wind und trockener Vegetation kein offenes Feuer machen. Ein Kocher mit Windschutz oder kaltes Essen sind dann die sichere Wahl.

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Nutzung

Feuerstelle sicher wählen und anlegen

6 Schritte
  1. 1Regeln und Gefahrenlage prüfen – Klären, ob Feuer am Ort erlaubt ist (Grundeigentümer, Schutzgebiet, Gemeinde, Forstbehörde) und ob aktuell Feuerverbot oder hohe…
  2. 2Bestehende Feuerstelle bevorzugen – Wo vorhanden, eine angelegte Feuerstelle oder einen Feuerring nutzen.
  3. 3Platz wählen – Freie, windgeschützte Stelle auf Sand, Kies, Fels oder Mineralboden; kein überhängender Ast; großer Abstand zu Zelt, Plane, Bäumen, Totholz…
  4. 4Untergrund freiräumen – Ringsum brennbares Material wie Laub, Nadeln und Zweige entfernen, bis Mineralboden sichtbar ist.
  5. 5Klein planen – Das Feuer nur so groß anlegen, wie es für Kochen oder Wärme nötig ist.
  6. 6Löschmittel bereitstellen – Vor dem Zünden Wasser (Topf, Kanister) und eine kleine Schaufel oder einen Stock griffbereit stellen.

Gefahr: Vor jedem Feuer die örtlichen Regeln und die aktuelle Waldbrandgefahr prüfen. In vielen Regionen ist offenes Feuer im oder am Wald, in Schutzgebieten oder bei Trockenheit verboten – Feuerverbote gelten immer, auch für ‚kleine‘ Feuer.

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Feuer am Brennen halten und kontrollieren

5 Schritte
  1. 1Schrittweise nachlegen – Immer nur wenige Scheite nachlegen, sobald die vorigen gut brennen.
  2. 2Größe begrenzen – Das Feuer klein halten: Ein kleines Feuer mit Glut wärmt und kocht besser, wirft weniger Funken und lässt sich leichter löschen.
  3. 3Holzvorrat sicher lagern – Brennholzvorrat einige Schritte entfernt und auf der dem Wind zugewandten Seite (in Luv) lagern, damit Funken nicht dorthin geweht werden.
  4. 4Beobachten – Funkenflug, Windänderungen und Glut außerhalb der Feuerstelle im Blick behalten.
  5. 5Kinder und Tiere fernhalten – Einen klaren Abstand um die Feuerstelle vereinbaren; Kinder nur unter Aufsicht ans Feuer lassen.

Gefahr: Feuer nie unbeaufsichtigt lassen, auch nicht kurz. Vor dem Schlafen oder Weggehen vollständig löschen.

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Sicher über dem Feuer kochen und Wasser abkochen

5 Schritte
  1. 1Glutbett herstellen – Das Feuer so lange brennen lassen, bis sich ein gleichmäßiges Glutbett gebildet hat – das dauert je nach Holz unterschiedlich lange.
  2. 2Stabile Topfauflage – Topf auf flache, trockene Steine, einen Grillrost oder ein stabiles Dreibein stellen.
  3. 3Nicht randvoll füllen – Topf höchstens zu etwa zwei Dritteln füllen und mit Deckel kochen.
  4. 4Wasser abkochen – Für Trinkwasser Wasser sprudelnd kochen lassen – die genaue Dauer steht im Eintrag zum Abkochen.
  5. 5Topf sicher abnehmen – Mit Handschuh, Topfgreifer oder einem stabilen Stock am Henkel anheben, auf eine ebene Fläche abseits des Feuers stellen und den Weg vorher…

Gefahr: Kochendes Wasser und heißes Fett verursachen schwere Verbrühungen. Topf nur auf stabilen Untergrund stellen, Griffe mit Handschuh oder Topfgreifer anfassen und Kinder fernhalten.

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Sternfeuer

4 Schritte
  1. 1Kleines Feuer – Ein kleines Feuer mit gutem Glutkern entzünden.
  2. 2Hölzer sternförmig – Drei bis fünf lange Hölzer sternförmig mit den Enden ins Feuer legen.
  3. 3Nachschieben – Hölzer nach innen schieben, sobald die Enden abgebrannt sind.
  4. 4Verkleinern – Zum Verkleinern oder vor dem Löschen die Hölzer nach außen ziehen und die Glut gesondert löschen.

Gefahr: Vor jedem Feuer die örtlichen Regeln und die aktuelle Waldbrandgefahr prüfen. Feuerverbote gelten immer – auch für Übungsfeuer und ‚kleine‘ Feuer.

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Dakota-Feuerloch

6 Schritte
  1. 1Boden und Regeln prüfen – Klären, ob Graben und Feuer erlaubt sind.
  2. 2Grasnarbe abheben – Grasnarbe in Stücken abheben und beiseitelegen, um sie später wieder einzusetzen.
  3. 3Feuerloch graben – Ein Loch etwa so tief wie ein Unterarm graben, oben etwas enger als unten.
  4. 4Luftloch und Tunnel – Auf der Windseite in kurzer Entfernung ein kleineres Loch graben und schräg zum Boden des Feuerlochs durchstoßen.
  5. 5Feuer entfachen – Zunder und Anzündholz im Feuerloch entzünden; Holz senkrecht nachlegen.
  6. 6Löschen und verfüllen – Mit reichlich Wasser löschen, umrühren, mit der Hand prüfen.

Gefahr: Auf organischem Boden und im Wurzelbereich kann Glut unterirdisch weiterglimmen und Tage später einen Brand auslösen. Nur in reinem Mineralboden anlegen und vollständig mit Wasser löschen, bevor das Loch verfüllt wird.

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Langfeuer und Reflektorwand zum Wärmen

5 Schritte
  1. 1Platz wählen – Freien Platz ohne überhängende Äste wählen, parallel zum Unterstand, quer zum Wind, so dass Rauch nicht in den Unterstand zieht.
  2. 2Holz sammeln – Vor Einbruch der Dunkelheit sehr viel Brennholz sammeln – deutlich mehr als geschätzt.
  3. 3Stämme auslegen – Zwei Stämme in Körperlänge parallel mit etwas Abstand auslegen und dazwischen ein Feuer entlang der ganzen Länge aufbauen.
  4. 4Reflektorwand – Auf der dem Unterstand abgewandten Seite eine Wand aus aufgeschichteten Hölzern zwischen Pfosten oder aus trockenen Steinen errichten.
  5. 5Wache halten – Abwechselnd wachen und nachlegen.

Gefahr: Vor jedem Feuer die örtlichen Regeln und die aktuelle Waldbrandgefahr prüfen. Feuerverbote gelten immer – auch für Übungsfeuer und ‚kleine‘ Feuer.

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Glut über Nacht halten (Feuer einbetten)

5 Schritte
  1. 1Glut sammeln – Glut und Holzreste in der Mitte der Feuerstelle zusammenschieben.
  2. 2Dickes Holz – Optional ein dickes, dichtes Holzstück auf die Glut legen.
  3. 3Mit Asche bedecken – Glut und Holz mit einer Schicht Asche bedecken, sodass keine Flammen mehr sichtbar sind.
  4. 4Beaufsichtigen – Im Freien eine Wache einteilen oder in kurzen Abständen kontrollieren.
  5. 5Morgens anfachen – Asche vorsichtig abstreifen, Zunder und dünnes Holz auf die Glut legen und sanft anblasen.

Gefahr: Ein unbeaufsichtigtes Feuer im Freien kann durch Wind wieder aufflammen oder Glut verstreuen und einen Waldbrand auslösen. Wo vorgeschrieben ist, Feuer vor dem Schlafen vollständig zu löschen, gilt das ausnahmslos.

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Glut aufbewahren und transportieren

4 Schritte
  1. 1Behälter – Einen nicht brennbaren Behälter (Metalldose) mit wenigen kleinen Luftlöchern verwenden.
  2. 2Glutbett – Etwas trockene Asche oder verkohltes Material einlegen, die Glut darauf betten und locker bedecken.
  3. 3Kontrollieren – Unterwegs regelmäßig prüfen, ob die Glut lebt, und Behälter nur an einem Griff oder Draht tragen – er wird heiß.
  4. 4Anfachen – Am Ziel in ein Zundernest legen und anblasen.

Gefahr: Getragene Glut kann Behälter, Kleidung und Vegetation entzünden und unbemerkt einen Brand auslösen. Nie in Rucksack, Zelt oder Fahrzeug, nie bei Feuerverbot.

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Kocher im Vergleich: Gas, Spiritus, Festbrennstoff, Flüssigbrennstoff

6 Schritte
  1. 1Gaskartuschenkocher – Einfach, sauber, gut regelbar.
  2. 2Spirituskocher – Leicht, leise, kaum Wartung.
  3. 3Festbrennstoff – Brennstofftabletten sind leicht, auslaufsicher und lange lagerfähig.
  4. 4Flüssigbrennstoff – Flüssigbrennstoffkocher sind leistungsstark und kältetauglich.
  5. 5Holzvergaser-/Hobokocher – Kleine Holzkocher nutzen Zweige als Brennstoff.
  6. 6Sicher betreiben – Im Freien, auf stabilem Untergrund, mit Windschutz, nie unbeaufsichtigt.

Gefahr: Feuer, Glut und Kocher niemals in Zelt, Fahrzeug, Schneeunterkunft oder geschlossenen Räumen betreiben: Kohlenmonoxid ist unsichtbar, geruchlos und kann tödlich sein.

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Schwedenfeuer (Baumstammfackel)

5 Schritte
  1. 1Platz wählen – Ebenen, feuerfesten Untergrund mit großem Abstand zu Gebäuden, Bäumen und Vegetation wählen; Löschwasser bereitstellen.
  2. 2Einschneiden – Den Stamm aufrecht sichern und von oben mehrere Schnitte kreuzweise bis etwa zwei Drittel bis drei Viertel der Höhe sägen.
  3. 3Zunder einlegen – Zunder und feine Späne in die Mitte und in die oberen Schlitze stecken.
  4. 4Oben anzünden – Den Zunder oben entzünden.
  5. 5Beaufsichtigen – Das Feuer ständig beaufsichtigen; wenn der Stamm instabil wird, keine Töpfe mehr abstellen.

Gefahr: Der Stamm kann beim Abbrennen kippen oder auseinanderfallen. Nur auf ebenem, feuerfestem Grund aufstellen, Abstand halten und Töpfe nur vorsichtig abstellen.

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Schlüssellochfeuer: Flammen und Kochglut trennen

5 Schritte
  1. 1Form anlegen – In einer erlaubten Feuerstelle einen runden Brennbereich und einen schmalen Fortsatz markieren, möglichst so, dass der Fortsatz quer zum…
  2. 2Feuer im runden Teil – Im runden Teil ein Feuer aufbauen und mit Hartholz oder ausreichend Brennholz unterhalten, bis sich Glut bildet.
  3. 3Glut verschieben – Mit einem Stock oder einer Schaufel Glut in den schmalen Teil schieben.
  4. 4Kochen – Rost oder Topf über den schmalen Teil stellen, z. B. auf flache, trockene Steine.
  5. 5Beide Bereiche löschen – Am Ende Brenn- und Glutbereich vollständig löschen: ertränken, umrühren, fühlen.

Gefahr: Vor jedem Feuer die örtlichen Regeln und die aktuelle Waldbrandgefahr prüfen. Feuerverbote gelten immer – auch für Übungsfeuer und ‚kleine‘ Feuer.

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Hügelfeuer und Feuerschale: Feuer ohne Brandspuren

5 Schritte
  1. 1Unterlage legen – Auf einer offenen, sicheren Stelle eine feuerfeste Unterlage auslegen oder eine Feuerschale auf Steine stellen.
  2. 2Mineralboden aufschütten – Sand oder Mineralboden zu einer flachen, mehrere Finger dicken Plattform aufschütten, die größer ist als das geplante Feuer.
  3. 3Kleines Feuer – Ein kleines Feuer mit dünnem Holz entfachen und klein halten.
  4. 4Herunterbrennen lassen – Holz rechtzeitig vollständig zu Asche herunterbrennen lassen, dann mit Wasser löschen, umrühren und fühlen.
  5. 5Rückbau – Die kalte Asche weit verstreuen und den Sand oder Boden an seinen Ursprungsort zurückbringen.

Gefahr: Auf Torf und humusreichem Boden kann Glut unbemerkt in den Untergrund eindringen und dort tagelang weiterschwelen. Mineralschicht dick genug machen oder auf Feuer verzichten.

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Rauch vermeiden und richtig sitzen

4 Schritte
  1. 1Trockenes Holz – Nur trockenes, abgelagertes, gespaltenes Holz verwenden.
  2. 2Klein und heiß – Ein kleines Feuer mit gutem Luftzug brennt sauberer als ein großes, erstickt gestapeltes.
  3. 3Richtig sitzen – Quer zur Windrichtung sitzen, nicht in Windrichtung.
  4. 4Nachbarn bedenken – In Wohngebieten auf Windrichtung, offene Fenster und Wäsche achten und bei Belästigung das Feuer verkleinern oder löschen.

Gefahr: Keinen Müll, keine Kunststoffe und kein lackiertes, beschichtetes oder imprägniertes Holz verbrennen – dabei entstehen giftige Gase.

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Feuerschale und Feuerstelle im Garten sicher nutzen

6 Schritte
  1. 1Regeln prüfen – Bei Gemeinde oder Ordnungsamt klären, ob offene Feuer im Garten erlaubt sind und ob aktuell Verbote wegen Trockenheit gelten.
  2. 2Standplatz – Mit großzügigem Abstand zu Haus, Gartenhaus, Zaun, Hecke, Bäumen und Holzstapeln auf Stein, Pflaster oder Kies aufstellen – nicht auf…
  3. 3Löschmittel bereitstellen – Gartenschlauch angeschlossen oder Eimer Wasser bzw. Feuerlöscher griffbereit stellen.
  4. 4Anzünden – Mit Anzündern und trockenem Kleinholz entzünden, nie mit Brennflüssigkeiten.
  5. 5Beaufsichtigen – Eine erwachsene Person bleibt verantwortlich.
  6. 6Löschen und Asche – Herunterbrennen lassen, mit Wasser löschen und umrühren.

Gefahr: Feuerschalen niemals in Garage, Wintergarten, Zelt oder unter Dächern und Markisen betreiben – Brand- und Kohlenmonoxidgefahr.

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Sicherheit und Recht

Feuer vollständig löschen: ertränken, umrühren, fühlen

6 Schritte
  1. 1Rechtzeitig beginnen – Mit dem Löschen beginnen, bevor man aufbrechen oder schlafen will.
  2. 2Ertränken – Langsam reichlich Wasser über die gesamte Glut und Asche gießen, auch an den Rändern, bis das Zischen aufhört.
  3. 3Umrühren – Mit Stock oder Schaufel Glut, Asche und angekohlte Holzstücke umrühren.
  4. 4Erneut wässern – Noch einmal Wasser darübergeben und weiterrühren.
  5. 5Fühlen – Den Handrücken in sicherem Abstand über die Feuerstelle halten und vorsichtig annähern.
  6. 6Spuren beseitigen – Wo erlaubt und sinnvoll, kalte Asche verteilen, Steine zurücklegen und abgehobene Grasnarbe wieder einsetzen.

Gefahr: Breitet sich ein Feuer in die Vegetation aus und lässt es sich nicht sofort löschen: alle Personen in Sicherheit bringen, quer zur Ausbreitung und weg vom Wind ausweichen und den Notruf wählen (112 in der EU).

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Kinder am Lagerfeuer: Regeln und Aufgaben

6 Schritte
  1. 1Sicherheitskreis markieren – Um die Feuerstelle einen gut sichtbaren Kreis ziehen (Stöcke, Steine, Linie im Sand).
  2. 2Regeln erklären – Vor dem Anzünden: nicht rennen, nicht schubsen, nichts ins Feuer werfen, keine brennenden Stöcke herumschwenken, heiße Dinge nicht anfassen.
  3. 3Feste Plätze – Sitzplätze mit sicherem Abstand festlegen, nicht in Windrichtung.
  4. 4Stockbrot sicher – Lange Stöcke verwenden, über Glut statt Flammen garen und heiße Spitzen nach dem Essen sofort in den Löscheimer oder ins Feuer legen.
  5. 5Aufgaben geben – Holz nach Größen sortieren, Löschwasser bewachen, beim Löschen umrühren helfen – je nach Alter.
  6. 6Gemeinsam löschen – Zum Abschluss zeigen, wie ein Feuer vollständig gelöscht wird, und die Feuerstelle erst verlassen, wenn alles kalt ist.

Gefahr: Niemals Spraydosen, Batterien, Glas, geschlossene Dosen oder Flaschen ins Feuer werfen – sie können platzen oder explodieren.

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Feuerverbote, Gefahrenstufen und Feuer-Etikette

5 Schritte
  1. 1Informieren – Vor der Tour die zuständige Behörde, Forstverwaltung, Schutzgebietsverwaltung oder den Campingplatz befragen und den aktuellen…
  2. 2Arten von Einschränkungen kennen – Typisch sind: Feuer nur an ausgewiesenen Stellen, Feuer nur mit Genehmigung oder des Grundeigentümers, saisonale Verbote, vollständige…
  3. 3Bestehende Feuerstellen nutzen – Wo Feuer erlaubt ist, vorhandene Feuerstellen nutzen statt neue anzulegen.
  4. 4Holz verantwortungsvoll – Nur liegendes Totholz sammeln, wo das erlaubt ist, keine lebenden Bäume beschädigen; vielerorts wird empfohlen, Brennholz aus der Region zu…
  5. 5Spurlos verlassen – Feuer klein halten, nie unbeaufsichtigt lassen, vollständig löschen, keine Essensreste oder Verpackungen verbrennen und allen Müll…

Gefahr: Ein Feuerverbot gilt ohne Ausnahme – auch für kleine Feuer, Kocher mit offener Flamme (sofern nicht ausdrücklich erlaubt), Grills und Zigaretten. Die Strafen und Haftung bei verursachten Bränden können erheblich sein.

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