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Spickzettel für den Rucksack

Spickzettel: Familie und Haushalt

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SurviveBetter · Spickzettel

Familie und Haushalt

survivebetter.com
Stand 2026-10-12

Notruf 112 (EU) · Österreich Rettung 144. Ein Spickzettel erinnert nur – er ersetzt keine Ausbildung.

Menschen im Haushalt

Vorsorge mit Kindern und Haustieren

7 Schritte
  1. 1Altersgerecht sprechen – Erkläre ruhig, was ein Notfall ist und dass die Familie einen Plan hat.
  2. 2Kontaktkarte für Kinder – Gib Kindern eine Karte mit Namen, Adresse, Telefonnummern der Eltern und der Kontaktperson sowie dem Treffpunkt.
  3. 3Schule und Kita – Erkundige dich, wie Schule und Kita im Notfall verfahren und wer die Kinder abholen darf.
  4. 4Vertrautes einpacken – Kuscheltier, Buch oder Spiel und vertraute Snacks helfen Kindern in einer Notunterkunft.
  5. 5Notfallset für Haustiere – Futter und Wasser für einige Tage, Näpfe, Leine oder Transportbox, Medikamente, Impfnachweis und ein aktuelles Foto des Tiers.
  6. 6Tiere kennzeichnen – Halsband mit Kontaktdaten und, wo üblich, Mikrochip mit aktueller Registrierung helfen, entlaufene Tiere wiederzufinden.
  7. 7Unterkunft für Tiere klären – Nicht alle Notunterkünfte nehmen Tiere auf.

Gefahr: Kinder und Haustiere nie allein im geparkten Fahrzeug lassen – besonders bei Wärme kann es dort schnell lebensgefährlich heiß werden.

survivebetter.com/de/explore/family/fam-children-pets

Notfallvorsorge für Babys und Kleinkinder

7 Schritte
  1. 1Tagesbedarf erfassen – Einen normalen Tag durchgehen: Mahlzeiten, Fläschchen, Windeln, Pflege, Medikamente, Schlaf.
  2. 2Nahrung ohne Kochen planen – Für Flaschenkinder trinkfertige Nahrung in Einzelportionen vorhalten; für ältere Kinder Gläschen, Quetschbeutel und Lebensmittel, die das…
  3. 3Hygiene ohne fließendes Wasser – Windeln, Feuchttücher, Wundschutzcreme, Müllbeutel, Händedesinfektion.
  4. 4Wärme und Kleidung – Wechselkleidung in der passenden Größe, Mütze, Schlafsack für Babys, Decke.
  5. 5Transport ohne Kinderwagen – Tragetuch oder Babytrage ins Evakuierungsgepäck: Treppen, Trümmer und Menschenmengen sind mit dem Kinderwagen oft unpassierbar.
  6. 6Vertrautes einpacken – Kuscheltier, Schnuller, ein Buch oder kleines Spiel.
  7. 7Regelmäßig anpassen – Alle paar Monate Größen, Nahrung und Haltbarkeit prüfen.

Gefahr: Säuglingsnahrung nie verdünnen und nicht durch andere Milch oder selbstgemachte Mischungen ersetzen. Pulvernahrung nur mit sicherem, nach Packungsangabe vorbereitetem Wasser zubereiten. Trinkfertige Flüssignahrung braucht kein Wasser.

survivebetter.com/de/explore/family/fam-infants-toddlers

Ältere Angehörige und Pflegebedürftige einplanen

6 Schritte
  1. 1Gemeinsam besprechen – In Ruhe fragen: Was macht dir in einem Notfall Sorgen?
  2. 2Medikamente und Hilfsmittel erfassen – Aktuellen Medikamentenplan, Brille, Hörgerät mit Batterien, Gehhilfe, Inkontinenzmaterial, Zahnprothese.
  3. 3Unterstützungsnetz aufbauen – Mindestens zwei Personen in der Nähe – Familie, Nachbarn, Freunde – vereinbaren, bei Ausfällen, Hitze oder Kälte vorbeizuschauen.
  4. 4Mit Pflegedienst oder Einrichtung abstimmen – Fragen, welchen Notfallplan der Pflegedienst oder das Heim hat, wie Angehörige informiert werden und wohin evakuiert würde.
  5. 5Wohnung sicherer machen – Batterieleuchten am Bett und an der Tür, Radio, Notvorrat in erreichbarer Höhe, Telefonnummern groß auf Papier neben dem Telefon.
  6. 6Evakuierung durchdenken – Wie kommt die Person aus dem Haus, wenn der Aufzug ausfällt?

Gefahr: Ältere Menschen spüren Hitze und Durst oft weniger und kühlen bei Kälte schneller aus. Bei Verwirrtheit, Schwäche, Schwindel oder Bewusstseinsstörung den Notruf wählen (in der EU 112).

survivebetter.com/de/explore/family/fam-older-relatives

Notfallplanung mit Menschen mit Behinderungen

6 Schritte
  1. 1Bedürfnisse beschreiben – Gemeinsam festhalten: Was brauche ich täglich (Hilfsmittel, Medikamente, Assistenz, Ernährung)?
  2. 2Persönliches Unterstützungsnetz – Mindestens drei Personen an verschiedenen Orten (zu Hause, Arbeit, Nachbarschaft), die den Plan kennen, Zugang zur Wohnung klären und im…
  3. 3Warnwege anpassen – Warn-Apps mit Vibration oder Lichtsignal, Rauchmelder mit Blitzlicht oder Vibrationskissen, Absprache, dass jemand Bescheid gibt.
  4. 4Informationskarte – Eine kurze Karte für Rettungskräfte: wie man mit mir kommuniziert, welche Hilfsmittel unverzichtbar sind, wichtige Kontakte und Medikamente.
  5. 5Flucht- und Evakuierungsweg üben – Weg aus der Wohnung mit Hilfsmitteln ausprobieren, auch ohne Aufzug und im Dunkeln.
  6. 6Ersatz für Hilfsmittel – Ersatzbrille, Ladegeräte, wenn möglich manueller Ersatz für elektrische Hilfsmittel.

Gefahr: Bei Evakuierungswarnungen früh aufbrechen – wer Unterstützung beim Verlassen des Gebäudes braucht, benötigt mehr Zeit. In Gefahr den Notruf wählen (in der EU 112) und auf den Unterstützungsbedarf hinweisen.

survivebetter.com/de/explore/family/fam-disability-planning

Mit Haustieren evakuieren

6 Schritte
  1. 1Box- und Leinentraining – Die Transportbox offen in der Wohnung stehen lassen, mit Decke und Leckerli.
  2. 2Kennzeichnung aktuell halten – Chip-Registrierung mit aktueller Telefonnummer prüfen, Halsband mit Kontakt, aktuelles Foto von Tier und Halter zusammen (Nachweis der…
  3. 3Tier-Notfallset – Futter und Wasser für einige Tage, Näpfe, Medikamente, Impfnachweis, Leine, Kotbeutel oder Katzenstreu mit Schale, Decke, Kontakt der…
  4. 4Unterkünfte vorher klären – Liste mit Freunden, Verwandten, Tierpensionen und Hotels außerhalb des Gefahrengebiets, die Tiere aufnehmen.
  5. 5Früh aufbrechen – Bei Vorwarnung Tiere schon ins Haus holen und die Box bereitstellen.
  6. 6Wenn niemand zu Hause ist – Mit Nachbarn vereinbaren, dass sie im Notfall die Tiere mitnehmen können: Schlüssel, Standort der Box, Kontakt.

Gefahr: Nie gegen Anweisungen der Behörden in ein gesperrtes Gebiet zurückkehren, um Tiere zu holen. Stattdessen Behörden, Tierschutzorganisationen oder Einsatzkräfte informieren.

survivebetter.com/de/explore/family/fam-pet-evacuation

Jugendliche in der Krise: Selbstständigkeit mit klaren Absprachen

5 Schritte
  1. 1Mitplanen lassen – Gemeinsam den Familienplan durchgehen, Treffpunkte und Kontaktperson außerhalb der Region festlegen und Fragen ernst nehmen.
  2. 2Entscheidungsregeln – Festlegen: Wann bleibst du, wo du bist?
  3. 3Melden ohne Netz – Kurze Textnachricht an die Kontaktperson statt Anruf.
  4. 4Eigene Aufgaben – Passende Aufgaben übertragen: Notgepäck für sich packen, Taschenlampen prüfen, auf jüngere Geschwister achten, Nachrichten über das Radio…
  5. 5Fähigkeiten aufbauen – Erste-Hilfe-Kurs, Notruf absetzen, Wasser und Strom abstellen können, Weg nach Hause zu Fuß kennen.

Achtung: Jugendliche sollen wissen: Anweisungen von Schule, Einsatzkräften und Behörden gehen vor – auch vor dem Wunsch, nach Hause zu kommen. Nicht durch Hochwasser, Rauch oder Absperrungen gehen.

survivebetter.com/de/explore/family/fam-teenagers-crisis-role

Menschen mit Demenz in einer Krise begleiten

6 Schritte
  1. 1Personenblatt – Eine Seite mit Name, Diagnose, Medikamenten, Allergien, Kommunikationshinweisen, was beruhigt und was aufregt, Kontaktdaten und aktuellem…
  2. 2Identifikation – Name und Notfallkontakt an Kleidung, Armband oder in der Jackentasche – für den Fall, dass die Person allein gefunden wird.
  3. 3Notgepäck ergänzen – Medikamente für mehrere Tage, Hilfsmittel (Brille, Hörgerät, Gehhilfe), Inkontinenzmaterial, Wechselkleidung, vertrauter Gegenstand.
  4. 4Begleitung festlegen – Eine Hauptperson und eine Vertretung, die die Person kennt.
  5. 5In der Situation – Ruhig sprechen, kurze Sätze, eine Information nach der anderen.
  6. 6In der Notunterkunft – Das Personenblatt beim Personal abgeben, um einen ruhigen Platz bitten, Routinen wie Essens- und Schlafzeiten beibehalten.

Gefahr: Ist eine Person mit Demenz verschwunden, sofort den örtlichen Notruf (112 in der EU) verständigen und ein aktuelles Foto bereithalten. Nicht lange selbst suchen, bevor man Hilfe holt.

survivebetter.com/de/explore/family/fam-dementia-crisis

Schwangerschaft und Notfall: Dokumente, Wege, Kontakte

5 Schritte
  1. 1Unterlagen griffbereit – Schwangerschaftsunterlagen (z. B. Mutterpass, wo es ihn gibt), Medikamentenliste, Krankenversicherung und Kontaktdaten der Klinik in einer…
  2. 2Kontakte – Nummern von Hebamme, Praxis, Klinik und Notruf im Handy und auf Papier.
  3. 3Wege planen – Hauptweg und Ausweichweg zur Klinik kennen, eine zweite erreichbare Einrichtung notieren und klären, wer fährt, wenn der Partner nicht da…
  4. 4Tasche ergänzen – Das Notgepäck um Unterlagen, Medikamente und wichtige persönliche Dinge ergänzen; in den letzten Wochen die Kliniktasche bereitstellen.
  5. 5Fachlich nachfragen – Bei der Hebamme oder Praxis nachfragen, was im Notfall oder bei einer Evakuierung zu beachten ist – der individuelle Rat geht vor.

Gefahr: Bei Warnzeichen, die Hebamme oder Ärztin genannt haben, bei Blutungen, starken Schmerzen oder wenn es der Schwangeren plötzlich schlecht geht: sofort den örtlichen Notruf (112 in der EU) wählen. Nicht abwarten, ob es besser wird.

survivebetter.com/de/explore/family/fam-pregnancy-emergency-plan

Mit Kindern über Vorsorge sprechen – ohne Angst zu machen

5 Schritte
  1. 1Ruhigen Moment wählen – Nicht direkt nach beunruhigenden Nachrichten oder kurz vor dem Schlafengehen, sondern beim Spielen, Kochen oder Spazierengehen.
  2. 2Erst fragen – „Was weißt du schon über Stromausfall/Feuer/Unwetter?“ – Missverständnisse aufgreifen, statt einen Vortrag zu halten.
  3. 3Einfach und ehrlich – Kurz erklären, was passieren kann und dass Erwachsene, Feuerwehr und andere Helfer sich darum kümmern.
  4. 4Etwas tun lassen – Gemeinsam den Kinderrucksack packen, Taschenlampen prüfen, Notruf üben, Treffpunkt ansehen.
  5. 5Wiederholen – Lieber öfter kurz als einmal lang.

survivebetter.com/de/explore/family/fam-talking-preparedness-children

Notfallplan

Familien-Notfallplan erstellen

7 Schritte
  1. 1Risiken klären – Überlegt, welche Notlagen in eurer Region wahrscheinlich sind (Hochwasser, Sturm, Hitze, Stromausfall, Erdbeben) und wie die Behörden…
  2. 2Zwei Treffpunkte – Legt einen Treffpunkt direkt bei der Wohnung fest (z. B. bei Brand) und einen außerhalb des Viertels, falls ihr nicht nach Hause könnt.
  3. 3Kontaktperson außerhalb – Bestimmt eine Person in einer anderen Region, bei der sich alle melden.
  4. 4Kontaktkarte – Jede Person – auch Kinder – trägt eine Karte mit den wichtigsten Nummern, der Adresse und den Treffpunkten bei sich.
  5. 5Aufgaben verteilen – Wer holt die Kinder ab?
  6. 6Haus kennen – Alle Erwachsenen sollten wissen, wo Haupthähne für Wasser und Gas sowie der Sicherungskasten sind.
  7. 7Üben und auffrischen – Geht den Plan einmal im Jahr durch, aktualisiert Nummern und übt den Weg zu den Treffpunkten.

Gefahr: Bei akuter Gefahr zuerst sich selbst in Sicherheit bringen und den Notruf wählen (in der EU 112). Nicht in Gefahrenbereiche zurückkehren, um Treffpunkte zu erreichen.

survivebetter.com/de/explore/family/fam-emergency-plan

Wichtige Dokumente und Kopien sichern

7 Schritte
  1. 1Liste erstellen – Sammle: Ausweise und Pässe, Geburts- und Heiratsurkunden, Versicherungspolicen, Bank- und Kontoinformationen, Miet- oder…
  2. 2Kopien anfertigen – Kopiere die Dokumente und lege sie in eine wasserdichte Mappe.
  3. 3Kontakte und medizinische Infos – Lege eine Liste mit wichtigen Telefonnummern, Ärzten, Versicherungsnummern, Allergien und Medikamenten dazu.
  4. 4Hausrat dokumentieren – Fotografiere oder filme Räume und wertvolle Gegenstände; das hilft bei Versicherungsfällen.
  5. 5Digitale Sicherung – Scanne die Dokumente und speichere sie verschlüsselt, zum Beispiel auf einem verschlüsselten USB-Stick oder in einem gesicherten…
  6. 6Griffbereit aufbewahren – Bewahre die Mappe so auf, dass sie bei einer Evakuierung schnell mitgenommen werden kann – nicht im Keller, wenn Hochwasser droht.
  7. 7Aktualisieren – Einmal im Jahr prüfen, ob Dokumente abgelaufen sind oder neue hinzugekommen sind.

Gefahr: Bei Feuer oder unmittelbarer Gefahr keine Dokumente suchen – sofort hinaus. Dokumente lassen sich ersetzen, Menschen nicht.

survivebetter.com/de/explore/family/fam-documents

Wiederfinden: Plan für Schule, Kita und Arbeitsplatz

6 Schritte
  1. 1Notfallregeln erfragen – Bei Schule und Kita nachfragen: Wie werden Eltern informiert?
  2. 2Abholberechtigte hinterlegen – Mindestens zwei weitere vertraute Personen schriftlich als abholberechtigt angeben und das Kind informieren, wer kommen könnte.
  3. 3Arbeitsplatz einbeziehen – Notfallregeln des Arbeitgebers kennen.
  4. 4Treffpunkte festlegen – Einen Treffpunkt nahe der Wohnung und einen außerhalb des Viertels, für alle auf Papier.
  5. 5Kontaktperson außerhalb – Alle melden sich bei einer Kontaktperson außerhalb der Region.
  6. 6Karte für Kinder – Kinder tragen eine Karte mit Namen der Eltern, Telefonnummern, Kontaktperson und Treffpunkt – ohne Wohnadresse sichtbar nach außen.

Gefahr: Wenn Schule oder Behörden anordnen, im Gebäude zu bleiben (z. B. bei Gefahrstoffaustritt), Kinder nicht abholen – das Gebäude ist dann der sicherere Ort, und man gefährdet sich selbst unterwegs.

survivebetter.com/de/explore/family/fam-reunification

Notfallübungen zu Hause

6 Schritte
  1. 1Fluchtplan zeichnen – Grundriss der Wohnung mit allen Räumen, für jeden Raum möglichst zwei Wege nach draußen, Treffpunkt vor dem Haus.
  2. 2Brandfluchtübung – Rauchmelder testen, dann den Weg zum Treffpunkt gehen: Türen vor dem Öffnen mit dem Handrücken prüfen, geduckt bleiben, Türen schließen.
  3. 3Notfallgepäck-Übung – Stoppuhr: Alle nehmen Notfallrucksack, Dokumente, Medikamente, Tiere und gehen zur Tür.
  4. 4Schutzübung im Haus – Je nach regionalem Risiko: Drop, Cover, Hold On bei Erdbeben oder Fenster schließen, Lüftung aus, Radio an bei einer Gefahrstoffwarnung.
  5. 5Abend ohne Strom – Einen Abend lang Licht, Kochen und Kommunikation ohne Netzstrom gestalten – zum Beispiel mit Hauptsicherung aus nur, wenn das gefahrlos…
  6. 6Auswerten und anpassen – Nach jeder Übung kurz sprechen: Was lief gut, was ändern wir?

Gefahr: Bei einem echten Brand: sofort raus, Türen hinter sich schließen, nicht zurückgehen, von draußen den Notruf wählen (in der EU 112). Nie in ein brennendes Gebäude zurück, auch nicht für Tiere oder Wertsachen.

survivebetter.com/de/explore/family/fam-home-drills

Dokumente digital sichern – verschlüsselt

6 Schritte
  1. 1Dokumente auswählen – Ausweise, Geburts- und Heiratsurkunden, Versicherungspolicen, Grundbuch- oder Mietvertrag, Bank- und Rentenunterlagen, Impfpässe…
  2. 2Scannen und benennen – Gut lesbar scannen oder fotografieren, einheitlich benennen (z. B. Person_Dokument_Jahr) und in Ordnern sortieren.
  3. 3Verschlüsseln – Die Sammlung mit einem anerkannten Verschlüsselungsverfahren schützen – etwa einem verschlüsselten Archiv oder einem verschlüsselten…
  4. 4An mindestens zwei Orten lagern – Eine Kopie zu Hause im Notfallgepäck, eine an einem anderen Ort – bei Verwandten außerhalb der Region oder bei einem Online-Speicher deiner…
  5. 5Passwort sichern – Passphrase so aufbewahren, dass mindestens eine weitere vertraute Person im Notfall Zugriff hat, aber nicht zusammen mit dem Datenträger.
  6. 6Wiederherstellung testen – Einmal im Jahr die Sicherung auf einem anderen Gerät öffnen, Dateien prüfen, Neues ergänzen, veraltete Kopien sicher löschen.

Achtung: Unverschlüsselte Kopien von Ausweisen, Kontodaten und Gesundheitsdaten sind bei Verlust oder Diebstahl ein Risiko für Identitätsmissbrauch. Immer verschlüsseln.

survivebetter.com/de/explore/family/fam-digital-backup

Familien-Codewort für Abholung und Notfälle

5 Schritte
  1. 1Wort wählen – Ein ungewöhnliches, aber leicht merkbares Wort oder Wortpaar – kein Haustiername, keine Straße, nichts, was online auffindbar ist.
  2. 2Gezielt weitergeben – Nur Eltern, Kinder und die schriftlich benannten Abholpersonen erfahren das Wort, persönlich.
  3. 3Mit Abholberechtigung kombinieren – Bei Schule und Kita die Vertrauenspersonen schriftlich als abholberechtigt hinterlegen.
  4. 4Spielerisch üben – Im Rollenspiel üben: Jemand sagt „Mama schickt mich“ – was fragst du?
  5. 5Erneuern – Nach Benutzung durch Dritte oder wenn es vielleicht bekannt wurde, ein neues Wort festlegen.

Achtung: Das Codewort nicht aufschreiben, wo andere es lesen können, und nicht in sozialen Medien oder Gruppen-Chats teilen. Nach Gebrauch durch eine Außenstehende ein neues vereinbaren.

survivebetter.com/de/explore/family/fam-code-word

Notfallblatt für Babysitter, Gäste und Betreuungspersonen

6 Schritte
  1. 1Kopfzeile – Notrufnummer, vollständige Adresse mit Etage und Klingel, nächster Querstraße oder markantem Punkt.
  2. 2Personen – Name und Alter jedes Kindes oder Betreuten, Allergien, Medikamente mit Ort, Hausarzt bzw. Kinderarzt, Telefonnummern beider Eltern und…
  3. 3Haus – Fluchtweg und Treffpunkt draußen, Ort von Feuerlöscher, Taschenlampe, Erste-Hilfe-Set, Sicherungskasten und Wasserabsperrung.
  4. 4Hausregeln – Wer abholen darf, welche Haustiere es gibt, was bei Stromausfall zu tun ist (keine Kerzen, Taschenlampe nutzen).
  5. 5Kurzer Rundgang – Beim ersten Besuch gemeinsam Ausgänge, Feuerlöscher und Taschenlampe zeigen.
  6. 6Aktuell halten – Bei neuen Medikamenten, Nummern oder Umzug sofort ändern; Datum auf das Blatt schreiben.

Achtung: Ganz oben steht: Bei Lebensgefahr zuerst den örtlichen Notruf (112 in der EU) wählen, dann die Eltern anrufen. Die vollständige Adresse direkt darunter, damit sie im Stress vorgelesen werden kann.

survivebetter.com/de/explore/family/fam-caregiver-info-sheet

Notfallplanung für Alleinerziehende

5 Schritte
  1. 1Vertretung finden – Eine Hauptperson und möglichst eine zweite festlegen, die die Kinder kurzfristig betreuen können – idealerweise in der Nähe und eine…
  2. 2Schriftlich festhalten – Abholberechtigungen bei Schule und Kita hinterlegen.
  3. 3Kinder vorbereiten – Altersgerecht üben: Notruf wählen, Adresse aufsagen, Nummer der Vertretung kennen, wissen, wo die Notfallkarte liegt.
  4. 4Informationen teilen – Der Vertretung ein Notfallblatt mit Allergien, Medikamenten, Ärzten und Routinen geben; Schlüsselzugang klären.
  5. 5An sich selbst denken – Ein Zettel im Portemonnaie: „Ich bin allein mit Kindern – bitte informieren: …“, damit Helfer im Fall eines Unfalls die Kinder nicht…

Gefahr: Kinder sollten so früh wie möglich lernen: Wenn Mama oder Papa nicht mehr reagiert, den örtlichen Notruf (112 in der EU) wählen, Adresse sagen und die Tür für die Helfer öffnen.

survivebetter.com/de/explore/family/fam-single-parent-plan

Haushalt

Notvorrat im Haushalt: die Grundlagen

7 Schritte
  1. 1Empfehlung der Behörde nachlesen – Lies nach, was deine nationale Behörde empfiehlt.
  2. 2Haushalt erfassen – Erfasse, wer versorgt werden muss: Säuglinge, Kinder, ältere Menschen, Menschen mit Allergien, Diäten oder chronischen Krankheiten…
  3. 3Wasser – Lagere Trinkwasser in gekauften Flaschen oder sauberen, lebensmittelechten Behältern, kühl und dunkel.
  4. 4Lebensmittel – Wähle haltbare Lebensmittel, die ohne Kochen und Kühlung essbar sind und die der Haushalt mag: Konserven, Fertiggerichte, Nüsse…
  5. 5Medikamente und Erste Hilfe – Halte Dauermedikamente, ein Erste-Hilfe-Set und Hilfsmittel wie Brillen oder Hörgerätebatterien bereit.
  6. 6Hygiene – Toilettenpapier, Seife, Desinfektionsmittel, Müllbeutel, Windeln und Monatshygiene.
  7. 7Verbrauchen und erneuern – Ältere Vorräte zuerst verbrauchen und nachkaufen.

Gefahr: Notkocher, Grills und Brennstoffe nie in Innenräumen verwenden (Kohlenmonoxid, Brand). Vorräte bevorzugen, die ohne Kochen essbar sind.

survivebetter.com/de/explore/family/fam-household-stockpile

Notfallrucksack (Evakuierungsgepäck) packen

7 Schritte
  1. 1Rucksack pro Person – Jede Person bekommt einen Rucksack, den sie selbst tragen kann.
  2. 2Dokumente und Geld – Wasserdicht verpackte Dokumentenkopien, Kontaktliste auf Papier, etwas Bargeld.
  3. 3Gesundheit – Medikamente für einige Tage, Medikamentenliste mit Dosierungen, Ersatzbrille, kleines Erste-Hilfe-Set, Hygieneartikel.
  4. 4Wasser, Essen, Licht – Trinkwasser, haltbare Snacks, Taschen- oder Stirnlampe, Powerbank mit Kabel und, wenn möglich, ein kleines Radio.
  5. 5Kleidung – Wetterfeste Jacke, warme Schicht, Wechselwäsche, feste Schuhe, ggf. Decke oder Rettungsdecke.
  6. 6Liste für den letzten Moment – Lege oben in den Rucksack eine Liste: Handy und Ladekabel, Schlüssel, Brieftasche, Dauermedikamente aus dem Kühlschrank, Haustiere.
  7. 7Regelmäßig prüfen – Ein- bis zweimal im Jahr Wasser, Lebensmittel, Medikamente, Batterien und Kleidergrößen der Kinder prüfen.

Gefahr: Bei Feuer oder unmittelbarer Gefahr nichts zusammensuchen – sofort das Gebäude verlassen und den Notruf wählen (in der EU 112). Der Rucksack ist für vorhersehbare oder geordnete Evakuierungen.

survivebetter.com/de/explore/family/fam-go-bag

Haushalts-Checklisten nach Jahreszeit

6 Schritte
  1. 1Jedes Mal – Haltbarkeit von Vorräten und Medikamenten, Wasservorrat, Batterien und Powerbanks laden, Rauchmelder testen, Kontaktliste und Notfallgepäck…
  2. 2Frühling – Regenrinnen und Abflüsse prüfen, Hochwasserrisiko und Versicherung prüfen, Winterausrüstung aus dem Auto nehmen und reinigen…
  3. 3Sommer – Hitzeplan: kühlster Raum, Verdunkelung, Trinkvorrat, Nachbarn und ältere Angehörige einplanen.
  4. 4Herbst – Sturmvorbereitung: lose Gegenstände auf Balkon und Garten sichern.
  5. 5Winter – Winterausrüstung ins Auto, Streumittel und Schneeschaufel, Plan für Heizungsausfall (ein warmer Raum), Wasserleitungen in unbeheizten…
  6. 6Abhaken und notieren – Datum der Prüfung notieren und den nächsten Termin in den Kalender eintragen.

Achtung: Heizungen, Öfen und Kamine vor der Heizperiode von Fachleuten prüfen lassen, wo das vorgeschrieben oder empfohlen ist – Kohlenmonoxid-Gefahr.

survivebetter.com/de/explore/family/fam-seasonal-checklists

Vorsorge mit kleinem Budget, Schritt für Schritt

6 Schritte
  1. 1Bestand aufnehmen – Was ist schon da?
  2. 2Prioritäten setzen – Reihenfolge nach Dringlichkeit: Trinkwasser, notwendige Medikamente, Licht und Radio, Lebensmittel ohne Kochen, Hygiene, dann Wärme und…
  3. 3Bei jedem Einkauf ein bisschen mehr – Pro Einkauf ein oder zwei haltbare Produkte zusätzlich kaufen, die die Familie mag.
  4. 4Wasser günstig bevorraten – Gekauftes Wasser in Flaschen ist am einfachsten.
  5. 5Kleiner Notgroschen – Regelmäßig einen kleinen festen Betrag zurücklegen, dazu etwas Bargeld in kleinen Scheinen zu Hause.
  6. 6Verbrauchen und ersetzen – Älteste Produkte zuerst verbrauchen und beim nächsten Einkauf ersetzen.

Achtung: Bei verschreibungspflichtigen Medikamenten mit Arzt oder Apotheke klären, ob und wie ein kleiner Vorrat möglich ist – nicht eigenmächtig horten oder rationieren.

survivebetter.com/de/explore/family/fam-budget-preparedness

Kindersicherheit bei Stromausfall: Licht, Wärme, Generator

6 Schritte
  1. 1Eigene Lampe – Jedem Kind eine Taschen- oder Stirnlampe geben, die es selbst bedienen kann, und einen festen Platz dafür, etwa am Bett.
  2. 2Keine Flammen – Batterielaternen für Räume statt Kerzen.
  3. 3Gefahrenzonen – Generator nur draußen, weit weg von Fenstern und Türen; Kinder bleiben fern.
  4. 4Warm halten – Ein Raum für alle, Schichten, Decken, Schlafsäcke.
  5. 5Wege sichern – Treppen und Flure mit Batterielicht ausleuchten, Kabel und Gegenstände aus dem Weg räumen, Treppenschutzgitter schließen.
  6. 6Erklären – Kurz und ruhig erklären, was passiert ist und welche Regeln gelten; einen Spieleabend mit Taschenlampe daraus machen.

Gefahr: Generatoren, Grills und Campingkocher niemals in Wohnung, Keller, Garage oder auf geschlossenen Balkonen betreiben – Kohlenmonoxid ist unsichtbar und geruchlos. Kinder sind besonders gefährdet. Bei Kopfschmerz, Übelkeit oder Benommenheit sofort an die frische Luft und den örtlichen Notruf (112 in der EU) wählen.

survivebetter.com/de/explore/family/fam-child-safety-outage

Ein eigener Notfallrucksack für Kinder

6 Schritte
  1. 1Rucksack wählen – Klein, leicht, mit gepolsterten Trägern; voll gepackt soll das Kind ihn bequem tragen können.
  2. 2Grundausstattung – Wechselkleidung, Regenschutz, Wasserflasche, haltbarer Snack, Taschenlampe, Pfeife, Taschentücher.
  3. 3Kontaktkarte – Name des Kindes, Namen und Nummern der Eltern, Kontaktperson außerhalb, Treffpunkt – innen in der Tasche.
  4. 4Etwas Vertrautes – Kleines Kuscheltier, Buch, Kartenspiel, Malstifte – vom Kind selbst ausgesucht.
  5. 5Üben – Bei einer Übung den Rucksack holen und anziehen lassen; die Pfeife erklären: nur im Notfall.
  6. 6Regelmäßig prüfen – Etwa halbjährlich Kleidergröße, Snack-Haltbarkeit und Batterien prüfen.

Achtung: Medikamente, Notfallmedikamente und wichtige Dokumente des Kindes gehören in das Gepäck der Erwachsenen, nicht in den Kinderrucksack.

survivebetter.com/de/explore/family/fam-kids-go-bag