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Spickzettel für den Rucksack

Spickzettel: Bushcraft und Handwerk

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SurviveBetter · Spickzettel

Bushcraft und Handwerk

survivebetter.com
Stand 2026-10-12

Notruf 112 (EU) · Österreich Rettung 144. Ein Spickzettel erinnert nur – er ersetzt keine Ausbildung.

Holz

Einfache Lagerhelfer schnitzen: Heringe und Topfhalter

6 Schritte
  1. 1Holz auswählen – Gesundes, trockenes Totholz ohne Fäulnis und Risse verwenden, das am Boden liegt und gesammelt werden darf.
  2. 2Auf Länge sägen – Für Heringe Stücke von etwa Unterarmlänge oder kürzer, für den Topfhalter ein längeres Stück mit Gabelung oder ein gerades Stück für…
  3. 3Spitze schnitzen – Werkstück schräg nach unten auf einer festen Unterlage abstützen und die Spitze mit Schnitten vom Körper weg rundum zuspitzen.
  4. 4Kerbe anlegen – Etwa eine Handbreit unter dem Kopf einen senkrechten Stoppschnitt mit Säge oder Messer setzen, dann von unten schräg darauf zu schnitzen…
  5. 5Topfhalter fertigstellen – Variante Gabelast: Einen Ast mit kurzem Seitenast so kürzen, dass der Seitenast als Haken für den Topfbügel dient; oben eine Kerbe oder…
  6. 6Testen – Heringe vorsichtig einschlagen (mit einem Holzknüppel, nicht mit dem Beil) und Halt prüfen.

Gefahr: Kerben und Spitzen immer vom Körper weg und nie über dem Oberschenkel schnitzen. Haltende Hand nie vor der Schneide. Bei starker Blutung fest auf die Wunde drücken und den Notruf wählen (112 in der EU).

survivebetter.com/de/explore/bushcraft/bc-carving-camp-tools

Dreibein und Topfgalgen über dem Feuer

6 Schritte
  1. 1Stangen wählen – Drei trockene, gerade Stangen aus Totholz, etwa brust- bis schulterhoch.
  2. 2Dreibein binden – Stangen nebeneinander legen und mit einem Dreibeinbund nahe dem oberen Ende verbinden.
  3. 3Verstellbaren Haken einhängen – Eine Schnur vom Kreuzungspunkt hängen lassen und daran einen Ast mit mehreren Haken oder Kerben befestigen.
  4. 4Testen – Vor dem Einsatz mit dem gefüllten, kalten Topf belasten und an den Beinen rütteln.
  5. 5Alternative: Topfgalgen – Einen langen, kräftigen Ast schräg über das Feuer legen, das hintere Ende mit Steinen beschweren oder unter einem Haken im Boden fixieren…
  6. 6Abbauen – Nach dem Löschen des Feuers abbauen, Schnur mitnehmen, Holz verteilen.

Gefahr: Ein umkippender Topf mit kochendem Wasser verursacht schwere Verbrühungen. Dreibein vor dem Aufhängen mit Gewicht testen, Kinder und Tiere fernhalten, Topf nur mit Handschuh oder Stock vom Haken nehmen. Bei großflächigen Verbrühungen die örtliche Notrufnummer wählen (112 in der EU).

survivebetter.com/de/explore/bushcraft/bc-tripod-pot-crane

Einen Löffel schnitzen

6 Schritte
  1. 1Rohling gewinnen – Ein etwa unterarmlanges, astfreies Stück frischen Holzes halbieren (z. B. durch Batoning).
  2. 2Umriss anlegen – Löffelform von oben und von der Seite aufzeichnen.
  3. 3Grob formen – Mit Vorhandgriff, Brusthebel und Daumenschub die Außenform herausarbeiten.
  4. 4Laffe aushöhlen – Löffel fest halten, Löffelmesser in kurzen, kontrollierten Zügen von Rand zur Mitte führen.
  5. 5Feinarbeit – Mit sehr scharfer Klinge glatte, saubere Facetten schneiden.
  6. 6Langsam trocknen – Den Löffel einige Tage an einem kühlen, schattigen Ort trocknen lassen, nicht an Ofen oder Sonne.

Gefahr: Das Löffelmesser schneidet auf einer Kurve und kann beim Abrutschen zur Haltehand oder zum Gesicht fahren. Schnitte so planen, dass die Klinge vom Daumen und Körper weg aus dem Holz austritt; Haltehand hinter der Schneide. Bei starker Blutung fest auf die Wunde drücken und sofort die örtliche Notrufnummer wählen (112 in der EU).

survivebetter.com/de/explore/bushcraft/bc-spoon-carving

Lagertisch und Bank aus Stangen binden

6 Schritte
  1. 1Material sammeln – Vier gleich lange Beinstangen, zwei Längsstangen, eine Diagonalstange und viele dünne, gerade Stangen für die Fläche – nur liegendes…
  2. 2Böcke binden – Je zwei Beine in X-Form kreuzen und mit einem Kreuzbund verbinden.
  3. 3Längsstangen einlegen – Die beiden Böcke aufstellen und je eine Längsstange beidseitig in die Gabel legen bzw. mit Kreuzbund befestigen.
  4. 4Diagonal versteifen – Eine Stange schräg zwischen den Böcken mit Diagonalbünden befestigen, damit das Gestell nicht seitlich kippt.
  5. 5Fläche belegen – Dünne Stangen dicht nebeneinander quer auflegen und an den Enden mit einer fortlaufenden Schnur festbinden.
  6. 6Prüfen und zurückbauen – Wackeln, Last schrittweise erhöhen, Bünde nachziehen.

Achtung: Morsche Stangen brechen ohne Vorwarnung. Jede Stange vor dem Einbau biegen und auf Risse und weiches Holz prüfen; die fertige Bank vorsichtig belasten, bevor man sich daraufsetzt.

survivebetter.com/de/explore/bushcraft/bc-camp-table-lashing

Gefalteter Rindenbehälter – nur aus Rinde von totem, liegendem Holz

6 Schritte
  1. 1Rinde finden – An umgestürzten, abgestorbenen Stämmen nach Rinde suchen, die sich bereits löst und noch zäh ist.
  2. 2Rechteck schneiden – Ein Rechteck aus der losen Rinde schneiden, etwa doppelt so groß wie der gewünschte Boden plus Wandhöhe ringsum.
  3. 3Geschmeidig machen – Trockene Rinde in Wasser einweichen oder vorsichtig über warmer Luft anwärmen, bis sie sich biegen lässt – nicht in die Flamme halten.
  4. 4Ecken falten – Bodenlinien mit dem Messerrücken leicht anritzen, Seiten hochklappen und die Ecken als Dreiecksfalte nach außen an die Wand legen.
  5. 5Klammern – Zweige spalten, als Klammern über die Falten schieben oder mit Schnur umwickeln.
  6. 6Trocknen lassen – Den Behälter in Form trocknen lassen; Klammern danach ggf. nachziehen.

Achtung: Das Schälen lebender Bäume schädigt sie schwer und ist vielerorts verboten. Nur lose Rinde von bereits abgestorbenem, liegendem Holz verwenden und örtliche Regeln prüfen.

survivebetter.com/de/explore/bushcraft/bc-bark-container

Wichtige Bäume erkennen und nutzen

8 Schritte
  1. 1Mehrere Merkmale prüfen – Schau dir immer mindestens drei Dinge an: Rinde, Blatt oder Nadel und Frucht oder Zapfen – dazu die Wuchsform.
  2. 2Fichte, Tanne, Kiefer – Fichte: spitze Nadeln rundum am Zweig, sie stechen; Zapfen hängen.
  3. 3Eibe erkennen und meiden – Eibe: flache, spitze Nadeln, unten hellgrün ohne weiße Streifen, keine Zapfen, rote Becher um die Samen, rotbraune, abblätternde Rinde.
  4. 4Birke – Weiße Rinde mit schwarzen Rissen, am Stammfuß dunkel und rau; kleine dreieckige, gesägte Blätter.
  5. 5Eiche und Buche – Eiche: gelappte Blätter, Eicheln, tief gefurchte Rinde; hartes, lange brennendes Holz.
  6. 6Hasel, Weide, Linde – Hasel: Strauch mit vielen geraden Trieben, rundliche, weich behaarte Blätter – gerade Stangen.
  7. 7Nach Regeln nutzen – Für Feuer und Basteln nur liegendes Totholz nehmen.
  8. 8Üben und notieren – Mit einem Bestimmungsbuch dieselben Bäume im Sommer und im Winter besuchen.

Gefahr: Die Eibe ist in fast allen Teilen stark giftig – Nadeln, Samen, Rinde und Holz. Nur der rote Samenmantel ist ausgenommen, doch der Same darin ist giftig. Nichts von der Eibe in den Mund nehmen, nicht für Löffel, Spieße oder Essstäbchen verwenden. Bei Verdacht auf Vergiftung sofort 112 (in Österreich auch 144) oder die Vergiftungsinformationszentrale anrufen.

survivebetter.com/de/explore/bushcraft/bc-tree-identification

Eine Schale oder einen Becher mit Glut ausbrennen

8 Schritte
  1. 1Platz und Holzklotz vorbereiten – Nur an einer erlaubten Feuerstelle arbeiten, Löschwasser bereitstellen.
  2. 2Startmulde schnitzen und Rand schützen – In die Mitte der Oberseite mit dem Messer eine flache Mulde von etwa 2–3 cm Breite schnitzen – vom Körper weg.
  3. 3Glut auflegen – Mit zwei frischen Stöcken als Zange oder einem Metalllöffel eine etwa walnussgroße, kräftig glühende Kohle aus dem Feuer nehmen und in die…
  4. 4Sanft anblasen – Von der Seite gleichmäßig und ruhig auf die Kohle blasen, bis sie hell glüht und das Holz darunter mitglimmt.
  5. 5Kohle abschaben – Nach zwei bis drei Kohlen die Glut zurück ins Feuer legen und die schwarze, weiche Kohleschicht mit dem Messerrücken, einem Löffel oder…
  6. 6Wiederholen und Wandstärke prüfen – Glut auflegen, blasen, schaben – immer wieder.
  7. 7Löschen und säubern – Letzte Glut zurück ins Feuer, den Klotz mit Wasser ablöschen und prüfen, dass nichts mehr glimmt.
  8. 8Fertigstellen und richtig benutzen – Außenseite mit Messer oder Säge in Form bringen, das Gefäß ausspülen und langsam im Schatten trocknen lassen, nicht am Feuer – sonst reißt…

Gefahr: Glut ist mehrere hundert Grad heiß und sieht von oben oft schon grau und harmlos aus. Glut nur mit Zange, Stöcken oder Löffel bewegen, nie mit den Fingern. Bei einer Verbrennung die Stelle sofort mit kühlem, nicht eiskaltem Wasser mindestens 20 Minuten kühlen; bei großen Verbrennungen, im Gesicht oder bei Kindern den Notruf 112 wählen (in Österreich auch 144).

survivebetter.com/de/explore/bushcraft/bc-burn-bowl

Behelfsschneeschuhe aus Ruten, Zweigen und Schnur

8 Schritte
  1. 1Entscheiden: bleiben oder gehen – Erst prüfen, ob Bleiben sicherer ist: Notruf möglich?
  2. 2Material sammeln – Pro Schuh eine oder zwei biegsame, frische Ruten (z. B. Weide oder Hasel), etwa daumendick und gut mannshoch.
  3. 3Rahmen biegen – Die Rute in der Mitte langsam zu einer Tropfenform biegen: vorne rund, hinten spitz zusammenlaufend.
  4. 4Querstreben anbinden – Zwei Querstreben quer über den Rahmen binden: eine unter dem Fußballen, etwa in der Mitte, eine zweite unter der Ferse.
  5. 5Fläche bespannen – Schnur im Zickzack zwischen den Rahmenseiten spannen oder dicht Fichtenzweige auf die Streben legen und festbinden.
  6. 6Bindung anlegen – Eine Schlaufe über die Schuhspitze an der vorderen Querstrebe befestigen – das ist das Drehgelenk.
  7. 7Richtig gehen – Breitbeiniger als sonst gehen, damit die Schuhe nicht übereinander treten.
  8. 8Unterwegs prüfen und reparieren – Alle paar hundert Meter Bünde und Bindung prüfen und nachziehen.

Gefahr: Im Winter ist Bewegung oft gefährlicher als Bleiben: Schwitzen, Erschöpfung und Dunkelheit führen schnell zu Unterkühlung. Wenn möglich am Ort bleiben, Notruf 112 wählen (in Österreich auch 140 für die Bergrettung) und sich vor Kälte schützen. Behelfsschneeschuhe nur bauen, wenn du dich wirklich bewegen musst.

survivebetter.com/de/explore/bushcraft/bc-improvised-snowshoes

Ein Tragegestell aus Stangen binden

8 Schritte
  1. 1Stangen auswählen – Zwei gerade, gesunde Stangen etwa daumen- bis zweidaumendick, so lang wie dein Rücken vom Nacken bis zum Steiß plus eine Handbreit.
  2. 2Auslegen und anpassen – Die Längsstangen parallel auf den Boden legen, in Schulterbreite.
  3. 3Ecken binden – Jede Kreuzung mit einem Kreuzbund verbinden: Webeleinstek an der Längsstange, drei bis vier Wicklungen, dann Würgeschläge zwischen den…
  4. 4Diagonal versteifen – Die Diagonalstange von einer oberen zu einer gegenüberliegenden unteren Ecke binden, mit Diagonalbünden.
  5. 5Breite Träger anbringen – Zwei breite Träger – Band, Gürtel oder gefaltetes Tuch – oben an der Querstange befestigen, über die Schultern führen und unten an den…
  6. 6Last richtig packen – Schweres nah an das Gestell und etwa in die Mitte legen, Leichtes außen und oben.
  7. 7Probe tragen – Erst ein paar Schritte auf ebenem Boden gehen.
  8. 8Sicher tragen und zurückbauen – Ruhig gehen, oft kurz rasten und das Gestell an einem Baum abstellen statt fallen zu lassen.

Achtung: Eine zu schwere oder hoch aufgetürmte Last bringt dich aus dem Gleichgewicht und belastet Rücken und Knie. Lieber zweimal gehen. Mit geradem Rücken aus den Beinen aufstehen; beim Aufsetzen hilft jemand oder du setzt dich vor das an einen Stamm gelehnte Gestell.

survivebetter.com/de/explore/bushcraft/bc-pack-frame

Ein Wanderstab: auswählen, anpassen, sicher nutzen

8 Schritte
  1. 1Holz auswählen – Einen geraden, gesunden Stab ohne Risse und ohne weiche, morsche Stellen suchen – zum Beispiel Hasel oder Esche, aus Totholz oder mit…
  2. 2Länge und Dicke anpassen – Ein Stab etwa in Schulterhöhe ist vielseitig: lang genug zum Abtasten und für Bachquerungen, und du kannst ihn je nach Gelände höher oder…
  3. 3Bearbeiten – Aststummel glatt schnitzen, damit nichts in die Hand drückt.
  4. 4Bergauf und bergab gehen – Bergauf den Stab kürzer greifen und neben dir aufsetzen.
  5. 5Boden abtasten – Vor Schlamm, Schneefeldern, Laubhaufen und Pfützen den Stab vor dir in den Boden drücken.
  6. 6Eis: nicht testen, sondern meiden – Mit dem Stab lässt sich Eis nicht sicher prüfen.
  7. 7Flache Bäche queren – Nur queren, wenn es nötig ist und das Wasser langsam, klar und höchstens knietief ist.
  8. 8Pflegen und ersetzen – Nach jeder Tour auf Risse und Splitter prüfen und trocken lagern.

Gefahr: Fließendes Wasser hat enorme Kraft. Schon knietiefe, schnelle Strömung kann dich umwerfen. Nicht queren, wenn das Wasser schnell, trüb oder tiefer als knapp unter dem Knie ist, wenn es nach Regen steigt oder unterhalb Wasserfälle oder Hindernisse liegen. Im Zweifel umkehren oder warten. Keine Handschlaufe benutzen, Hüftgurt des Rucksacks öffnen.

survivebetter.com/de/explore/bushcraft/bc-walking-staff

Welches Holz wofür? Heimische Hölzer richtig wählen

8 Schritte
  1. 1Erst die Aufgabe klären – Frag dich: Will ich schnitzen, bauen, flechten, einen Stiel machen oder Feuer?
  2. 2Baum sicher bestimmen und Regeln prüfen – Die Holzart an mehreren Merkmalen sicher erkennen – Rinde, Blatt oder Nadel, Frucht, Wuchs.
  3. 3Holz für das Feuer – Zum Anzünden dünnes, trockenes Fichten- oder Kiefernholz und Kienspan – es brennt schnell an, wirft aber Funken.
  4. 4Holz zum Schnitzen und für Essgeschirr – Linde ist weich und gleichmäßig – ideal zum Lernen.
  5. 5Giftige Hölzer ausschließen – Eibe (flache Nadeln ohne weiße Streifen, rote Samenbecher, rotbraune Rinde) und Goldregen (gelbe hängende Blütentrauben, Hülsenfrüchte) nie…
  6. 6Holz für Stiele und Werkzeuge – Esche ist zäh und federnd – das klassische Holz für Axt- und Werkzeugstiele.
  7. 7Holz für Stangen, Ruten und Bindungen – Hasel treibt gerade Stangen – gut für Heringe, Stäbe und Gestelle.
  8. 8Holz vor dem Einsatz prüfen – Jedes Stück biegen, anklopfen und ansehen: Klingt es dumpf, ist es weich, schwammig oder pilzbefallen, ist es morsch.

Gefahr: Eibe und Goldregen sind stark giftig. Ihr Holz nie für Löffel, Schalen, Spieße, Essstäbchen oder Grillstöcke verwenden und nicht zum Kochen verbrennen. Auch unbekanntes, lackiertes, imprägniertes oder verleimtes Holz gehört nicht an Lebensmittel und nicht ins Feuer. Bei Verdacht auf Vergiftung sofort 112 (in Österreich auch 144) oder die Vergiftungsinformationszentrale anrufen.

survivebetter.com/de/explore/bushcraft/bc-wood-selection-uses

Fasern und Textil

Schnur und Seil im Lager: Auswahl, Enden sichern, Pflege

5 Schritte
  1. 1Passende Schnur wählen – Für Abspannungen dehnungsarme, UV-beständige Leinen; für Zurren und Bündeln flexible Schnur; für Feuernähe keine Kunstfasern, die schmelzen.
  2. 2Enden sichern – Synthetische Schnur: Ende kurz in die Flamme halten, bis die Fasern verschmelzen.
  3. 3Vor Abrieb schützen – Wo eine Leine über Kanten, Rinde oder Felsen läuft, ein Stück Stoff oder Schlauch unterlegen.
  4. 4Regelmäßig prüfen – Vor und nach dem Einsatz durch die Hände laufen lassen: harte, glasige, ausgefranste, verfärbte oder dünne Stellen bedeuten Austausch oder…
  5. 5Trocken und geordnet lagern – Knoten lösen, nasse Leinen locker trocknen lassen (nicht auf der Heizung oder am Feuer), dann aufschießen und dunkel lagern.

Gefahr: Paracord, Wäscheleine und Bastelschnur nie zum Klettern, Abseilen oder Sichern von Menschen verwenden. Dafür ist geprüfte, normgerechte Ausrüstung und Ausbildung nötig.

survivebetter.com/de/explore/bushcraft/bc-cordage-care

Zweischäftige Schnur drehen (Reverse Wrap) – mit Jute oder Sisal üben

6 Schritte
  1. 1Fasern vorbereiten – Ein Stück Jute- oder Sisalschnur aufdröseln und die Fasern zu einem lockeren Bündel ordnen.
  2. 2Bündel knicken – Das Bündel ungleich teilen (ein Strang etwas länger), in der Mitte knicken und den Knick zwischen Daumen und Zeigefinger halten.
  3. 3Oberen Strang drehen – Den von dir weg liegenden Strang einige Male in eine Richtung (z. B. im Uhrzeigersinn) zwirbeln.
  4. 4Gegenläufig umlegen – Den gedrehten Strang gegen die Drehrichtung über den anderen legen.
  5. 5Fasern ansetzen – Wenn ein Strang dünner wird, neue Fasern überlappend einlegen.
  6. 6Ende sichern – Das Ende mit einem Überhandknoten oder einem Takling sichern.

Achtung: Selbstgedrehte Schnur hat eine unbekannte und meist geringe Festigkeit. Nie für Menschen, Klettern oder Lasten über Personen verwenden.

survivebetter.com/de/explore/bushcraft/bc-reverse-wrap-cordage

Eine Lagerleine (Firstleine) spannen

6 Schritte
  1. 1Bäume wählen – Zwei gesunde, kräftige Bäume, nicht abgestorben, ohne tote Äste darüber, abseits von Wegen.
  2. 2Baumschutz anlegen – Ein Stück Bandschlinge um jeden Stamm legen, statt die Schnur direkt um die Rinde zu wickeln.
  3. 3Feste Seite – Auf der ersten Seite die Leine mit einem Palstek oder einer Schlinge am Gurt befestigen.
  4. 4Spannen – Auf der zweiten Seite mit einem Fuhrmannsknoten oder Spannknoten spannen und mit einem Slipstek sichern, damit er sich schnell lösen lässt.
  5. 5Klemmknoten als Haken – Kurze Schlingen mit Prusikknoten auf die Leine setzen; daran Tarp-Ecken, Lampe oder Beutel hängen und verschieben.
  6. 6Markieren und abbauen – Leine markieren, nachts prüfen und beim Abbau Gurte und alle Schnurreste mitnehmen.

Gefahr: Eine Lagerleine ist keine Sicherung. Niemals Personen daran hängen, darauf balancieren oder Gewässer daran queren – dafür braucht es geprüfte Ausrüstung und Ausbildung.

survivebetter.com/de/explore/bushcraft/bc-camp-ridgeline

Schnur aus Brennnesselfasern

8 Schritte
  1. 1Stängel auswählen – Im Spätsommer oder Herbst die längsten, geraden Stängel aus einem großen Bestand wählen – je länger, desto längere Fasern.
  2. 2Mit Handschuhen schneiden – Handschuhe und lange Ärmel anziehen.
  3. 3Blätter abstreifen – Mit der behandschuhten Hand den Stängel fest umfassen und von oben nach unten ziehen – die Blätter und die meisten Brennhaare gehen ab. Die…
  4. 4Stängel flachdrücken – Den Stängel auf eine glatte Unterlage legen und der Länge nach mit den Fingern oder einem runden Holz flachdrücken, bis er an den Kanten…
  5. 5Holzkern herausbrechen – Den Stängel aufklappen.
  6. 6Fasern trocknen – Die grüne Außenhaut kannst du mit dem Daumennagel oder dem Messerrücken leicht abschaben.
  7. 7Vor dem Drehen anfeuchten – Die trockenen Streifen kurz anfeuchten, damit sie geschmeidig werden, und in dünne, gleichmäßige Faserbündel teilen.
  8. 8Zweischäftig drehen – Ein Bündel ungleich falten und wie bei der Reverse-Wrap-Technik drehen: oberen Strang verdrehen, über den anderen legen, wiederholen.

Gefahr: Selbst gedrehte Pflanzenschnur hat keine bekannte Tragkraft. Nie für Menschen, Klettern oder Lasten über Personen verwenden.

survivebetter.com/de/explore/bushcraft/bc-nettle-cordage

Einen Korb aus Weidenruten flechten

8 Schritte
  1. 1Ruten im Winter schneiden – Mit Erlaubnis zwischen Laubfall und Frühjahr lange, einjährige Ruten ohne Seitentriebe mit der Gartenschere schräg abschneiden.
  2. 2Einweichen und sortieren – Frische Ruten sofort verwenden; getrocknete einige Tage ganz unter Wasser legen, bis sie sich um einen Finger biegen lassen, ohne zu…
  3. 3Bodenkreuz legen – Vier dicke, lange Ruten nebeneinanderlegen und vier weitere quer darüber, sodass ein Kreuz mit vier Armen entsteht.
  4. 4Kreuz einbinden – Zwei dünne Ruten in die Mitte einlegen und zwei Runden lang abwechselnd vor und hinter je einem Arm aus vier Ruten führen, dabei die beiden…
  5. 5Speichen auffächern und Boden flechten – Die Ruten einzeln wie Radspeichen auseinanderbiegen und eine zusätzliche kurze Speiche einstecken, damit die Zahl ungerade ist.
  6. 6Staken aufbiegen – Jede Speiche am Bodenrand mit dem Daumennagel oder dem Messerrücken leicht anknicken, ohne sie zu brechen, und nach oben biegen.
  7. 7Wand flechten – Mit dünnen Ruten Runde um Runde über-unter flechten.
  8. 8Rand einlegen und versäubern – Die Schnur lösen.

Achtung: Weiden gehören immer jemandem. Nur mit Erlaubnis schneiden, am besten bei der Pflege von Kopfweiden. In Deutschland ist das starke Zurückschneiden von Gehölzen außerhalb des Waldes vom 1. März bis 30. September verboten; im Winter schneiden passt dazu und zur Weide.

survivebetter.com/de/explore/bushcraft/bc-willow-basket

Lindenbast: Rinde rösten und zu Schnur drehen

8 Schritte
  1. 1Erlaubte Äste finden – Lindenäste nehmen, die beim Baumschnitt anfallen oder bei Sturm abgebrochen sind – nur mit Erlaubnis des Eigentümers.
  2. 2Rinde anritzen und abschälen – Den Ast auf eine feste Unterlage legen und die Rinde der Länge nach mit einem Schnitt bis aufs Holz anritzen – vom Körper weg.
  3. 3Im Wasser rösten – Die Rindenstreifen locker aufrollen oder bündeln und in einem eigenen Gefäß komplett unter Wasser legen, mit einem Stein beschweren.
  4. 4Regelmäßig prüfen – Etwa einmal pro Woche einen Streifen herausnehmen und an einer Ecke probieren, ob sich die Schichten lösen.
  5. 5Bastschichten trennen – Die dunkle Außenborke abziehen.
  6. 6Trocknen und lagern – Die Baststreifen locker an einer Leine im Schatten aufhängen, bis sie ganz trocken sind.
  7. 7Anfeuchten und drehen – Den Bast kurz anfeuchten, in gleichmäßige Streifen von wenigen Millimetern Breite teilen und wie beim Reverse Wrap zweischäftig drehen.
  8. 8Prüfen und richtig einsetzen – Die fertige Schnur langsam mit den Händen auf Zug prüfen und dünne Stellen suchen.

Gefahr: Nie Rinde von stehenden Bäumen abziehen und nie einen Baum ringsum anschneiden. Ohne Rinde kann der Baum keine Nährstoffe mehr leiten und stirbt. Das ist ohne Erlaubnis verboten – in Deutschland schützt § 39 BNatSchG Pflanzen vor Beschädigung ohne vernünftigen Grund, Holz und Rinde gehören immer dem Eigentümer.

survivebetter.com/de/explore/bushcraft/bc-linden-bark-cordage

Werkzeug

Sicherer Umgang mit dem Messer und Schnitzgriffe

6 Schritte
  1. 1Arbeitsplatz einrichten – Fest sitzen, Füße auseinander, Ellbogen frei.
  2. 2Vorhandgriff – Griff fest in der Faust, Schneide vom Körper weg.
  3. 3Daumenschub – Die Hand mit dem Messer hält ruhig, der Daumen der anderen Hand drückt auf den Klingenrücken und schiebt die Klinge in kleinen…
  4. 4Brusthebel – Messer mit nach außen gerichteter Schneide nah an der Brust, Werkstück ebenfalls nah am Körper.
  5. 5Ablegen und Pausen – Messer nie offen ablegen oder in den Boden stecken; zurück in die Scheide oder sicher zugeklappt.
  6. 6Messer übergeben – Griff voran übergeben, Schneide vom Empfänger weg; erst loslassen, wenn der andere „danke“ sagt bzw. bestätigt, dass er hält.

Gefahr: Nie über dem Oberschenkel oder zwischen den Beinen schnitzen. An der Innenseite des Oberschenkels verlaufen große Blutgefäße; ein Abrutschen kann lebensgefährliche Blutungen verursachen. Bei starker Blutung fest auf die Wunde drücken und sofort den Notruf wählen (112 in der EU).

survivebetter.com/de/explore/bushcraft/bc-knife-safety-grips

Säge und Beil sicher verwenden – die Grundregeln

6 Schritte
  1. 1Werkzeug und Umgebung prüfen – Kopf, Stiel, Schneide und Säge prüfen.
  2. 2Wenn möglich sägen – Holz auf einer stabilen Unterlage ablegen, die freie Hand weit genug vom Sägeblatt entfernt halten und mit langen, ruhigen Zügen ohne Druck…
  3. 3Beil nur auf dem Hackklotz – Zum Spalten das Holzstück auf einen Hackklotz stellen, nicht auf den Boden.
  4. 4Hände aus der Schlagbahn – Holz nie mit der Hand festhalten, während geschlagen wird.
  5. 5Kurze, kontrollierte Schläge – Lieber kleine, gezielte Schläge als weite Schwünge.
  6. 6Sicher verstauen – Schneidenschutz aufsetzen bzw. Säge einklappen.

Gefahr: Ein Beil, das abgleitet oder durchschlägt, fährt in Richtung Bein und Fuß. Immer so arbeiten, dass die Schlagbahn vor dem Körper im Holz oder Hackklotz endet – nie Richtung Bein. Bei schwerer Verletzung fest auf die Wunde drücken und den Notruf wählen (112 in der EU).

survivebetter.com/de/explore/bushcraft/bc-saw-axe-safety

Ein Messer auf dem Stein schärfen

6 Schritte
  1. 1Stein vorbereiten – Stein nach Herstellerangabe wässern oder ölen und rutschfest auf eine ebene Fläche legen.
  2. 2Winkel finden – Bei Messern mit flachem skandinavischem Anschliff (Scandi) die Schneidenfase flach auf den Stein legen.
  3. 3Gleichmäßige Züge – Klinge mit leichtem Druck über den Stein führen, als wolle man eine dünne Scheibe abschneiden, und dabei von der Ferse bis zur Spitze die…
  4. 4Grat ertasten – Mit der Fingerkuppe quer zur Schneide über die Gegenseite streichen.
  5. 5Seite wechseln – Gleiche Anzahl Züge auf der anderen Seite, bis sich der Grat zurück verlagert.
  6. 6Grat entfernen und prüfen – Mit sehr leichten Zügen oder auf einem Lederriemen (Abziehen) den Grat entfernen.

Achtung: Finger der führenden Hand flach und hinter der Schneide halten. Den Grat nur quer zur Schneide mit der Fingerkuppe ertasten – nie entlang der Schneide.

survivebetter.com/de/explore/bushcraft/bc-knife-sharpening

Batoning: kleines Holz mit Messer und Schlagholz spalten

5 Schritte
  1. 1Baton wählen – Einen etwa unterarmlangen, griffigen Knüppel aus Totholz suchen.
  2. 2Holz vorbereiten – Holzstück kurz sägen, astfreies Ende nach oben auf einen festen Untergrund stellen.
  3. 3Klinge ansetzen – Klinge mittig auf das Stirnende setzen, entlang eines vorhandenen Risses wenn möglich.
  4. 4Spitze treiben – Sobald die Klinge steckt, abwechselnd auf den herausstehenden Klingenrücken nahe der Spitze schlagen.
  5. 5Fertig spalten und weiter teilen – Die Hälften erneut halbieren, bis Anzündholz in gewünschter Stärke entsteht.

Gefahr: Holz nie zwischen den Füßen oder vor den Beinen spalten. Wenn die Klinge durchschlägt, fährt sie nach unten – Hand, Knie und Füße seitlich aus dieser Bahn halten. Bei starker Blutung fest auf die Wunde drücken und sofort die örtliche Notrufnummer wählen (112 in der EU).

survivebetter.com/de/explore/bushcraft/bc-batoning

Holz mit der Axt spalten: Hackklotz, Stand, Schlag

6 Schritte
  1. 1Hackklotz einrichten – Einen breiten, eben gesägten Klotz auf festen Boden stellen.
  2. 2Holz lesen – Scheit mit der Rinde nach außen aufstellen.
  3. 3Stand einnehmen – Füße schulterbreit, Abstand so, dass die Schneide bei gestreckten Armen die Mitte des Scheits trifft.
  4. 4Kontrolliert schlagen – Axt senkrecht über die Mitte führen, die obere Hand gleitet zum Stielende.
  5. 5Am Rand beginnen – Bei dicken Scheiten erst Stücke vom Rand abspalten, statt die Mitte zu treffen.
  6. 6Aufräumen – Gespaltenes Holz regelmäßig vom Arbeitsplatz entfernen, damit nichts im Weg liegt.

Gefahr: Ein Fehlschlag oder ein durchschlagender Schlag fährt Richtung Schienbein und Fuß. Klotz so hoch wählen und so weit vorn stehen, dass die Axt dann im Klotz oder Boden vor dir landet. Bei starker Blutung fest auf die Wunde drücken und sofort die örtliche Notrufnummer wählen (112 in der EU).

survivebetter.com/de/explore/bushcraft/bc-axe-splitting

Sägen auf dem Sägebock – auch improvisiert

5 Schritte
  1. 1Bock bauen – Zwei Stangenpaare jeweils zu einem X kreuzen und binden (Kreuzbund oder Scherenbund), im Abstand von etwa einem halben Meter aufstellen und…
  2. 2Holz einlegen – Das Holz in die Gabeln legen, sodass der abzusägende Teil frei über das Ende hinausragt.
  3. 3Schnitt ansetzen – Mit zwei, drei leichten Rückzügen eine Kerbe ziehen, dann mit langen, ruhigen Zügen sägen.
  4. 4Sauber beenden – Gegen Ende das überhängende Stück leicht stützen, damit es nicht abreißt und Splitter bildet.
  5. 5Abbauen – Säge einklappen, Bock zerlegen und Bindungen lösen, wenn das Lager verlassen wird.

Achtung: Die freie Hand hält das Holz mit Abstand zum Schnitt, am besten auf der Seite des Bocks, die nicht abfällt. Beim Anfangen den Schnitt mit wenigen Rückzügen ansetzen, statt den Daumen als Führung zu nutzen.

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Werkzeugpflege: reinigen, ölen, Rost vermeiden, Stiele prüfen

6 Schritte
  1. 1Reinigen – Harz, Erde und Speisereste mit warmem Wasser oder etwas Spülmittel entfernen.
  2. 2Trocknen – Klinge sofort abtrocknen, auch Gelenke von Klappsägen.
  3. 3Dünn ölen – Einige Tropfen Öl auf ein Tuch geben und Metallteile hauchdünn einreiben.
  4. 4Flugrost entfernen – Leichten Rost mit Öl und einem feinen Schleifvlies oder einem Radiergummi für Klingen abreiben, danach neu ölen.
  5. 5Stiel und Scheide prüfen – Stiel auf Risse und lockeren Sitz prüfen, trockene Holzstiele gelegentlich mit Leinöl pflegen.
  6. 6Lagern – Trocken, mit Klingenschutz und außerhalb der Reichweite von Kindern lagern.

Gefahr: Lappen mit Leinöl oder anderen trocknenden Ölen können sich selbst entzünden. Ausgebreitet im Freien trocknen lassen oder in Wasser in einem geschlossenen Metallbehälter entsorgen.

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Werkzeug und Holz sicher tragen

6 Schritte
  1. 1Klingen schützen – Messer in die Scheide, Säge zusammenklappen oder Sägeblattschutz aufsetzen, Beil mit Klingenschutz versehen – vor jedem Schritt.
  2. 2Beil tragen – Am Stiel nahe dem Kopf greifen, Klinge nach unten und vom Bein weg, Arm locker an der Seite.
  3. 3Werkzeug übergeben – Griff zuerst übergeben und erst loslassen, wenn der andere „hab’s“ sagt.
  4. 4Holz bündeln – Stangen und Äste mit einem Seil bündeln und über die Schulter ziehen oder tragen.
  5. 5Richtig heben – In die Knie gehen, Last nah am Körper greifen, aus den Beinen aufrichten.
  6. 6Weg freihalten – Den Weg zwischen Sammelstelle und Lager kennen, Hindernisse meiden und Werkzeug am Ziel an einem festen Platz ablegen.

Gefahr: Beil, Messer und Säge nie ungeschützt in der Hand tragen, wenn man geht. Beim Stolpern fällt man sonst in die Klinge.

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Schnitzen mit Kindern sicher anleiten

5 Schritte
  1. 1Regeln erklären – Vorher in Ruhe besprechen: nur sitzend schnitzen, vom Körper weg, Sicherheitskreis, Messer zum Gehen schließen bzw. in die Scheide, Griff…
  2. 2Position – Sitzen, Ellbogen auf den Knien, Werkstück außerhalb der Beine.
  3. 3Erste Schnitte – Rinde von einem Stock abschälen und eine stumpfe Spitze formen.
  4. 4Kleines Projekt – Einfache Gegenstände wie ein Marshmallow-Stock, ein Namensschild oder ein Hering – Erfolg in einer Einheit.
  5. 5Pausen – Bei Müdigkeit oder Unruhe aufhören.

Gefahr: Kinder schnitzen nur unter Aufsicht in Reichweite. Bei stark blutenden Schnitten Druck auf die Wunde und den örtlichen Notruf (112 in der EU) wählen.

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Werkzeuge aus Holz: Grabstock, Schlägel und Holzkeil

8 Schritte
  1. 1Das richtige Holz wählen – Such festes, gerade gewachsenes Laubholz ohne Fäulnis, Risse und große Äste – zum Beispiel Esche, Buche, Eiche oder Hainbuche.
  2. 2Sicher schnitzen – Setz dich auf einen Klotz, die Beine auseinander, die Arbeit seitlich vor dem Knie.
  3. 3Grabstock zuspitzen – Schnitz das dicke Ende des Stabs zu einer flachen, meißelartigen Spitze, nicht zu einer dünnen Nadel: zwei schräge Flächen auf etwa…
  4. 4Spitze kurz feuerhärten – Halt die Spitze mit Abstand über die Glut, nicht in die Flammen, und dreh den Stock dabei ständig.
  5. 5Mit dem Grabstock arbeiten – Stich die Spitze schräg in den Boden und hebel die Erde nach hinten los, dann schabst oder schöpfst du die lockere Erde mit der Hand oder…
  6. 6Schlägel aus einem Stammstück – Markier auf dem Stammstück eine Grifflänge (etwa eine Handbreite plus Daumen) und säg dort ringsum einen flachen Stoppschnitt, nicht tiefer…
  7. 7Holzkeile schnitzen – Schnitz aus handlangen Stücken festem Holz zwei oder drei Keile: zwei breite Flächen, die von einer flachen Kopfseite zu einer stumpfen…
  8. 8Mit Keilen spalten – Stell den Stamm stabil auf oder leg ihn fest auf den Boden.

Achtung: Immer vom Körper weg schnitzen, im Sitzen, die Klinge vor dem Knie und nicht zwischen den Beinen. Rund um dich eine Armlänge Platz („Blutkreis“), niemand darin. Messer in die Scheide, sobald du es ablegst.

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Harz-Pechkleber aus Fichten- und Kiefernharz

8 Schritte
  1. 1Harz sammeln – An alten Wunden von Fichten oder Kiefern hängen oft harte Harztropfen.
  2. 2Holzkohle zerreiben – Ein Stück kalte Holzkohle aus einem erloschenen Feuer zwischen zwei Steinen zu feinem Pulver zerreiben.
  3. 3Schmelzplatz vorbereiten – Das zerkleinerte Harz in eine kleine Blechdose mit Griff geben.
  4. 4Langsam schmelzen – Die Dose an den Rand der Glut stellen, nicht in die Flamme.
  5. 5Verunreinigungen entfernen – Rindenstücke, Nadeln und Insekten mit einem Stöckchen aus dem flüssigen Harz fischen.
  6. 6Holzkohle einrühren – Die Dose vom Feuer nehmen und nach und nach kleine Mengen Holzkohlepulver einrühren.
  7. 7Testen und Pechstab formen – Einen Tropfen auf einem Stein abkühlen lassen: Zerspringt er, mehr Harz dazu; bleibt er klebrig, mehr Kohle.
  8. 8Kleber verwenden – Den Pechstab vorsichtig über der Glut anwärmen, bis er weich wird, und auf die saubere, trockene Stelle streichen.

Gefahr: Heißes Harz klebt an der Haut und verbrennt sie tief. Nie mit bloßen Fingern anfassen. Bei einer Verbrennung sofort mit kühlem, nicht eiskaltem Wasser mindestens 20 Minuten kühlen, das Harz nicht abreißen. Bei großen Verbrennungen oder im Gesicht 112 (in Österreich auch 144) anrufen.

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Heringe, Knebel und Kerben für jeden Boden

8 Schritte
  1. 1Holz und Größen wählen – Gesundes, trockenes Totholz ohne Risse nehmen, am besten Hartholz wie Hasel, Buche oder Esche.
  2. 2Spitze und Kopf formen – Die Spitze mit drei bis vier flachen Schnitten vom Körper weg zuspitzen, nicht zu fein.
  3. 3Kerbhering: Kerbe nach unten – Etwa 3–5 cm unter dem Kopf einen geraden Stoppschnitt bis etwa ein Drittel der Dicke sägen.
  4. 4Gabelhering: ohne Kerbe – Ein Ast mit kurzem Seitenast spart die Kerbe: Den Seitenast etwa 3 cm lang stehen lassen – er wird zum Haken.
  5. 5Knebel: Kragenkerbe schnitzen – In der Mitte des Knebels zwei Stoppschnitte rundum setzen, etwa eine Fingerbreite auseinander und wenige Millimeter tief.
  6. 6Knebel einsetzen – Die Schnur mit einem Webeleinstek in der Rille festbinden.
  7. 7Heringe richtig setzen – Hering mit der Spitze leicht von der Leine weg geneigt setzen und mit einem Holzknüppel einschlagen, nicht mit dem Beil.
  8. 8Herausziehen und aufräumen – Heringe in Richtung ihrer Achse herausziehen oder mit einem zweiten Hering durch die Kerbe heraushebeln.

Gefahr: Kerben und Rillen immer auf einer festen Unterlage und vom Körper weg schnitzen, nie über dem Oberschenkel oder zwischen den Knien. Die haltende Hand bleibt hinter der Schneide. Bei starker Blutung fest auf die Wunde drücken und 112 wählen (in Österreich auch 144).

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Traditionelle Fertigkeiten

Spurlos lagern: Leave No Trace in der Praxis

6 Schritte
  1. 1Vorausplanen – Regeln des Gebiets klären (Zelten, Feuer, Toiletten), Wetter prüfen, Gruppe klein halten, Lebensmittel umpacken, um Verpackungsmüll zu…
  2. 2Auf festem Untergrund lagern – Bestehende Lagerplätze oder robuste Flächen wie Fels, Kies, trockenes Gras oder Sand nutzen, mit Abstand zu Gewässern.
  3. 3Abfall richtig entsorgen – Alles mitnehmen, auch Essensreste und Toilettenpapier, wo verlangt.
  4. 4Natur lassen, wie sie ist – Keine Pflanzen ausreißen, keine Steine oder Fundstücke mitnehmen, keine Bauten aus Ästen stehen lassen.
  5. 5Feuer minimieren – Kocher statt Feuer nutzen.
  6. 6Abschlusskontrolle – Vor dem Aufbruch den Platz in einer Reihe absuchen: Abfall, Heringe, Schnurreste, Feuerreste.

Gefahr: Bei Trockenheit, Waldbrandwarnung oder Feuerverbot kein offenes Feuer. Ein unachtsam verlassenes Feuer kann einen Waldbrand auslösen. Bei Brand sofort den Notruf wählen (112 in der EU).

survivebetter.com/de/explore/bushcraft/bc-leave-no-trace-camp

Lager sinnvoll anordnen: Schlafen, Feuer, Küche, Toilette, Wasser

6 Schritte
  1. 1Gelände lesen – Windrichtung, Gefälle, Wasserlauf, tote Äste und Wege prüfen.
  2. 2Schlafzone – Ebenen Platz für die Zelte wählen, nicht in Mulden, mit Abstand zum Ufer.
  3. 3Feuer- und Küchenzone – Feuer oder Kocher in Windrichtung hinter den Zelten.
  4. 4Toilettenzone – Weit weg von Wasser, Lager und Wegen; Katzenloch etwa 15–20 cm tief graben und danach verschließen.
  5. 5Wasserstelle – Einen festen Entnahmepunkt nutzen, dort nicht waschen.
  6. 6Abbauen – Alles mitnehmen, Feuerstelle vollständig löschen, Platz natürlich hinterlassen.

Achtung: Toilette und Abwasser weit entfernt von Gewässern, Wegen und Lager anlegen – Leave No Trace nennt dafür etwa 60 m (rund 70 Schritte). Fäkalien können Trinkwasser verunreinigen.

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Kleidung und Ausrüstung im Lager trocknen

6 Schritte
  1. 1Schlafset schützen – Ein komplettes trockenes Set (Unterwäsche, Socken, Mütze) bleibt im Packsack und wird nur im Schlafsack getragen.
  2. 2Auswringen – Kleidung kräftig auswringen oder in ein Handtuch rollen und darauf knien.
  3. 3Leine spannen – Eine Leine im Wind, aber unter dem Tarp spannen.
  4. 4Sonne und Wind nutzen – Bei Pausen und trockenem Wetter Ausrüstung außen am Rucksack oder auf Büschen ausbreiten.
  5. 5Körperwärme – Leicht feuchte Socken oder Handschuhe nachts in der Jacke oder im Schlafsack in einem dünnen Beutel trocknen – nicht nasse Kleidungsstücke…
  6. 6Schuhe – Einlegesohlen herausnehmen, Schnürung weit öffnen, mit trockenem Papier oder Stoff ausstopfen und regelmäßig wechseln.

Gefahr: Niemals Kocher, Grill oder Heizgerät im Zelt zum Trocknen betreiben – Kohlenmonoxid- und Brandgefahr.

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Totholz sammeln – erlaubt, sicher und schonend

6 Schritte
  1. 1Regeln klären – Vor der Tour klären: Darf hier Holz gesammelt und Feuer gemacht werden?
  2. 2Nach oben schauen – Vor dem Sammeln die Bäume darüber auf tote Äste und schräg hängende Stämme prüfen.
  3. 3Nur Liegendes – Am Boden liegendes Holz nehmen, das trocken knackt.
  4. 4Dünn genug – Vor allem Holz, das sich mit der Hand brechen lässt.
  5. 5Weit verteilt sammeln – Nicht eine Stelle leer räumen, sondern über eine größere Fläche verteilt sammeln, abseits des Lagers.
  6. 6Nur so viel wie nötig – Bedarf abschätzen, kleines Feuer planen, übrig gebliebenes Holz beim Abbau verteilen.

Gefahr: Abgestorbene Bäume und hängende Äste können ohne Vorwarnung fallen, besonders bei Wind. Nicht daran ziehen oder rütteln, nicht darunter sammeln oder lagern.

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Abwasch und Körperpflege im Lager – fern vom Gewässer

6 Schritte
  1. 1Reste auskratzen – Topf und Teller leer essen bzw. mit einem Löffel auskratzen.
  2. 2Wasser holen – Wasser im Gefäß vom Ufer holen und zur Spülstelle tragen.
  3. 3Spülen – Mit warmem Wasser und wenig oder ohne Seife spülen, zuerst das sauberste Geschirr.
  4. 4Sieben und verteilen – Spülwasser durch ein feines Sieb oder Tuch gießen, Reste in den Müll, Wasser breit verteilt weit weg von Gewässer und Lager ausgießen.
  5. 5Trocknen – Geschirr an der Luft trocknen lassen, nicht in einem feuchten Tuch einpacken.
  6. 6Körperpflege – Auch sich selbst mit Wasser aus dem Gefäß fern vom Ufer waschen.

Achtung: Hände vor dem Zubereiten von Essen und nach jedem Toilettengang waschen; in Gruppen breiten sich Magen-Darm-Infekte schnell aus. Wo Wasser knapp ist, zusätzlich Händedesinfektionsmittel nutzen.

survivebetter.com/de/explore/bushcraft/bc-camp-dishwashing

Licht ohne Strom: Fettlampe und Talglicht

8 Schritte
  1. 1Sicheren Platz wählen – Draußen oder unter einem offenen Tarp, windgeschützt, auf flachem Stein oder nackter Erde.
  2. 2Gefäß vorbereiten – Ein flaches, feuerfestes Gefäß nehmen: Muschel, Blechdose oder Dosendeckel, Stein mit Mulde, Tonschale.
  3. 3Brennstoff einfüllen – Speiseöl oder Fett wie Talg oder Schmalz nur flach einfüllen.
  4. 4Docht drehen – Einen Streifen reine Baumwolle eng zu einem Docht drehen und im Öl tränken.
  5. 5Docht setzen – Der Docht liegt im Fett, nur die Spitze ragt am Rand etwa fingernagelbreit heraus.
  6. 6Anzünden und Flamme einstellen – Die Dochtspitze anzünden.
  7. 7Beaufsichtigen – Die Lampe nie allein lassen und Kinder fernhalten.
  8. 8Durch Ersticken löschen – Den Docht mit einem Stöckchen ins Fett drücken oder einen Deckel bzw. flachen Stein auflegen.

Gefahr: Nie im Zelt, im Schlafsack oder neben Stoff benutzen. Jede offene Flamme kann Stoff entzünden und in engen, geschlossenen Räumen Kohlenmonoxid bilden. Ein Unterstand braucht eine offene Seite oder einen echten Rauchabzug und einen CO-Melder.

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Birkenrinde nutzen: Zunder, Behälter, Wetterschutz

8 Schritte
  1. 1Tote, liegende Birken suchen – Nach umgestürzten Birken, abgebrochenen Ästen oder lose am Boden liegender Rinde suchen.
  2. 2Rinde abnehmen – Am liegenden Stamm die Rinde mit dem Messer der Länge nach anritzen und mit den Fingern abheben.
  3. 3Sortieren – Dünne, papierartige Schichten kommen zum Zunder.
  4. 4Zunder vorbereiten – Dünne Rinde in schmale Streifen reißen oder mit dem Messerrücken feine Fasern abschaben, bis ein lockeres Häufchen entsteht.
  5. 5Geschmeidig und flach machen – Dicke Rindenstücke werden biegsamer, wenn du sie kurz in der Sonne oder mit Abstand über leichter Wärme anwärmst.
  6. 6Behälter falten – Aus einem flachen, biegsamen Stück lässt sich ein einfacher Behälter falten und mit Holzklammern oder Schnur sichern – Anleitung im Eintrag…
  7. 7Als Wetterschutz verlegen – Rindenplatten wie Dachziegel von unten nach oben überlappend verlegen, damit Regen von einer Platte auf die nächste abläuft.
  8. 8Trocken lagern und maßvoll nehmen – Zunderrinde in einer Dose oder einem Beutel trocken mitnehmen.

Gefahr: Nie Rinde von lebenden Birken abziehen. Auch das Abreißen der weißen Außenschicht schadet dem Baum, hinterlässt dauerhafte Narben und öffnet ihn für Pilze. Ohne Erlaubnis ist das verboten; Holz und Rinde gehören dem Waldeigentümer.

survivebetter.com/de/explore/bushcraft/bc-birch-bark-uses